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Raucherentwöhnung: Methoden im Vergleich

Raucher, die sich für den Ausstieg aus der Tabaksucht entscheiden, haben mehrere Entwöhnungsphasen vor sich. Zwar klingen die körperlichen Entzugserscheinungen bereits etwa 72 Stunden nach der letzten Zigarette ab, die psychische Abhängigkeit nimmt jedoch erst im Lauf der folgenden zehn bis zwölf Wochen langsam ab. In dieser Zeit besteht ein hohes Risiko für einen Rückfall. Professionelle Methoden der Raucherentwöhnung können sowohl den körperlichen als auch den psychischen Entzug erleichtern.

Methoden zur Raucherentwöhnung

Nikotin ist ein potenter Suchtstoff, der seine Wirkung im Belohnungszentrum des Gehirns entfaltet. Es dockt im Belohnungszentrum des Gehirns an bestimmten Rezeptoren an und löst hierdurch die Ausschüttung von Dopamin und anderen neuronalen Botenstoffen aus. Raucher erleben mit jeder Zigarette ein körperliches und seelisches Wohlgefühl.

Hinzu kommen diverse Alltagsrituale: Rauchen dient zur Belohnung, zur Stimulation, zur Entspannung oder ist Bestandteil kommunikativer Situationen. Professionelle Methoden zur Raucherentwöhnung setzen an einer dieser Stellen an.

Sie erleichtern durch die dosierte Zufuhr von Nikotin nach dem Rauchstopp den körperlichen Entzug, unterstützen Verhaltensänderungen oder blockieren die neurophysiologischen Suchtmechanismen im Gehirn. Je nach der Stärke der Entzugserscheinungen sowie den individuellen Voraussetzungen und Wünschen lassen sie sich miteinander kombinieren.

Methoden der Raucherentwöhnung

Mit Ausnahme der alternativen Therapien wurde die Wirksamkeit dieser Methoden durch verschiedene wissenschaftliche Studien nachgewiesen.

Nikotinsubstitution

Die Mittel für eine Nikotinersatztherapie - Nikotinpflaster, Kaugummis, Nasensprays, Lutsch- oder Sublingualtabletten - sind in der Regel frei verkäuflich. Sie werden vom Tag des Rauchstopps an über mehrere Wochen mit abnehmender Dosierung angewendet. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, die körperlichen Symptome des Nikotinentzuges abzumildern, indem die Zufuhr des Suchtstoffs nicht plötzlich unterbrochen wird.

E-Zigaretten fallen ebenfalls unter die Gruppe der Nikotinersatztherapie. Sie sind unter medizinischen Experten als Mittel zur Raucherentwöhnung jedoch recht umstritten: Zum einen sind mögliche schädliche Wirkungen von E-Zigaretten bisher weitgehend ungeklärt, zum anderen werden die mit dem Szenario "Rauchen" verbundenen Rituale weiter praktiziert.

Nikotinersatzpräparate geben den Suchtstoff entweder kontinuierlich oder bei Bedarf in den Körper ab. Vor dem Beginn der Tabakabstinenz sollten sie nicht verwendet werden.

Nikotinpflaster

Nikotinpflaster sorgen für einen stabilen Nikotinspiegel im Blut. Erhältlich sind sie in drei Stärken als Äquivalent für zehn, 20 oder 30 Zigaretten in einem 16- oder 24-Stunden-Zeitraum. Besonders geeignet sind sie für Raucher mit einer mittleren bis starken Nikotinabhängigkeit und einem relativ gleichmäßig über den Tag verteilten Konsum von zehn bis über 40 Zigaretten.

Nikotinkaugummis

Nikotinkaugummis werden mit einem Nikotingehalt von zwei oder vier Milligramm angeboten. Sie werden bei Bedarf verwendet und sollten nur so lange gekaut werden, bis die Wirkung des Nikotins spürbar ist, die in der Regel innerhalb von 15 bis 30 Minuten eintritt. Sie eignen sich für Raucher mit geringer oder mittlerer Nikotinabhängigkeit, die bisher nicht mehr als 15 Zigaretten täglich konsumierten.

Nikotinhaltige Lutschtabletten und Sublingualtabletten

Lutschtabletten zur Raucherentwöhnung enthalten ebenfalls zwei oder vier Milligramm Nikotin, das im Verlauf von 20 bis 30 Minuten über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Daneben gibt es Sublingualtabletten zum Zergehen-lassen unter der Zunge mit jeweils zwei Milligramm Nikotin.

Beide Varianten eignen sich für Raucher mit mittlerer bis starker Abhängigkeit und zeitlich eher unregelmäßigem Konsum. Sie können bei Bedarf oder kontinuierlich eingenommen werden. Die maximale Tagesdosis liegt je nach Nikotingehalt bei 15 oder 30 Tabletten.

Nasenspray

Nikotinhaltige Nasensprays wirken sehr schnell und ermöglichen die Zufuhr von hohen Dosen Nikotin. Sie können ebenfalls bei Bedarf - vor allem bei starken Craving-Attacken - oder kontinuierlich eingenommen werden. Geeignet sind sie für starke Raucher mit einem bisherigen Tageskonsum von mindestens 30 Zigaretten.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapien zur Raucherentwöhnung können entweder in der Gruppe oder - eher selten - als Einzeltherapie erfolgen. Dabei geht es darum, das Rauchen wieder zu "verlernen" und durch Alternativen für den "Genuss im Alltag" zu ersetzen.

