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Vardenafil, ein Wirkstoff aus der Gruppe der PDE5-Hemmer

Vardenafil wurde im Jahr 2003 unter dem Handelsnamen Levitra und Levitra Orodispersible (Schmelztabletten) und durch das deutsche Pharmaunternehmen Bayer HealthCare auf den Markt gebracht. Weitere Handelsnamen sind Vivanza und Vilitra.

Vardenafil im Überblick

Vardenafil ist ein oral wirksames Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion des Mannes. Es gehört zur Wirkstoffgruppe der PDE-5-Hemmer, die gefäßerweiternd wirken und auf die Steuerungsmechanismen einer Erektion auf zellulärer Ebene Einfluss nehmen.

Vardenafil

Im Jahr 1998 wurde Sildenafil (Viagra) - ein Medikament des US-amerikanischen Pharmakonzerns Pfizer - in den Vereinigten Staaten und bald darauf auch in Europa zugelassen. Sildenafil war seinerzeit das erste Präparat, das in der Lage war, Erektionsstörungen durch den Eingriff in den Zellstoffwechsel zu therapieren. In den folgenden Jahren wurde von verschiedenen Pharmaunternehmen weitere PDE-5-Hemmer entwickelt.

Neben Sildenafil und Vardenafil gehören auch die Arzneistoffe Tadalafil (Cialis) und Avanafil (Spedra) zu dieser Wirkstoffgruppe. Die therapeutische Wirksamkeit der PDE-5-Hemmer beruht auf dem gleichen Grundprinzip, verfügen im Detail jedoch über jeweils spezifische Eigenschaften. Nachdem Bayer HealthCare die Entwicklung von Vardenafil allein betrieben hatte, erfolgte die Vermarktung zunächst im Rahmen einer Kooperation mit dem britischen Konzern GlaxoSmithKline. Seit 2006 hat Bayer HealthCare in den meisten Märkten außerhalb der USA die alleinigen Rechte an Vardenafil (Levitra) inne.

Levitra Vardenafil

In Deutschland, den übrigen EU-Ländern sowie in Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein ist Vardenafil verschreibungspflichtig, in anderen Ländern sind Medikamente mit diesem Wirkstoff auch auf dem freien Markt erhältlich. Eine Verwendung ohne ärztliche Begleitung birgt jedoch ein hohes Risiko für Fehldosierungen und gesundheitliche Gefahren. Vardenafil darf nur von Männern angewendet werden.

Erektionen - ein komplexer körperlicher Vorgang

Dem Zustandekommen liegen komplexe Vorgänge zugrunde, an denen das Nervensystem, die Penismuskulatur und der Blutkreislauf beteiligt sind. Ihre Steuerung erfolgt auf zellulärer Ebene durch neuronale Botenstoffe und Enzyme. Dem Neurotransmitter cGMP (Cyclisches Guanosinmonophosphat) und dem Enzym Phospodiesterase (PDE-5) kommen dabei Schlüsselrollen zu.

In sexuell nicht erregtem Zustand ist die Blutzufuhr zu den drei Schwellkörpern des Penis stark gedrosselt, die glatten Muskeln der Penisarterien kontrahieren hierfür dauerhaft. Durch sexuelle Reize wird diese "Blockade" der Blutzufuhr in die Schwellkörper aufgehoben, so dass der Penis sich versteifen kann. Während dieses Prozesses wird in den Schwellkörpern neben anderen Substanzen Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt, welches das Enzym Guanylatzyklase aktiviert, das wiederum die Ausschüttung von cGMP in Gang setzt. Entstehung Erektion Impotenz

Durch die verstärkte Produktion von cGMP sinkt der Kalziumspiegel in den Muskelzellen, so dass sich die Penisarterien entspannen und erweitern - durch den Blutzufluss wachsen die Schwellkörper auf das Drei- bis Vierfache ihrer ursprünglichen Größe an. Solange die Konzentration von cGMP hoch genug ist, um die Kontraktion der Arterien zu verhindern, kann die Erektion gehalten werden - ihre Stärke und Dauer hängt von der Höhe des cGMP-Spiegels im Körper ab.

Die Erektion klingt ab, wenn das Enzym Phospodiesterase (PDE-5) beginnt, das cGMP abzubauen. Der Penis erschlafft, da seine Arterienmuskeln jetzt wieder kontrahieren - der Blutstrom in die Schwellkörper wird hierdurch gestoppt.

