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Micronor (Micronovum) Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Die Minipille Micronor (Micronovum) enthält den Wirkstoff Norethisteron. Im Gegensatz zu Kombinationspräparaten mit Östrogen weisen gestagenhaltige Monopräparate wie Micronor weniger Nebenwirkungen auf. Vorsicht ist jedoch bei rauchenden Patientinnen mit Risikofaktoren wie Hypertonie, Übergewicht und Hyperlipämie geboten.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Da jede Frau anders reagiert, sind allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe des Medikaments nicht auszuschließen und vorherzusehen. Als Hilfsstoff wird Milchsäure (Laktose) verwendet, ein bekanntes Allergen. Sollten sich plötzliche Symptome wie Schwellungen und Atemnot zeigen, muss die Pille sofort abgesetzt und ein Arzt konsultiert werden.

Die Minipille Micronor kann zu Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus führen. Dazu gehören die Durchbruchsblutung (Spotting), die Amenorrhoe (ausbleibende Menstruation) und die Menorrhagie (verlängerte Monatsblutung). Unter Einnahme des gestagenhaltigen Micronovums können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühl in der Brust, Gewichtszunahme, Hautreaktionen, Schwindel, Libidoverlust, Haarausfall, Sekretion aus der Brustwarze und depressive Verstimmungen auftreten.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Brustspannen Zwischenblutungen Leberfunktionsstörungen
Vaginaler Ausfluss Nesselsucht oder Juckreiz Blutdrucksteigerung
Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe) Müdigkeit Gelbsucht
Gewichtszunahme Übelkeit Zuckerstoffwechselstörungen

Selten sind androgene Nebenwirkungen wie Akne, sowie eine verstärkte Behaarung an Körper oder Gesicht (Hirsutismus). Eine eingeschränkte Milchbildung (Laktation) ist sehr selten.

Bei Erbrechen und Durchfall ist damit zu rechnen, dass die Schwangerschaftsverhütung durch die Einnahme der Minipille nicht ausreicht. In diesen Fällen sollte bei jedem Geschlechtsverkehr ein Kondom benutzt werden. Das Präparat schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie beispielsweise HIV, HPV, Chlamydien, Syphilis oder Gonorrhoe.

Welche Wechselwirkungen sind bekannt?

Vor allem Antibiotika und Johanneskraut (Hypericum perforatum) setzen die Wirksamkeit der Minipille Micronor herab, so dass ein Schutz durch Präservative unbedingt zu empfehlen ist. Einfluss nehmen Antiepileptica (Griseofulvin, Hydantoin) und Virostatika (Rifamcin, Bosentan, Modafilin). Oral verabreichte Retionide (Acitrecin, Motretinid, Etretinat) können die Wirkung der Minipille aufheben. Dabei handelt es sich um eine chemische Substanz, die mit dem Retinol (Vitamin A) verwandt ist.

Es gibt keine Hinweise dazu, ob eine Gestagenpille den Blutzzuckerspiegel beeinflusst. Deshalb sollten Diabetikerinnen unter Einnahme von Micronor engmaschig kontrolliert werden.

Welche Gegenanzeigen bestehen?

Bei Krebserkrankungen wie gestagenabhängigen Tumoren darf die Minipille Micronor nicht verabreicht werden. Dazu gehören ein klinisch erwiesenes, therapiertes und anhand der Symptome vermutetes Mammakarzinom (Brustkrebs), selbst wenn es familiär gehäuft auftritt. Bisher liegen keine Studien vor, ob gestagenhaltige Monopräparate an der Entwicklung von Mamma- und Zervixkarzinomen beteiligt sind.

Bei Vaginalblutungen mit unklarer Ursache besteht eine Gegenanzeige zum Arzneimittel. Nach einer Leberentzündung (Hepatitis) ist für 6 Monate von einer Verhütung mit der Einkomponentenpille abzusehen. Im Fall einer chronischen Lebererkrankung darf das Präparat generell nicht eingenommen werden.

Ausgenommen sind ebenfalls Patientinnen mit akuten thromboembolischen Erkrankungen der Venen. Wird eine Schwangerschaft angenommen oder besteht sie bereits, darf das Präparat nicht verordnet werden. Das Vorgehen gilt ebenfalls bei Herpes gestationis, einer Autoimmunkrankheit der Haut.

Quellen:
  1. Micronovum Tabletten. DACON GmbH. KG. URL: pharmazie.com
  2. Norethisteron. Wort & Bild Verlag. URL: onmeda.de

Veröffentlicht am 13.10.2016

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