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Lisinopril Wirkung

Lisinopril gehört zur Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer. Diese dienen der medikamentösen Behandlung von Herzkreislauferkrankungen. Aufgrund ihrer Wirkungsweise eignen sie sich zur Therapie von Hypertonie (Bluthochdruck) oder Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche). Vereinzelt ist Lisinopril nach einem Herzinfarkt indiziert.

Wie wirkt Lisinopril?

Im Vergleich zu anderen Medikamenten dieser Wirkstoffgruppe hat Lisinopril den Vorteil, dass Wirkstoff in aktiver Form einzunehmen ist. Lisinopril ist kein Prodrug. Aufgrund dessen entfällt die Umwandlung im Inneren des Körpers und die Wirkung entfaltet sich bereits 60 Minuten nach der Einnahme. Lisinopril wirkt circa 24 Stunden lang.

Lisinopril gehört zu den Peptidyldipeptidase-Inhibitoren und hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE). ACE wandelt Angiotensin I zu vasokonstriktorischen Peptid Angiotensin II um. Zudem stimuliert Angiotensin II die Aldosteronausscheidung durch die Nebennierenrinde. Hemmt Lisinopril das verantwortliche ACE, vermindert sich die Konzentration von Angiotensin II und gleichzeitig die vasokonstriktorische Aktivität. Infolgedessen wird die Aldosteronausscheidung minimiert.

medikamente Bluthochdruck

Die blutdrucksenkende Wirkung von Lisinopril beruht vorrangig auf der Hemmung vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System. Dennoch belegen Studien, dass Lisinopril auch Patienten mit geringer Reninausschüttung von einer Therapie mit Lisinopril profitieren.

Wie effektiv ist das Medikament Lisinopril?

Die alleinige Gabe von Lisinopril ist bei Herzmuskelschwäche im Anfangsstadium indiziert. Im anderen Fall empfiehlt sich die Kombination des ACE-Hemmers mit Diuretika oder Betablockern. Es liegen zahlreiche Studien vor, die die klinische Wirksamkeit von Lisinopril untersuchten.

Lisinopril bei Herzinsuffizienz

Zur Morbidität und Mortalität bei Herzmuskelschwäche wurde eine Studie zwei verschiedenen Dosierungen von Lisinopril realisiert. Ergebnisse dieser ermöglichen einen Vergleich einer sehr niedrigen Dosis (NULL,5 Milligramm oder 5 Milligramm täglich einmal) und sehr hohen Dosis (NULL,5 Milligramm beziehungsweise 35 Milligramm pro Tag einmal). Über einen Zeitraum von 46 Monaten erhielten 3.164 Patienten diese Dosen. Bei jenen Personen, die während des gesamten Studienzeitraumes teilnahmen, verringerte sich das Risiko für eine "Hospitalisierung aus allen Gründen" und "Mortalität jeder Ursache" um jeweils zwölf Prozent. In Bezug auf "kardiovaskuläre Hospitalisierung" und "Mortalität jeder Ursache" wurde ein um acht Prozent minimiertes Risiko notiert.

Eine weitere Auswertung der Studienergebnisse zeigte, dass es signifikante Differenzen zwischen hohen und niedrigen Dosierungen von Lisinopril gibt. Der Vergleich beider Gruppen zeigte, dass eine höher dosierte Gabe das Risiko für Herzinsuffizienz im Gegensatz zur niedrigen Dosierung um 24 Prozent senkt.

Weiterführend waren symptomatische Vorteile in beiden Versuchsgruppen gleich. Dies trifft auch in puncto Nebenwirkungen zu, da diese nicht im Zusammenhang mit der jeweiligen Dosis stehen. Lediglich in statistisch nicht relevanter Häufigkeit musste eine Therapie mit Lisinopril abgebrochen werden.

Lisinopril nach Herzinfarkt

Die GISSI-3 Studie untersuchte die Wirkungsweise von Glyceroltrinitrat und Lisinopril. 19.394 Patienten nahmen über einem Zeitraum von mehr als sechs Wochen beide Wirkstoffe entweder in Kombination oder allein ein. Beginn der Therapie erfolgte jeweils innerhalb von 24 Stunden nach einem Herzinfarkt. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe verringerte Lisinopril das Mortalitätsrisiko um 11 Prozent. Die Behandlung mit Glyceroltrinitrat zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe keine signifikanten Differenzen.

Eine Kombination beider Wirkstoffe (Glyceroltrinitrat und Lisinopril) verringerte das Mortalitätsrisiko um 17 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Die Vorteile einer Kombination von Lisinopril mit Glyceroltrinitrat zeigten sich insbesondere bei Subpopulationen (weiblich), die ein Alter von über 70 Jahren aufwiesen.

Lisinopril bei Hypertonie

Die randomisierte, doppelblinde Mullticenterstudie untersuchte die Wirkung von Lisinopril bei 335 Patienten mit Bluthochdruck. Neben der Diagnose Hypertonie wiesen die Teilnehmer zudem beginnende Nierenschäden auf und hatten Diabetes mellitus. Im Anschluss daran folgte ein Vergleich der Wirkung von Lisinopril mit einem Kalziumkanalblocker.

Über einen Zeitraum von 12 Monaten nahmen die Probanden täglich eine Dosis Lisinopril (10 bis 20 Milligramm) ein. Im Ergebnis zeigte sich eine Verringerung des diastolischen/systolischen Blutdrucks um 10/13 mmHg. Zudem verringerte sich die Ausscheidungsrate von Albumin im Urin um 40 Prozent.

Diese Ergebnisse belegen, dass Lisinopril neben der blutdrucksenkenden Wirkungsweise ebenso die Mikroalbuminurie, aufgrund der direkten Wirkung am Nierengewebe, verringert. Zudem zeichnet sich Lisinopril dadurch aus, dass die Kontrolle des Glukosespiegels durch diesen ACE-Hemmer nicht beeinflusst wird.

Lisinopril in Kombination mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Zwei Studien verglichen die Wirkung beider Präparate. Die ONTARGET Studie zeigte, die Wirkung von Lisinopril in Kombination mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Nephropathie nicht aktiv wird. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist eine Kombination zu vermeiden. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die ALTITUDE Studie. Hier nahmen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 als auch chronischer Nierenerkrankung teil. Vereinzelt handelte es sich hierbei um Probanden mit zusätzlichen kardiovaskulären Erkrankungen. Die Wirkung Lisinoprils ist in dieser Kombination nicht belegt.

Quellen:
  1. Lisinopril: Wirkung. Gesundheitsportal onmeda gofeminin GmbH. URL: onmeda.de
  2. Lisinopril Sandoz 5mg Tabletten. Internationale Arzneimittelinformationen für Fachkreise - © DACON GmbH. URL: pharmazie.com
  3. The ATLAS study (Assessmant of Treatment with Lisinopril and Survival); justification and objectives. Komajda M et al; Arch Mal Coeur Vaiss. 1994 Jun;87 Spec No 2:45-50. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am 01.12.2016

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