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Mysimba

Das Arzneimittel Mysimba von Orexigen Therapeutics wurde im Jahr 2015 als Medikament zur Behandlung von starkem Übergewicht in Europa zugelassen. Die enthaltenen Wirkstoffe, Naltrexon und Bupropion, nehmen Einfluss auf das Belohnungssystem im menschlichen Gehirn. Dadurch vermindern sich bei den Anwendern das Hungergefühl und der generelle Appetit. Mysimba wird unterstützend zu mehr Bewegung und einer kalorienreduzierten Ernährung verschrieben. Aufgrund der Wirkungsweise ermöglichen die Tabletten einen langfristigen Abnehmerfolg.

Mysimba - was ist das und wie hilft es?

Bei Mysimba handelt es sich um eine Tablette mit einer verlängerten Freisetzung. Oral eingenommen, wirkt sich die Wirkstoffkombination auf zwei Schlüsselbereiche des Gehirns aus. Diese übernehmen die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme und den Energieverbrauch. Die Kombination der beiden Wirkstoffe Bupropion und Naltrexon ließ die Europäische Union bereits bei anderen Indikationen zu.

Strukturformeln Naltrexon Bupropion

Im Jahr 2015 bekam Orexigen Therapeutics Abnehmpille Mysimba die Genehmigung als Arzneimittel in Verbindung mit Bewegung und kalorienreduzierter Nahrung. Das Medikament eignet sich vorrangig für fettleibige Patienten sowie Erwachsene mit einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung. Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck oder Diabetes Mellitus Typ 2.

Mysimba ist in Form von blauen Retardtabletten erhältlich. Rund und bikonvex, besitzen sie einen Durchmesser von 11,9 Millimetern. Auf einer Seite befindet sich die Prägung "NB - 890".

Jede Tablette enthält acht Milligramm Naltrexonhydrochlorid und 90 Milligramm Bupropionhydrochlorid. Ohne Zusatzstoffe ergibt sich daraus eine Menge an 7,2 Milligramm Naltrexon und 78 Milligramm Bupropion. Ferner existieren Restbestandteile, beispielsweise 73,2 Milligramm Lactose.

Das Abnehmpräparat Mysimba steht im Verdacht die Herzgesundheit negativ zu beeinflussen. Daher unterliegt das Arzneimittel der zusätzlichen Überwachung. Die Kontrollmaßnahme ermöglicht das zeitnahe Identifizieren neuer Sicherheitserkenntnisse. Angehörige der Patienten und deren Ärzte sollten jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung melden.

Mysimba eignet sich nicht für normalgewichtige Menschen. Die Tabletten entwickelten die Hersteller für Erwachsene mit starkem Übergewicht und Adipositas Patienten. Die Zielgruppe bilden Personen mit einem Body-Mass-Index von 30 Kilogramm je Quadratmeter. Ärzte verschreiben das Medikament häufig ab einem BMI von 27 Kilogramm pro Quadratmeter. Letzteres geschieht, wenn gleichzeitig andere Risikofaktoren auftreten.

Zusätzlich empfiehlt der CHMP, den Erfolg der Behandlung nach 16 Wochen zu überprüfen. Erkennen die Mediziner bei den Patienten keine Gewichtsreduzierung von mindestens fünf Prozent, raten sie zum Therapiestopp. Mysimba erhalten sie ausschließlich mit einem ärztlichen Rezept.

Wie wirkt Mysimba?

Die Wirkungsweise von Mysimba geht auf die Beeinflussung des Hungerzentrums im Gehirn zurück. Durch Manipulation des Sättigungszentrums im Hypothalamus wird eine appetitzügelnde Wirkung erzielt. Dadurch wird die Gewichtsreduktion effektiv unterstützt, ohne dass die Patienten unter einem unangenehmen Hungergefühl leiden.

Mysimba gehört aufgrund seiner Wirkungsweise zur Gruppe der Amphetamine. Die Arznei beeinflusst das Belohnungszentrum im Gehirn und setzt somit peripher und zentral mehrere Botenstoffe frei:

  • Serotonin
  • Noradrenalin
  • Dopamin

Folglich steigt im Körper der Energieverbrauch und es erfolgt eine Unterdrückung des Hungergefühls. Speziell für Menschen mit einer Essstörung bildet Mysimba dadurch eine effektive Abnehmhilfe, solange die Behandlung andauert. Setzen sie den Appetitzügler ab und kehren zu alten Essgewohnheiten zurück, droht unter Umständen der Jo-Jo-Effekt.

Daher nutzen die Arznei nur Personen, die nach der Anwendung die Nahrungsumstellung und die vermehrte Aktivität weiterführen. Um eine langfristige Wirkung mit Mysimba zu erzielen, planen die Patienten eine lang andauernde Einnahme ein. In der Regel erfolgt diese über mehrere Monate. Durch den Gewöhnungseffekt kommt es auf die Dauer zu einer nachlassenden Wirkung des Appetitzüglers.

