Live Chat 030 5683 73042
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 9:00 - 18:30
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Die medikamentöse Behandlung von Akne

Akne ist eine der am weitesten verbreiteten Hauterkrankungen, vor allem bei jungen Menschen. Rund 20 Prozent der Deutschen leiden unter den entzündeten Pickeln, den geröteten Knötchen und den schmerzhaften Pusteln. Bei 70 bis 87 Prozent der Jugendlichen treten Akneläsionen auf, von denen rund 10 Prozent mit Medikamenten behandelt werden müssen.

Stark ausgeprägte Akne muss unbedingt behandelt werden, denn schreitet die Entzündung der Haut weiter fort, kann es zur unangenehmen Fistelbildung oder dauerhaften Narben kommen. Welche Behandlungsmaßnahmen bei Akne ergriffen werden sollten, hängt maßgeblich vom Schweregrad und der Klassifikation der Akne ab. Doch welche Therapiemöglichkeiten von Akne gibt es eigentlich und welche Vorteile bieten die einzelnen Maßnahmen?

Welche rezeptfreien Therapiemöglichkeiten von Akne gibt es?

Je nachdem wie stark die Akne im Einzelfall ausgeprägt ist, kann sie mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke oder der Drogerie behandelt werden. Die freiverkäuflichen Salben, Kapseln, Tinkturen oder Cremes sollen vor allem antibakteriell wirken und die Entzündungen der Haut eindämmen.

Präparate mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid

Benzoylperoxid ist ein Präparat, das als Bestandteil von Cremes oder Waschlotionen zur Anwendung kommt. Das Medikament kann Verhornungsstörungen der Talgdrüsen verhindern und zugleich das Zellenwachstum in den Talgdrüsen reduzieren. Zusätzlich können durch den Wirkstoff abgestorbene Hautzellen entfernt werden. Eine weitere Funktion des Wirkstoffs besteht darin, bakteriellen Hautbefall zu eliminieren.

Wirkstoff Verminderung der Talgproduktion Antibakteriell oder antiseptisch Entzündungshemmend Löst Hautverhornung
Aluminiumoxid       x
Benzoylperoxid   x x x
Natriumbituminosulfonat x x x  
Natriumbituminosulfonat, hell   x x  
Saccharomyces cerevisiae   x    
Salicylsäure   x x x
Salicylsäure und Milchsäure   x x x

Präparate mit dem Wirkstoff Aluminiumoxid

Aluminiumoxid ist in der Lage Mitesser zu öffnen und die Talgdrüsen kontinuierlich offen zu halten. Zudem kann der Wirkstoff bereits ausgeprägte Aknenarben in Form eines Peelings abschleifen und dadurch das Hautbild insgesamt verbessern. Zusätzlich kann die Haut durch Aluminiumoxid haltige Präparate insgesamt entfettet werden. Medikamente mit diesem Wirkstoff werden häufig als ergänzende Maßnahme während einer Aknebehandlung verwendet.

Präparate mit dem Wirkstoff Natriumbituminosulfonat, hell

Medikamente mit diesem Wirkstoff fördern nicht nur die Wundheilung, sondern beugen zudem Infektionen bei oberflächlichen Verletzungen der Haut vor. Außerdem wird die übermäßige Produktion des Talgdrüsensekrets unterbunden und die überschüssige Feuchtigkeit gebunden, so dass die Bildung von Pickeln reduziert werden kann.

Präparate mit den Wirkstoffen Salicylsäure und Milchsäure

Diese Wirkstoffkombination ist ein probates Mittel zur Behandlung von leichter Akne. Sie löst Hautschuppen ab und wirkt entzündungshemmend. Der Milchsäureanteil wirkt unterstützend auf die natürliche Schutzschicht der Haut und macht sie so widerstandsfähiger gegen äußere Einwirkungen.

Präparate mit dem Wirkstoff Saccharomyces cerevisiae (Hefe)

Akne ist ein typisches Anwendungsgebiet der medizinischen Trockenhefe. Sie kann durch ihre bakterienhemmende Wirkung Aknesymptome lindern und ist in Tabletten oder Kapselform erhältlich.

Ergänzende Hausmittel

Neben einer gründlichen Hautpflege und der Verwendung von gut hautverträglichen und nicht stark rückfettenden Waschgels und Kosmetika verwenden viele Akne Betroffene Hausmittel wie Essig, Honig und Muskatnuss oder Zitronensäure. Sie sollen antiseptisch wirken und die Haut porentief reinigen.

Welche verschreibungspflichtigen Arzneimittel kommen bei der Aknetherapie zum Einsatz?

Welche Medikamente im Einzelfall zum Einsatz kommen hängt zum einen davon ab, ob die Akne entzündlicher oder nicht entzündlicher Natur ist und ob sich bereits in Folge der Akne Narben gebildet haben.

