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Die Behandlung von Bluthochdruck

Bluthochdruck, in der Medizin Hypertonie genannt, ist in den Industrienationen weit verbreitet. In Deutschland sind davon schätzungsweise ungefähr 20 Millionen Menschen betroffen, viele davon ohne es zu wissen. Bei den über 60-jährigen leidet sogar jeder Zweite unter Hypertonie. Der Arzt spricht in der Regel von Hypertonie, wenn der Blutdruck über 140 zu 90 mmHg liegt.

Für einige Risikopatienten liegen die Werte sogar noch niedriger. Streng genommen ist Bluthochdruck keine Erkrankung, sondern ein Risikofaktor, der ernste gesundheitliche Schäden verursachen kann. Deswegen ist eine ganzheitliche Herangehensweise erforderlich, die sowohl eine medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Behandlung einschließt.

Die medikamentöse Behandlung von Hypertonie

Medikamente, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden, heißen Antihypertonika, auf deutsch Blutdrucksenker. Während der gesamten Dauer der medikamentösen Behandlung wird der Arzt nicht nur den Blutzucker, sondern ebenfalls die Werte für das Blutfett sorgfältig messen.

Eine medikamentöse Behandlung des Bluthochdrucks wird angewendet, wenn der Blutdruck von Anfang an sehr hoch war, bereits Organschäden entstanden sind oder die nicht-medikamentöse Behandlung entweder nicht anschlug oder nicht realisierbar ist. In der Regel sollen sich aber medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung der Hypertonie ergänzen, da nur so ein maximales Ergebnis erreicht werden kann.

Welche Medikamente werden angewendet?

Zur Bekämpfung des Bluthochdrucks kennt die Medizin 5 verschiedene Gruppen von Medikamenten:

  • Diuretika
  • Betablocker
  • ACE-Hemmer
  • Kalziumkanal-Blocker
  • Kombinationspräparate

Je nach der individuellen Situation wird der behandelnde Arzt entweder nur eines, mehrere oder ein fertig zusammengestelltes Kombinationspräparat verschreiben.

Diuretika wirken zweifach

Diese Wirkstoffe senken den Blutdruck durch einen doppelten Effekt. Zunächst erweitern sie die Gefäße und senken dadurch den Blutdruck. Im weiteren Verlauf der Behandlung regen sie die Ausscheidung von Salzen und Wasser über die Nieren an.

Wirkung von Diuretika

Dadurch können sich die Gefäße nicht mehr so stark mit Flüssigkeit füllen und der Blutdruck sinkt. Diuretika wirken schon in niedriger Konzentration und können gut mit anderen Blutdrucksenkern kombiniert werden. Bekannte Arten von Diuretika sind:

  • kaliumsparende Diuretika
  • Schleifendiuretika
  • Aldosteronantagonisten
  • Thiaziddiuretika

Betablocker verlangsamen den Herzschlag

Betablocker senken den Blutdruck, indem sie eine Verlangsamung des Herzschlags bewirken. Außerdem verhindern sie, dass Stresshormone, darunter zum Beispiel das Adrenalin, zum Herzen gelangen können. Bekannte Wirkstoffe in Betablockern sind:

  • Metoprolol
  • Timolol
  • Bisoprolol
  • Atenolol

Betablocker können ebenfalls zur Behandlung anderer Krankheiten wie Migräne oder Verkalkung der Beinarterien eingesetzt werden. Sie kommen allerdings nicht bei Patienten in Frage, die an Asthma, chronischen Lungenkrankheiten, Depressionen, Schuppenflechte oder erektiler Dysfunktion leiden.

ACE Hemmer wirken besonders lange

Medikamente mit diesem Wirkstoff hemmen die Bildung eines Proteins, dass den Blutdruck erhöht. Dadurch wird der Blutdruck zwar gesenkt, das Protein kann aber trotzdem auf Umwegen im Körper gebildet werden, ACE Hemmer haben eine Langzeitwirkung. Bekannte Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind:

Kalziumkanal Blocker

Medikamente, die diesen Wirkstoff haben, verlangsamen den Eintrag von Kalzium in die Körperzellen. Dadurch wird die Gefäßmuskulatur entspannt und die Blutgefäße werden elastischer. Sie senken das Risiko eines Schlaganfalls und können auch bei Diabetes verabreicht werden. Wirkstoffe aus der Gruppe der Kalziumkanal Blocker sind:

Aufbau eines Kalziumkanals

Kombinationspräparate

Dabei handelt es sich um Medikamente, die mindestens 2 Wirkstoffe enthalten. Als besonders effektiv haben sich Kombinationen von ACE Hemmern und Kalziumkanal Blockern. Die Kombination von Betablockern oder ACE Hemmern mit einem Diuretikum ist ebenfalls oft erfolgsversprechend.

