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Hormontherapie von Frauen in den Wechseljahren

Hormonbehandlungen von Frauen in den Wechseljahren sind in den vergangenen Jahren in die Diskussion geraten und es ist mittlerweile eine entscheidende Wende eingetreten: Eine Hormonersatzbehandlung sollte nur mehr bei ausgeprägten Beschwerden eingesetzt werden. Erfolgt ist diese Neubewertung infolge mehrerer Studien, die aufzeigten, dass die Hormonbehandlung das Risiko an Eierstockkrebs und Brustkrebs erhöht. Zudem kann es im Laufe einer Hormontherapie vermehrt zu Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombosen kommen. Wird die Hormonbehandlung schnell nach der Menopause eingeleitet, überwiegt der Nutzen bei starken Beschwerden jedoch die Risiken.

Hormonersatztherapie – ja oder nein?

In den Wechseljahren (Klimakterium) kommt es zu einem Ungleichgewicht des Hormonhaushalts. In Folge dessen kommt es häufig zu Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen. Bei etwa einem Drittel der Frauen sind die Begleiterscheinungen stark ausgeprägt und beeinträchtigen das Wohlbefinden erheblich. Eine Hormonersatztherapie (HET) kann das hormonelle Ungleichgewicht ausgleichen und die Lebensqualität der Betroffenen währen der Menopause erheblich verbessern.

Menopause Wechseljahre

Für viele Frauen im Klimakterium, die an typischen Begleiterscheinungen leiden, stellt sich die Frage, ob eine Hormonbehandlung zielführend ist. Diese Entscheidung sollten Betroffene gemeinsam mit dem Gynäkologen treffen, doch auch Kenntnisse über die aktuellen Studienergebnisse zur Hormontherapie können bei der Entscheidungsfindung helfen.

Aktuelle Studien führen zu Neubewertung der Hormontherapie

Erfolgt ist diese Neubewertung infolge mehrerer Studien, die aufzeigten, dass die Hormonbehandlung das Risiko an Eierstockkrebs und Brustkrebs erhöht. Zudem kann es im Laufe einer Hormonbehandlung vermehrt zu Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombosen kommen.

Diese negative Einstellung basiert jedoch auf der im Jahr 2002 abgebrochene Studie "Women's Health Initiative" (WHI), die zu dem Ergebnis kam, dass Frauen in Hormonbehandlung unter anderem ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben. In der abgebrochenen WHI-Studie waren die Teilnehmerinnen durchschnittlich 65 Jahre alt, obwohl die meisten Frauen zum Zeitpunkt der Menopause etwa 51 Jahre alt sind. Zudem nimmt das Risiko für Brustkrebs nach Abbruch der Einnahme schnell wieder ab.

Dank individueller Behandlungsmethoden und aktueller Studien kann die Hormonersatztherapie mittlerweile differenzierter gesehen werden. Deutsche Gynäkologen empfahlen 2012, dass der Nutzen einer Hormontherapie bei Frauen unter 60 Jahren in der Regel überwiegt - sofern keine Vorerkrankungen oder spezielle Risikofaktoren vorhanden sind.

Welche Vorteile bietet eine Hormonersatztherapie?

In erster Linie wird die Hormontherapie zur Linderung von starken Beschwerden in den Wechseljahren, hauptsächlich Hitzewallungen und Stimmungstiefs, empfohlen. Zudem kann verschiedenen Erkrankungsrisiken entgegengewirkt werden, die von einem sinkenden Hormonspiegel begünstigt werden.

Studien belegen, dass eine Östrogensubstitution sofort nach der Menopause das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen mindert und auch das Diabetesrisiko kann laut Studien durch eine frühzeitige Hormonersatztherapie gesenkt werden. Zu beachten ist, dass zumindest das Diabetesrisiko nach Beendigung der Hormonersatztherapie wieder ansteigt.

Es gibt Hinweise darauf, dass das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung durch eine Hormonersatztherapie reduziert wird. Studien kamen zu dem Schluss, dass sich die Hormontherapie positiv auf den Knochenstoffwechsel der Frau auswirkt und Osteoporose vorbeugen kann. Für diese positive Nebenwirkung ist allerdings eine langfristige Therapie notwendig und bei Absetzen der Hormone lässt auch die positive Wirkung auf die Knochen nach.

Wann sollte eine Hormonersatztherapie begonnen werden?

Frauenärzte empfehlen, dass mit einer Hormontherapie bereits kurz nach der Menopause begonnen wird, und stehen der Behandlung meist positiv gegenüber. Studiendaten belegen zudem, dass ein früherer Therapiebeginn einen höheren Nutzen und geringere Nebenwirkungen mit sich bringt.

Wie wird eine Hormontherapie abgesetzt?

Wer bereits mehrere Jahre mit Hormonen behandelt wird, sollte die Therapie gemeinsam mit dem Arzt sanft beenden. Werden die Hormone von einem auf den anderen Tag abgesetzt, könnten erneute Hitzewallungen und Schweißausbrüche provoziert werden.

Hormontherapie mit dem Arzt besprechen

Da eine Hormonbehandlung je nach familiärer Vorbelastung und Vorerkrankung mit Risiken verbunden sein kann, sollte vor Therapiebeginn ein Arzt Risiken und Nutzen abwiegen. Es gibt verschiedene Formen der Hormonersatztbehandlung. Welche Art für die Betroffene ideal ist, sollte mit einem Arzt besprochen werden.

Risiken und Gegenanzeigen zur Hormonbehandlung

Es gibt einige Kontraindikationen, bei denen eine Behandlung mit Hormonen nicht durchgeführt werden sollte. Frauen mit einer Vorgeschichte einer Gefäßerkrankung, wie etwa tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Brustkrebs oder Eierstockkrebs sind von einer Hormonbehandlung ausgeschlossen.

Hormonersatztherapie Medikamente

Auch eine Frau, die kurz zuvor einen Herzinfarkt hatte oder unter Angina Pectoris leidet, sollte von einer Hormonbehandlung absehen. Sollten enge Verwandte an Brustkrebs erkrankt sein, kann die Therapie mit Hormonen nur unter besonders strenger Überwachung durchgeführt werden. Stark übergewichtige oder rauchende Frauen sollten ebenfalls auf Hormonersatz verzichten.

Quellen:
  1. Hormonersatztherapie. Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF). URL: frauenaerzte-im-netz.de
  2. Hormonersatztherapie. Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF). URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Hormonersatztherapie in den Wechseljahren. Alliance Healthcare Deutschland AG. URL: gesundheit.de
  4. Wechseljahre: Wie Hormone und Krankheiten zusammenhängen. Gong Verlag GmbH. URL: hormontherapie-wechseljahre.de
  5. Was Frauen in den Wechseljahren wissen sollten. Focus Magazin Verlag GmbH. URL: focus.de
  6. Wechseljahre – Hormonersatztherapie (HET). netdoktor.de GmbH. URL: netdoktor.de

Letzte Aktualisierung: 17.12.2015

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