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Levonorgestrel: vielseitige Anwendung & zuverlässige Wirkung

Levonorgestrel ist ein synthetische hergestelltes Hormon, das der Gruppe der Gestagene zugehörig ist. Die Markteinführung des Hormons erfolgte 1966, wodurch es zu der sogenannten 2. Generation von Gestagenen gezählt wird. Es ist derzeit das einzige Hormon, das sowohl zur Empfängnisverhütung als auch zur Notfallverhütung eingesetzt werden kann.

Wo wird der Wirkstoff verwendet?

Levonorgestrel ist in Hormonpräparaten wie der Antibabypille oder Minipille enthalten. Als Notfallkontrazeptivum kommt der Wirkstoff in der Pille danach zur Anwendung. Hormonspiralen basieren ebenfalls auf der Wirkung des synthetischen Gestagens. Da die Herstellung keinem Patent unterliegt, gibt es eine Vielzahl von Produkten, in denen der Wirkstoff seit 1966 verwendet wird.

Die regelmäßig einzunehmenden Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung, kurz als Pille bezeichnet, werden seit 1960 in unterschiedlicher Dosierung und Zusammensetzung mit anderen Hormonen angeboten. Bei einer korrekten Einnahme sind sie das sicherste Mittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft. Sollte die Anwendung einmal vergessen werden, darf die Verhütungspille keinesfalls in doppelter Dosis verabreicht werden.

Minipillen enthalten nur den Wirkstoff Levonorgestrel. Ihre Einnahme muss täglich zur gleichen Zeit erfolgen. Mehr als 3 Stunden Abweichung können den Verhütungsschutz für mindestens 7 Tage gefährden. Wurde die Anwendung vergessen, sollte die Einnahme rasch nachgeholt werden.

Die Hormonspirale ist ein Langzeitkontrazeptivum, das in die Gebärmutter eingebracht und jederzeit wieder entfernt werden kann. Ihre Funktionsweise entspricht der einer Minipille. Die kleinere Ausführung mit 13,5 mg Levonorgestrel reicht für maximal 3 Jahre. Die Wirksamkeit der größeren Spirale bei 52 mg des Wirkstoffs wird mit bis zu 5 Jahren angegeben.

Innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verringert Levonorgestrel als "Pille danach" die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft. Die genaue Wirkungsweise ist noch unbekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass ein Eisprung oder der Transport einer befruchteten Eizelle zur Gebärmutterschleimhaut verhindert werden.

Wie wirkt Levonorestrel im weiblichen Organismus?

Der Wirkstoff nimmt Einfluss auf den Menstruationszyklus einer Frau, der in zwei Phasen von jeweils vierzehntägiger Dauer unterteilt ist. Die Follikelphase beginnt am ersten Tag der Regelblutung. Dabei werden Gebärmutterschleimhaut und unbefruchtete Eizelle ausgeschieden. Gleichzeitig beginnt in den Eierstöcken die Reifung neuer Ovarialfollikel mit einer Eizelle.

Mit dem Eisprung - der sogenannten Ovulation - setzt die Lutealphase ein, in der das Ovarialfollikel die reife Eizelle an den Eileiter übergibt. Dort ist sie für einen Zeitraum von 12 bis 24 Stunden bereit, befruchtet zu werden. Ist das Ovarialfollikel leer, beginnen die Umwandlung in den Gelbkörper und die Produktion von Progesteron, dem Gelbkörperhormon.

Die Wirkungsweise von Gestagene

Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Während der Schwangerschaft wird die Progesteronproduktion von der Plazenta übernommen. Bleibt die Befruchtung einer Eizelle aus, schrumpft der Gelbkörper und stellt die Progesteronbildung ein, so dass Gebärmutterschleimhaut und unbefruchtete Eizelle mit der nächsten Menstruation abgestoßen werden.