Wann sollen die Medikamente eingenommen werden?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Patienten ab. In der Regel wird der Arzt eine Einnahme am Morgen empfehlen, um maximalen Effekt zu erzielen. In anderen Fällen kann es angebracht sein, ein Medikament lieber abends zu nehmen, um den Blutdruck während des Schlafes unter Kontrolle zu haben. Welche Vorgehensweise am besten ist, entscheidet der Arzt.

Die nicht-medikamentöse Behandlung von Bluthochdruck

Obwohl zuerst auf die medikamentöse Behandlung des Bluthochdrucks eingegangen wurde, sollten Sie nicht vergessen, dass die Verabreichung blutdrucksenkender Präparate nur eine Ergänzung der nicht-medikamentösen Behandlung ist. Diese umfasst praktisch alle Lebensbereiche und hat das Ziel, den Blutdruck nicht nur zu senken, sondern dauerhaft auf normalen Niveau zu halten.

Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung des Bluthochdrucks ist eine Ernährungsumstellung. Es sollte besonders auf eine gesunde, ausgewogene Kost geachtet werden. Besonders der Salzkonsum sollte auf weniger als 6 Gramm pro Tag vermindert werden. Tierische Fette sollten durch pflanzliche ersetzt werden. Außerdem sollte viel Obst, Gemüse sowie Ballaststoffe zugeführt werden.

Neben einer gesunder Ernährung ist die Steigerung der körperlichen Aktivität wichtig. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten sollte Sport betrieben werden. Ausdauersportarten erweisen sich als besonders effektiv. Empfohlen wird hierbei vor allem Schwimmen, Wandern, Radfahren und Nordic Walking.

Ein Fokus sollte auf einen allgemein gesunden Lebensstil gelegt werden. Ausreichend Schlaf, soziale Kontakte pflegen, und die Vermeidung von Stress zählen hierzu. Vermieden werden sollten hingegen die folgenden Risikofaktoren:

  • Übergewicht
  • Missbrauch von Alkohol
  • Rauchen

Die Vermeidung dieser Risikofaktoren hilft nicht nur bei der Bekämpfung des Bluthochdrucks, sondern trägt zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands bei.

Durch nicht-medikamentöse Behandlung lässt sich leichter Bluthochdruck in vielen Fällen sogar ohne Medikamente in den Griff bekommen. Die Behandlung zeigt allerdings nur Effekt, wenn sie kontinuierlich und über lange Zeiträume durchgeführt wird. Kurzfristiger Aktionismus bringt dagegen kaum etwas.

Bluthochdruck als gefährlicher Risikofaktor

Bluthochdruck ist ein gefährlicher Risikofaktor. Gefährlich aus 2 Gründen: erstens entwickelt er sich schleichend über Jahre und zweitens zeigt er anfangs kaum Symptome. Wenn sich erste Anzeichen von Schädigungen des Körpers zeigen, sind oft nur massive Maßnahmen wirksam genug, um den Blutdruck zu senken. Falls Sie gefährdet sind (Übergewicht, Rauchen, Alkohol), empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks.

Dazu brauchen Sie nicht zum Arzt zu gehen, das kann auch der Apotheker erledigen. Im Handel sind Geräte erhältlich, mit denen Sie Ihren Blutdruck selbst daheim oder unterwegs messen können. Eventuell stellt der Kauf eines solchen Geräts eine gute Investition dar. Nutzen Sie die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, die von den Krankenkassen ab einem bestimmten Lebensalter angeboten werden.

Je früher eine Hypertonie erkannt wird, um so besser sind die Aussichten auf eine Wiederherstellung des Normalzustands. Wenn Sie sich konsequent an die oben geschilderten Maßnahmen halten, bekommen Sie nicht nur Ihren Blutdruck in den Griff, sondern werden sich ganz allgemein viel besser fühlen.

Quellen:
  1. Bluthochdruck. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Leitlinie für das Management der arteriellen Hypertonie. Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL. URL: hochdruckliga.de
  3. Bluthochdruck auf natürliche Weise senken. Deutsche Herzstiftung e.V. URL: herzstiftung.de
  4. Behandlung von Bluthochdruck. Berufsverband deutscher Internisten e.V. URL: internisten-im-netz.de

Veröffentlicht am 24.08.2016

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