Live Chat 030 5683 73042
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 9:00 - 18:30
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Die Einnahme von PDE-5-Hemmer bei Diabetes mellitus

Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, leiden häufig an sexuellen Störungen und Problemen. Vor allem Diabetes verursacht bei Männern oft Potenzstörungen, die medizinisch als erektile Dysfunktion bezeichnet werden. Doch die Erkrankung ist therapierbar und PDE-5-Hemmer gehören hierbei zur ersten Wahl.

Überblick

Eine erektile Dysfunktion ist eine sexuelle Störung bei der es nicht möglich ist eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr notwendige Erektion aufzubauen und zu halten. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um eine kardiovaskuläre Erkrankung.

Um eine ausreichende Erektion zu bekommen, ist ein Anstieg der parasympathischen beziehungsweise eine Reduktion der sympathischen Aktivität erforderlich. Das heißt, eine Erektion des Penis ist nur möglich, wenn im Schwellkörper eine ausreichende Blutzufuhr und entsprechen reduzierter Blutabfluss besteht. Das ist jedoch nur möglich, wenn die Arterien so geweitet sind, dass genügend Blut in das schwammartige Gewebe des Schwellkörpers einfließen kann.

Blutgefäße, die durch hohe Blutzuckerwerte geschädigt sind, erfüllen diese Voraussetzung nicht, sodass eine ausreichende Blutzufuhr nicht mehr gewährleistet ist. Somit ist der Blutzustrom beziehungsweise Abstrom im männlichen Geschlechtsteil und damit die Entwicklung einer Erektion nachhaltig gestört.

Epidemiologie

Auf Diabetes beruhende sexuelle Störungen, können sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten. Allerdings ist die Zahl der betroffenen Männer deutlich höher. Wobei die erektile Dysfunktion die bei Männern am meisten diagnostizierte Form von sexueller Störung darstellt. Aus epidemiologischer Sicht gibt es bisher noch keine repräsentativen wissenschaftlichen Daten.

Faktum ist, durchschnittlich 50 Prozent der männlichen Diabetiker in Deutschland haben Potenzprobleme. Das bedeutet, die erektile Dysfunktion tritt bei Diabetikern fast zwei- bis dreimal häufiger auf als bei Männern, die nicht an Diabetes mellitus erkrankt sind. Rund 25 Prozent der Erektionsstörung sind auf eine Diabetes- Erkrankung zurückzuführen. Experten gehen davon aus, dass zurzeit vier bis 6 Millionen deutscher Männer an einer durch Diabetes mellitus verursachten erektilen Dysfunktion leidenden.

Laut Aussage von Dr.Elia Bragagna, Leiterin der Akademie für Sexuelle Gesundheit (AfSG) in Wien, ist für die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) der erektilen Dysfunktion sowohl das Alter der Patienten als auch die Diabetesdauer entscheidend. So hätten wissenschaftliche Studien diesbezüglich ergeben, dass die Prävalenz bei Diabetikern im Alter von 20 bis 24 Jahren bei etwa 6 Prozent und bei den 55 bis 59 Jährigen Probanden bei rund 52 Prozent liegt.

Entwicklungskriterien für eine erektile Dysfunktion bei Diabetes

Für die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion spielen neben Alter und Diabetesdauer aber auch andere Faktoren wie perisphere oder autonome Neuropathie (Erkrankung des Nervensystems), Retinopathie (Schädigung der Blutgefäße der Netzhaut) sowie eine schlechte glykämische Einstellung (Blutzuckerwerte) eine wichtige Rolle. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem erhöhte Blutfettwerte, koronare Herzkrankheiten, Bluthochdruck und hohe Blutzuckerwerte.

Hohe Blutzuckerwerte können zu einer nachhaltigen Schädigung von Nerven und Gefäßen führen und damit eine auf Diabetes basierende erektile Dsyfunktion verursachen. Weitere Ursachen der erektilen Dysfunktion bei Diabetes sind vor allem:

  • Arterielle Insuffizienz (Durchblutungsstörung)
  • Neuropathie
  • Venöses Leck im Schwellkörper des Penis (veno-okklusive Dysfunktion)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (insbesondere Antidiabetika, Antibiotika, und Blutdrucksenker
  • Hormonelle Störungen
  • Psychogene Auslöser

Therapieansätze mit Viagra und Co.

