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Was sind Beta 2-Sympathomimetika?

Die Wirkstoffgruppe der Beta-2-Sympathomimetika (Beta-2-Agonisten, Beta-2-Adrenergika) wird häufig zur Behandlung von Asthma bronchiale und COPD eingesetzt. Arzneimittel aus dieser Wirkstoffreihe docken an den Beta-2-Rezeptoren des Nervensystems an und imitieren die Wirkung von Katecholaminen, wie z.B. Adrenalin oder Dopamin, wodurch eine Erweiterung der Bronchien herbeigeführt wird.

Überblick

Zu den bekanntesten Vertretern der Beta-2-Sympathomimetika zählen die Wirkstoffe:

  • Bambuterol
  • Clenbuterol
  • Fenoterol
  • Formoterol
  • Salbutamol
  • Salmeterol
  • Terbutalin und
  • Tulobuterol.

Aufgrund ihrer bronchienerweiternden Wirkung finden Beta-2-Sypathomimetika vor allem in der Asthmabehandlung als Reliever oder Controller Verwendung. Reliever werden zur Notfallbehandlung von akuten Asthmaanfällen eingesetzt und wirken innerhalb von 3 bis 10 Minuten.

Die Wirkstoffe Fenoterol, Salbutamol oder Terbutalin sind zu diesem Zweck in Darreichungsform eines Sprays erhältlich. Da die Wirkung von Relievern nur ca. 3 bis 5 Stunden anhält, eignen sie sich nicht zur Vorbeugung und Langzeitbehandlung.

Controller werden zur Langzeitbehandlung von Asthma angewandt. Je nach Wirkstoff dauert es etwas länger bis der bronchienentspannende Effekt eintritt, dafür hält die Wirkung bis zu 12 Stunden an. Leidet der Asthmatiker bereits an einer Erkrankung im fortgeschrittenem Stadium, eignen sich besonders die Substanzen Formoterol und Salmeterol zur Behandlung. Controller werden in Form von Sprays oder Tabletten verschrieben.

Beta-2-Sympathomimetika können neben der Therapie von Atemwegserkrankungen auch zur Wehenhemmung von Schwangeren eingesetzt werden. Die Wirkstoffe können eine Entspannung der Gebärmuttermuskulatur herbeiführen, wodurch frühzeitig auftretende Wehen abgeschwächt bzw. verhindert werden können.

Wirkungsweise von Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympathomimetika wirken auf das vegetative Nervensystem (VNS), das auch als autonomes oder unwillkürliches Nervensystem bezeichnet wird. Das vegetative Nervensystem kann vom Menschen nicht willentlich beeinflusst werden, da hierbei biologisch festgelegte, automatisch ablaufende innerkörperliche Vorgänge stattfinden und reguliert werden.

Das VNS hat die Aufgabe Körper- und Organfunktionen zu regulieren. Gesteuert werden diese Vorgänge über unbewusste Hirnregionen. Die Fasern des VNS durchziehen den gesamten menschlichen Körper, wobei es durch ein Zusammenspiel der zwei Nervensträngen, dem Sympathikus und Parasympathikus, gesteuert wird.

Bei Aktivitäten und Stresssituationen wird der Sympathikus aktiviert, während der Parasympathikus die Ruhephasen steuert. Der Sympathikus liefert Energie für das bewusste Handeln des Menschen. Er ist für die Steigerung der Aufmerksamkeit, der Erweiterung der Pupillen, Muskelspannung und Schweißproduktion verantwortlich. Im Gegenzug entspannen die Muskeln der Gebärmutter, Harnblase, Magen und Darm. Außerdem wird der Blutdruck erhöht und die Atmung beschleunigt.

Der Sympathikus wird durch Botenstoffe wie Adrenalin oder Noradrenalin erregt. Beta-2-Sympathomimetika docken an die Rezeptoren dieser Botenstoffe an und aktivieren dadurch den Sympathikus, wodurch unterschiedliche Teilreaktionen ausgelöst werden. Es können grundsätzlich zwischen "alpha" und "beta" Rezeptoren unterschieden werden, die wiederum in "alpha-1", "alpha-2", "beta-1" und "beta-2" Rezeptoren unterteilt werden können.

Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympahomimetika imitieren die Wirkung der Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin indem sie Beta-2-Rezeptoren besetzen. Durch das Andocken an die Beta-2-Rezeptoren zu einer Entspannung der glatten Muskelzellen, woraufhin sich die Bronchien erweitern und der Betroffene wieder ausreichend Luft bekommt. Zusätzlich begünstigen die Wirkstoffe das Abhusten des Schleims und reduzieren entzündliche Reaktionen.

