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Hormonersatztherapien im Vergleich: Welche ist für mich geeignet?

Die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren (Menopause) können eine Vielzahl von Beschwerden nach sich ziehen, die für manche Frauen stark belastend werden können. Hormonersatztherapien (Hormone Replacement Therapy, HRT) kompensieren den Rückgang der körpereigenen Hormone und können hierdurch Wechseljahresbeschwerden völlig beseitigen oder erheblich lindern.

Wirkung einer HRT

Eine Hormonersatztherapie zielt nicht darauf ab, die physiologischen Hormonkonzentrationen vor dem Beginn der Wechseljahre wiederherzustellen, sondern dient der Linderung belastender Symptome. Die zyklischen Veränderungen des weiblichen Hormonspiegels während der fruchtbaren Jahre werden daher nicht nachvollzogen.

Menopause Wechseljahre

Die Behandlung hat einen positiven Einfluss auf sämtliche Wechseljahressymptome, oft treten die Beschwerden vollständig zurück. Die Wirkung einer HRT ist in 95 Prozent aller Fälle bereits nach vier bis acht Wochen nachweisbar.

Menopause Symptome

Wie erfolgt eine Hormonersatztherapie?

Zu Beginn der Wechseljahre/in der Prämenopause steht die Behandlung von Zyklus- und Blutungsstörungen im Vordergrund, gegen diese Beschwerden können Gestagene - beispielsweise in Form einer östrogenfreien Minipille (z.B. Cerazette) oder einer Hormonspirale - helfen.

Später geht es vor allem darum, den Mangel an körpereigenem Östrogen zu kompensieren. Hierfür kommen in der Regel Kombinationspräparate mit synthetischem Östrogen und Gestagenen zum Einsatz. Die Kombination der beiden Hormone ist erforderlich, da Östrogene den zyklischen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut fördern, in den Wechseljahren kann sich hierdurch ein Krebs des Gebärmutterkörpers entwickeln.

Gestagene wirken solchen potentiell gefährlichen Wucherungen entgegen. Nach einer operativen Entfernung der Gebärmutter sind für eine Hormonersatztherapie nur Östrogene nötig.

Sequenzielle oder kontinuierliche HRT?

Eine Hormonersatztherapie kann als sequenzielle oder kontinuierliche Therapie erfolgen:

  • Bei einer sequenziellen Therapie werden beispielsweise in der ersten Zyklushälfte nur Östrogene und danach für zwölf Tage außerdem ein Gestagen verwendet. Nach dem 21. Einnahmetag folgen analog zur Antibabypille eine siebentägige Einnahmepause und eine Abbruchblutung.
  • Frauen, die keine Blutung wünschen, erhalten eine kontinuierliche kombinierte HRT mit einem Östrogen-Gestagen-Präparat, das unterbrechungsfrei angewendet wird.

Anwendungsformen

Für eine HRT stehen verschiedenen synthetische Hormone, Darreichungsformen und Therapieschemata zur Verfügung. In der Regel erfolgt eine Hormonersatztherapie als systemische Behandlung, daneben ist jedoch auch eine lokale Verwendung von Hormonersatzpräparaten möglich.

Am häufigsten werden Hormonersatztherapien in Tablettenform verordnet. Relativ neu sind systemisch wirkende Pflaster oder Gele, bei denen die Hormone transdermal (über die Haut) aufgenommen werden. Hormonpflaster werden in der Regel zwei Mal wöchentlich gewechselt, Gele müssen täglich aufgetragen werden.

Alle drei Varianten erlauben je nach Ausstattung des Präparats sowohl sequenzielle als auch kontinuierliche Therapien. Systemische Hormonersatztherapien werden außerdem in Form von Nasensprays oder Depotspritzen verabreicht.

Die Spritzen werden in der Regel einmal monatlich gegeben, aufgrund der über einen längeren Zeitraum unveränderlichen Dosierung sind sie für den Einstieg in die Therapie jedoch nur sehr bedingt geeignet. Durch Nasensprays lassen sich die Hormongaben beschwerdeabhängig dosieren.

Lokal wirksame Medikamente für eine HRT können in Form von Vaginaltabletten, Zäpfchen, Cremes, Gels oder als Vaginalring angewendet werden. Empfehlenswert sind sie vor allem dann, wenn sich die Folgen der Wechseljahre in Form von Scheidentrockenheit, Scheidenentzündungen oder Harnwegsinfektionen vor allem im Urogenitalbereich bemerkbar machen. Aufgrund ihrer niedrigen Dosierung eignen sie sich oft auch für Frauen, für die eine systemische Hormonersatztherapie aufgrund von Vorerkrankungen und bestimmten Risikofaktoren nicht in Frage kommt.

