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Glucocorticoide zur Asthma-Behandlung

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Behandlungsmöglichkeiten von Asthma bronchiale. Glucocorticoide, bzw. Cortison kommen bei der Langzeittherapie von Asthma sicherlich am häufigsten zum Einsatz. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um inhalative Glucocorticoide, die per Inhalation angewendet werden.

Was sind Glucocorticoide?

Bei den Glucocorticoiden handelt es sich um eine der wichtigsten Medikamentengruppen zur Behandlung von Asthma. Diese werden neben der Behandlung von Asthma auch zur Behandlung von COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), zur Behandlung verschiedener Entzündungen, bei überaktivem Immunsystem sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.

Nach deren Inhalation gelangen sie direkt in die Lunge und in die Bronchien und kontrollieren dort die Entstehung von Entzündungen der Lungenschleimhaut. Sie lindern langfristig die Überreaktivität des Lungengewebes und senken dadurch die Häufigkeit der Asthmaanfälle. Sie werden im Rahmen langfristiger Behandlung eingesetzt und sind weniger als Medikamente für akute Notfälle geeignet.

Anwendung von Glucocorticoiden

Die Anwendung von Glucocorticoiden erfolgt bei Asthma in den meisten Fällen inhalativ. Daneben können diese auch in Tablettenform eingenommen werden, was jedoch ausschließlich bei schweren Fällen empfohlen wird. Die inhalative Anwendung ist im Rahmen einer Langzeittherapie empfehlenswerter, da die Glucocorticoide tief in die Lunge gelangen und dort im Gewebe ein Depot bilden.

Auf diese Weise verteilt sich der Wirkstoff nur langsam im übrigen Körper, sodass das Risiko möglicher Nebenwirkungen reduziert wird. Die Wirkung der Glucocorticoide tritt im Regelfall nach 20 Minuten auf. Die Besserung der Beschwerden wird jedoch erst nach paar Tagen spürbar.

Wirkung von Glucocorticoiden

Die inhalierten Glucocorticoide wirken direkt auf die Bronchialschleimhaut, wo sie die Entzündungsentstehung hemmen. Dies geschieht durch die Unterdrückung der Freisetzung körpereigener Substanzen, die zu einer Entzündungsreaktion führen. Außerdem wird durch deren Anwendung die Schleimhautschwellung sowie die Bildung von Schleim vermindert.

Wirkungsweise der Glucocorticoide

Daneben besitzen Glucocorticoide sofortige Wirkungsmechanismen, die bis heute jedoch nicht wissenschaftlich erklärbar sind, im Notfall jedoch eingesetzt werden. In Notfällen können Glucocorticoide auch in die Vene gespritzt werden, da deren Wirkung hier viel schneller eintritt und zudem viel stärker ist.

Solche Anwendung wird jedoch ausschließlich dann empfohlen, wenn es sich um einen akuten Asthmaanfall handelt oder bei einem allergischen Schock nach einem Insektenstich. Unter den zur Verfügung stehenden Glucocorticoiden eignen sich nur einige zur Inhalation an. Die am häufigsten eingesetzten inhalativen Glucocorticoide sind Beclometason, Budesonid, Flunisolid und Fluticason.

Welche Wirkstoffe gehören zu den Glucocorticoiden?

Beclometason gegen allergische Reaktionen

Beclometason wird bei verschiedenen allergischen Reaktionen sowie bei bestimmten Atemwegserkrankungen angewendet, und zwar als Langzeittherapie. Die Wirkung tritt in der Regel erst nach 48 Stunden ein, die mit einem Abschwellen der gereizten Schleimhäute und einer Bronchodilatation resultiert.

Beclometason verbleibt auf der Schleimhaut, sodass systemische Nebenwirkungen nicht zu erwarten sind. Es ist in Form von Dosieraerosol und Nasenspray erhältlich. Das Medikament wird, sofern nicht anders vom Arzt verordnet, zu je ein bis zwei Hübern inhaliert, und zwar morgens und abends. Um Mundsoor zu vermeiden, sollte der Mund nach der Anwendung mit reichlich Wasser ausgespült werden.

Budesonid zur Langzeittherapie

Budesonid kommt sowohl in der Langzeittherapie bei Asthma als auch bei verschiedenen Allergien, Sinusitis, Heuschnupfen und selbst bei entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) angewendet. Selbst in der Therapie der Autoimmunohepatitis findet Budesonid Anwendung.

