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Imiquimod: Anwendungsgebiete, Wirkung, Nebenwirkungen

Der Wirkstoff Imiquimod soll die körpereigene Abwehr stärken und mit einer Behandlung die Neubildung von Haut anregen. Behandelt werden äußerliche Feigwarzen (Condylomata acuminata), wie sie im Bereich der Geschlechtsteile und der Enddarmöffnung auftreten. Therapiert wird mit dem Wirkstoff auch Basaliom, eine spezielle Form des Hautkrebses, wie auch Wucherungen der oberen Hautschicht, den aktinischen Keratosen. Es wird die Bildung von Abwehrstoffen durch die Zellen des Immunsystems gefördert. Viren werden auf direkte Weise und Krebszellen auf indirekte Weise abgetötet.

Bei einer Behandlung von Hautkrebs mit Imiquimod wird das Wachstum des Tumors gehemmt bis hin zum Rückgang des Tumors. Für Wissenschaftler aus Wien scheint das Schlüsselmolekül hier Toll-like-Rezeptor-7 (TLR7) zu sein, welcher bei der Untersuchung eine Signalkaskade auslöste, die zum Zelltod führte.

Anwendungsgebiete von Imiquimod

Die Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod kann bei drei unterschiedlichen Erkrankungen angewendet werden.

Feigwarzen

Das ist Condylomata acuminata, welche sich auf der Haut im Bereich des Anus, dem After, und den Genitalien, den Geschlechtsorganen bilden.

Oberflächliches Basalzellkarzinom

Dies ist eine langsam wachsende Hautkrebsform, die sich selten auf andere Körperteile ausweitet. Sie ist oft anzutreffen bei hellhäutigen Personen im mittleren oder höheren Alter. Die Krankheit wird durch übermäßige Sonnenbestrahlung ausgelöst. Eine frühe Erkennung und Behandlung ist wichtig, weil es unbehandelt zu Entstellungen kommen kann.

Aktinische Keratose

Das sind raue Bereiche Haut, die durch viel Sonneneinstrahlung verursacht werden. Diese können braun, Hautfarben, rot, rosa oder rot sein und treten flach und schuppig oder warzenartig und hart auf. Medikamente mit dem Wirkstoff Imiquimod sollen nur bei flachen aktinischen Keratosen im Gesicht oder der Kopfhaut angewendet werden, wenn die erkrankte Person ein gesundes Immunsystem besitzt.

Wirkungsweise von Imiquimod

Durch Imiquimod wird die eigene Körperabwehr gefördert. Imiquimod setzt sich an der Oberfläche der Immunzellen fest und veranlasst die Zelle Abwehrstoffe zu produzieren und freizulassen. Es löst die Ausschüttung von TLR 7 aus. Dieses Protein erkennt funktionelle Bestandteile von Viren und löst eine Reaktionskette zur Abwehr dieser aus.

Wirkung von Imiquimod

In Folge entfaltet INF alpha bzw. beta eine immunstimulierend und antivirale Wirkung und aktiviert umliegende Zellen. Zytiytusche Moleküle befallen die Tumorwand und perforieren die Zelle. Auf diese Weise werden die Viren, welche die Feigwarzen und Krebszellen verursachen vernichtet.

Nebenwirkungen vom Imiquimod

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Anwendungsbereich der Wirkstoffs geringfügig. Treten Begleiterscheinungen über einen längeren Zeitraum auf sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei Schmerzen oder Unverträglichkeitsreaktionen muss die Behandlung abgebrochen werden.

Äußerliche Feigwarze

Sehr häufig kommt es zu Nebenwirkungen wie Schmerzen und Juckreiz an den Auftragungsstellen. Häufige Nebenwirkungen Müdigkeit, Infektionen, Störungen beim Harnlassen, Brechreiz, Gelenk- und Muskelschmerzen. Zu Reizungen und Brennen kann es an den Auftragungsstellen kommen.

Gelegentlich kommt es zu Nebenwirkungen wie Unbehagen, Versteifung der Muskeln, Herpes simplex, zu Hefepilzinfektionen im Schambereich, Schwäche, Scheidenentzündung, Schmerzen, Bakterien- und Pilzinfektion, Fieber mit Grippe ähnlicher Erkrankung, Infektion der oberen Atemwege, Beschwerden in der Scheide und Scheidenhautabbau.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Juckreiz Schläfrigkeit Allergische Reaktionen
Gelenkschmerzen Durchfall -
Harnentleerungsstörungen Bauchschmerzen -

Ebenfalls kann es zu Scheidenvorfall, Scheidenschmerzen, beim Mann Schmerzen im Schambereich mit Penisbeschwerden und Erektionsstörungen kommen. Lymphdrüsenschwellung, Rückenschmerzen, Essensverweigerung, Verstärkte Schweißbildung, Schlaflosigkeit mit Depressionen, Appetitlosigkeit, Hautausschlag, Ekzem, Benommenheit und Schläfrigkeit sind ebenfalls möglich bei der Einnahme.

