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Evorel (Solo, Duet, Duet Conti): Nebenwirkungen

Regelmäßig ist Evorel als schonendes Pflaster besonders gut verträglich und eignet sich besonders dazu, die allgemeine Verträglichkeit einer Hormonersatztherapie insgesamt zu prüfen. Dennoch sind wie bei allen Wirkstoffen Nebenwirkungen bekannt und Gegenanzeigen zu beachten. Weiterhin sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Substanzen beachtet werden, die die Wirkung von Evorel beeinträchtigen können.

Mögliche Nebenwirkungen von Evorel

Häufig:

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), Durchfall, Spannungsgefühle in den Brüsten, Hautreizungen an der Klebstelle.

Gelegentlich

Starke Kopfschmerzen in Form von Migräne, Erhöhung des Blutdrucks, Muskelkrämpfe, verringerte sexuelle Lust (Libido).

Selten:

Allergische Reaktionen wie Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz und andere Unverträglichkeitsreaktionen, Thrombosen, Muskelschwäche mit Taubheitsgefühl, Schwindel, Depressionen, vergrößerte Brust, Gallensteine.

Wechselwirkungen mit anderen Substanzen

Die gleichzeitige Einnahme verschiedener Arzneimittel kann die Wirkung von Evorel beeinträchtigen.

Verminderung der Wirkung

Barbiturate (bestimmte Schlafmittel), Antiepileptika wie Barbexaclon, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Oxcarbazepin, Topiramat und Felbamat, Antibiotika wie Rifampicin oder Ampicillin sowie Tetrazykline beschleunigen unter Umständen den Abbau der Hormone. Diese Wirkstoffe verringern die Wirkung von Evorel.

Bitte lesen Sie den Beipackzettel von Evorel vor der Anwendung sorgfältig oder ziehen Ihren Arzt oder Apotheker zurate.

Studienergebnisse zu Evorel

Verschiedene wissenschaftliche Studien haben bei einigen Frauen einen möglichen Zusammenhang zwischen Hormonersatztherapie und einem erhöhten Risiko für die Ausprägung verschiedener hormonabhängiger Krebserkrankungen festgestellt. Die Ergebnisse sind nicht eindeutig und betreffen verschiedene Monopräparate und Wirkstoffkombinationen. Auch kommt es darauf an, ob Frauen noch eine intakte Gebärmutter haben oder nicht.

Dabei ist Evorel selbst nicht im Einzelnen Gegenstand der Studien gewesen. Die Anwendung von Hormonen während der Wechseljahre oder nach der Menopause ist jedoch seitdem wissenschaftlich und unter Medizinern umstritten. Deshalb sollte die Anwendung von Evorel insgesamt auf Wechseljahresbeschwerden beschränkt sein, die einen gewissen Schweregrad erreichen und insgesamt einer klaren Nutzen-Risiko-Analyse unterworfen werden. Außerdem sollte über eine zeitliche Begrenzung der Einnahme nachgedacht werden und die Behandlung tatsächlich auf den Zeitraum der bestehenden Beschwerden beschränkt werden.

Welche Gegenanzeigen sind bekannt?

Bei individuellen Unverträglichkeiten oder Allergien gegen die Wirkstoffe oder einen der Wirkstoffe von Evorel darf das Arzneimittel nicht angewendet werden. Von einer Behandlung mit Evorel wird auf Basis folgender Umstände dringend abgeraten:

  1. Bestehenden Schwangerschaft
  2. Schweren Nierenfunktionsstörungen
  3. Lebererkrankungen
  4. Bestehenden oder vorhergehenden hormonabhängigen Tumoren

Erhöhte Vorsicht im Sinne einer strengen Nutzen-Risiko-Analyse ist geboten bei:

  1. Neigung zu Thrombosen und Embolien
  2. Schlaganfall, Angina Pectoris, Herzinfarkt und Herzklappenfehlern
  3. Herzerkrankungen
  4. Fettstoffwechselstörungen und Fettleibigkeit
  5. Ausgeprägtem, schwer behandelbaren Bluthochdruck (Hypertonie)
  6. Bekannte Familiengeschichte im Hinblick auf die Entwicklung hormonabhängiger Tumore wie Brustkrebs
  7. Diabetes mellitus

Schwangerschaft und Stillzeit

Von der Anwendung der Evorel Präparate während einer Schwangerschaft ist unbedingt abzusehen. Hormone können in die Muttermilch übergehen. Deshalb ist auch während der Stillzeit von einer Anwendung der Evorel Präparate abzuraten und das Kind vor einer Behandlung mit Evorel abzustillen.

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