Präparate zur Hormonersatztherapie

Hormonersatztherapien bedürfen in Deutschland immer einer ärztlichen Verordnung. Diese kann im Rahmen einer ausführlichen Meds4all-Online-Konsultation erfolgen.

Zur Hormonersatztherapie stehen im Programm von Meds4all drei unterschiedliche Präparate mit jeweils differenzierten hormonellen Wirkstoffen und Dosierungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Premarin ist eine orale HRT, die auf Basis sogenannter konjugierter Östrogene wirkt. Hierbei handelt es sich um eine Östrogen-Monotherapie, Gestagene sind in den Tabletten nicht enthalten.
  • Premarin Hormonersatztherapie
  • Elleste wird ebenfalls oral verwendet. Elleste Solo ermöglicht eine Östrogen-Monotherapie. Die Varianten Elleste Duet (für eine sequentielle HRT) und Duet Conti (für eine kontinuierliche HRT) enthalten eine Östrogen-Gestagen-Kombination
  • Elleste Hormonersatztherapie
  • Evorel , ein Hormonpflaster, eignet sich für eine transdermale Östrogen-Monotherapie. Daneben gibt es die Varianten Evorel Sequi und Evorel Conti für eine kombinierte sequenzielle oder kontinuierliche Behandlung mit sehr differenziert dosierbaren Östrogen-Gestagen-Kombinationen.
Evoral Hormonersatztherapie

Wie lange werden Hormonersatztherapien angewendet?

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen der Patientin. Generell gilt, dass die niedrigste wirksame Dosierung über den jeweils erforderlichen Zeitraum verwendet werden soll. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass sie - gemessen am Durchschnitt der mit einer HRT behandelten Patientinnen - ihre größte Wirksamkeit im Zeitraum zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr entfalten. Alle sechs Monate sollte eine Überprüfung der Dosierung sowie der Voraussetzungen für die Fortsetzung der Behandlung vorgenommen werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen einer HRT

Hormonersatztherapien sind in der Regel gut verträglich. Vor allem zu Beginn der Therapie kann es zu Spannungsgefühlen in den Brüsten, irregulären Blutungen, Gewichtszunahme (zum Teil durch Wassereinlagerungen im Gewebe) sowie Magen-Darm-Beschwerden kommen. Ursachen dafür sind meist eine zu hohe Anfangsdosis oder ein individuell nicht optimal vertragenes Präparat.

Die Hormongaben können vor allem bei Frauen mit entsprechender Vorbelastung das Risiko für Thrombosen und Embolien erhöhen. Vor allem bei starken Raucherinnen, deutlichem Übergewicht, einer bekannten familiären Thrombose-Disposition, früheren Thrombosen und Gefäßleiden sowie während längerer krankheitsbedingter Liegezeiten wird der verordnende Arzt besonders sorgfältig abwägen, ob eine HRT in Frage kommt und welches Präparat dafür geeignet ist.

Bei einigen weiteren Erkrankungen - beispielsweise Stoffwechselstörungen, chronischen Erkrankungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse oder unbehandeltem Bluthochdruck (Hypertonie) - wird die Verordnung einer Hormonersatztherapie nur nach einer besonders sorgfältigen Risikoabwägung erfolgen. Bei früheren oder bestehenden hormonabhängigen Tumoren - beispielsweise Brustkrebs oder Eierstock-/Eileiterkrebs dürfen Hormonersatztherapien nicht verwendet werden.

Ob die Therapien das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken, ist in der medizinischen Forschung Gegenstand einer kontroversen Diskussion. Nach heutigem Kenntnistand können die Hormongaben jedoch vor allem dann einen negativen Einfluss haben, wenn im Brustdrüsengewebe bereits unentdeckte Krebszellen vorhanden sind. Eine US-amerikanische Meta-Studie weist aus, dass Hormonersatztherapien nach der Menopause das Risiko für Eierstockkrebs geringfügig erhöhen.

Hormonersatztherapie zur Prävention?

Hormonersatztherapien leisten - nach einer Phase kontroverser Diskussionen dieses Themas - nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zur Osteoporose-Prophylaxe. Patientinnen mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko erhalten dafür ein möglichst niedrig dosiertes Präparat über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren als Dauermedikation.

Aktuelle Studien liefern Hinweise darauf, dass sich zur Osteoporose-Prophylaxe auch lokale Therapien - beispielsweise ein Vaginalring (Handelsname NuvaRing) - mit sehr niedrigen Östrogen-Dosierungen eignen.

Präventive Wirkungen wurden außerdem für Herz-Kreislauf-Krankheiten (Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt) sowie Arteriosklerose beschrieben. Eine vermutete vorbeugende Wirkung von Hormonersatztherapien im Hinblick auf Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie eine Alzheimer-Demenz wurden durch die medizinische Forschung dagegen nicht bestätigt.

Quellen:

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