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Wirkstoffcheck Dapoxetin

Dapoxetin ist in verschreibungspflichtigen, oralen Medikamenten zur Bedarfsbehandlung von vorzeitigem Samerguss (Ejaculatio praecox) enthalten. Dosierungen von 30 mg oder 60 mg stehen meist zur Verfügung.

Erwachsene Männer im Alter von 18 bis 64 Jahren nehmen dieses Präparat nach ärztlicher Verordnung und einer Anamnese ein. Dank des schnellen Wirkungseintritts kann Dapoxetin kurz vor dem sexuellen Kontakt angewendet werden. Dank der kurzen Halbwertzeit ist dies auch alle 24 Stunden möglich.

Patienten, die sie sich in medikamentöser Dauerbehandlung befinden, sollten vor der Einnahme Dapoxetins auf mögliche Wechselwirkungen (siehe Packungsbeilage) achten. Gewisse Grunderkrankungen gelten ebenso als Ausschlusskriterien für eine Behandlung mit diesem Wirkstoff.

Überblick

Dieser Wirkstoff wird zur medikamentösen Behandlung von Ejaculatio praecox eingesetzt. Dieser Sexualstörungen ist altersunabhängig und tritt häufiger auf, als erektile Dysfunktionen. Männer, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, kommen bereits 50 bis 60 Minuten nach der vaginalen Penetration zur Ejakulation. Studien zur Folge beträgt die normale Verweildauer durchschnittlich drei bis fünf Minuten. Im Einzelfall verursacht bereits eine geringe Stimulierung die Ejakulation.

Vorzeitiger Samenerguss Dauer

Hinzu kommt, dass betroffene Patienten keine Kontrolle über die Ejakulation haben. Schlussendlich empfindet mindestens eine der Partner diese Störung als unangenehm. Insofern erleichtert dieser schnell wirksame Wirkstoff nicht nur das sexuelle Wohlbefinden, sondern vielmehr unterstützt es die Partnerschaft nachhaltig und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität.

Nicht zuletzt erweist sich Dapoxetin als hilfreiche medikamentöse Behandlungsmethode, wenn lokale beziehungsweise psychische Therapien (beispielsweise Entspannungstechniken) nicht zum erwünschten Effekt führten.

Wirkungsweise

Mit Dapoxetin wurde erstmalig ein Wirkstoff gegen vorzeitigen Samenerguss entwickelt, der in sieben europäischen Ländern, unter anderem Deutschland, zugelassen wurde. Zudem erfolgt eine Verschreibung dieses in Mexiko und Südkorea.

Grundsätzlich wird Dapoxetin im Rahmen einer Bedarfsbehandlung eingenommen. Diese Grundvoraussetzung galt zum Zeitpunkt der Entwicklung des Wirkstoffes als oberste Prämisse.

So sollten eine tägliche, chronische Medikamenteneinnahme und eventuelle damit verbundene Nebenwirkungen vermieden werden. Schließlich weisen andere, ebenso langsam wirkende Serotonin-Wiederaufnahmehemmer diese ungünstigen Merkmale auf.

Dapoxetin

Andere Bezeichnungen für Dapoxetin sind (+)-(S)-N,N-Dimethyl-alpha-[2-(1- naphthyloxy)ethyl]benzylamin, Dimethyl[(S)-3-(1-naphthyloxy)-1-phenylpropan]azan oder Dapoxetinum.

Dapoxetin gehört zur Wirkstoffgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI, Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) und zeichnet sich durch seine langsame wirksame Eigenschaft auf.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Dapoxetin vorrangig neuronal wirkt, indem es die Serotonin-Wiederaufnehmer hemmt. Im Zuge dessen werden zudem Dopamin- und Noradrenalin-Transporter gehemmt. Dadurch verhindert Dapoxetion die potenzierter Wirkung des Neurotransmitters auf die post- und präsynaptischen Rezeptoren.

Gleichzeitig zeigten signifikante Ergebnisse, dass sich Wirkstoff den ejakulatorischen Expulsionsreflex auf supraspinaler Ebene bedeutend hemmt. Dies belegt eine Eignung zur Behandlung von Ejaculatio praecox nach Bedarf.

Nicht zuletzt unterstreichen Experten, dass im Gegensatz zu anderen SSRI mit einer Halbwertzeit von mindestens 14 bis mehr als 60 Stunden die Wirkung Dapoxetins wesentlich schneller eintritt. Nach einer oralen Gabe Dapoxetins (30 mg oder 60 mg) ist die maximale Plasmakonzentration bereits nach ein bis zwei Stunden erreicht.

Die Halbwertzeit des innovativen Wirkstoffes liegt bei durchschnittlich 90 Minuten. Studien belegten, dass nach circa 24 Stunden die Plasmakonzentration auf circa weniger als 5 Prozent der Peak-Werte sinkt.

Aufgrund dessen führen beispielsweise Mehrfachgaben nur zu einer minimalen Akkumulation, welche nicht von klinischer Relevanz ist.

Die Wirkung Dapoxetins wird weder von Alkohol noch von der Nahrungsaufnahme beeinflusst. Dies gilt auch für die zeitgleiche Einnahme mit PDE-5-1.

Nebenwirkungen

Ähnlich wie andere Wirkstoffe, kann Dapoxetin im Einzelfall Nebenwirkungen verursachen. Folgende Beschwerden müssen nicht unbedingt auftreten.

Sehr häufig bemerken Patienten Übelkeit, Schwindel und/oder Kopfschmerzen.