Bei Infektionen und Mykosen im Bereich der Atemwege und im Darm darf Budesonid ausschließlich in Kombination mit einem Antimykotikum oder Antibiotikum angewendet werden. Bei Leberzirrhose sollte auf die Anwendung von Budesonid völlig verzichtet werden. Bei einer Umstellung von der Tablettenform auf die Inhalationsbehandlung muss die Dosierung vom Arzt neu angepasst werden.

Die Medikamente Pulmicort und Symbicort basieren auf der Wirkungsweise von Budesonid.

Fluticason bei chronischen Lungenerkrankungen

Fluticason kommt in Therapie chronischer Lungenerkrankungen zum Einsatz. Im Falle von Asthma wird es bei therapieresistentem Asthma verschrieben, bzw. wenn Beta-2-Sympathomimetika nicht helfen. Enthalten ist der Wirkstoff u.a. in Seretide.

Bei Kindern ab 4 Jahren erfolgt die Anwendung jedoch ausschließlich unter Aufsicht von Erwachsenen, wobei das Wachstum des Kindes regelmäßig kontrolliert werden muss. Kommt es zu Wachstumsverzögerungen, wird die Dosis verringert oder eine alternative Behandlung versucht.

Flunisolid lindert allergisches Asthma und Schnupfen

Flunisolid wird bei allergischem Asthma sowie bei allergisch bedingtem Schnupfen eingesetzt. Dieser Wirkstoff lindert die Entzündungssymptome bei allergischem Schnupfen. Flunisolid darf nicht von Kindern unter 5 Jahren angewendet werden.

Daneben ist seine Anwendung in Form von Nasensprays bei unbehandelten Infektionen der Nasenschleimhaut nicht gestattet. Im ersten Drittel der Schwangerschaft darf Flunisolid eingesetzt werden. Bei Asthmabehandlung kommt das Fluticason-Präparat Broncort® zum Einsatz, welches inhalativ verarbreicht wird.

Nebenwirkungen von Glucocorticoiden

Zu den unerwünschten Nebenwirkungen zählt eine ganze Reihe möglicher unerwünschter Wirkungen wie: Mundsoor, Entzündungen im Mundrachenraum, Heiserkeit, Mundtrockenheit, Bronchospasmus, Husten, eine akute Verschlechterung der Atemnot, Schwindel und Verdauungsstörungen.

Da Glucocorticoide den Eiweiß-, Zucker und Knochenstoffwechsel beeinflussen, kann es nach langer Anwendung zur Osteoporose oder zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel kommen. Daneben kann die längere Gabe hochdosierter Glucocorticoide-Präparate zur Unterdrückung der Ausschüttung von Corticotropin durch die Hirnanhangdrüse kommen, wodurch die Bildung von körpereigenem Kortison in den Nebennieren ausbleibt.

Ansonsten wird die körpereigene Immunabwehr durch die Anwendung der Glucocorticoide geschwächt. Bei Kindern kann deren Einnahme Wachstumsstörungen auslösen. Wegen der Vielzahl an möglichen Nebenwirkungen sollte Beclometason in der geringst möglichen Dosierung eingesetzt werden.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Glucocorticoiden

Bei gleichzeitiger Anwendung von Clucocorticoiden und anderen Wirkstoffen kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Daher ist bei folgenden Medikamenten besondere Vorsicht geboten, da diese die Wirkung von Glucocorticoiden verstärken und deren Abbau fördern oder gar hemmen können: Beta-2-Sympathomimetika (Salbutamol, Salmeterol), Antibiotika (Ciclosporin, Troleandromycin, Erythromycin), Antiepileptikum (Carbamazepin), Pilzmittel (Ketoconazol, Itraconazol).

Die Wirkungen von Herzglykosiden werden bei gleichzeitiger Einnahme durch Fluticason verstärkt. Ansonsten ist eine gleichzeitige Anwendung mit Diuretika ebenfalls nicht zu empfehlen, da dies zu Kaliummangel führen kann.

Die Einnahme von Glucocorticoiden ist während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht empfehlenswert. Manche Wirkstoffe können nicht bei Kindern unter 4 Jahren angewendet werden (Fluticason). Ansonsten können Glucocorticoide zu einer Wachstumsverzögerung bei Kindern führen. Aus diesem Grund muss deren Wachstum regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.

Quellen:
  1. Asthma bronchiale. Heinrich Heine Universität Düsseldorf. URL: uniklinik-duesseldorf.de
  2. Flunisolid und Fluticason. Infomed Verlags AG. URL: infomed.ch
  3. Asthma bronchiale. pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. URL: lungenaerzte-im-netz.de

Veröffentlicht am 04.08.2016

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