Basalzellkarzinom

Eine sehr häufig vorkommende Nebenwirkung ist ein Juckreiz an der Auftragungsstelle. Häufig kommt es zu einer Infektion, Lymphdrüsenschwellung und Pusteln. An den Auftragungsstellen kann es zu Schmerzen, Ausschlag, Brennen, nervliches Missempfinden, Reizung, Bluten, Rötung und Papeln kommen.

Gelegentlich kommt es zu Nebenwirkungen wie Grippe ähnlicher Erkrankung, Brechreiz, Mundtrockenheit, der Patient ist gereizt, Mattigkeit und Hautentzündung. An den Auftragungsstellen kann es zu Schwellungen, Absonderungen, Bläschen, Entzündungen, Schorfbildung und Hautzerstörung kommen.

Aktinische Keratosen

Sehr häufig kommt es zu Juckreiz an den Auftragungsstellen bei Wucherungen der oberen Hautschicht. Häufig treten Infektionen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Brechreiz auf. An den Auftragungsstellen kommt es zu Hautreaktionen, Rötung, Schmerzen, Reizung und Brennen.

Zu den gelegentlichen Nebenwirkungen gehören Entzündungen, Schnupfen, Grippe, Schwäche, Versteifung der Muskeln, Fieber, Lymphdrüsenschwellung, Depression und Unbehagen, Bindehautreizungen und Schwellungen der Augenlider, Schmerzen im Hals-Rachen-Raum, Rötung der Haut, Schwellung im Gesicht, Gliederschmerzen, Hautgeschwür Durchfall und eine eventuelle Verschlimmerung der aktinischen Keratose.

An der Auftragungsstelle kann es zu Bläschen- und Geschwürbildung, einer Hautentzündung, zu Überempfindlichkeit und nervlichem Unwohlsein, Schorfbildung, Bluten und Papel kommen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Zu Wechselwirkungen mit Imiquimod liegen keine Studien vor. Es wird davon ausgegangen, dass durch die geringe Aufnahme über die Haut, es kaum zu Wechselwirkungen mit eingenommenen oder gespritzten Wirkstoffen kommen kann. Jedoch sollte beachtet werden, dass es sich bei dem Wirkstoff Imiquimod um ein Mittel zur Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte handelt, was bei einer Organverpflanzung nicht erwünscht ist.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Bei den Gegenanzeigen ist die Arzneiform eines Medikaments zu beachten, welche bei Spritze, Salbe oder Tablette unterschiedlich sein können. Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Imiquimod, darf dieser nicht angewendet werden.

Nur unter größter Vorsicht ist der Wirkstoff Imiquimod anzuwenden bei:

  • entzündlichen Erscheinungen der Haut.
  • einer Autoimmunerkrankung, da diese sich verschlimmern kann.
  • Organverpflanzungen, durch den Wirkstoff kann es zu Abstoßreaktionen kommen.
  • verletzter Haut oder wenn vorher die Haut chirurgisch oder medikamentös behandelt wurde. Der Wirkstoff soll erst nach einer völligen Ausheilung angewandt werden.
  • Störungen in der Blutbildung.

Zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keinerlei Studien bei der Anwendung von Imiquimod bei Schwangeren vor. Tierversuche haben keine direkten oder indirekten Einflüsse auf das Ungeborene gezeigt. Trotzdem sollte es nur bei unbedingter Notwendigkeit angewandt werden.

Auch wenn nach ein- oder mehrmaliger Anwendung keinerlei messbare Werte von Imiquimod im Blut festgestellt wurden, darf während der Stillzeit der Wirkstoff nicht angewendet werden.

Quellen:
  1. Beipackzettel Aldara. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Wirkung von Imiquimod in der Tumortherapie. Comprehensive Cancer Center Vienna. URL: ccc.ac.at
  3. Entschlüsselt: Wirkmechanismus von Imiquimod. Medizinische Universität Wien. URL: meduniwien.ac.at

Veröffentlicht am 28.08.2016

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