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Ursachen

Diabetes mellitus - auch Zuckerkrankheit genannt - ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen Mangel an Insulin hervorgerufen wird. Hierbei handelt es sich um das Hauptregelungshormon des Zuckerstoffwechsels, das nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit für den Abtransport von Zucker aus dem Blut verantwortlich ist. Verbleiben die Glucosemoleküle (= kleinste Zuckereinheiten) im Blut, kann eine Überzuckerung die Folge sein. Man teilt Diabetes mellitus in mehrere Typen ein; die bekanntesten und besonders auftretenden Typen sind Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2.

Diabetes mellitus Typ-1: Ursachen

Nur etwa 5% aller Diabetiker sind dem ersten Typ zuzuordnen. Meist entwickeln sich hier die Symptome vor dem 40. Lebensjahr, oft jedoch schon in Kindesalter oder in der Jugend. Die Ursache für einen Typ 1-Diabetes ist fast immer eine Autoimmunreaktion; hierbei handelt es sich um eine Reaktion des körpereigenen Immunsystems, die mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen einhergeht.

In der Folge sinkt die Insulinproduktion drastisch und bleibt schließlich ganz aus, wobei sich symptomatische Anzeichen von Diabetes der Erkrankung entwickeln. Erst ab einer Zerstörung von 80 bis 90 Prozent der betroffenen Zellen tritt der Diabetes mit seinen typischen Beschwerden in Erscheinung. Dabei können zwischen dem Zeitpunkt der Erkrankung und dem Auftreten der Symptome manchmal Jahre liegen.

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Erbliche Ursachen

Die genauen Hintergründe einer solchen Autoimmunreaktion sind nicht bekannt; man geht jedoch davon aus, dass Erbanlagen eine tragende Rolle spielen, wodurch eine gezielte Vorbeugung gegen Diabetes diesen Typ's nicht möglich ist. Jeder Patient, der an Diabetes Typ-1 erkrankt ist, trägt spezielle Merkmale auf seinen weißen Blutkörperchen, die weitervererbt werden können. Allerdings erkranken anschließend nicht alle Betroffenen an Diabetes. Sind beide Elternteile betroffen, besteht hierfür eine 20 prozentige Wahrscheinlichkeit. Bei nur einem erkrankten Elternteil sinkt die Wahrscheinlichkeit auf lediglich 3 bis 5%.

Viren als Ursache des Diabetes mellitus Typ-1

Zusätzlich zu den Erbanlagen können auch bestimmte Virusinfektionen zum Ausbruch von Typ 1-Diabetes führen. Als Ursachen kommen hier zum Beispiel Mumps- und Rötelviren in Betracht. Entscheidend ist dabei nicht, dass der Virus die Insulinproduzierenden Zellen angreift, sondern dass das Immunsystem auf den Virus reagiert und erst dadurch eine Autoimmunreaktion erfolgt.

Auch einige Chemikalien und Giftstoffe können zu einer Autoimmunreaktion führen, bei der die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse angegriffen werden.

Ursachen von Diabetes Typ-1 Ursachen von Diabetes Typ-2 (auf Erbanlage basierend)
Polygene (genetische) Veranlagung Metabolisches Syndrom (Bluthochdruck-Übergewicht-Stoffwechselstörung)
LADA (latent autoimmune diabetes in adults) Bestimmte medikamentöse Behandlungen
Kuhmilch-und Gluten Aufnahme im Säuglingsalter (unterliegt weiteren Studien) Gestörte Produktion bestimmter Darmhormone
Autoimmunerkrankung Überempfindlichkeit gegenüber Insulin
Frühkindliche Virusinfektionen (insbesondere der Atemwege) Gestörte Insulinausschüttung
Ernährungsgewohnheiten Fettleibigkeit (Adipositas) und Bewegungsmangel

Diabetes mellitus Typ-2: Ursachen

Beim Typ 2-Diabetes handelt es sich um eine Störung, bei der das Insulin zwar vorhanden ist, aber an seinem Zielort - den Zellmembranen - nicht richtig wirken kann. Man spricht dann auch von einer Insulinresistenz. Zu Beginn der Erkrankung versucht die Bauchspeicheldrüse, dieser Resistenz mit einer Überproduktion an Insulin entgegenzuwirken.

Allerdings kann diese Überproduktion nicht aufrechterhalten werden, weshalb die produzierte Insulinmenge schließlich nicht mehr ausreicht, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Es entsteht also ein sogenannter relativer Insulinmangel, der mithilfe von Diabetes Typ-2 Medikamenten umgehend therapiert werden sollte.

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Übergewicht und Diabetes Typ-2

Zur Entstehung der Erkrankung tragen aber vor allem auch äußere Risikofaktoren wie falsche Ernährung und Bewegungsmangel bei. Etwa 80 Prozent der Typ 2 - Diabetiker sind leiden an starkem Übergewicht (Adipositas). Aus dem hohen Körperfettanteil resultiert eine zusätzliche Insulinresistenz der insulinabhängigen Körperzellen. Dabei ist der genaue Mechanismus der Insulinresistenz bisher noch ungeklärt.

Genetische Ursachen

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die genetische Veranlagung. Kinder von Eltern die unter Diabetes Typ-2 leiden, erkranken später mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 50%. Ausschlaggebend ist hierfür das Protein des sogenannten PTPN1-Gens, wobei der Eintritt akuter Symptome durchaus variieren kann.

Ist das Protein im Organismus im Überfluss vorhanden, unterdrückt es die Insulin-Reaktion des Körpers, wodurch eine Insulinresistenz an den Zellen entsteht, sich mehr Zucker im Blut befindet und sich dadurch der Diabetes Typ-2 manifestiert. Inzwischen haben Betroffenen jedoch die Möglichkeit effektive Behandlungsmöglichkeiten gegen Diabetes zu nutzen.

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