Die meisten psychologisch begleiteten Raucherentwöhnungen beruhen auf dem Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie zielen somit auch darauf ab, Erwartungen und Gedanken im Hinblick auf das Rauchen auf einer bewussten Ebene zu thematisieren.

Die Therapie ´beginnt in der Regel schon einige Zeit vor dem eigentlichen Rauchstopp. Ihre ersten Etappen bestehen in der Analyse des eigenen Rauchverhaltens, der Erarbeitung von persönlichen Gründen und Motivationen für den Ausstieg sowie der konkreten Vorbereitung auf die ersten Tage und Wochen ohne Zigarette. Hierzu gehören das Erlernen alternativer Verhaltensweisen in typischen Rauchsituationen, Umgang mit Craving und einem eventuellen Rückfall oder die Entwicklung neuer Belohnungsstrategien.

Zudem bieten Therapeut und Gruppe während des Ausstiegs wichtige soziale Unterstützung. Nichtraucher-Programme auf verhaltenstherapeutischer Basis werden inzwischen auch als Online-Trainings angeboten, den Teilnehmern stehen in der Regel professionelle Ansprechpartner sowie entsprechend geschulte ehemalige Raucher als Kontaktpersonen zur Verfügung.

Medikamentöse Raucherentwöhnung

In verschreibungspflichtigen Medikamenten sind die Wirkstoffe Bupropion oder Vareniclin enthalten. Sie durchbrechen den Suchtkreislauf auf neurophysiologischer Ebene. Vareniclin hemmt außerdem die subjektiv spürbaren Effekte einer weiteren Nikotinaufnahme - eventuell während der Behandlung konsumierte Zigaretten zeigen somit keine Wirkung mehr.

Bupropion

Bupropion (Handelsnamen in Deutschland: Elontrin, Zyban) war anfangs nur als Antidepressivum zugelassen. Während der Behandlungen fiel auf, dass auch das Rauchverlangen abnahm und sich die typischen Entzugssymptome auf ein Minimum reduzierten.

Der Wirkstoff verhindert das Andocken des Nikotins an die Rezeptoren der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Seine Wirksamkeit für die Raucherentwöhnung ist durch Studien gut belegt, hängt allerdings vom Vorhandensein eines bestimmten Gentyps ab.

Vareniclin

Vareniclin (Champix) wurde durch das Pharmaunternehmen Pfizer gezielt als Medikament zur Raucherentwöhnung entwickelt. Als sogenannter partieller Nikotin-Antagonist blockiert es ebenfalls die Nikotinrezeptoren im Gehirn.

Es mildert Entzugssymptome ab und beugt Craving-Attacken vor. Eine Studie aus dem Jahr 2006 weist nach, dass Verwender, die während der ersten zwölf Wochen der Medikation mindestens sieben Tage Tabakabstinenz erreichen konnten, von einer anschließenden zwölfwöchigen Erhaltungstherapie profitierten, deren Effekt auch während des ersten Jahres nach dem Ende der Behandlung anhielt.

Eine aktuelle Pfizer-Studie zeigt, dass Vareniclin auch Patienten helfen kann, die sich für ein allmähliches Ausschleichen ihres Tabakkonsums entschieden haben. Die ebenfalls 24-wöchige Medikation wurde in dieser Studie mit einer psychotherapeutischen Begleitung kombiniert.

Die Standardtherapie mit Vareniclin (Champix) dauert zunächst zwölf Wochen, über die Notwendigkeit einer Erhaltungstherapie wird danach individuell entschieden. Präparaten auf Bupropion-Basis ist Vareniclin der Tendenz nach überlegen. Bei Rauchern, die nach der Schlusspunktmethode vorgehen wollen, beginnt die Therapie ein bis zwei Wochen vor dem Rauchstopp. Individuelle Dosisanpassungen sind in Absprache mit dem Arzt während der Behandlung möglich.

Medikamente zur Raucherentwöhnung - grundsätzlich verschreibungspflichtig

Bupropion und Vareniclin müssen immer durch einen Arzt verordnet werden. Von einer Verwendung ohne ärztliche Begleitung sowie eigenmächtigen Veränderungen oder dem Abbruch der Therapie ist dringend abzuraten. Fehldosierungen führen zu einem hohen Rückfallrisiko. Zudem können beide Medikamente erhebliche Nebenwirkungen haben.

Bei bestimmten Vorerkrankungen sind eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung und eine engmaschige Überwachung nötig. Dosierungsanpassungen können gravierende Nebenwirkungen jedoch meist beheben.

Als unterstützendes Medikament zur Raucherentwöhnung hat Meds4all Vareniclin (Champix) im Programm. Die Beratung durch einen zugelassenen Facharzt und die Verschreibung des Präparats können im Rahmen einer Meds4all-Online-Konsultation erfolgen.

Alternative Therapien

Als alternative Therapien zur Raucherentwöhnung stehen insbesondere Akupunktur, Hypnose sowie diverse homöopathische Arzneien zur Verfügung. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt. Trotzdem können diese Verfahren ausstiegswilligen Rauchern während der Entzugsphase helfen.

Bei jeder Raucherentwöhnung geht es nicht nur - und oft nicht einmal in erster Linie - um Behandlung, sondern um Eigenaktivität und die Mobilisierung persönlicher Ressourcen. Zudem ist es meist sinnvoll, die Entwöhnung durch verschiedene Methoden zu unterstützen. Alternative Therapien können hier wichtige Komplementärfunktionen übernehmen.

Quellen:

Zuletzt aktualisiert: 11.01.2016

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