Wichtig ist zunächst den Blutzuckerspiegel zu optimieren, Dies wird vor allem durch eine oft radikale Umstellung des bisherigen Lebensstil erreicht. Hierzu zählen insbesondere:

  • Gewichtsreduzierung
  • Ernährungsumstellung
  • Mehr Bewegung
  • Reduzierung von Alkohol und Nikotin

PDE-5-Hemmer verwenden Wirkstoffe mit vasodilatorischen (Blutgefäße erweiternde) Eigenschaften. Alle PDE-5-Hemmer haben gemeinsam, dass sie eine inhibitorische Wirkung auf das Enzym Phosphodiesterase entwickeln. Hingegen sind sie im Hinblick auf Wirkung, Dosierung und Halbwertzeit unterschiedlich.

Potenzmittel gegen Impotenz

Mit der Zulassung von Viagra durch den Hersteller Pfizer im Jahr 1998 kam die medizinisch therapeutische Wende bei der Behandlung von Potenzstörungen. Das Medikament mit dem Wirkstoff Sildenafil war lange ersehnte Lösung für sexuelle Störungen. Schon bald kamen drei weitere Phophodiesterase Typ 5 Hemmer auf den Markt. Cialis (Wirkstoff: Tadalafil), Levitra (Wirkstoff: Vardenafil ) und 2014 Spedra mit dem Wirkstoff Avanafil.

Sofern eventuelle Kontraindikationen beziehungsweise Anwendungseinschränkungen berücksichtigt werden, sind die PDE-5-Hemmer allgemein gut verträglich. Allerdings bestehen hinsichtlich Wirkungseintritt, Wirkungsdauer und Halbwertzeit einige Unterschiede. Der Zeitpunkt der Einnahme erfolgt bei allen Potenzmitteln etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr.

Nur Spedra soll bereits nach 15 Minuten seine Wirkung entfalten. Größere Unterschiede bestehen im Bereich der Wirkungsdauer. Hier schneidet Viagra mit einer Wirkungszeit von 30 bis 120 Minuten am schlechtesten ab. Levitra und Spedra kommen auf eine Wirkungsdauer von vier bis sechs Stunden während Cialis mit bis zu 36 Stunden an der Spitze steht.

Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben um Durchschnittswerte, die aus verschiedenen Gebrauchs-und Fachinformationen der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA (Stand 2014) stammen.

Daher kann es im Einzelfall zu starken Abweichungen kommen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass PDE-5-Hemmer nicht immer erfolgreich eingesetzt werden konnten. Während sich bei 67 bis 89 Prozent der Probanden eine zufriedenstellende Erektion einstellte, Immerhin war bei 33 Prozent der Studienteilnehmer der Erfolg nicht befriedigend.

Sollte trotz der Einnahme von PDE-5-Hemmer der gewünschte Erfolg ausbleiben, kann das am Testosterondefizit liegen, der bei vielen Fällen von Diabetes mellitus zu verzeichnen ist. Die Einleitung einer entsprechenden Testosterontherapie kann das Defizit schnell ausgleichen, sodass die PDE-5-Hemmer ihre Wirkung enbtfalten können. Die Erfolgsquote der PDE-5-Hemmer liegt aktuell bei 80 bis 82 Prozent.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen von PDE-5-Hemmern bei Diabetes

Obwohl Phosphodisterase-5-Inhibitoren als gut verträglich gelten, kann es dennoch zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsstörungen, verstopfte Nase, Rückenschmerzen und Sehstörungen kommen, die jedoch meist schnell wieder abklingen.

Zu den Kontraindikatoren zählen vor allem nitrat-oder molsidominhaltige Präparate, die zur Therapie von Angina pectoris sowie bei Herz-Kreislaufbeschwerden verwendet werden. Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Medikament mit PDE-5-Hemmer, besteht das Risiko einer Potenzierten Vasodilation (Erweiterung der Blutgefäße) beziehungsweise eines starken Blutdruckabfalls.

Auch Patienten, denen körperliche Anstrengung bei schwerer Herzschwäche ärztlich untersagt ist, sollten auf die Einnahme von PDE-5-Hemmer verzichten. Sollte es trotz der Einnahme der PDE-5-Hemmer zu keinem befriedigendem Erfolg kommen, kann das am Testosterondefizit liegen, das bei Diabetes mellitus häufiger zu verzeichnen ist. Hier hilft eine Testosteron-Therapie, um das Defizit auszugleichen. Danach können die PDE-5-Hemmer ihre volle Wirkung entfalten.

Quellen:
  1. Diabetiker profitieren von Potenzmitteln besonders. Springer Medizin. URL: aerztezeitung.de
  2. Neue Studienergebnisse zu Viagra bei Diabetikern. Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum. URL: diabetesinformationsdienst-diabetes-deutschland.de
  3. Viagra für Diabetiker: neues Potenzmittel wirkt auch bei geschädigten Nerven Konradin Medien GmbH. URL: wissenschaft.de

Veröffentlicht am 23.06.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament