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Effekt und Folgeerkrankungen von Übergewicht (Adipositas)

In ihrem kürzlich veröffentlichten Gesundheitsbericht für Europa zeichnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein erschreckendes Bild zum Thema Europa und Fettleibigkeit (Adipositas).

Die WHO sieht mit Sorge, dass der Anteil übergewichtiger Menschen in fast allen europäischen Ländern im Steigen begriffen ist. Sie hält es für möglich, dass im Jahre 2030 in einigen Ländern keine normalgewichtigen Bürger mehr leben werden.

Fett ist nicht gleich Fett

Übergewicht wird ab einem bestimmten Grad nicht mehr nur als Abweichung von einer Norm angesehen, sondern medizinisch als krankhaft eingestuft. Nach den Richtlinien der WHO wird von Adipositas (Fettsucht) gesprochen, wenn der Body-Mass-Index (BMI) Wert 30 oder höher liegt.

body-mass-index

Es ist heute unter Medizinern und Wissenschaftlern unstreitig, dass Adipositas über einen längeren Zeitraum mit einem erhöhten Risiko auch für schwerwiegende Folgeerkrankungen einhergeht. Dabei ist nicht nur der BMI-Wert entscheidend, sondern auch die Fettverteilung über den Körper. Hier gilt die Fettansammlung im Bauchraum als besonders gefährlich für die Gesundheit. Das Bauchfett - medizinisch viszerales Fett - ist stoffwechselaktiv.

Mediziner gehen davon, dass dieses Fett Signalstoffe an den restlichen Organismus abgibt, die schädliche Auswirkungen haben. Viszerales Fett führt vor allem zur Organverfettung zum Beispiel der Leber, was die Funktionsfähigkeit dieses wichtigen Organs auf Dauer negativ beeinflussen kann. Berechnen kann man das Bauchfett unter anderem aus dem sogenannten Taille-Hüft-Verhältnis (THV) heraus, im anglo-amerikanischen Sprachraum als Waist-to-Hip Quotient bezeichnet. Der Umfang der Taille wird durch den Umfang der Hüfte geteilt. Der Wert sollte bei Frauen unter 0,85 liegen, bei Männern unter 1,0.

Erste spürbare gesundheitliche Folgen von Adipositas

Wer übergewichtig, beziehungsweise fettleibig ist, spürt die Körperfülle schon deshalb als echte Last, weil Gelenke und Knochen schwer an dem Gewicht tragen. Veränderungen und Verschleißerscheinungen in diesen Körperbereichen können schmerzhafte Ausmaße annehmen und die Bewegungsfähigkeit Betroffener stark einschränken. Arthrose ist unter übergewichtigen Menschen sehr verbreitet.

Bei dieser Gelenkerkrankung treten Abnutzungserscheinungen im Gelenkbereich auf. Übergewicht fördert die Ausbildung von Gelenksveränderungen durch Arthrose. Knorpel werden geschädigt und verändern sich, was in der Folge auch Veränderungen im Knochen selbst hervorruft. Häufig betroffen ist zum Beispiel das Kniegelenk. Kniegelenke verformen sich bei Arthrose leicht. Es kommt zu chronischen und teilweise auch akuten Entzündungsschüben mit Schmerzen sowie einer zunehmenden Steifigkeit im Gelenk.

Übergewicht bedingt außerdem vielfach Kurzatmigkeit, verstärktes Schwitzen und in der psychischen Erlebniswelt eine wachsende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Nicht selten mündet diese latente Unzufriedenheit in eine behandlungsbedürftige Depression ein. Essstörungen prägen ebenfalls zunehmend das Leben mit Adipositas, weil Betroffene eine vergebliche Diät nach der anderen durchführen und so das Gefühl für ein normales Essverhalten verlieren.

Schwerwiegende Folgeerkrankungen von Fettsucht

Langfristig kann starkes Übergewicht (Adipositas) schwerwiegende Folgeerkrankungen hervorrufen. Bereits bei einem BMI zwischen 26 und 29 sinkt die Lebenserwartung um 10 Jahre.

Schwerwiegende Folgen und Risiken von starkem Übergewicht (Adipositas) können sein (in tabellarischer Form):

Folgeerkrankung Folgeerkrankung
Asthma bronchiale und andere Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Lungenentzündung (Pneumonie), Lungenkrebs, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)) Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Herzschwäche, Endokarditis)
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) Typ 2 Bluthochdruck (hoher Blutdruck, Hypertonie)
Unfruchtbarkeit (Fruchtlosigkeit, Erektionsstörungen, Zeugungsunfähigkeit) Arthrose (Gelenkverschleiß)
Lebererkrankungen (Leberentzündung (Hepatitis), Leberzirrhose (Schrumpfleber), Fettleber, Leberkrebs) Schlaf-Apnoe (Atemaussetzer im Schlaf)
Gallensteine (Cholelithiasis) Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag)

Das metabolische Syndrom

Noch ernster zu nehmen als die oben genannten Folgen von Fettsucht sind schleichende Veränderungen im gesamten Stoffwechsel des Organismus. Das metabolische Syndrom wird insbesondere mit dem erwähnten Bauchfett und mit Adipositas allgemein in Verbindung gebracht.

Die vier schweren Stoffwechselentgleisungen viszerales Fett, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen prägen das metabolische Syndrom, das Wissenschaftler heute neben dem Rauchen als Hauptrisikofaktor für die koronare Herzkrankheit (KHK) ansehen. Bei dieser Erkrankung des Herzens treten Engstellen und Verschlüsse im Bereich der Herzgefäße auf, die in der Folge zu akuten Angina-pectoris Anfällen und Herzinfarkten führen können.

