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Ursachen

Eine Blasenentzündung (Blasenkatarrh, Zystitis) ist eine Infektion der unteren Harnwege. Es handelt sich dabei um eine Entzündung der Schleimhaut (Urozystitis) oder der gesamten Blasenwand (Panzystitis), die akut auftreten oder chronisch werden kann. Verursacht wird sie durch Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Auch Blasenentzündungen durch einen Befall mit Parasiten kommen vor, sind hierzulande jedoch selten.

Frauen tragen aus anatomischen Gründen ein im Vergleich zu Männern deutlich höheres Risiko, an einer Blasenentzündung zu erkranken. Bei Männern in der Altersgruppe 50+ steigt die Anfälligkeit aufgrund von Prostataveränderungen jedoch allmählich an. Die Krankheit lässt sich in der Regel gut behandeln. Falls sie verschleppt wird, kann die Infektion jedoch auf das gesamte Harnsystem übergreifen, weshalb sich Betroffene schnellstmöglich in medizinische Behandlung begeben sollten.

Mögliche Ursachen einer Blasenentzündung

Zusammen mit Harnröhre, Harnleitern und Nieren bildet die Blase den sogenannten Harntrakt. Harnröhre und Blase werden als untere, Harnleiter und Nieren als obere Harnwege bezeichnet. Die Erreger einer Blasenentzündung gelangen durch die Harnröhre in die Blase und damit in den unteren Teil des Harntrakts.

anatomie blase

Höheres Erkrankungsrisiko: Frauen & ältere Männer

Eine Blasenentzündung ist in hohem Maße "Frauensache". Zwischen 50 und 70% aller Frauen erkranken daran mindestens einmal in ihren Leben, bei 5 bis 10'% von ihnen tritt die Erkrankung öfter auf. Im Urin von etwa 5% aller Frauen im gebärfähigen Alter finden sich auch in gesunden Tagen Bakterien im Urin, die zum Auslöser einer Blasenentzündung werden können. Die anatomischen Verhältnisse des weiblichen Körpers begünstigen das Entstehen der Erkrankung: Harnröhrenöffnung und Darmausgang liegen nahe beieinander, so dass Bakterien aus dem Darm die Harnwege leicht erreichen können. Zudem ist die weibliche Harnröhre im Vergleich zu Männern kürzer, was das Eindringen von Krankheitserregern und die Entwicklung von Symptomen ebenfalls begünstigt.

Besonders hoch ist das Risiko für eine Zystitis bei schwangeren Frauen, von denen etwa 5% erkranken. Die Ursache dafür besteht vor allem darin, dass der Urinfluss während der Schwangerschaft (und in den ersten Wochen nach der Geburt) verlangsamt vor sich geht.

Bei älteren Männern steigt das Erkrankungsrisiko, wenn sie aufgrund von Prostatavergrößerungen Schwierigkeiten haben, ihre Blase vollständig zu entleeren und sich dort neben Restharn auch vermehrt Krankheitserreger sammeln. Männer ohne Prostataveränderungen werden nur selten von Blasenentzündungen befallen.

Hauptursache: Bakterielle Infektionen

Die meisten Infektionen werden durch Bakterien ausgelöst. Wenn eine Blasenentzündung häufig auftritt und schließlich chronisch wird, kommen als Ursachen dafür sowohl Neuinfektionen als auch wieder aufflammende vorhandene Infektionen in Betracht. Darüberhinaus kann ein angeschlagenes Immunsystem bei Patienten und Patientinnen, die zusätzlich unter Asthma oder Diabetes leiden, unter Umständen zu einer schnelleren Entwicklung bakterieller Infekte führen.

Zwar sind die Erreger der Erkrankung grundsätzlich übertragbar, von den Betroffenen geht jedoch kein erhöhtes Ansteckungsrisiko für andere Menschen aus. Selbst gesunde Menschen können Träger von Keimen sein, die - falls sie in die Harnröhre gelangen - zum Auslöser einer Zystitis werden können.

Escherichia coli

Zu den möglichen Ursachen der Erkrankung gehören auch Bestandteile der eigenen Darmflora, die normalerweise völlig harmlos sind. Die wichtigste Rolle spielt hier das Bakterium Escherichia coli, das der Auslöser von 80% aller bakteriellen Blasenentzündungen ist.

Escherichia coli infektion

Weitere relevante Bakterien sind Enterkokken, Bakterien des Typs Proteus mirabilis und Staphylokokken. Auch Tuberkulosebakterien können zur Ursache einer Zystitis werden, was im Anfangsstadium der Erkrankung nur schwer erkennbar ist, da diese Erreger meist erst weitaus später im Urin erscheinen.

Schmierinfektionen

Der Auslöser einer bakteriellen Zystitis ist meist eine Schmierinfektion, durch die Keime vom After oder aus dem Stuhl in die Harnröhre und von dort aus in die Harnblase gelangen. Zu solchen Schmierinfektionen kommt es auch beim Geschlechtsverkehr, was dazu führt, dass sexuell aktive Frauen häufiger unter Blasenentzündungen leiden.

Bei Männern sind Blasenentzündungen ursächlich fast immer mit einer Entzündung der Prostata verbunden. Dauerkatheter bedingen eine mechanische Blasenreizung, schaffen offene Zugangswege für Bakterien in den Harntrakt und erhöhen damit das Erkrankungsrisiko.

Ausschlaggebend für den Krankheitswert von Krankheitserregern in der Blase ist unter anderem ihre Anzahl - falls keine anderen Beschwerden oder Risikofaktoren vorhanden sind, ist erst bei einer Belastung von mehr als 100.000 Keimen pro Milliliter Urin Behandlungsbedürftigkeit gegeben.

harwegsinfekt

Nicht-bakterielle Infektionen

Nicht bakteriell bedingte Blasenentzündungen sind vergleichsweise selten, mögliche Ursachen sind:

  • Adeno- und Polyomaviren - eine Infektion mit ihnen zieht meist eine hämorrhagische Zystitis (blutige Blasenentzündung nach sich).
  • Pilzinfektionen durch Candida albicans. Der Hefepilz befällt vor allem Menschen deren Immunabwehr durch andere Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Antibiotika geschwächt ist.
  • Radio- oder Chemotherapien.
  • Ein Befall mit dem Erreger der Bilharziose (Schistosomiasis). Die Erkrankung ist in tropischen und subtropischen Ländern weit verbreitet und wird durch die Larven einer Saugwurmgattung ausgelöst. Wenn sie in Harnröhre und Blase gelangen, kann die Folge in einer granulomatösen Zystitis bestehen, die chronisch ist und knotige Veränderungen der Blasenschleimhaut nach sich zieht.
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