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PrEP (Pre-exposure prophylaxis)

Die PrEP (Pre-exposure prophylaxis) ist die derzeit einzige verfügbare medizinische Präventionsmaßnahme gegen eine Infektion mit dem HI-Virus.

Es handelt sich hierbei um eine vorsorgende Maßnahme, die verhindern soll, dass sich das Virus im menschlichen Körper etabliert. Die PrEP wird unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt, um bei gewissen Personengruppen das Risiko einer zukünftigen HIV-Infektion zu reduzieren.

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Definition der PrEP

Die Abkürzung PrEP steht für den medizinischen Ausdruck Prä-Expositions-Prophylaxe. Im Klartext bedeutet dies soviel wie die Durchführung einer Vorsorgemaßnahme, bevor ein Infektionsrisiko besteht.

Im Zuge der PrEP nehmen zu diesem Zeitpunkt HIV-negative Menschen bestimmte Medikamente ein. Diese sollen vorbeugend dazu beitragen, die betreffenden Personen vor der Ansteckung mit dem HI-Virus zu schützen.

Für homosexuelle Männer mit hohem Ansteckungsrisiko in Bezug auf das HI-Virus ist die Wirksamkeit der PrEP bereits nachgewiesen. Die PrEP-Behandlung, die mithilfe der Medikaments Truvada durchgeführt wird, ist seit Oktober 2016 in Deutschland zugelassen.

Eine Durchführung der PrEP sollte in keinem Fall ohne ärztliche Begleitung stattfinden. Denn vorangehende Untersuchungen sowie eine individuelle Beratung sowie eine fehlerfreie Einnahme des Medikaments sind entscheidend für den Erfolg der Behandlung.

Die HIV-Infektion und Ihr Verlauf

Ziel der PrEP ist es, eine Infektion der behandelten Person mit dem HI-Virus zu vermeiden. Die genaue Bezeichnung des Virus ist Humanes Immundefizienz-Virus, im Englischen human immunodeficiency virus genannt. HIV gehört zur Gruppe der Retroviren und zur Gattung der Lentiviren.

Wie wird der HI-Virus übertragen?

Funktionsweise-des-HI-Virus

Die Infektion mit dem Virus erfolgt vornehmlich über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Hierzu zählen neben Vaginalsekret, Blut und Sperma auch Muttermilch und Liquor cerebrospinalis (Rückenmarks- und Gehirnflüssigkeit).

Dabei stellen (verletzte) Schleimhäute wie die Bindehaut sowie die Vaginal- und Analschleimhaut die wichtigsten potenziellen Eintrittspforten für das HI-Virus in den menschlichen Körper dar. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist aus diesem Grund einer der häufigsten Gründe für eine Infektion mit HIV.

Darüber hinaus besteht eine hohe Gefahr der Ansteckung durch Kontakt mit infiziertem Blut, und die Verwendung durch Infizierte Injektionsnadeln.

Was ist der Krankheitsverlauf einer HIV-Infektion?

Ist das HI-Virus in den menschlichen Körper eingedrungen befällt es vornehmlich die sogenannten T-Helferzellen. Diese spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem des Körpers. Das Virus dringt in die Zellen ein und nutzt diese zur eigenen Vermehrung.

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Einige Wochen nach der Virus-Übertagung auf den Menschen kommt es zunächst zu einer akuten HIV-Infektion. Sie äußert sich in ähnlichen Symptomen wie ein grippaler Infekt, also zum Beispiel durch starken Nachtschweiß, Gelenkschmerzen und Fieber. Daher bleibt die HIV-Infektion zunächst oft unbemerkt.

Nach dieser akuten Infektion folgt eine Latenzphase, die in der Regel mehrere Jahre andauert. Während dieser Phase kommt es zu keinen ausgeprägten körperlichen Symptomen.

Da durch das HI-Virus nach und nach immer mehr T-Helferzellen zerstört werden, kommt es nach dieser Latenzphase zunächst zu einer mittelschweren Schwächung des Immunsystems. Diese geht einher mit verschiedenen Krankheiten, die jedoch noch nicht als AIDS-definierend angesehen werden können.

Ist die Zerstörung der T-Helferzellen schließlich soweit fortgeschritten, dass die vom Körper nicht mehr in ausreichender Menge produziert werden können, kommt es zur Ausbildung der Immunschwäche AIDS (AIDS=acquired immunodeficiency syndrome=erworbenes Immundefizienzsyndrom).

Mit dieser gehen AIDS-definierende Krankheiten wie zum Beispiel maligne Lymphome, Kaposi-Sarkom und Wasting-Syndrom einher. Zu diesem Zeitpunkt besteht eine extreme Viruskonzentration im Blut des Infizierten, während zugleich die Konzentration der T-Helferzellen einen Tiefststand erreicht. Dadurch wird begleitenden Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilze der Eintritt in den Organismus erleichtert.

Wirkungsweise der PrEP

Das angestrebte Ziel der PrEP ist es, beim Behandelten eine Infektion mit HIV zu verhindern, obwohl dieser zukünftig in Kontakt mit einer Infektionsquelle kommt. Das Medikament Truvada kombiniert zwei Wirkstoffe, Emtricitabin und Tenofovir, um diesen Effekt zu erzielen.

Emtricitabin und Tenofovir gehören zur Gruppe der Nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), die die "Reversen Transkriptasen (RT), ein HIV Enzym, blockieren. So kann die Vermehrung des Virus und Umschreibung in die DNA verhindert werden.