Mysimba wird vor den Mahlzeiten eingenommen, um den Appetit erfolgreich abzubauen. Setzt während des Tages ein Hungergefühl ein, eignet sich die Verwendung außerhalb der Essenszeiten. Dabei gilt es, die empfohlene Tagesmenge nicht zu überschreiten.

Klinische Studien evaluierten Mysimbas Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Mysimba untersuchten vier zulassungsrelevante Studien. An den multizentrischen, placebokontrollierten, doppelblinden Phase-III-Studien nahmen übergewichtige und fettleibige Personen teil. Von den 4.500 Teilnehmern litten 50 Prozent an gewichtsgebundenen Erkrankungen.

Die Ärzte teilten die Menschen in zwei Gruppen, von denen eine Mysimba, die andere Placebos erhielt. Alle Studienteilnehmer änderten ihren bisherigen Lebensstil, indem sie sich kalorienbewusst ernährten und sportlichen Aktivitäten nachgingen.

56 Wochen nach Studienbeginn zeigte das Ergebnis den Erfolg des Appetitzüglers. Die Teilnehmergruppe, die Mysimba einnahm, verlor mehr Gewicht als die Placebo-Gruppe. Jedoch sprachen nicht alle Teilnehmer auf das Medikament an. Ein Teil der Behandelten klagte zudem über Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Dosierung & Anwendung von Mysimba

Beginnt die Behandlung mit Mysimba, bedarf es eines körpereigenen Gewöhnungsprozesses. Um diesen zu unterstützen, erfolgt die anfängliche Einnahme nach einem empfohlenen Dosierungsschema. Sofern der Hausarzt keine andere Dosis verschreibt, halten sich die Patienten an die Empfehlungen der Packungsbeilage.

Dosierung Mysimba

Ab der vierten Anwendungswoche nehmen die Verbraucher zweimal am Tag zwei Tabletten ein. Dadurch ergibt sich eine Gesamtdosis von 32 Milligramm Naltrexonhydrochlorid und 360 Milligramm Bupropionhydrochlorid.

Vergessen die Patienten eine Tablette, nehmen sie diese nicht nachträglich, sondern setzen die Einnahme mit der nächsten geplanten Dosis fort. Keinesfalls sollten sie die verordnete Dosierung eigenständig erhöhen.

Damit die Wirkstoffkombination den positiven Effekt auf das Belohnungszentrum erzielt, schlucken die Patienten die Tablette als Ganzes. Ein Glas Flüssigkeit - vorzugsweise Wasser - erleichtert das Schlucken der Arznei. Alternativ kann die Tablette auch mit der Nahrung eingenommen werden. Die Mysimba Tablette sollte jedoch nicht zerteilt, zerstoßen oder zerkaut werden.

Mysimba wird bei Zimmertemperatur und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt. Bei älteren Patienten über dem 65. Lebensjahr wird zu einer kontrollierten Anwendung des Naltrexon-Bupropion-Komplexes geraten und für Menschen über dem 75. Lebensjahr ist das Schlankheitsmittel nicht empfohlen.

Die empfohlene Dosierung von Mysimba

Die empfohlene Tageshöchstdosis des Appetitzüglers liegt bei vier Tabletten am Tag. Damit sich der Organismus an die enthaltenen Wirkstoffe des Medikaments gewöhnt, existiert in den ersten vier Wochen der Einnahme ein besonderes Dosierungsschema. In diesem Monat steigert sich die wöchentliche Dosis des Medikaments.

In der ersten Woche konsumieren die Patienten eine Tablette täglich. Diese nehmen sie morgens vor dem Frühstück ein. In der zweiten Woche erhöht sich die empfohlene Tagesdosis auf zwei Tabletten, welche die Verbraucher morgens und abends einnehmen. Ab Woche drei verwenden sie am Morgen zwei Mysimba-Tabletten, am Abend eine. Ab dem 21. Tag der Behandlung setzt die reguläre Dosierung ein.

Nach einem Vierteljahr sollte die Notwendigkeit der Behandlungsfortsetzung durch einen Arzt festgestellt werden. Erzielte der Patient keinen deutlichen Abnehmerfolg, empfehlen die Mediziner aus Gesundheitsgründen den Abbruch der Therapie. Setzen die Verbraucher die Einnahme fort, folgen jährliche Neubeurteilungen des Erfolgs und des allgemeinen Gesundheitszustands.

Was sind die Nebenwirkungen von Mysimba?

