Telefon Live Chat
Kundenservice jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00 - 18:30
  • Privater & vertraulicher ServiceDiskrete Verpackung und Zahlung
  • Deutsche Original MedikamenteWie aus Ihrer lokalen Apotheke
  • Transparenter Preisinkl. Rezept, Medikament & Lieferung
  • Schnelle LieferungFür Ihre Bestellung

Echte Grippe (Influenza): Ursachen

Was ist Influenza (Grippe)?

Die Influenza, auch Grippe oder Virusgrippe genannt, ist eine Viruserkrankung des Menschen. Dabei ist die sogenannte echte Grippe von gewöhnlichen Erkältungen bzw. grippalen Infekten abzugrenzen, welche andere Symptome aufweisen und leichter verlaufen.

Der Name Influenza stammt aus dem Italienischen und bedeutet Einfluss. Abgeleitet wurde er aus der mittelalterlichen medizinisch-astrologischen Vorstellung, dass alle Krankheiten dem Einfluss der Gestirne (coeli influencia) unterliegen. Seit dem 15. Jahrhundert wurde ausschließlich die "echte" Grippe so bezeichnet und ihr Auftreten schließlich dem Einfluss der Kälte zugeschrieben, da die Häufigkeit der Krankheit in der Regel im Winter ihren Höhepunkt erreichte.

Die Bezeichnung Grippe hat ihre Wurzeln im französischen Begriff "grippe" (Laune, Grille), was vermutlich auf den plötzlichen "launenhaften" Ausbruch einer Grippeinfektion verweist.

Influenza Grippe Struktur

Das Grippevirus wurde erstmals im Jahr 1933 durch Wissenschaftler des britischen National Institute for Medial Research isoliert. Vorangegangen war ihren Forschungsarbeiten in den Jahren 1918/1919 die schwerste bekannte Grippe-Pandemie. Die Spanische Grippe trat weltweit in mehreren Wellen auf und infizierte etwa 500 Millionen Menschen, mindestens 25 Millionen Menschen erlagen der Erkrankung. Neuere Expertenschätzungen gehen sogar von bis zu 50 Millionen Toten aus.

Dementgegen nahmen die folgenden Influenza-Pandemien des 20. Jahrhunderts einen etwas milderen Verlauf. An der Asiatischen Grippe (1957/58) starben etwa 1 bis 1,5 Millionen Menschen, während bei der Hongkong-Grippe (1968/1969) und der Russischen Grippe (1977) zusammen etwa die gleiche Zahl an Todesopfern zu verzeichnen war.

Die Ursachen der Influenza

Die Ursachen der echten Grippe sind Influenzaviren der Typen A, B und C. In der klinischen Praxis spielen vor allem die ersten beiden Typen eine Rolle. Große Grippeepidemien und Pandemien werden in der Regel durch Influenza-A-Viren verursacht, die neben leichten auch lebensbedrohliche Krankheitsverläufe bewirken können.

Influenza-B-Viren werden selten zur Ursache von Epidemien, die Symptome der Erkrankung verlaufen hier meist leicht bis mittelschwer. Vergleichsweise harmlos sind Influenza-C-Viren, die vor allem bei Kindern gelegentlich zu eher milden Grippesymptomen führen.

Grippeviren haben einen Durchmesser von etwa 80 bis 120 Nanometern, sichtbar sind sie nur unter dem Elektronenmikroskop. An der Oberfläche von Influenza-A- und B-Viren befinden sich sogenannte Spikes, die aus verschiedenen Glykoproteine (Hämagglutinin/H oder HA, Neuraminidase/N) bestehen.

Anhand der Kombination dieser Eiweiße wird bei den Influenza-A-Viren eine Klassifizierung in Subtypen vorgenommen. Beispielsweise waren die Erreger der Spanischen Grippe, aber auch der "Schweinegrippe" Viren des A-Subtyps H1N1, die Auslöser der Asiatischen Grippe dagegen Viren vom Typ A/H2N2. Bisher kennen die Epidemiologen 16 verschiedene Hämagglutinine sowie neun Neuraminidasen.

Drei unterschiedliche Viren-Typen

Influenza-A-Viren verfügen über eine hohe genetische Variabilität, so dass in jedem Jahr eine neue Virenvariante auftaucht und eine überstandene Grippe keine Immunität gegen die Erkrankung hinterlässt. Auch die Behandlung und die Impfstoffe gegen die Grippe müssen daher jährlich neu entwickelt werden.

Die Ursachen für die Mutationsfreudigkeit der Viren liegen einerseits in ihrer Fähigkeit, die Eiweißkombinationen an ihrer Oberfläche zu verändern (Antigen-Shift), zum anderen sind diese Eiweiße in der Lage, ihre Struktur zu ändern (Antigen-Drift). Letzteres führt zu lokal begrenzten Grippeepidemien, dagegen kann ein Antigen-Shift zum Auslöser von Pandemien werden. Wenn zwei verschiedene Subtypen dieselbe Zelle infizieren, sind sie fähig, ihr Erbgut auszutauschen und einen neuen Virenstamm hervorzubringen.

influenza infektion

Bei Influenza-B- und C-Viren wird keine Unterteilung in Subtypen vorgenommen, da ihre Mutationsneigung deutlich geringer ist. Im Hinblick auf die B-Viren werden zwei Stammlinien - die Victoria-Linie und die Yamagata-Linie - unterschieden.

Grippeviren aus dem Tierreich

Grippeviren kommen nicht nur bei Menschen, sondern auch im Tierreich vor. Nachgewiesen wurden Influenza-A-Viren unter anderem bei Schweinen und verschiedenen Vogelarten. Zwar gehen die Viren vor allem bei einem engen Zusammenleben von Mensch und Tier durchaus von einer Art zur anderen über, jedoch gibt es dafür zwischenartliche Barrieren. Beispielsweise docken Vogelgrippeviren bei Vögeln an bestimmten Zellrezeptoren an, die beim Menschen nicht vorhanden sind.

Schweine sind dagegen ein potentielles Mischgefäß für artspezifische Virenstämme, da sie sowohl über Zellrezeptoren des Menschen- als auch des Vogeltyps verfügen. Wenn Schweine sowohl mit Menschen- als auch mit Vogelgrippeviren infiziert sind, können durch einen Erbgutaustausch neue Virustypen entstehen. Diese Möglichkeit machte vor einigen Jahren auch einen Teil der Dramatik des Ausbruchs der sogenannten Schweinegrippe aus. Weltweit werden Influenzaviren bei Schweinen besonders intensiv überwacht.

Wie wird die Influenza übertragen?

Die Übertragung der Influenza erfolgt durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion, weshalb Menschen auf aktive Vorbeugung gegen Influenza achten sollten. Infizierte Personen scheiden bereits vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen Viren aus. Ansteckend ist eine Grippe mindestens eine Woche lang, bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Kindern kann die infektiöse Phase auch länger dauern.

Die Viren schweben in Aerosolen (getrockneten Expirationströpfchen) über weite Strecken durch die Luft. Weitere Infektionswege sind Schmierinfektionen - beispielsweise durch Virenablagerungen an Türklinken - oder der Kontakt mit Körpersekreten von Erkrankten. Influenzaviren sind außerhalb des menschlichen Körpers über mehrere Tage lebensfähig, sie sind unempfindlich gegen Austrocknung und bleiben bei niedrigen Temperaturen sowie geringer Luftfeuchtigkeit besonders lange infektiös. Bei infizierten Personen setzen sie sich in den Schleimhautzellen der Atemwege fest und vermehren sich dort in schnellem Tempo.

Quellen:

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament