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ACE-Hemmer zur Senkung des Blutdrucks

Die gebräuchliche Abkürzung für die Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer leitet sich aus dem medizinischen Fachbegriff "Angiotensin-Converting-Enzyme" ab. ACE-Hemmer gehören zu den blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Antihypertensiva).

Ihre Wirkung beruht auf der Hemmung eines Enzyms, das den blutdrucksteigernden Botenstoff Angiotensin II produziert. Bei entsprechender Indikationsstellung sind ACE-Hemmer das Mittel der ersten Wahl, um pathologische Blutdruckwerte zu senken. Auch bei Herzinsuffizienz und der koronaren Herzerkrankung sowie nach einem Herzinfarkt kann diese Wirkstoffgruppe auf positive Resultate verweisen.

Anwendungsgebiete der ACE-Hemmer

ACE-Hemmer werden in erster Linie zur Behandlung der essentiellen Hypertonie (Bluthochdruck) eingesetzt. Diese am häufigsten auftretende Form des Bluthochdrucks schädigt auf längere Zeit vor allem das Herz und die Blutgefäße und ist die Ursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Mit der Senkung des Blutdrucks geht auch eine Verringerung der Nachlast der Herzarbeit einher. Deshalb werden ACE-Hemmer erfolgreich zur Therapie der Herzinsuffizienz (Herzschwäche) eingesetzt.

Bei Patienten, die zu einer Risikogruppe für Herzinfarkte und Schlaganfälle gehören, finden ACE-Hemmer auch Anwendung zur Prophylaxe dieser gefährlichen Volkskrankheiten. In großen klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass in diesen Fällen die Patienten von einer signifikant geringeren Sterberate profitieren.

So eine Meta-Analyse von Dr. Erik Boardman im "European Heart Journal", April 2012. An dieser beteiligten sich 160.000 Patienten, von denen 91% an Hypertonie erkrankt sind. Die Gabe von ACE-Hemmern führte zu einer um 5% verringerten Gesamtmortalität.

Die Wirkungsweise der ACE-Hemmer

Im Organismus findet eine ständige Umwandlung des Botenstoffs Angiotensin I in Angiotensin II statt. Verantwortlich für diesen Prozess ist das Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE). Dies ist ein völlig normaler Prozess. Eine Überproduktion von Angiotensin II ist jedoch bedenklich, da hierdurch der Blutdruck stark ansteigt.

Daher setzt der Wirkmechanismus der ACE-Hemmer genau am Angiotensin-Converting-Enzyme ein. Dessen Hemmung führt zu einer Verringerung der Angiotensin II-Konzentration, die von den Angiotensin-Rezeptoren (AT1 und AT2) registriert wird. In dessen Folge kommt es primär zu der gewünschten Senkung des Blutdrucks. Zugleich wird das Herz entlastet. Die für einen stabilen Blutkreislauf erforderliche Vorlast und Nachlast des Herzens wird verringert.

medikamente Bluthochdruck

Zusätzlich führt der nunmehr verringerte Angiotensin II-Spiegel über eine verminderte Freisetzung des Nebennieren-Hormons Androsteron zu einer Beeinflussung des Wasserhaushaltes des Organismus auf zellulärer Ebene. Die nach einem Herzinfarkt auftretenden negativen Effekte an den Zellen der Fibroplasten und Myozyten des Herzens können durch eine Medikamentation mit ACE-Hemmern ebenfalls reduziert werden.

Die Wirkung auf den Organismus im Einzelnen:

  • Senkung des Blutdrucks
  • Erweiterung der Gefäße
  • Harntreibende Wirkung
  • Reduzierung der Synthese und Sekretion von Aldosteron
  • Ausscheidung von Natrium
  • Rückhaltung von Kalium

Wirkstoffe der ACE-Hemmer

Alle Wirkstoffe der ACE-Hemmer besitzen in ihrem Namen die Endung "-pril". Derzeit sind 13 einzelne Wirkstoffe verfügbar, dazu gehören unter anderem:

Die ACE-Hemmer werden als Ester-Zubereitung hergestellt, da auf diese Weise der Wirkstoff besser von der Leber resorbiert wird. Erst dort entstehen Metabolite (Zwischenprodukte in biochemischen Prozessen), die dann als eigentliche Hemmstoffe wirksam werden.

ACE-Hemmer können als einzelne Wirkstoffe (Monotherapie) oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Präparaten (Kombinationstherapie) verabreicht werden. Eine häufig anzutreffende Medikamentation erfolgt mit Diuretika ("Wassertabletten") und Blutdrucksenkern aus der Gruppe der Calciumantagonisten.

Nebenwirkungen von ACE-Hemmern

Wie andere Medikamente auch, sind ACE-Hemmer nicht frei von Nebenwirkungen. Im Allgemeinen werden ACE-Hemmer gut vertragen, schwere Nebenwirkungen treten äußerst selten auf. Eine für ACE-Hemmer charakteristische und häufig auftretende Nebenwirkung (bei 10% bis 15% der Patienten) ist ein trockener Husten.

Häufig berichten Patienten von Nebenwirkungen, wie z.B.

  • Trockener Reizhusten
  • Geschmacksstörungen
  • Starker Blutdruckabfall (insbesondere zu Beginn der Therapie)
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Exantheme (großflächiger, gleichmäßiger Hautausschlag)
  • Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesichtsbereich als Sofortreaktion)

Selten können folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • Thrombozytopenie (Verringerung der Anzahl der Blutplättchen)
  • Neutropenie (Verringerung der Anzahl der Granulozyten, die Bestandteil der weißen Blutkörperchen sind)
  • Anaphylaktischer Schock (Überempfindlichkeits-Reaktion des Immunsystems)
  • Hämolytische Anämie (Form der Blutarmut)
  • Leberfunktionsstörungen
  • Zunahme der Kalziumkonzentration im Serum
  • Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten, die an einer Grunderkrankung der Nieren leiden

In der Regel wird der behandelnde Arzt bei einer Langzeittherapie die Blutwerte in regelmäßigen Abständen mittels einer Blutentnahme im Labor analysieren lassen. Pathologische Blutwerte werden so rechtzeitig erkannt. Auf diese Weise werden Schäden durch Nebenwirkungen nahezu ausgeschlossen bzw. auf ein Minimum reduziert. In diesem Fall wird der Arzt die Medikation mit einer anderen blutdrucksenkenden Wirkstoffgruppe in Erwägung ziehen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Bei gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern und anderen Medikamenten können Wechselwirkungen auftreten. Diese können die Wirksamkeit der einzelnen Wirkstoffe vermindern, aufheben oder verstärken. Oftmals kommt es zum Auftreten unerwünschter Wirkungen.

Die wichtigsten Wechselwirkungen:

  • Zusätzliche Einnahme blutdrucksenkender Medikamente (Blutdruckabfall)
  • Verstärkende Wirkung von Antidiabetika und Insulin (Blutzuckerschock)
  • Kaliumsparende Diuretika, sog. "Wassertabletten" (Anstieg des Kaliumspiegels)
  • Kochsalzreiche Ernährung (Verminderte Wirksamkeit)
  • In das Immunsystem eingreifende Präparate wie Immunsuppressiva, Zytostatika, Glucocorticoid (Verstärkung der Nebenwirkungen dieser Medikamente)

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) bezeichnen eine Situation oder einen Zustand, bei dem ein Medikament nicht eingenommen werden sollte. In jedem Fall erfolgt eine Medikamentation in diesen Fällen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Beurteilung.

Die wichtigsten Gegenanzeigen der ACE-Hemmer:

  • Schwangerschaft und Stillperiode
  • Nierenarterienstenose
  • Nach erfolgter Nierentransplantation
  • Herzklappenfehler
  • Hypertrophe Kardiomyopathie (Erkrankung der Herzmuskulatur)
  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Primärer Hyperaldosteronismus (seltene, durch Kaliummangel hervorgerufene Form des Bluthochdrucks)
Quellen:

Veröffentlicht am 09.08.2016

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