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Adipositas Ursachen: Gründe für Fettleibigkeit

Fettleibigkeit, bzw. Adipositas beschreibt einen chronischen Krankheitszustand, bei dem der Körper Fettgewebe über ein normales Maß hinaus ansammelt. Diese Fettreserven entstehen, wenn die dem Körper zugeführte Energie größer ist als die verbrauchte Energie. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, kommt es zu einer Gewichtszunahme und im schlimmsten Fall zu dem Zustand der Fettleibigkeit.

Die Ursachen für eine Gewichtszunahme sind vielfältig; meist spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die gleichzeitig auftreten. Neben falschen Essgewohnheiten und Bewegungsarmut können auch genetische Veranlagungen Übergewicht und Adipositas begünstigen. Aber auch psychisch bedingte Essstörungen, der Hormonhaushalt oder die Einnahme cortisolhaltiger Medikamente verursachen manchmal einen Gewichtsanstieg.

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Erbliche Veranlagung

Erbfaktoren spielen keine unerhebliche Rolle bei der Entstehung von Übergewicht. So tragen viele fettleibige Patienten Gene in sich, die sie zu "guten Nahrungsverwertern" machen. Sie besitzen also die Fähigkeit, aus derselben Menge an Nahrung mehr Energie zu gewinnen als ihre Mitmenschen.

Darüberhinaus kann aber auch die spezifische Zusammensetzung der mikrobiologischen Darmflora zu einer besseren Verwertbarkeit der Nahrung führen. Einige adipöse Patienten weisen eine Art überaktiver Darmbakterien auf, die in der Lage sind, besonders viel Energie aus der Nahrung zu gewinnen, wobei sich Symptome von Fettleibigkeit schneller entwickeln.

Allerdings gilt zu beachten, dass Erbfaktoren selten der alleinige Grund für Adipositas darstellen. Wer sich zusätzlich zu seiner angeborenen Neigung ungesund ernährt oder wenig bewegt, begünstigt das Risiko, an Gewicht zuzulegen und sollte gegebenenfalls auf eine medikamentöse Adipositas Behandlung zurückgreifen.

Über Erbanlagen, die das Körpergewicht beeinflussen, ist bis heute nicht sonderlich viel bekannt. Faktum ist, mehrere Genvarianten besitzen die Fähigkeit auf den Fettstoffwechsel einzuwirken. Dabei können sie vor allem Nahrungsaufnahme, Stoffwechsel als auch körperliche Aktivitäten beeinflussen.

Sind die Eltern dick, wird auch das Kind dick werden. So lapidar sich diese Aussage auch anhört, es ist durchaus etwas wahres dran. Zahlreiche Familienstudien haben gezeigt, dass die Kinder übergewichtiger Eltern meist auch zur Fettleibigkeit tendieren. Mittlerweile gilt als als erwiesen, Eltern können durch ihre Lebens-und Essgewohnheiten das Gewicht ihres Kindes beeinflussen.

Ebenso konnte nachgewiesen werden, dass das Gewicht der Adoptiveltern keinen Einfluss auf das Gewicht des Adoptivkindes hat. Natürlich genügt diese wissenschaftliche Erkenntnis nicht, um daraus eine genetische Kausalität für die Entstehung von Adipositas herleiten zu können.

Dick aufgrund genetischer Veranlagung?

Allerdings konnte mittlerweile an Hand von anderen Adoptionsstudien, Familienuntersuchungen und Zwillingsforschungen hinsichtlich der Äthiologie der Adipositas ein kausaler Zusammenhang zu Erbanlagen eruiert werden. Laut Schätzungen von Experten liegt der Einfluss der Gene bei 40 bis 70 Prozent.

Bei den Untersuchungen waren nicht nur Körpergewicht, Body-Mass-Index (BMI) und Körpermasse von entscheidender Bedeutung. Auch die Fettverteilung (abdominale = Fettablagerung an den Organen und periphere Adipositas ), das unter der Haut liegende (subkutane) Fett als auch das im Bauchraum befindliche (intra-abdominale ) Fettgewebe rutsche dabei in den Fokus der experimentellen Genetik.

Fettverteilung wird vererbt

Noch vor wenigen Jahren wurde die Bedeutung der abdominalen Adipositas verkannt. Heute ist wissenschaftlich erwiesen: Übermäßiges inneres Bauchfett (abdominal) kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verursachen. Hingegen treten bei Fettablagerungen im Bereich von Hüfte, Oberschenkel und Gesäß (pheripher) Gefäßerkrankungen beziehungsweise Stoffwechselstörungen etwas häufiger auf als bei Personen mit Normalgewicht. Zudem konnte festgestellt werden, dass subkutanes Fett weniger oft vererbt wird als intra-abdominales Fett beziehungsweise Ganzkörperfett.

Was wird am häufigsten vererbt?

Uneinigkeit besteht bezüglich des Grades der Vererblichkeit der unterschiedlichen Fettmassen. Experten gehen heute davon aus, dass viszerales Fett zu 50 Prozent und subkutanes Fett zu 10 Prozent vererbt wird. Feststeht, ist auch nur ein Elternteil fettleibig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind im Erwachsenenalter fettleibig ist um 50 Prozent.

Genfehler verursacht Adipositas

Obwohl das Erbgut für dick oder dünn schon seit Jahrhunderten vorhanden ist, haben Forscher erst Mitte der 90er Jahren bei sehr fetten und gefräßigen Mäusen die sehr komplizierten Zusammenhänge zwischen Gewichtsregulation und Fettstoffwechsel entdeckt. Den Tieren fehlte das Hormon Leptin.

Das Hormon wird in den Fettzellen hergestellt und gelangt dann über die Blutbahn in das Appetit-und Gewichtsregulationszentrum (Hypothalamus) des Gehirns. Hier verbindet sich das Leptin mit dem sogenannten Leptinrezeptor. Ist der Leptinspiegel im Blut sehr hoch, bedeutet das, im Körper ist viel Fett und Energie vorhanden. Im Normalfall würde das Gehirn jetzt das Signal " satt" senden und so dem Hungergefühl entgegenwirken.

Fehlt jedoch das Leptin-Hormon, so kommt es zu Heißhunger, der durch Essen gestillt werden muss. Der unstillbare Hunger führt dazu, dass die betroffene Person alles in sich hinein schlingt. Irgendwann sprengt dann das Gewicht die Gewichtskurve . Da es sich dabei um einen angeborenen Genfehler handelt ,können schon Säuglinge extrem übergewichtig sein.

Gene sind nicht allein verantwortlich

Allerdings ist hier zu beachten, dass Erbfaktoren in der Regel nicht alleine verantwortlich für das Entstehen von Adipositas sind. Häufig führen mehrere Faktoren zusammen zum Übergewicht. Dabei spielt vor allem falsche Ernährung eine explizite Rolle.

Damit ist aber nicht nur eine übermäßige Nahrungsaufnahme gemeint, sondern auch die ungesunde Zusammensetzung der Nahrung. So wird zum Beispiel das allseits beliebte "Fast Food" aufgrund seiner kurzkettigen Kohlehydrate extrem leicht vom Körper verdaut , was zu einer schnellen Einlagerung von Fetten führen kann.

Falsche Ernährung

Typischerweise ist die Ernährung adipöser Patienten nicht nur von einer übermäßigen Nahrungszufuhr, sondern auch von einer ungesunden Zusammensetzung der Lebensmittel geprägt. Falsche Nahrung wie beispielsweise 'Fast Food' ist auf Grund seiner kurzkettigen Kohlenhydrate ohne großen Energieaufwand leicht vom Körper zu verdauen und durch die enthaltenen Fette schnell einzulagern

Was die Ursache für krankhaftes Übergewicht lässt sich im Prinzip leicht ermitteln. Wird dem Körper durch Nahrung zu viel Energie zugeführt und wird diese nicht durch entsprechende Bewegung verbraucht, entsteht ein Fettüberschuss in den Fettzellen. Es kommt zu einer Verschiebung der Energiebilanz. Dies liegt unter anderem an mangelnder körperlicher Aktivität. Dahingehen sind sich Mediziner und Wissenschaftler weitgehend einig.

ungesund leben

Doch auch der richtige Rhythmus der Mahlzeiten spielt eine wichtige Rolle beim Abnehmen; wird dieser Aspekt vernachlässigt, stellt sich oft kein ausgeprägtes Hungergefühl mehr ein - man beginnt je nach Appetit und Lust zu essen. Nicht zuletzt können bestimmte Verhaltensweisen beim Essen die Gewichtszunahme begünstigen, wie z.B. hastiges Essen unter Zeitdruck oder unzureichendes Kauen.

Psychische Belastung

In einigen Fällen ist die unkontrollierte Gewichtszunahme jedoch nicht auf falsche Essensgewohnheiten zurückzuführen, was bei einer adäquaten medizinischen Adipositas Behandlung stets berücksichtigt werden sollte.

Oftmals essen Betroffene bei persönlichem Stress und Frustrationen im Übermaß, um ihre unerfüllten Bedürfnisse oder Gefühle zu verdrängen. Häufig werden schon Kinder von ihren Eltern mit Nahrung vertröstet. Wird diese Methode zur Gewohnheit und leidet das Kind zusätzlich unter einem gering ausgeprägten Selbstbewusstsein, kann sich daraus in jungem Alter Übergewicht und sogar eine Essstörung entwickeln.

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Andere relevante Faktoren

In einigen Fällen können auch bestimmte Erkrankungen, wie Diabetes mellitus eine Gewichtszunahme begünstigen. Neben klassischen Essstörungen wie der Binge-Eating-Disorder, können auch Erkrankungen des Hormonsystems hierfür verantwortlich sein. So führt z.B. eine Unterfunktion der Schilddrüse oder das Cushing-Syndrom (Funktionsstörung der Nebennieren) zur Gewichtszunahme.

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