Topische Retinoide

Topische (oberflächliche) Retinoide kommen vor allem immer dann zum Einsatz, wenn die Akne schwer ausgeprägt ist, allerdings noch nicht stark entzündet. Sie entfalten besonders bei früher Anwendung gute Wirkungen. Sie fördern den Abfluss von Komedonen (Mitessern) und verhindern kleinste Haarbalg-Verstopfungen, die sich im unbehandelten Fortgang zu Entzündungen entwickeln können.

Nebenwirkungsarme Retinoide sind beispielsweise Adapalen oder Tretinoin. Ein etwas stärker wirkendes Retinoid ist Isotretinoin, welches die Talgbildung zusätzlich hemmt, aber aufgrund der Nebenwirkungen nicht von Schwangeren verwendet werden sollte. Die oberflächlichen Retinoide werden in Form von Salben oder Gels verschrieben.

Antibiotika

Wird die Akne von schweren entzündlichen Hautveränderungen begleitet, kann die Anwendung von antibiotikahaltigen Cremes wie Clindamycin oder Erythromycin angebracht sein. Sie hemmen die Infektionen der Haut und beugen gleichzeitig neuen bakteriellen Infektionen vor. Beide Wirkstoffe sind relativ gut verträglich.

Neben Antibiotika zur topischen Anwendung, können auch Antibiotika in Tablettenform zur Aknebehandlung angewendet werden. Hierbei eignen sich Antibiotika aus der Klasse der Tretracycline. Diese Breitbandantibiotika sind in der Lage verschiedene Bakterienarten abzutöten. Folgende Präparate können angewendet werden:

Oxytetracycline Minocin
Oxytetracyclin von Almus gegen Akne Minocin von Meda gegen Akne 56 Kapseln
Aktiver Wirkstoff : Oxytetracyclin-Dihydrat Aktiver Wirkstoff : Minocin hydrochlorid
Wirkstoffklasse : Tetracycline Wirkstoffklasse : Tetracycline
Darreichungsform : Tablette Darreichungsform : Tablette
Dosierung : 250mg Dosierung : 100mg
Anwendungshinweis : 2x täglich Anwendungshinweis : 2x täglich
Weitere Informationen zu: Oxytetracycline Weitere Informationen zu: Minocin

Die Antibiotikatherapie wird zumeist erst dann eingeleitet, wenn andere Therapiemaßnahmen nicht erfolgsversprechend sind. Zudem wird die Behandlung mit Antibiotika in der Regel mit Retinoiden , Azelainsäure oder anderen Wirkstoffen kombiniert. Auf dem Markt sind mittlerweile viele Kombipräparate erhältlich.

Azelainsäure

Azelainsäure wirkt antibakteriell und hat Einfluss auf die Verhornung der Haarfollikel. Zudem normalisiert sie die Differenzierungsprozesse in der Haut und ist für die äußerliche Behandlung von leichter bis mittelschwerer Akne zugelassen. Das Präparat ist als Gel oder Creme im Handel erhältlich.

Die Antibabypille zur Behandlung von Akne

Da die Ursache für die Entstehung von Akne unter anderem auf hormonelle Faktoren zurückzuführen ist, kann zumindest bei Mädchen die Einnahme der Antibabypille zu einer Linderung der Hauterkrankung führen. Besonders die Antibabypillen mit den Hormonen Östrogen und Gestagen können bei Mädchen und Frauen der vermehrten Produktion des männlichen Geschlechtshormons Androgen entgegen wirken.

Pillen mit den Wirkstoffen Levonorgestrel, Dienogest, Desogestrel oder Norethindron in Kombination mit Ethinylestradiol können die Talgdrüsenüberproduktion mindern und den Hormonhaushalt der Frauen beeinflussen. Bei den meisten Pillenarten konnte eine Verbesserung von entzündlicher und nicht entzündlicher Akne festgestellt werden. Allerdings ist die Antibabypille in Deutschland nicht primär als Medikament zur Aknebehandlung zugelassen (mit Ausnahme von Cyproteronacetat), kann den Betroffenen auf diesem Gebiet aber gute Dienste leisten.

Da hormonelle Verhütungsmethoden wie die Antibabypille Nebenwirkungen verursachen können, sollte ihr Einsatz zur Aknebehandlung besonders bei pubertierenden Mädchen sorgfältig abgewogen werden.

Quellen:
  1. Bei Akne sind topische Retinoide erste Wahl. Ärzte Zeitung Verlags-GmbH. URL: aerztezeitung.de
  2. Moderne Aknetherapie. Städtisches Klinikum Dessau. URL: klinikum-dessau.de
  3. Pickeln, Pappeln, Pusteln. Avoxa – Mediengruppe
Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Veröffentlicht am 06.10.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament