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Der Wirkstoff Oseltamivir zur Behandlung von Influenza

Oseltamivir ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Neuraminidase-Hemmer, der vornehmlich zur Behandlung von Influenza (Grippe, Virusgrippe) eingesetzt wird. Die Substanz ist der aktive Wirkstoff des Arzneimittels Tamiflu und ist ausschließlich nach Ausstellung eines Rezepts durch einen Arzt erhältlich.

Anwendungsgebiet von Oseltamivir

Der Wirkstoff Oseltamivir wird zur Prophylaxe (Vorbeugung) sowie zur Therapie von Influenza angewandt. Um einer Grippe-Infektion vorzubeugen, sollte die Substanz zeitnah nach dem Kontakt mit einem bereits erkrankten Patienten zum Einsatz kommen. Wird Oseltamivir zur Behandlung der Virusgrippe eingesetzt, muss die Einnahme innerhalb von zwei Tagen nach Eintritt des Krankheitsbildes eingenommen werden. Der Wirkstoff wird, soweit nicht anders von einem Arzt vorgeschrieben, zwei Mal pro Tag über eine Dauer von fünf Tagen hinweg eingenommen.

Es gilt zu beachten, dass der Wirkstoff lediglich die Grippe-Symptome mildert und die Erkrankungsdauer erhältlich kürzt, wodurch das Risiko auf Folgeerkrankungen, wie z.B. einer Lungenentzündung, vermindert wird. Die Substanz wird meist in Form von Hartkapseln angewendet, in Ausnahmefällen, wenn ein Patient beispielsweise nicht in der Lage ist, Kapseln zu schlucken, wird Oseltamivir als Suspension verabreicht.

Wirkungsweise von Oseltamivir

Der äußerst ansteckende Grippevirus wird durch die Luft verbreitet. Zu einer Ansteckung kommt es zumeist durch Husten oder Niesen, wodurch die Viren über die Atemwege in die Lunge erkranken. Dort befällt der Influenzavirus die körpereigenen Zellen. Da Viren selbst über keinen Stoffwechsel verfügen, sind sie auf andere Zellen angewiesen, an die sie ihre Erbinformation weiter geben und eine Veränderung bewirken können. Durch diesen Vorgang vermehrt sich der Virus.


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Wurden genügend körpereigene Zellen mit dem Virus infiziert, treten die ersten Symptome, die als typisch für eine Grippe-Erkrankung gelten, auf. Hierzu zählen starke Erschöpfung, Fieber, sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Inkubationszeit des Influenzavirus beträgt in etwa zwei Tage. Nach Auftreten der ersten Symptome, sollte umgehend mit der Behandlung begonnen werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den Krankheitsverlauf zu mildern.

Oseltamivir zählt zu der Wirkstoffgruppe der Neuraminidase-Hemmer, welche Oberflächenproteine so verändern, dass sich Viren und Bakterien nicht mehr an diese binden können. Dieser Vorgang unterbindet den fortschreitenden Befall von körpereigenen Zellen durch die Virus Zellen, wodurch die Vermehrung dieser erfolgreich unterbunden wird. Diese Wirkungsweise ermöglicht eine Milderung der Symptome und eine raschere Genesung des Patienten.

Durch die Einnahme von Oseltamivir wird die durchschnittliche Dauer der Erkrankung von 123 auf 98 Stunden verkürzt. Außerdem wird die Gefahr einer Folgeerkrankung dadurch erheblich reduziert. Das Arzneimittel sollte jedoch keines Falls die vorbeugende Grippeschutzimpfung ersetzen.

Nebenwirkungen von Oseltamivir

Die Einnahme von Oseltamivir kann mit Nebenwirkungen einhergehen. Zur Feststellung dieser wurden im Laufe der Zeit insgesamt neun Studien durchgeführt. Hierbei wurden Probanden jeweils zwei Mal täglich 75 mg Oseltamivir verabreicht, während der Kontrollgruppe ein Placebo-Präparat gegeben wurde.

