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Levonor Aristo (Levogynon): Nebenwirkungen

Regelmäßig ist Levonor Aristo sehr gut verträglich. Dennoch sind verschiedene Nebenwirkungen möglich und Gegenanzeigen zu beachten. Besondere Beachtung sollte auch möglichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln gewidmet werden. Einige andere Wirkstoffe können die empfängnisverhütende Wirkung von Levogynon abschwächen und so die angestrebte Wirkung einer "Pille danach" vereiteln.

Mögliche Nebenwirkungen von Levonor Aristo

Sehr Häufig:

Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Schmerzen im Unterbauch, Übelkeit, Müdigkeit, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), Durchfall.

Häufig:

Spannungsgefühle in den Brüsten, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, eine mehr als einwöchige verspätete Regelblutung, Schmier- und Zwischenblutungen im gesamten Anwendungszyklus.

Selten:

Störungen des Zuckerstoffwechsels bei vorbestehendem Diabetes mellitus, stärkere Regelschmerzen, allergische Reaktionen wie Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz.

Welche Wechselwirkungen gibt es?

Die gleichzeitige Einnahme verschiedener Arzneimittel wirkst sich negativ auf den Wirkungseintritt von Levonor Aristo aus. Barbiturate (bestimmte Schlafmittel), Antiepileptika wie zum Beispiel Barbexaclon, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Oxcarbazepin, Topiramat und Felbamat, Antibiotika wie Rifampicin oder Ampicillin sowie Tetrazykline beschleunigen den Abbau von Levonorgestrel.

Diese Wirkstoffe verringern so die Wirkung von Levonor Aristo. Möglicherweise kommt so dann doch zu einer Empfängnis, deshalb ist diesen Wechselwirkungen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Der natürliche Extrakt Johanniskraut, der meist gegen Depressionen eingesetzt wird, beeinflusst die Aufnahme von Levogynon ebenfalls negativ.

Gegenanzeigen zu Levonor Aristo

Bei individuellen Unverträglichkeiten gegen den Wirkstoff Levonorgestrel darf das Arzneimittel nicht angewendet werden. Von einer Behandlung mit Levonor Aristo wird dringend abgeraten bei:

  1. Blutungen aus der Scheide unklarer Genese.
  2. Lebererkrankungen.
  3. Einnahme von Arzneimitteln gegen Tuberkulose (Ritonavir) und AIDS (Rifabutin, Rifampicin).
  4. Erkrankungen des Darms.

Leber- und Darmerkrankungen können die Aufnahme des Wirkstoffes Levonorgestrel behindern, was die Wirkung von Levonor Aristo stark beeinträchtigen kann.

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Neigung zu Thrombosen und Embolien
  • Erhöhtes Risiko für Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften
  • Schlaganfall, Angina Pectoris, Herzinfarkt und Herzklappenfehlern
  • Schwer medikamentös einzustellendem Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Diabetes mellitus
  • Nierenerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen und Adipositas (Fettsucht)
  • Depressionen

Schwangerschaft und Stillzeit

Von der Anwendung Levonor Aristos während einer Schwangerschaft ist abzusehen, auch wenn keine negativen Auswirkungen von Levonor Aristo und Levonorgestrel bei einer einmaligen Einnahme auf das werdende Kind bekannt sind. Während der Stillzeit ist eine strenge Nutzen-Risiko-Analyse vor der Anwendung notwendig, da grundsätzlich Hormone wie Gestagen in die Muttermilch übergehen können.

Es wird empfohlen, den Beipackzettel für Levogynon vor der Einnahme sorgfältig zu lesen.

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