Viszerales, abdominales Fett

Wie oben bereits angedeutet, verändert diese Fettansammlung im Bauchraum die gesamte Stoffwechsellage im Organismus und bereitet den Boden für die mit der Zuckerkrankheit verbundene Insulinresistenz und die anderen Stoffwechselveränderungen. Unter anderem sondert das Bauchfett auch Hormone ab. Diese werden mit dem verstärkten Auftreten von hormonabhängigen Krebsformen wie Brustkrebs in Verbindung gebracht.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Adipositas begünstigt die Ausbildung eines Diabetes mellitus vom Typ 2. Während Typ 1 dieser Stoffwechselerkrankung auf einem angeboren genetischen Defekt beruht, entwickelt sich der Typ 2 nachweisbar über den Lebensstil und vor allem über Fettsucht. Diabetes Typ 2 wurde deshalb auch lange als "Altersdiabetes" bezeichnet.

Bluthochdruck (Hypertonie) Diabetes Mellitus

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Stoffwechselkrankheit, die zu dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Dabei produziert der Körper Insulin, aber das Hormon kann kaum noch wirken.

Davon kann heute leider nicht mehr gesprochen werden, da durch weite Verbreitung von Übergewicht auch bei jungen Menschen teilweise bereits Kinder einen Typ 2 Diabetes ausbilden. Kennzeichnend für den Diabetes Typ II ist, dass die Bauchspeicheldrüse allmählich die Produktion des Hormons Insulin einstellt. Zur Einstellung der Insulin-Produktion kommt es unter anderem, wenn über längere Zeit immer mehr Insulin vom Organismus angefordert wird.

Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, wobei die dem Organismus zugeführte Glukose (Zucker) in das Zellinnere transportiert wird. Werden dem Organismus dauerhaft hohe Dosen Zucker zugeführt, können die Zellen keine Glukose mehr aufnehmen. Überschüssige Glukose wird dann in der Leber und als Fett abgelagert, wobei die lebereigene Glukoseproduktion für diesen Moment gehemmt wird.

Stellt die Bauchspeicheldrüse die Produktion von Insulin ein, produziert die Leber ständig weiter Glukose und letztere gelangt auch nicht mehr ins Zellinnere. Vielmehr steigt der Blutzuckerspiegel an und Glukose zirkuliert in erhöhtem Maße frei im Organismus. Es kommt in der Folge zu mannigfachen Schädigungen des ganzen Körpers. Nieren, Gefäße und Augen sind besonders gefährdet, durch die nicht verarbeitete Glukose geschädigt zu werden.

Bluthochdruck (Hypertonie)

Bluthochdruck (Hypertonie) schädigt auf Dauer die Gefäßinnenwende, macht diese hart und porös. Zudem wird die Ablagerung von Stoffwechselprodukten in den Gefäßen gefördert. Auch innere Organe wie die Nieren erleiden häufig dauerhaft Schaden durch zu hohen Blutdruck. Hoher Blutdruck kann zu Absplitterungen von Gefäßablagerungen führen, die dann durch die Gefäße zirkulieren und Gefäßverschlüsse produzieren. Thrombosen, Embolien und Schlaganfälle sind übliche Folgen.

Bluthochdruck (Hypertonie) Bluthochdruck

Hypertonie ist eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, bei der der Druck im Inneren der Gefäße dauerhaft zu hoch ist. Hoher Blutdruck besteht, wenn die Werte mindestens 140 zu 90 mmHg betragen.

Hypertonie gilt heute ebenfalls als eine mögliche direkte Folgeerkrankung von Adipositas und einem bewegungsarmen Lebensstil, wobei auch anderen Faktoren eine Rolle spielen können. Die Erkrankung wird in Schweregrade eingeteilt. Dauerhafte Werte ab 140mmHG für den systolischen Messwert oder 90mmHG für den diastolischen Wert gelten als erste Stufe der Erkrankung nach den Kriterien der WHO.

Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose

Adipositas (Fettsucht) ist ein Risikofaktor für die Ausbildung der Arteriosklerose, einer systemischen Erkrankung der Gefäße. Dabei kommt es zur verstärkten Ablagerung von Fetten und anderen Stoffwechselprodukten an den Gefäßinnenwenden bis hin zum Gefäßverschluss. Cholesterinwerte und die Art des vorherrschenden Cholesterins sowie anderen Faktoren stehen im Zusammenhang mit dieser Erkrankung. Diabetes fördert sie ebenfalls.

Seelische Folgen von Übergewicht

Übergewicht wirkt sich nicht nur auf den Körper aus. Oft gehen aufgrund von Vorurteilen und sozialen Schönheitsbildern, psychische Belastungen mit Übergewicht einher. Psychische Folgen von Übergewicht können sein:

  • Depressionen
  • Rückzug aus dem sozialen Leben
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Bindungsprobleme
  • Schamgefühl

Menschen mit Übergewicht können den Eindruck gewinnen, dass sie aufgrund Ihrer Körperfülle von anderen Personen gemieden werden. Aufgrund sozialer Weltbilder, kann dies tatsächlich vorkommen. Soziale Ausgrenzung kann sich stark negativ auf die Psyche der Betroffenen auswirken.

Vermeidbare Folge - Fett reduzieren

Um die schwerwiegenden Folgen von Adipositas zu vermeiden, ist eine dauerhafte Verringerung vor allem des Bauchfettanteils wünschenswert. Eine Ernährungsumstellung sowie viel Bewegung können der Einstieg in ein leichteres Leben sein. Kompetente ärztliche Beratung und Arzneimittel wie Xenical, die die Aufnahme von Nahrungsfetten begrenzen, können die Umstellungsphase unterstützen und erleichtern.

Quellen:

Zuletzt aktualisiert am 10.12.2015

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