Unter Vortäuschung einer Schwangerschaft durch Levonorgestrel wird die Hirnanhangsdrüse veranlasst, keine Ovulation auszulösen. Der Wirkstoff nimmt außerdem Einfluss auf die Konsistenz des Zervixschleims. Das veränderte Sekret im Gebärmutterhals wirkt der Spermienpassage erschwerend entgegen. Gleichzeitig wird die Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.Levonorgestrel wird vollständig über den Darm aufgenommen. Etwa 3 Stunden nach der Einnahme erreicht der Wirkstoff seinen höchsten Wirkspiegel im weiblichen Körper.

Erfolgt die Aufnahme nur einmalig, wie bei der "Pille danach", so ist das synthetische Hormon nach zwei Tagen bis zur Hälfte ausgeschieden. Unter dauerhafter Einnahme als Antibabypille reichert sich Levonorgestrel im Körper an. Abgebaut wird der synthetische Wirkstoff über die Leber. Die Ausscheidung erfolgt über den Urin und Stuhl.

Welche Neben- und Wechselwirkungen können auftreten?

Da sich die höchste Dosis an Levonorgestrel in der "Pille danach" befindet, sind hier die stärksten Nebenwirkungen zu erwarten. Etwa 10 Prozent der Frauen sind von Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unterbauchbeschwerden und vaginalen Blutungen betroffen.

Unter der Einnahme einer höher dosierten Verhütungspille können Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Verschiebungen im Monatszyklus und Spannungsgefühl in der Brust auftreten. Allgemein sind die Nebenwirkungen einer Antibabypille eher selten und weniger stark ausgeprägt.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Übelkeit und Durchfall Erbrechen Ausschlag
Schwindel Unregelmäßige Regelblutung Schmerzen im Unterbauch und Genitalbereich
Spannungsgefühl in der Brust Schmierblutungen Verstärkte Regelschmerzen

In Verbindung mit Wirkstoffen anderer Medikamente kann Levonorgestrel über die Leber schneller abgebaut werden. Unter Umständen reicht der Wirkspiegel dann nicht aus, um vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt zu sein. Beispiele dafür sind Phenobarbital, Topiramat, Carbamazepin und Phenobarbital, die in Medikamenten bei Krampfleiden und Epilepsie enthalten sind.

Wirkstoffe wie Ritonavir, Griseofulvin, Efavirenz und Rifampicin, die bei spezifischen Infektionen verabreicht werden, gehen mit Wechselwirkungen zu Levonorgestrel einher. Das natürliche Antidepressivum Johanniskraut, sowie eine medizinische Kohle zur Linderung von Durchfallerkrankungen sind weitere Arzneimittel, die den Schutz durch Levonorgestrel mindern können.

Unter Umständen wird bei der Pilleneinnahme die Wirkung von oral zugeführtem Insulin oder anderen Antidiabetika beeinflusst, so dass eine Anpassung der Dosis erfolgen muss. Für Raucherinnen oder Patientinnen mit Gerinnungsstörungen besteht ein erhöhtes Risiko an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken.

Wann darf Levonorgestrel nicht eingenommen werden?

Schwangere und Stillende sind von einer Einnahme ausgenommen. Ebenfalls nicht einnehmen dürfen den Wirkstoff Männer, Kinder und Jugendliche vor der ersten Monatsblutung, sowie Frauen nach der Menopause. Sollten frühe Zeichen einer Venenerkrankung, plötzlich auftretende Migräne mit Sehstörungen, Einschränkungen der Leberfunktion oder Depressionen erkennbar sein, ist von einer weiteren Einnahme des Wirkstoffs Levonorgestrel abzuraten.

Quellen:
  1. Levonorgestrel. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Die "Pille danach". Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). DHL. URL: familienplanung.de
  3. Wirkstoff Levonorgestrel. Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH. URL: kade.de
  4. Was ist Levonorgestrel? Dr. Kade/Besins Pharma GmbH. URL: schoen-sicher.de

Veröffentlicht am 22.09.2016

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