Am häufigsten wurden leichte Nebenwirkungen wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen festgestellt. Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme des Medikaments und dem Auftreten von psychologischen oder neurologischen Störungen, konnte nicht nachgewiesen werden.

Krampfanfälle, Erregung, Angst, Albträume oder Wahnvorstellungen können in Folge einer Grippe-Erkrankung auftreten. Es handelt sich hierbei um eine Komplikation der Virusgrippe und nicht um eine Nebenwirkung des Medikaments.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen von Oseltamivir zählen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch- und Kopfschmerzen. Häufig wurde ebenfalls von Schwindel, Schlafstörungen, Müdigkeit, Leberfunktionsstörungen, Hautreaktionen, Herzrhythmusstörungen und Sehstörungen berichtet.

Gelegentlich bis selten wurden Erkrankungen der Ohren, Ohrenentzündung, Lungenentzündung, Nasenbluten, Bindehautentzündung, Lymphknotenschwellung und die Verschlechterung von bestehendem Asthma bronchiale im Zusammenhang mit der Einnahme eines Oseltamivir-haltigem Medikament festgestellt.

Ein Mangel an Blutplättchen, das Auftreten von allergisches Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse und das Stevenson-Johnson-Syndrom wurde selten bis sehr selten im Zusammenhang mit Oseltamivir nachgewiesen.

Zumeist treten diese Nebenwirkungen nur nach der Ersteinnahme des Arzneimittels auf und verschwinden trotz gleichbleibender Dosierung und Anwendung wieder. Die Behandlung mit dem Präparat muss somit nicht unter- oder abgebrochen werden. Im Zweifelsfalls ist nichtsdestotrotz ein Arzt zu konsultieren. Wird Oseltamivir während einer Mahlzeit eingenommen, kann die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit von Nebenwirkungen deutlich reduziert werden.

Wechselwirkungen von Oseltamivir

Oseltamivir wird über die Nieren ausgeschieden. Von einer Anwendung sollte dringend abgesehen werden, sollte ein Patient einer der folgenden Wirkstoffe einnehmen:

  • Chlorpropamid
  • Methotrexat
  • Phenylbutazon
  • Probenecid

Dieser Substanzen und Oseltamivir beeinflussen bei gleichzeitiger Einnahme die Ausscheidung über die Nieren und können unerwünschten Einfluss auf die Wirkungsweise des jeweils anderen Medikaments nehmen,

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Oseltamivir

Patienten, die an einer Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoff sowie an einer schweren Nierenerkrankung leiden, dürfen Oseltamivir nicht anwenden. Besteht eine eingeschränkte Nierenfunktion, muss die Dosis von einem Arzt angepasst und der Verlauf der Behandlung unter regelmäßiger Kontrolle stattfinden.

Ob es für Betroffene, die an chronischen Krankheiten oder einer Abwehrschwäche leiden, unbedenklich ist, das Medikament einzunehmen, konnte noch nicht sicher nachgewiesen werden. Patienten sollten nur in Ausnamefällen und nach einer sorgfältigen Abwägung aller Risiken mit der Substanz behandelt werden.

Darf Oseltamivir während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden?

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff das Kind schädigen kann, wenn er während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit eingenommen wird. Vor der Anwendung des Medikaments ist eine ärztliche Konsultation unerlässlich.

Sollte eine Grippe-Pandemie ausbrechen, dürfen Kinder unter einem Jahr Oseltamivir in angepasster Dosierung zur Vorbeugung erhalten. Hierfür ist jedoch eine Spezialanfertigung aus der Apotheke erforderlich, da die handelsüblichen Präparate zu stark für junge Kinder dosiert sind.

Quellen:
  1. Wirkstoff Oseltamivir. Gesundheitsportal onmeda gofeminin.de GmbH. URL: onmeda.de
  2. Effectiveness of Oseltamivir in Preventing Influenza in Household Contacts. Robert Welliver et al. URL: jama.jamanetwork.com
  3. Tamiflu wirkt nur bei Influenza. Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  4. Tamiflu 75mg Hartkapseln. Netzwerkt für unabhängige Impfaufklärung. URL: impfkritik.de

Veröffentlicht am 23.05.2016

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