Erektile Dysfunktion - für betroffene Männer und die Partnerschaft belastend

Nicht jede Erektionsstörung hat Krankheitswert und muss behandelt werden - so gut wie jeder Mann kennt temporäre Erektionsprobleme. Eine erektile Dysfunktion (Impotenz) ist laut der Definition der Deutschen Gesellschaft für Urologie erst dann gegeben, wenn innerhalb des letzten halben Jahres über 70 Prozent der geplanten Sexualkontakte nicht vollzogen werden können, weil die Erektion dafür zu schwach ist, nicht lange genug anhält oder völlig ausbleibt.

Impotenz Erektion

Eine Erektionsstörung kann für die Betroffenen selbst, aber auch für ihre Partnerschaft stark belastend sein. Mögliche Ursachen finden sich in verschiedenen Bereichen. Psychische Belastungen, Stress oder Partnerschaftsprobleme können hier oft großen Einfluss haben - und sich durch die erektile Dysfunktion nochmals verstärken. Viele organische Erkrankungen beeinflussen ebenfalls die Fähigkeit zur Erektion.

Anhaltende Erektionsstörungen können sich dann entwickeln, wenn cGMP und PDE-5 nicht mehr optimal zusammenwirken. Begünstigend wirken sich hier beispielsweise Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie krankhafte Veränderungen der Gefäße aus. Die Diagnose einer erektilen Dysfunktion ist immer Aufgabe des Arztes, der dafür eine ausführliche Befragung des Patienten und gegebenenfalls auch verschiedene körperliche Untersuchungen vornimmt.

Wie wirkt der Wirkstoff Vardenafil?

Vardenafil verlängert die Stärke und die Dauer einer Erektion, indem es die Produktion des Enzyms PDE-5 hemmt und hierdurch den Abbau von cGMP vermindert.

Solange die Wirkung des Medikaments anhält, sind hierdurch auch mehrere Erektionen möglich. Die anderen drei PDE-5-Hemmer folgen dem gleichen Wirkprinzip, so dass bei einer erektilen Dysfunktion mehrere Therapieoptionen zur Verfügung stehen, die es erlauben, die Behandlung optimal auf die individuellen Voraussetzungen des Patienten abzustimmen.

PDE-5-Hemmer Wirkung

Fördert Vardenafil die sexuelle Lust?

Ohne sexuelle Stimulation und die daraus resultierende NO- und cGMP-Aktivierung kann Vardenafil keine Erektion bewirken - das persönliche Begehren und die Reaktion auf sexuelle Reize kann der Wirkstoff somit nicht ersetzen.

Ebenso wie die anderen PDE-5-Hemmer verbessert Vardenafil die Fähigkeit, als Reaktion auf sexuelle Reize eine Erektion zu bekommen und sie so lange zu halten, bis der Geschlechtsverkehr vollzogen ist.

Wie wird Vardenafil eingenommen?

Vardenafil (Levitra) wird in Form von Tabletten mit einer Wirkstoffkonzentration von fünf, zehn oder 15 Milligramm angeboten. Die Einnahme des Präparats erfolgt 15 bis 30 Minuten vor einem geplanten Sexualkontakt. Über die optimale Dosierung sollte allein der Arzt - gegebenenfalls auch im Rahmen einer Online-Konsultation von Meds4all - entscheiden.

Vardenafil (Levitra) wird unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen. Mahlzeiten haben auf die Wirkung des Präparats im Allgemeinen keinen Einfluss, nach dem Genuss sehr fettreicher Speisen kann die Wirkung des Medikaments jedoch vermindert sein.

Moderate Dosierung, hohe Wirksamkeit

Am häufigsten angewendet wird in Deutschland die Zehn-Milligramm-Dosierung. Eine Studie mit knapp 20.000 Teilnehmern weist aus, dass der weitaus größte Teil der Studienteilnehmer (NULL,1 Prozent) mit den Ergebnissen dieser Dosierung sehr zufrieden war und Dosissteigerungen nur bei vergleichsweise wenigen Männern nötig waren (Quelle: aerzteblatt.de).

Die gleiche Studie belegt die hohe Wirksamkeit des Präparats: Bei knapp 74 Prozent der Patienten stellte sich ein Behandlungserfolg bereits nach der ersten, bei insgesamt 88,5 Prozent (kumulativ) nach der zweiten Gabe von Vardenafil (Levitra) ein. Alter, Dauer und Schweregrad der erektilen Dysfunktion sowie einige andere untersuchte Faktoren hatten auf die Wirkung von Vardenafil keinen signifikanten Einfluss. Insgesamt berichteten 93,9 Prozent der Probanden, dass sich ihre Erektionsstörung während der Verwendung von Vardenafil (Levitra) deutlich gebessert hat.