Mysimba geht mit unterschiedlichen Nebenwirkungen einher. Bemerken die Patienten leichte gesundheitliche Komplikationen, verringern sie die Dosis des Medikaments und suchen gegebenenfalls ihren Arzt auf. Aus Studien sind folgende Nebenwirkungen bekannt:

Sehr Häufig Häufig Gelegentlich Selten
verminderter Appetit Schwindel, Tremor, Konzentrationsprobleme Blähungen, Blut im Stuhl, Hämorrhoiden Autoimmunkrankheit der Blutplättchen
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall Zahn- & Kieferschmerzen, Karies Gleichgewichtsstörungen, Amnesie, Somnolenz Angioödem, Dyspnoe/Bronchospasmen und anaphylaktischer Schock
Kopfschmerzen, Unruhe Fieber, Bluthochdruck, Flush Störungen des Menstruationszyklus, Vaginaltrockenheit Parkinsonismus, Koordinationsstörungen, Krampfanfälle
Hitzewallungen Palpitationen, verändertes EKG, Tachykardie Reisekrankheit, Ohrenschmerzen Erweiterung der Blutgefäße, Hypotonie
Veränderung des Geschmackssinns Angstzustände, Depression, Reizbarkeit Verwirrtheit, Halluzination, Paranoia Muskelzucken, Rhabdomyolyse
Brust-, Muskel- & Gelenkschmerzen niedrige Lymphozytenwerte Schwellung der Lymphknoten veränderte Blutzuckerwerte
Durstgefühl, Dehydration, Dysurie Tinnitus, Vertigo Lebererkrankungen, Hepatitis Suizidgedanken, Aggression, Wahnvorstellungen
Schlafstörungen verzögerte Ejakulation, erectile Dysfunktion Libidostörungen Gedächtnisstörung
Überempfindlichkeitsreaktionen Fußpilz, Herpes Sehstörungen, Augenerkrankungen Erythema multiforme, Stevens-JohnsonSyndrom
verstärkte Tränensekretion nasale Beschwerden, Husten, Gähnen Appetit- & Gewichtszunahme, Anorexie Harnverhaltung

Sehr häufig treten Bauchschmerzen mit Übelkeit sowie Störungen der Verdauung auf. Die Verbraucher klagen ferner über eine innere Unruhe, Angst sowie Schmerzen an Muskeln und Gelenken. Sollten schwerwiegende Nebenwirkungen beobachtet werden, sollte die Behandlung unterbrochen und ein Arzt aufgesucht werden.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Mysimba

Da es bei der Einnahme von Mysimba zu Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen kommen kann, sollten Patienten auf Mysimba verzichten, sofern sie gleichzeitig bestimmte Medikamente einnehmen.

Dazu zählen beispielsweise Arzneien, die bei der Behandlung von Parkinson oder Depressionen zum Einsatz kommen. MAO-Hemmer wie Phenelzin sowie opiathaltige Präparate erleben durch den Wirkstoff Naltrexon eine Wirkstoffaufhebung.

Bei der Behandlung mit Opiaten sollte Mysimba frühestenss sieben bis zehn Tage nach Beendigung der Einnahme von Opiaten oder opiathaltigen Medikamenten eingesetzt werden. Zu diesen gehören beispielsweise:

  • Erkältungsmittel mit Dextromethorphan oder Codein
  • Methadon
  • Schmerzmittel mit Morphin

Unter ärztlicher Aufsicht erfolgt die Behandlung mit Mysimba in Kombination mit folgenden Arzneien:

  • Theophyllin gegen Asthma Bronchiale
  • Betablocker gegen Bluthochdruck
  • Citalopram, Desipramin oder Imipramin bei Depressionen
  • Carbamazepin gegen Epilepsie
  • Flecainid und Propafenon gegen Herzrhythmusstörungen

Ferner existieren Wechselwirkungen mit den Schlaganfall-Medikamenten Clopidogrel und Ticlopidin sowie einigen Antibiotika.

Gegenanzeigen

Sollte eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirk- oder Zusatzstoffe bestehen, ist die Einnahme von Mysimba ausgeschlossen. Zu den Gegenanzeigen gehört außerdem eine Schwangerschaft. Zudem ist die Einnahme von Mysimba bei folgenden Krankheitsbildern untersagt:

  • Bluthochdruck
  • Essstörung, Bulimie
  • Epilepsie, bipolare Störung
  • chronische Opioidabhängigkeit
  • schwere Funktionsstörungen von Leber und/oder Nieren

Ferner eignet sich das Schlankheitsmittel nicht für Personen mit einem Tumor im Zentralnervensystem. Bei einem akuten Alkohol- oder Benzodiazepin-Entzug unterbleibt die Einnahme des Appetitzüglers. Gleiches gilt, sofern parallel zur Behandlung mit Mysimba die Einnahme anderer Bupropion- oder Naltrexon-haltigen Arzneimittel vorgesehen ist.

Quellen:

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