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Behandlung

Für die Behandlung von Feigwarzen stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung, deren Auswahl sich nach der Ausbreitung und Größe der Hautveränderungen richtet.

Medikamentöse Therapie von äußerlichen Kondylomen

Äußerliche Feigwarzen können die Patienten in der Regel selbst behandeln. Hierfür verordnet der Arzt eine Creme oder Lösung, wie z.B. Aldara oder Condyline mit dem Wirkstoffen Podophyllotoxin, Imiquimod oder Epigallocatechingallat, mit denen die Warzen bestrichen werden. Dabei ist es wichtig, jeweils nur kleine Hautbereiche zu behandeln und nicht betroffene Nachbarareale sorgfältig abzudecken. Diese Therapie kommt vor allem bei kleinen, erstmalig auftretenden Feigwarzen in Betracht und dauert mehrere Wochen. Bei Hautreizungen durch die Präparate kann sie für einige Tage unterbrochen werden.

Podophyllotoxin hemmt die Zellteilung, bewirkt das Absterben der infizierten Zellen und bringt damit auch die Warzen zum Verschwinden. Iquimimod aktiviert das Immunsystem der Haut, wodurch die HPV-Viren durch die Immunzellen des Körpers stärker angegriffen werden. Epigallocatechingallat ist ein Wirkstoffextrakt aus grünem Tee, der in sehr hohen Konzentrationen und über verschiedene Wirkungsmechanismen zu einer Zurückbildung der Kondylome führt.

Laserbehandlung, Kryotherapie, operative Entfernung

Bei Patienten mit innerlichen Feigwarzen kommt eine ärztlich begleitete Selbsttherapie nicht in Frage. Kleine Feigwarzen an der Schleimhaut von Vagina, Harnröhrenmündung oder Enddarm können durch das Auftupfen von Trichloressigsäure behandelt werden, die für das Absterben der Warzen sorgt. Die innere Anwendung erfolgt durch den Arzt in wöchentlichen Intervallen.

Weitere Methoden zur Therapie von äußerlichen oder innerlichen Feigwarzen sind:

  • Lasertherapie: Das Abtragen der Warzen mittels eines Laserstrahls.
  • Kryotherapie ("Vereisung"): Dabei wird flüssiger Stickstoff auf die betroffenen Areale aufgebracht.
  • Operation: Eine operative Entfernung wird der Arzt vor allem dann empfehlen, wenn Feigwarzen stark wuchern, beetartig auftreten oder nach einer zunächst erfolgreichen Therapie Rezidive bilden. Sie erfolgt in Form einer sogenannten Kürettage, bei der die Warzen mit einem speziellen chirurgischen Löffel abgetragen werden.
  • Außerdem ist eine elektrokaustische Entfernung von Feigwarzen durch das Einwirken von durch elektrischen Strom erzeugten hohen Temperaturen möglich.
  • Diese therapeutischen Verfahren können mit stärkeren Schmerzen verbunden sein. In der Regel werden sie mit einer örtlichen Betäubung und in Einzelfällen auch unter Vollnarkose vorgenommen.

Starke Rückfallneigung

Feigwarzen reagieren gut auf Therapien, weisen jedoch unabhängig von der Behandlungsmethode eine hohe Rückfallneigung auf. Ein Rezidiv erfolgt immer dann, wenn infizierte Zellen im Körper verbleiben und das Immunsystem die Beseitigung der restlichen Viren nicht von sich aus schafft. Zudem sind oft bereits benachbarte Haut- oder Schleimhautareale mit den Viren infiziert, ohne dass krankhafte Veränderungen sichtbar sind und diese Bereiche folglich nicht behandelt werden. Rückfälle treten bei etwa 30 Prozent aller diagnostizierten und behandelten HPV-6 und HPV-11-Infektionen. Bei einem Rückfall sind erneute Behandlungen nötig.

In besonders hartnäckigen Fällen - vor allem, wenn Feigwarzen auch nach einer operativen Entfernung wiederkehren - kann versucht werden, andere Behandlungsformen durch die mehrwöchige Anwendung eines Interferon-beta-haltigen Gel zu behandeln. Interferone sind Glykoproteine, die eine immunstimulierende und antivirale Wirkung haben.

Prognose und Verlauf der Krankheit

Behandelte Feigwarzen und andere durch HPV-Viren verursachte Warzen sind meist harmlos. Gelegentlich können sie auch durch Spontanheilungen verschwinden.

Aus unbehandelten, chronisch gewordenen Feigwarzen können sich sogenannte Busche-Löwenstein-Tumore (Condylomata gigantea) bilden. Bei dieser sehr seltenen Verlaufsform der Erkrankung kommt es zu ausgedehnten Wucherungen, bei denen aus den anfangs kleinen Warzen große hahnenkamm- oder blumenkohlähnliche Gebilde entstehen, die in benachbarte Gewebe wuchern können. Sie werden heute als Karzinome mit niedrigem Malignitätsgrad eingestuft und - außer bei stark geschwächten Patienten -operativ behandelt. Da sie nicht zur Bildung von Metastasen neigen, ist eine anschließende Chemotherapie normalerweise nicht erforderlich.

Bei normalen Feigwarzen ist die Gefahr einer bösartigen Entartung sehr gering, jedoch sollte eine diagnostische Abgrenzung zu anderen, von HPV-High-Risk-Viren verursachten Warzenformen erfolgen.

Feigwarzen in der Schwangerschaft

Durch ihren hormonellen Status sind Schwangere besonders empfänglich für HPV-Infektionen und Warzenbildung. Falls zum Zeitpunkt der Geburt Feigwarzen vorhanden sind, können die Viren während der Geburt auch auf das Baby übertragen werden, was in der klinischen Praxis jedoch nur sehr selten vorkommt. Eine Infektion ist für das Neugeborene zwar unangenehm, aber nach heutigem Wissensstand nicht gefährlich. Außer bei sehr ausgedehnten und großen genitalen Wucherungen, die Komplikationen des Geburtsablaufes nach sich ziehen könnten, ist ein Kaiserschnitt normalerweise nicht erforderlich.

In der Schwangerschaft dürfen Medikamente mit den Wirkstoffen Podophyllotoxin, Imiquimod oder Epigallocatechingallat sowie Interferon-Gels nicht verwendet werden, da sie durch ihre zelluläre Wirkung das Baby und/oder den Erhalt der Schwangerschaft gefährden könnten. Äußerliche Feigwarzen bei Schwangeren wird der Arzt ebenfalls oft mit Trichloressigsäure therapieren. Die Anwendung anderer Behandlungsformen ist möglich und richtet sich auf Basis einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung nach dem Ausmaß der Erkrankung.

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