Die Substanzen können mittels Spray, Pulverinhalation oder in Form von Kapseln zugenommen werden. Aufgrund der lokalen Wirkung, treten bei der Inhalation weniger Nebenwirkungen auf als durch die orale Einnahme des Arzneimittels.

Nebenwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympathomimetika können zusätzlich auch auf die Beta-1-Rezeptoren einwirken, wodurch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Diese betreffen zumeist das Herz und das zentrale Nervensystem. Auftreten können unter anderem:

  • Arrhythmie (Herzrhytmusstörungen)
  • Angina pectoris
  • Tachykardie (Herzrasen)
  • Tremor (Zittern)
  • Unruhe

Schwächegefühl, Schlafstörungen, Übelkeit und übermäßige Schweißproduktion sind ebenfalls auf die Einwirkung der Arzneimittel auf die Beta-1-Rezeptoren zurückzuführen. Zusätzlich wird in der Leber und den Skelettmuskeln bei der Aktivierung der Beta-2-Rezeptoren Glycogen abgebaut. Aufgrund dessen kann es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels kommen.

Das Risiko auf Nebenwirkungen wird durch die inhalative Einnahme der Arzneimittel deutlich verringert. Bei dieser Darreichungsform wird die Substanz direkt in den Atemwegen aufgenommen und gelangt somit nur in geringen Mengen in den Blutkreislauf. Trotzdem gilt zu beachten, dass Nebenwirkungen bei höherer Dosierung stärker und häufiger auftreten können.

Wechselwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika und anderen Medikamenten

Werden verschiedene Medikamente der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika kombiniert, kann es zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen kommen. Die Wirkstoffe dürfen grundsätzlich nicht mit anderen Substanzen aus derselben Wirkstoffreihe angewandt werden.

Die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika kann durch die gleichzeitige Einnahme von Beta-Blockern abgeschwächt werden. Von einer gemeinsamen Anwendung der beiden Arzneimittelgruppen sollte dringen abgesehen werden, außer ein Arzt stimmt der Medikamentenkombination zu.

Des Weiteren sind Wechselwirkungen mit folgenden Medikamenten bekannt:

  • Glucocorticoiden
  • Antiarryhtmika
  • Herzglykosiden
  • Oxytocin
  • Levothyroxin
  • Methylxanthinen
  • trizyklische Antidepressiva
  • Diuretika

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Beta-2-Sympathomimetika

Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber einen Wirkstoff der Beta-2-Sympathomimetika, darf dieser nicht eingenommen werden. Asthmatiker, die auf eine Substanz der Wirkstoffgruppe sensibel reagieren, sollten einen Arzt konsultieren, um eine optimale Behandlungalternative festzulegen.

Asthmatiker, die gleichzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z.B. Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion oder Krampfanfällen leiden, sollten vor der Einnahme von Beta-2-Sympathomimetika die Nutzen sowie Risiken mit ihrem Arzt besprechen.

Eine besondere ärztliche Überwachung wird bei Patienten mit COPD im fortgeschrittenem Stadium empfohlen, da die Substanzen einen Blut-Kalium-Mangel verstärken können und somit das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöht.

Betroffene, die ebenfalls an Diabetes mellitus leiden, sollten während der Einnahme ihrer Asthmamedikation ihren Blutzuckerspiegel genau kontrollieren, da es möglicherweise zu einer Erhöhung des Blutzuckers kommt.

Können Beta-2-Sympathomimetika während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden?

Grundsätzlich sollten die Wirkstoffe in der Schwangerschaft nur nach Absprache mit einem Arzt angewandt werden. Beta-2-Sympathomimetika wirken entspannend auf die Gebärmuttermuskulatur und können Wehen hemmen. Es ist nicht bekannt, ob die Substanzen durch das Stillen über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Der behandelnde Arzt sollte über einen Abbruch oder eine Fortführung der Asthmatherapie während der Stillzeit entscheiden.

Quellen:
  1. Bedarfsmedikamente (Reliever). Bundesverband der Pneumologen e.V. (BdP). URL: lungenaerzte-im-netz.de
  2. Beta-2-Sympathomimetika. Gesundheitsportal onmeda gofeminin GmbH. URL: onmeda.de
  3. Dosierung und Wirkungsdauer und unerwünschte Arzneimittelwirkungen der wesentlichen Bronchodilatatoren in der Langzeittherapie der COPD. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin. URL: patienten-information.de

Veröffentlicht am: 17.05.2016

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