Häufig treten folgende Nebenwirkungen auf: Angstzustände, anomale Träume, Aufmerksamkeitsstörung, Aufregung, Bauchschmerz, Blähungen, Blutdruckerhöhung und Durchfall.

Auch Erektionsstörungen, Erröten, Gähnen, verminderter Libido, Magenbeschwerden, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Nasennebenhöhlenverstopfung und nervliche Missempfindungen können bei der Einnahme von Dapoxetin auftreten.

Gelegentlich kommt es zu nachfolgenden Begleiterscheinungen: Albträume, anomales Denken, anomale Empfindungen, Antriebslosigkeit, Bauchbeschwerden, Betrunkenheitsgefühl, Blutdruckerhöhung, Depression und Herzrhythmusstörungen.

Berichtet wurde ebenfalls von Herzschlagbeschleunigung, Hitzewallung, Juckreiz, Libidoverlust, kalter Schweiß, Magenbeschwerden, niedriger Blutdruck, Ohnmacht, Penisbeschwerden, Pupillenerweiterung und Schlafstörungen.

In seltenen Fällen kommt es zu belastungsabhängigem Schwindel, akutem Stuhldrang oder plötzlichem Einschlafen.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Reizbarkeit Unregelmäßiger Herzschlag Plötzlich eintretender Schlaf
Hitzewallungen Stimmungsschwankungen Schwindelgefühl nach sportlicher Betätigung
Übelkeit Verminderte Libido Stuhldrang
Schläfrigkeit Geschmacksstörungen -

Wird der Wirkstoff Dapoxetin plötzlich abgesetzt, sind teilweise Entzugserscheinungen zu beobachten.

Wechselwirkungen

Eine parallele Anwendung von Dapoxetin mit weiteren Medikamenten kann unerwünschte Wechselwirkungen hervorrufen.

Dies gilt insbesondere für folgende Präparate: Cyp3A4 Enzymhemmer, Atazanavir, Itraconazol, Ketoconazol, Nefazadone, Nelfinavir, Ritonavir, Telithromycin oder Saquinavir.

Moderate Cyp3A4-Hemmer sind ausschließlich nach einer intensiven Risiko-Nutzen-Abwägung seitens des Arztes einzunehmen. Dies gilt auch für Amprenavir, Aprepitant, Clarithromycin, Diltiazem, Erythromycin, Fluconazol, Fosamprenavir, sowie Verapamil.

Unmittelbar vor, während oder nach der Anwendung von Thioridazin ist auf eine Einnahme von Dapoxetin zu verzichten.

Abzuraten ist zudem von einer gleichzeitigen Einnahme mit blutgefäßerweiternden Arzneimitteln, Nitraten, PDE-5-Hemmer (Potenzmittel) oder Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten, wie beispielsweise Tamsulosin.

Eine Kombination von Dapoxetin kann und folgenden Medikamenten kann mit lebensbedrohlichen Wechselwirkungen einhergehen: stimmungsaufhellende Präparate vom Typ SNRI´s, SSRI, MAO-Hemmer oder ähnliche Substanzen, welche den Serotoninspiegel im Blut beeinflussen. Folgende Stoffe beeinflussen den Serotoningahlt: Johanniskraut, Linezolid, Lithium, L-tryptophan, Tramadol und Triptane.

Mögliche Wechselwirkungen zwischen Dapoxetin und Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem (ZNS) beeinflussen, wurden bis dato noch nicht intensiv wissenschaftlich untersucht. Entsprechend ist bei einer Kombination beider Vorsicht geboten.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Wenn erwachsene Männer zwischen 18 und 64 Jahren mindestens unter einer der folgenden Erkrankungen leiden, ist auf die Einnahme des Wirkstoffes Dapoxetin zu verzichten.

Dies gilt auch für Patienten unter 18 Jahren: instabile Epilepsie, Krampfanfälle, schwere Nierenfunktionsstörung, Herzklappen- oder ischämische Herzerkrankung, aktuelle Herzerkrankungen (beispielsweise Herzinsuffizienz, Herzmuskelschwäche wie NYHA-Klasse II-IV), Rhythmusstörungen (Leistungsanomalien) ohne Herzschrittmacher wie beispielsweise Sick-Sinus-Syndrom oder AV-Block, mäßige oder schwere Leberfunktionsstörung, diagnostizierte psychiatrische Störungen wie beispielsweise bipolare Störung, Depression, Manie oder Schizophrenie.

Patienten, die unter schnellem Abfall des Blutdrucks leiden, beispielsweise bei Körperlageveränderungen, dürfen Dapoxetin nicht einnehmen.

Zudem muss bei leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung als auch bei einer genetisch bedingten Verstoffwechselung von CYP2D6 vor der Anwendung Dapoxetins eine detaillierte Risiko-Nutzen-Analyse erfolgen.

Eine bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff gilt ebenso als Ausschlusskriterium für eine Behandlung.

Frauen dürfen Medikamente mit Dapoxetin nicht einnehmen. Besondere Vorsicht ist während der Schwangerschaft und Stillzeit geboten.

Quellen:
  1. Vorzeitiger Samenerguss: Leidensdruck für beide Partner. Univ.Doz. Dr. Andreas Jungwirth. URL: jungwirth.info
  2. Behandlungsoptionen der Ejaculatio praecox: Schwerpunkt auf Dapoxetin. Krause & Pachernegg GmbH. URL: kup.at
  3. Dapoxetin. Gesundheitsportal Onmeda gofeminin.de GmbH. URL: onmeda.de
  4. Treatment benefit of dapoxetine for premature ejaculation: results from a placebo-controlled phase III trial. Kaufman JM et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am 13.04.2016

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