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Ramipril Wirkung

Ramipril ist ein Wirkstoff aus der Reihe der ACE-Hemmer, der durch das Hemmen des Angiotensinkonversionenzym den Blutdruck senkt. Ramipril ist eine sogenannte Prodrug, die im Körper erst umgewandelt werden muss, um ihre Wirkung zu entfalten.

Wie wirkt der ACE Hemmer Ramipril?

Ramipril hemmt das Enzym ACE (Angiotensin-Converting-Enzym), welches der Gruppe der Peptidhormone zugehörig ist und eine gefäßverengende Wirkung aufweist. Das Enzym ist Teil des Renin-Aniotensin-Aldosteron-System (RAAS), das den Wasserhaushalt reguliert und die Nierenfunktion unterstützt. Angiotensin verengt Gefäße, um die Durchblutung der Organe sicher zu stellen. Bei verminderter Gewebsdurchblutung wird Renin ausgeschüttet, das Angiotesin 1 abspaltet. ACE löst eine Umwandlung in Angiotesin 2 aus, wodurch die Gefäße verengt werden und der Blutdruck ansteigt.

Renin Angiotensin Aldosteron System

Ramipril greift in die Umwandlung von Angiotesin 1 in Angiotesin 2 ein, indem es ACE blockiert, wodurch der Blutdruck sinkt. Ramipril verlangsamt zusätzlich den Abbau von Bradykinin, einen gefäßerweiternden Eiweißstoff.

Ramipril sorgt für eine vermehrte Ausscheidung von Kochsalz und Wasser. Hierdurch wird das Blutvolumen reduziert und das Herz entlastet, da dieses gegen einen geringeren Gefäßwiderstand arbeiten muss und weniger Kraft für die Pumpleistung beansprucht. Für Patienten, die an Herzinsuffizienz leiden, ist dieser Wirkungsmechanismus ein entscheidender Behandlungsfaktor.

Da Ramipril nach der Einnahme im Körper umgewandelt werden muss, tritt die volle Wirkung erst nach ein bis zwei Stunden ein. Die Wirkungsdauer beträgt, länger als die von anderen Substanzen aus der Reihe der ACE-Hemmer, 48 Stunden.

Studien zur Effektivität des Wirkstoffes Ramipril

Seit Einführung des ACE Hemmers erfolgten mehrere Studien zu seiner Wirksamkeit. Der Fokus lag auf zwei unterschiedlichen Schwerpunkten. Einerseits untersuchten Wissenschaftler mögliche Vorteile Ramiprils gegenüber Patienten mit erhöhtem Schlaganfallrisiko aufgrund kardiovaskulärer Risikofaktoren. Andererseits standen Wirkungsmechanismen Ramiprils bei Patienten mit Diabetes mellitus im Vordergrund.

Ramipril senkt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt

Ein Schlaganfall entsteht häufig durch einen Hirninfarkt. Durch die Blockierung des Renin-Angiotensin-Systems aufgrund der ärztlich verordneten Einnahme von Ramipril kann diese Erkrankung verhindert werden.

Die Subanalyse der HOPE-Studie belegte das verminderte Schlaganfallrisiko bei betroffenen Patienten aufgrund der kontinuierlichen Anwendung von Ramipril. Insgesamt analysierten die Wissenschaftler diesbezüglich Daten von 9.297 Patienten. Im Vergleich zur Gabe von Placebo verminderte der Wirkstoff Ramipril das Schlaganfallrisiko um 32 Prozent von anfänglich 4,9 Prozent auf 3,4 Prozent.

Bei Risikopatienten konstatierten die Forscher ein um 61 Prozent vermindertes Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben. Die positiven Ergebnisse trafen auch dann zu, wenn Patienten den ACE Hemmer Ramipril parallel zu anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln einnahmen. Dies ist insofern wichtig, als dass in Einzelfällen die alleinige Gabe von Ramipril nicht zur erwünschten Senkung des Blutdrucks führt. Abschließend unterstrichen die Wissenschaftler, dass die HOPE Studienergebnisse nicht auf andere Wirkstoffe dieser Gruppe übertragen ließen.

Ramipril verbessert Lebensqualität von Diabetikern

Im Rahmen der DREAM-Studie (doppelblind, kontrolliert und multizentrisch) untersuchten Wissenschaftler; ob der ACE Hemmer Ramipril die Entwicklung von Diabetes mellitus langfristig verhindern kann. Entwickelt wurde das Studiendesign aufgrund begründeter Zusammenhänge durch Ergebnisse der oben erwähnten HOPE-Studie. Letztere lieferte aufgrund der vierjährigen Studiendauer eindeutige Hinweise dafür, dass Ramipril das Diabetesrisiko signifikant senkte.

Da es sich bei der HOPE-Studie um eine Sekundäranalyse handelte, war kein oraler Glukosetoleranztest möglich. Dieses Element wurde infolgedessen der DREAM-Studie hinzugefügt. Die Auswertung von 5.269 Probanden mit einem durchschnittlichen Alter von 54,7 Jahren zeigt, dass Ramipril bei 42,6 Prozent aller Teilnehmer mit erhöhten Werte des Nüchternglukosewertes beziehungsweise mit einer gestörten Glukosetoleranz Normwerte ermöglichte.

Im Gegensatz dazu traf dies lediglich bei 38,3 Prozent aller Teilnehmer der Kontrollgruppe zu. Trotz fehlender klinischer Relevanz der Wirkungsweise Ramiprils betonten die Forscher, dass dieser ACE Hemmer aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkungsweise als Mittel erster Wahl anzusehen ist. Dies gilt insbesondere für Personen mit erhöhter Nüchternglukose oder gestörter Glukosetoleranz in Kombination mit Hypertonie (Bluthochdruck).

Nicht zuletzt unterstrichen die Verantwortlichen der DREAM-Studie, dass relevante Resultate in Bezug auf das Diabetesrisiko erst auf Grundlage einer über mindestens zehn Jahre angelegte Langzeitstudie realistisch sind. Bis dato fehlen entsprechende Forschungsprojekte, welche die langfristige Wirkung von Ramipril untersuchen.

Quellen:
  1. Ramipril AL 10 mg Tabletten. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. HOPE Studie – Nachauswertungen zur Blutdruckdifferenz und zum Schlaganfallrisiko. A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH. URL: arznei-telegramm.de
  3. Effect of Ramipril on the Incidence of Diabetes. N Engl J Med 2006; 355:1551-1562October 12, 2006DOI: 10.1056/NEJMoa065061. URL: nejm.org
  4. Schlaganfallprävention mit Ramipril. Avoxa – Mediengruppe
Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Veröffentlicht am 07.11.2016

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