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Was ist die Minipille?

Neben der kombinierten Antibabypille, die die Hormone Östrogen und Gestagen enhält, können sich Frauen, die an einer Östrogenunverträglichkeit leiden, stillen, rauchen oder Übergewichtig sind sich für die östrogenfreie Minipille entscheiden. Die Minipille enthält ausschließlich ein Gestagen. Bekannte Minipillen sind z.B. Cerazette und Micronor.

Die Minipille im Überblick

Die Minipille ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Sie enthält das Hormon Levonorgestrel in geringfügiger Konzentration. Das Hormon gehört zu den Gestagenen. Die Minipille hat kaum eine Wirkung auf die körpereigene Hormonproduktion.

Durch die normale Minipille wird der Eisprung nicht verhindert, stattdessen wird in der Gebärmutterschleimhaut der Schleim so verändert, dass der Samen nicht in die Gebärmutter vordringen kann. Auf diese Weise wird die Befruchtung einer Eizelle vereitelt.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass bei der Einnahme der Minipille weiterhin ein Eisprung jeden Monat stattfindet. Somit ist eine Befruchtung theoretisch möglich. Die Pille muss sehr konsequent und genau eingenommen werden.

Bei der Minipille mit dem Gestagen Hormon Desogestrel wird zusätzlich der Eisprung verhindert. Da die Einnahme der Minipille genau eingehalten werden muss, liegt im ungünstigsten Falle der Pearl Index bei 3. Wird die Pille jedoch jeden Tag akribisch zur gleichen Zeit eingenommen, kann der Wert bis auf 0,8 gesenkt werden. Diese Verhütungsmethode ist sehr sicher.

Verschrieben wird die Minipille besonders Frauen, welche die Mikropille wegen ihres Alters oder einer Rauchgewohnheit nicht nehmen können. Die Minipille eignet sich speziell für Frauen die Stillen. Die Milchzusammensetzung und die Milchmenge wird durch das Hormon Gestagen nicht in Mitleidenschaft gezogen. Es wird nur in ganz kleinen Mengen durch die Muttermilch auf den Säugling übertragen.

Wirkstoff und Wirkungsweise

Üblich ist in der Minipille das Hormon Levonogestrel zu verwenden. Es gehört zu den Gestagen. In einer dieser Pillen wird auch das Gestagen Desogestrel in einer höheren Dosierung genutzt. Hier wird auch der Eisprung verhindert.

Die Wirkungsweise von Gestagene

Detaillierter ausgedrückt wird durch ein Hormon in der Minipille vor dem Muttermund ein Pfropf aus Schleim gebildet. Sie funktioniert nur bei äußerst pünktlicher Einnahme zur gleichen Uhrzeit. Sie wird ohne Unterbrechung an jedem Tag im Monat eingenommen.

Dosierung und Anwendung

Jeden Tag wird zur selben Zeit eine Minipille eingenommen. Zu Beginn der Pilleneinnahme wird am ersten Tag der Menstruation begonnen. Die Wirkung zur Empfängnisverhütung setzt sofort ein. Wenn die Pille erst zwei oder fünf Tage nach dem Einsetzen der Regelblutung eingenommen wird, muss für die nächsten sieben Tage mit einem Kondom als Barrieremethode zusätzlich verhütet werden.

Zum Wechsel zur Minipille von einem anderen hormonellen Mittel zur Verhütung kann es Richtlinien geben, die zu beachten sind. Diese stehen bei jedem Präparat im Beipackzettel und sind einzuhalten.

Die Einnahme der Minipille erfolgt an 28 Tagen durchgängig und ohne Pause. Der Empfängnisschutz nimmt schon erheblich ab, wenn die Minipille 3 Stunden zu spät eingenommen wird. Eine Ausnahme bildet die Pille auf der Basis von Desogestrel. Bei ihr kann die verspätete Einnahme bis zu 12 Stunden dauern. Bedingt durch die schnelle Verflüssigung des Schleimpfropfs vor dem Muttermund ist auf eine pünktliche 24-stündige Einnahme der Pillen zu achten.

Nebenwirkungen der Minipille

In der Regel sind bei der Minipille geringere Nebenwirkungen als bei einer Kombinationspille zu verzeichnen.

Durch die Einnahme der Minipille kann es Depressionen kommen. Es können Kopfschmerzen, Hautunreinheiten und Brustspannen vorkommen. Bei einigen Frauen kann es zu Unregelmäßigkeiten im Zyklus und zu Zwischenblutungen kommen. Die Blutungen können sogar gänzlich ausbleiben.

Wechselwirkungen

Die Wirkung der Minipille kann durch die Einnahme von Psychopharmaka und ein paar Antiepilektika oder Präparate wie Johanniskraut und Breitbandantibiotika herabgesetzt werden. Eine verminderte Wirkung wird auch durch Durchfall oder Erbrechen ausgelöst. Vor dem Einsatz der Minipille sollte der Arzt oder die Ärztin über eine Medikamenteneinnahme informiert werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Bei jedem Medikament steht an erster Stelle ein Hinweis zu den Gegenanzeigen. So auch bei der Minipille, bei einer bekannten Unverträglichkeit oder Überempfindlichkeit darf die Minipille nicht eingenommen werden.

Die Voraussetzung kann eintreten durch allergische Krankheitszeichen oder einen Blutdruckabfall bis hin zur Bewusstlosigkeit. Andere Anzeichen sind Hautausschlag, Durchfall und starke Kopfschmerzen. Nicht immer ist eine Unverträglichkeit sofort erkennbar oder spürbar. Zum Beispiel wenn das Blutbild verändert wird, merkt der Patient im Allgemeinen nichts davon.

Bekannte Unverträglichkeiten sollten der Ärztin oder dem Arzt mitgeteilt werden.

Quellen:
  1. Die Minipille. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. URL: familienplanung.de
  2. Pille. Bundesverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Die Minipille. pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. URL: profamilia.de

Veröffentlicht am 23.06.2016

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