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Ursachen

Welche Herpesviren gibt es?

Das humane Herpesvirus (HHV) kommt in acht verschiedenen Typen vor. Ein Genitalherpes entsteht durch eine Infektion mit Herpes-simplex-Viren der Typen 1 und 2 (HSV-1 und HSV-2). Beide sind in der Lage, einen Herpes an den Lippen oder an den Genitalien auszulösen. Klinische Relevanz für den Menschen besitzen daneben vor allem die Herpes-zoster-Viren (Varicella zoster), die der Auslöser der Windpocken oder einer Gürtelrose sind. Herpesviren kommen weltweit vor, eine Ansteckung mit ihnen gehört weltweit zu den häufigsten Infektionen im medizinischen Bereich der Sexualgesundheit.

Häufigkeit der Infektion mit Herpesviren und Latenzen

Die Ansteckung mit HSV-1 erfolgt meist schon im Kindesalter. Das HSV-2-Virus wird oft im Jugendalter durch die ersten Sexualkontakte übertragen. Im Alter von 35 Jahren sind über 90 Prozent der Bevölkerung durch Herpes-simplex-Viren vom Typ 1 infiziert, zehn bis 30 Prozent sind von einer Infektion mit HSV-2 betroffen.

Die Erstinfektion kann ohne Symptome des Genitalherpes völlig unbemerkt verlaufen, wobei eine HSV-2-Infektion deutlich häufiger mit einer mehr oder weniger starken Ausprägung von Krankheitszeichen einhergeht. Vom Ort der Erstinfektion (Genitalschleimhaut, Mundschleimhaut, bei HSV-1 auch Hautverletzungen) gelangen die Viren über die Nervenleitbahnen (Axone) zu den Nervenknoten (Ganglione) und setzen sich dort fest.

Das Erbgut der Herpesviren lagert sich in den Zellkernen der Nervenzellen ein und wird deshalb durch das Immunsystem nicht mehr erkannt. Nach dem Abklingen der akuten Infektion verbleibt die Virus-DNA daher lebenslang im Körper - medizinisch wird dieser Zustand als Latenz bezeichnet. Im Latenzstadium kann die Infektion mit HSV-1 oder HSV-2 durch die Bestimmung von Antikörpern im Blutserum nachgewiesen werden. Die Reaktivierung der Viren und damit ein neuer Ausbruch der Erkrankung erfolgt oft völlig unvermittelt. Weitergegeben wird das Virus vor allem während eines akuten Krankheitsschubes sowie in den ersten Wochen nach dem Abklingen der Erkrankung.

Manche Menschen tragen Herpes-simplex-Viren in sich, ohne dass es jemals zu einem Herpes-Ausbruch kommt.

Ursachen des Genitalherpes

Als Ursachen für einen Genitalherpes kommen sowohl die Virentypen HSV-1 als auch HSV-2 in Frage. Beide Virentypen sind eng miteinander verwandt, lösen ähnliche Symptome aus, unterscheiden sich jedoch im Hinblick auf ihre Übertragungswege:

  1. Ein Genitalherpes wird in 80 bis 90 Prozent der Fälle durch das HSV-2-Virus ausgelöst. Seine Übertragung erfolgt über die Schleimhäute und fast ausschließlich durch ungeschützte Sexualkontakte. Die akute Infektion zeigt sich naturgemäß vor allem im Genitalbereich, kann aber auch zu einem Lippenherpes führen.
  2. Das HSV-1-Virus ist normalerweise der Auslöser eines Lippenherpes (Herpes labialis). Die Erreger gelangen durch mikroskopisch kleine Haut- und Schleimhautverletzungen in den Körper. Übertragen werden sie durch Schmier- und Tröpfcheninfektionen.
  3. Wenn sie in den Genitalbereich gelangen, werden sie dort ebenfalls zum Auslöser eines Herpes genitalis. Mediziner und Epidemiologen verzeichnen eine Zunahme genitaler HSV-1-Infektionen. Verantwortlich dafür sind beispielsweise orale Sexualkontakte, bei denen ein bestehender Lippenherpes auf den Genitalbereich des Partners übertragen wird. Durch Schmierinfektionen ist auch eine Übertragung eines "eigenen" Herpes labialis auf die Genitalien möglich.

Auslöser für die Reaktivierung der Herpesviren

Der Reaktivierung latent vorhandener Herpesviren liegt in der Regel eine Schwächung des Immunsystems zugrunde. Auslöser für das Wiederaufflammen der akuten Infektion sind beispielsweise:

  • Haut- und Schleimhautreizungen
  • Verbrennungen und Sonnenbrand
  • Verletzungen
  • Reizungen der infizierten Nervenbahnen - beispielsweise durch Entzündungen oder eine zahnärztliche Behandlung
  • Hormonschwankungen inklusive von Veränderungen des Hormonstatus durch den weiblichen Monatszyklus
  • Fieber
  • Starker Stress
  • Infektionskrankheiten
  • Schwere Allgemeinerkrankungen (Immunstörungen, Tumore).

Herpes genitalis als Geschlechtskrankheit

Dass Herpes genitalis auf sexuellem Wege übertragen wird, ist medizinisch zweifelsfrei erwiesen. Aus der Latenz der Viren ergibt sich jedoch im Vergleich zu anderen Geschlechtskrankheiten eine etwas andere Situation. Die ursprüngliche Infektion kann sich Jahre vorher zugetragen haben. Ein akuter Ausbruch von Genitalherpes weist somit nicht zwangsläufig auf Untreue des Partners in einer monogamen Beziehung und/oder eine Infektion des aktuellen Partners als Ursache der Erkrankung hin. Betroffene Paare sollten offen über die Erkrankung sprechen und sich gegebenenfalls durch einen Arzt beraten lassen.

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