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Behandlung

Generell gilt: Nicht jeder Haarausfall bedarf einer Therapie - falls es sich um einen behandlungsbedürftigen Haarausfall handelt, sollte diese jedoch maßgeschneidert sein. Die richtigen medizinischen Ansprechpartner dafür sind Hautärzte, Allgemeinmediziner und Internisten. Eine größere Zahl von Kliniken und Ärzten bieten heute spezielle Sprechstunden für Haarprobleme an.

Bei der Behandlung geht es darum, die verbleibenden Haare zu retten, möglicherweise den Haarwuchs wieder anzuregen und die Ursachen der Alopezie zu ermitteln. Die Diagnostik erfolgt visuell, mittels Haar- und Haarwachstumsanalysen, durch Bluttests sowie die Untersuchungen von Gewebeproben. Daneben können weiterführende Untersuchungen nötig sein, um ursächliche organische Erkrankungen zu erkennen oder auszuschließen.

Haarausfall beginnt oft zeitversetzt

Die Auslöser für Haarausfall herauszufinden, ist auch für den Arzt nicht immer einfach. In vielen Fällen lassen sie sich trotz umfangreicher Diagnostik nicht bis ins Letzte klären - entsprechend schwierig kann es sein, eine passende und wirksame Therapieoption zu finden. Zwischen dem auslösenden Ereignis und den ersten Anzeichen des Haarausfalls können Wochen oder sogar Monate liegen. Oft gehen die Haare nicht sofort verloren, sondern stellen zunächst ihr Wachstum ein. Der Haarverlust macht sich erst nach dem Ende der Ruhephase bemerkbar.

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Behandlung Androgenetischer Alopezie (AGA)

Eine Androgenetische Alopezie bedarf keiner ausführlichen Diagnostik. Durch die Präparate Minoxidil (zum Auftragen, für Frauen und Männer) und Finasterid (für Männer) lässt sich der Haarausfall jedoch stoppen, oft wachsen auch neue, kräftigere Haare nach.

Minoxidil wurde ursprünglich als oral einzunehmender Blutdrucksenker entwickelt. In klinischen Studien zeigte sich, dass nach der Einnahme sowohl Kopf- als auch Körperhaare stärker wuchsen. Die flüssige Lösung zur äußeren Anwendung hat keinen Einfluss auf den Blutdruck, Männer und Frauen müssen das Präparat in unterschiedlichen Dosierungen verwenden. Seine Wirkung beruht wahrscheinlich auf einem durchblutungsfördernden Faktor.

Die Anwendung von Minoxidil

Eine Therapie mit Minoxidil ist langwierig, erste Ergebnisse werden frühestens nach fünf bis sechs Monaten sichtbar. Nach den ersten vier bis acht Wochen verstärkt sich durch viele nachwachsende Haare zunächst der Haarausfall. Eine Unterbrechung der Therapie kann den Behandlungserfolg zunichtemachen. Das Präparat kann ohne Rezept erworben werden, vorab empfiehlt sich jedoch eine ärztliche Beratung zum Verlauf, den Vor- und Nachteilen sowie den Chancen der Behandlung.

Finasterid in Propecia

Im Gegensatz zu Minoxidil wirkt Finasterid bereits nach vier Monaten mit einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 85%. Finasterid ist in dem Präparat Propecia enthalten und beeinflusst den männlichen Hormonhaushalt, Es ist ebenfalls zur Behandlung gutartiger Prostataveränderungen zugelassen. Propecia reduziert die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron, das bei einer AGA den Haarausfall bewirkt. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und nur für Männer zugelassen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Eine Alopecia areata verschwindet sehr oft von allein. Bei bis zu 40%aller Patienten kann mit einer spontanen Rückbildung gerechnet werden, bei Erwachsenen liegt diese Quote nochmals höher. Falls sich der Haarausfall in Grenzen hält, keine Nagelveränderungen sichtbar sind und typische Begleiterkrankungen ausgeschlossen sind, wird der Arzt in der Regel empfehlen, zunächst abzuwarten. Für betroffene Kinder und Jugendliche gibt es Spezialsprechstunden inklusive der Möglichkeit psychosozialer Hilfen.

Die einfachste Therapieform besteht in der Gabe von Zinktabletten in höherer Dosierung. Bei ausgeprägten Befunden ist eine Kortison-Therapie in Form von Salben oder Injektionen möglich. Kortison mildert oder unterdrückt Immunreaktionen sowie entzündliche Prozesse. Allerdings zieht seine Verwendung oft starke Nebenwirkungen nach sich, zudem setzt der Krankheitsprozess nach dem Absetzen häufig wieder ein.

alopezie untersuchung

Neue Therapieformen

Eine US-amerikanische Pilotstudie, deren Ergebnisse 2014 im Fachjournal "Nature Medicine" erschienen sind, legt die Möglichkeit weiterer Behandlungsoptionen nahe. Allerdings ist die Zahl von bisher drei behandelten Patienten zu gering, um endgültige Aussagen zu treffen. Die Forscher hatten Immunzellen gefunden, die offenbar den Haarverlust bewirkten und die Patienten mit dem Wirkstoff Ruxolitinib sehr erfolgreich therapiert. Innerhalb von fünf Monaten waren die Haare an den betroffenen Stellen fast komplett nachgewachsen. Ruxolitinib wurde im Jahr 2012 erstmals zugelassen und wird bisher nur für die Therapie der Myelofibrose, einer Knochenmarkserkrankung, verwendet. Seine Wirksamkeit bei Alopecia areata muss nun an größeren Patientengruppen getestet werden.

Möglichkeiten, die Folgen eines starken Haarausfalls zu kompensieren, sind Haartransplantationen sowie das Kaschieren eines starken Haarverlusts durch Kopfbedeckungen oder Perücken.

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