Wie lange wirkt Vardenafil?

Die höchste Konzentration im Blutplasma erreicht Vardenafil etwa eine Stunde nach der Einnahme der Tablette, seine Wirkung hält etwa vier bis fünf Stunden an. In dieser Zeit darf keine weitere Vardenafil-Tablette eingenommen werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Die Wirksamkeit von Vardenafil ist an die Tabletteneinnahme gebunden. In der Gruppe der PDE-5-Hemmer ist eine niedrig dosierte Dauermedikation nur mit Tadalafil (Cialis) eine Therapieoption, da dieses Präparat bis zu 36 Stunden wirksam ist.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen von Vardenafil

Vardenafil (Levitra) wird ebenso wie die anderen PDE-5-Hemmer in der Regel gut vertragen. Wie bei jedem anderen Medikament kann es jedoch auch während der Einnahme dieses Präparats zu unerwünschten Nebenwirkungen, Unverträglichkeitsreaktionen sowie Wechselwirkungen mit anderen Substanzen kommen. Einige schweren Vorerkrankungen sowie die Verwendung von bestimmten Medikamenten sind Kontraindikationen für die Einnahme von Levitra.

Kann der Wirkstoff Vardenafil (Levitra) Nebenwirkungen hervorrufen?

Häufige Nebenwirkungen von Vardenafil sind:

  • Schwindel,
  • Verdauungsstörungen,
  • eine verstopfte Nase,
  • Übelkeit.

Gelegentlich zeigen sich:

  • Veränderungen der Sonnenempfindlichkeit,
  • Veränderungen des Blutdrucks,
  • gerötete Augen,
  • Sehstörungen,
  • Schläfrigkeit.

In seltenen bis sehr seltenen Fällen kann es während oder nach der Einnahme von Levitra zu Ohnmachten, Muskelsteifheit, Kehlkopfschwellungen oder einem Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom, "Grüner Star") kommen.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Verdauungsstörungen Sonnenempfindlichkeit Ohnmacht
Schwindel Veränderung des Blutdrucks Glaukom (erhöhter Augeninnendruck)
verstopfte Nase Sehstörungen und gerötete Augen Muskelsteifheit
Übelkeit Schläfrigkeit Kehlkopfschwellung

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Bei schweren Herz-Kreislauf-Krankheiten, niedrigem Blutdruck mit einem systolischen Wert < 90 mmHG und schweren Funktionseinschränkungen von Leber oder Nieren darf Vardenafil (Levitra) nicht verwendet werden. Bei leichteren Ausprägungen solcher Vorerkrankungen wird der Arzt vor der Verordnung dieses Präparats (oder anderer PDE-5-Hemmer) besonders sorgfältig abwägen, ob diese Therapieoption individuell geeignet ist.

In den ersten drei bis sechs Monaten nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei bestimmten Augenerkrankungen - unter anderem Sehnervenschädigungen oder einem bestehenden Glaukom - ist die Verwendung von Vardenafil absolut kontraindiziert.

Zusammen mit nitrathaltigen Medikamenten (beispielsweise Nitrolingualsprays gegen Herzbeschwerden) oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (Amylnitrit) darf Vardenafil auf keinen Fall verwendet werden, da solche Kombinationen einen lebensbedrohlichen Blutdruckabfall bewirken können.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Auch mögliche weitere Wechselwirkungen von Vardenafil mit anderen Medikamenten sollten vor der ersten Einnahme von Levitra mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Einige Virustatika zur Behandlung von HIV-Infektionen und einige Antipilzmittel schließen die Einnahme von Vardenafil aus.

Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Verwendung von Alpha-Blockern zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) oder Prostataveränderungen geboten - eventuell ist hier ein Wechsel zu Präparaten möglich, die mit Vardenafil gut verträglich sind. Medikamente, die in den Leberstoffwechsel eingreifen - beispielsweise verschiedene Antibiotika - können die Wirkung von Vardenafil verstärken, einige Anti-Epileptika schwächen sie dagegen ab.

Grapefruitsaft sollte nicht zusammen mit Vardenafil eingenommen werden, da er den Abbau des Wirkstoffs im Körper blockiert. Alkohol wirkt als Blutdrucksenker und kann temporär die Fähigkeit zur Erektion verringern. Auf den Konsum größerer Mengen Alkohol sollte während der Verwendung von Vardenafil daher verzichtet werden.

Letzte Aktualisierung: 18.12.2015

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