Trotz der bereits erfolgten Infektion einzelner Körperzellen (etwa in Schleimhäuten oder als Teil des Immunsystems) mit dem HI-Virus, kann sich dieser im menschlichen Körper nicht weiter vermehren und der/die Betroffene bleibt HIV-negativ.

Für wen eignet sich die PrEP?

In Studien mit homosexuellen Männern, die nachgewiesenermaßen ein besonders hohes Risiko für die Ansteckung mit HIV tragen, wurde die Wirksamkeit der PrEp zweifelsfrei belegt und nachgewiesen. Bei dieser Personengruppe handelt es sich vor allem um Männer, die aus verschiedenen Gründen auf die Nutzung eines Kondoms verzichten wollen oder müssen.

Studien bei heterosexuellen Männern und Frauen legen nahe, dass die PrEP bei ihnen ähnlich wirksam sein könnte. Dennoch lieferten diese Studien kein eindeutigen Erfolgsergebnisse, was jedoch zum Teil darauf zurückgeführt werden kann, dass die Einnahme der PrEP fehlerhaft oder gar unregelmäßig erfolgte.

Wie sicher und effektiv ist der Schutz durch die PrEP?

Die im Jahr 2015 durchgeführten Studien namens PROUD und Ipergay ermittelten bei homosexuellen Männern eine Reduktion der HIV-Infektionsrisikos um rund 86 Prozent. Somit fanden im Kreise der Männer, die während der Studie die PrEP einnahmen nur rund 10 Prozent der Infektionen statt, die ohne eine Einnahme der Medikamente zu erwarten gewesen wären.

Die Effizienz der PrEP wird somit ähnlich bewertet wie die Schutzwirkung, die durch die Verwendung von Kondomen gegeben ist.

Um die genannte Schutzwirkung zu erzielen ist jedoch die korrekte und regelmäßige Einnahme der PrEP-Medikamente unumgänglich. Die HIV-Prävention durch die PrEP eignet sich also nur für Personen, die mit der regelmäßigen und zuverlässigen Einnahme von Medikamenten keine Probleme haben.

Zu beachten ist außerdem, dass die PrEP nicht gegen andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Tripper (Gonorrhoe), Chlamydien oder Syphilis wirkt. Gegen diese ist weiterhin die Verwendung von Kondomen der bestmögliche Schutz.

Besser PrEP oder Kondome verwenden?

Die PrEP stellt eine zusätzliche Schutzalternative für Personen dar, die Probleme mit der Verwendung von Kondomen haben, da diese bei Ihnen zum Beispiel Erektionsstörungen verursachen oder einen störungsfreien Genuss der eigenen Sexualität beeinträchtigen.

Es wird jedoch empfohlen, trotz der Einnahme der PrEP nicht auf die Verwendung von Kondomen zu verzichten, um sich vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten zu schützen.

Wann wird die PrEP wirksam?

Grundlegend gilt es zwei verschiedene Einnahmearten für die PrEP zu unterscheiden: die dauerhafte und die anlassbezogene Einnahme.

Bei der dauerhaften Einnahme ist pro Tag eine Tablette einzunehmen. Sie ist die richtige Wahl für Personen, die häufig einem HIV-Risiko ausgesetzt sind. Die Wirksamkeit der PrEP setzt in der Regel innerhalb weniger Stunden bzw. Tage ein.

Die Wirkung der sogenannten anlassbezogenen Einnahme ist noch nicht zweifelsfrei erwiesen. Hier beginnt die Einnahme erst bis spätestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr und wird nach dem letzten Sexualkontakt für etwa zwei weitere Tage fortgesetzt. Es kann derzeit jedoch noch nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden, dass in diesem Zeitraum eine ausreichende Wirkstoffkonzentration im Körper gewährleistet ist.

Die ärztliche Betreuung während der Einnahme der PrEP ist unabhängig von der gewählten Einnahmeart unerlässlich. Einerseits müssen gewisse Voruntersuchungen vor der Einnahme durchgeführt werden. Andererseits besteht auch während der Behandlung die Notwendigkeit zur regelmäßigen Durchführung von HIV-Tests, um eine Infektion trotz Einnahme des Medikaments auszuschließen.

Mögliche Nebenwirkungen der PrEP

Im Allgemeinen sind PrEP-Medikamente gut verträglich. Selten kommt es zu Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall sowie Kopf-, Gelenk- oder Bauchschmerzen.

Zu beachten ist, dass die dauerhafte Einnahme der PrEP die Nierenfunktion beeinträchtigt. Diese normalisiert sich jedoch nach der Absetzung der Medikamente wieder. Für Personen mit eine bestehenden Unterfunktion der Niere kann diese jedoch gesundheitliche Folgen haben.

Auch aus diesem Grund ist eine ärztliche Konsultation vor der Einnahme von PrEP-Medikamenten unerlässlich.

Was kostet die PrEP und wer übernimmt die Kosten

Die PrEP ist verschreibungspflichtig und wird gegen ein vom betreuenden Arzt ausgestelltes Privatrezept ausgegeben.

Bis auf wenige Ausnahmen übernehmen Krankenkassen die Kosten für Präventionsmaßnahmen nicht. Dies gilt auch im Hinblick auf die PrEP und die Kosten müssen von der behandelten Person selbst getragen werden.

Im Regelfall kostet die Behandlung mit Truvada circa 800€ im Monat und ist damit ausgesprochen teuer. Verschiedene Organisationen bemühen sich jedoch um einen zukünftig günstigeren Zugang zum Medikament oder eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.

Quellen:

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