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Verhütungsmethoden in der Stillzeit

Wenn Frauen einige Zeit nach der Geburt ihres Kindes wieder Lust auf Sex haben, wird die Frage nach einer geeigneten Verhütungsmethode aktuell. Denn entgegen einer weit verbreiteten Ansicht, können Frauen während der Stillzeit schwanger werden.

Überblick

Besonders während der Stillzeit sollten Frauen die Verhütungsmethode sorgfältig auswählen, da die Gesundheit des Babys durch das Verhütungsmittel nicht gefährdet werden sollte. Daher können viele Mütter nicht zu der Verhütungsmethode greifen, die sie vor der Schwangerschaft genutzt haben.

Beispielhaft dafür sind Präparate, die Östrogene enthalten. Diese bremsen nämlich die Milchproduktion und sind daher für stillende Mütter eher ungeeignet. Es gibt aber genug mögliche Alternativen, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen.

Verhütung durch Barrieremethoden

Als Barrieremethoden werden mechanische Verhütungsmittel eingestuft, die nicht in den Hormonhaushalt der Frau eingreifen. In diese Kategorie fallen unter anderem das Kondom, das Diaphragma oder die Protiokappe.

Das Kondom ist das beliebteste Verhütungsmittel während der Stillzeit. Rund 50% der frischgebackenen Mütter greifen während der Stillzeit zu Verhütungszwecken zum Kondom. Kondome haben als Verhütungsmittel sehr viele Vorteile. Sie haben keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt einer Frau und schützen zudem vor vielen Geschlechtskrankheiten.

Zwar sind Kondome nicht so sicher wie die Pille oder die Spirale, aber schützen die Frau zusätzlich vor gefährlichen Unterleibsentzündungen. Durch den Wochenfluss der Frau, der bis zu sechs Wochen nach der Geburt auftritt, bleibt die Infektionsgefahr für eine Unterleibsentzündung sehr hoch. Doch Kondome können diesen Entzündungen vorbeugen. Das Kondom ist außerdem sehr leicht zu verwenden. Diese Verhütungsmethode ist für stillende Mütter daher sehr geeignet.

Das Diaphragma und die Protiokappe zählen ebenfalls zu den Barrieremethoden der Verhütung. Sie greifen nicht in den Hormonhaushalt der Frau ein, aber haben anders als das Kondom keine keimschützende Wirkung. Beide Verhütungsmittel werden mit einem samenabtötenden Gel kombiniert und über den Muttermund geschoben.

Ein Diaphragma muss zunächst von einem Arzt angepasst werden, damit es exakt über dem Muttermund sitzt. Allerdings kann ein Diaphragma erst drei Monate nach der Geburt des Kindes angepasst werden, da die Beckenorgane sich zunächst komplett zurück bilden müssen. Wie sicher Diaphragma und Protiokappe sind, hängt davon ab, wie zuverlässig sie angewendet werden.

Für Frauen, die auch vor der Schwangerschaft schon Erfahrungen mit dieser Art von mechanischen Verhütungsmitteln gesammelt haben, sind diese Verhütungsmethoden auch nach der Schwangerschaft eine Überlegung wert.

Hormonelle Verhütungsmethoden

Die Antibabypille ist das von Frauen am häufigsten gewählte Verhütungsmittel. Das liegt daran, dass sie sehr sicher und einfach anzuwenden ist. Vor allen Dingen jüngere Frauen entscheiden sich für eine Form der. Je älter Frauen werden, desto eher sind sie von den möglichen Nebenwirkungen der Hormonpräparate abgeschreckt.

Stillende Mütter können jedoch nicht jede Pille verwenden. Das liegt daran, dass viele Pillen Östrogene enthalten, welche die Milchproduktion bremsen. Zudem können die Hormone über die Milch der Mutter in den Organismus der Babys gelangen und dem Kind schaden.

Besser geeignet für frisch gebackene Mütter sind Pillen, die keine Östrogene enthalten. Zu diesen Präparaten gehört die Minipille. Sie enthält das Hormon Gestagen, das zudem nur niedrig dosiert ist. Das Medikament verändert zwar den Schleim am Muttermund, so dass er undurchdringlich wird, ohne dabei jedoch den Eisprung zu verhindern.

Die Milchproduktion wird durch die Einnahme der Minipille nicht negativ beeinflusst. Der Nachteil der Minipille ist, dass sie jeden Tag zur selben Zeit eingenommen werden muss, damit sie ihre Wirkung entfaltet.

Ein weiteres hormonelles Verhütungsmittel, das den Wirkstoff Gestagen enthält, ist die Dreimonatsspritze. Auch sie wirkt durch die Abgabe von Hormonen. Bei ihr handelt es sich um eine Depotspritze, die alle drei Monate vom Arzt in Oberarm oder Gesäß injiziert wird. Einnahmefehler sind bei dieser Vergütungsmethode ausgeschlossen, allerdings lässt die Wirkung der Spritze nach 13 Wochen nach.

Weitere beliebte Hormonpräparate auf Gestagen Basis sind das Hormonimplantat und die Hormonspirale. Das Hormonimplantat ist ein kleines Stäbchen, das im Oberarm platziert wird. Zu den Nachteilen des Implantats zählt, dass durch seine hormonelle Wirkung immer wieder Zwischenblutungen auftreten oder die Regel auf andere Weise beeinflusst wird.

Alternativ zum Hormonimplantat können stillende Frauen zur Hormonspirale greifen. Die Spirale wird in die Gebärmutter eingesetzt, von wo aus sie das Hormon Gestagen abgibt. Das Hormon verändert das Milieu in der Gebärmuterschleimhaut und hindert so die Spermien daran sich fortzubewegen.

Die Hormonspirale gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel und ist, einmal eingesetzt, sehr unkompliziert. Allerdings kann die Spirale erst 3 bis 6 Monate nach der Geburt des Kindes eingesetzt werden.

Natürliche Verhütungsmethoden

Natürliche Verhütungsmethoden wie die Temperatur- oder die Billings- Methode haben den Vorteil, dass sie keinerlei Nebenwirkungen bei Mutter und Kind auslösen. Bei der Temperatur Methode wird anhand der Körpertemperatur festgestellt, wann eine Frau ihre fruchtbaren Tage hat. Bei der Billings- Methode werden Veränderungen im Vaginalschleim der Frau beobachtet.

Schon außerhalb der Stillzeit sind die natürlichen Verhütungsmethoden sehr anfällig für Fehler. Doch nachdem eine Frau ein Kind geboren hat, ist sie starken Hormonumstellungen unterworfen. Die hormonellen Schwankungen sorgen dafür, dass den Ergebnissen der natürlichen Verhütungsmethoden nicht viel Bedeutung beigemessen werden kann. Während der Stillzeit sind diese Methoden zur Empfängnisverhütung daher eher weniger geeignet.

Quellen:

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