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Hormonelle Alternativen zur Antibabypille

Zur hormonellen Empfängnisverhütung stehen Frauen neben der Antibabypille auch alternative Methoden zur Verfügung. Hierzu gehören der Vaginalring, die Dreimonatsspritze, das Verhütungspflaster und das Hormonimplantat. Hormonelle Verhütungsmethoden gelten generell als sehr sicher und weisen einen niedrigen Pearl-Index auf.

Überblick: Was ist hormonelle Verhütung?

Bei der hormonellen Verhütung werden dem Körper künstlich hergestellte Hormone zugeführt. Sie sind fast identisch mit den körpereigenen Hormonen Östrogen und Gestagen. Mit diesen wird der monatliche Zyklus bei der Frau gesteuert. Das bekannteste Verhütungsmittel dieser Art ist die Antibabypille.

Als Mikropille wird das Kombinationspräparat aus Östrogen und Gestagen bezeichnet. Enthält die Pille ausschließlich Gestagen, spricht man von einer Minipille. Die Einnahme beider Formen der Antibabypille sollten grundsätzlich am ersten Tag der Menstruationsblutung stattfinden. Die Anwendung erfolgt in Folge jeden Tag, idealerweise zur selben Uhrzeit.

hormonelle verhutungsmittel

Der Vorteil von alternativen, hormonellen Verhütungsmethoden ist, dass sie nicht jeden Tag eingenommen werden müssen. Das Verhütungspflaster muss nur ein Mal wöchentlich gewechselt werden, während Frauen, die mit NuvaRing verhüten lediglich ein Mal im Monat sich mit dem Theam Verhütung auseinander setzten müssen.

Das Verhütungspflaster

Es ist klein, dünn und selbstklebend in der Größe 4,5 cm x 4,5 cm und wird direkt auf die Haut aufgebracht. Das Verhütungspflaster wirkt wie eine Kombinationspille und enthält die Hormone Östrogen und Gestagen. Diese werden über die Haut vom Körper aufgenommen und verhindern den monatlichen Eisprung.

Die Anwendung erfolgt durch Aufkleben am ersten Tag der Menstruation. Hier verbleibt es für sieben Tage. Dann wird es durch ein neues Verhütungspflaster ausgetauscht. Ratsam ist es, dies immer am gleichen Wochentag vorzunehmen.

Evra Hormonpflaster

Nach dreiwöchiger Anwendung wird eine 7-tägige Pause eingelegt. In dieser Zeit kommt es zur Blutung. Nach den sieben Pflaster freien Tagen wird erneut ein Verhütungspflaster aufgeklebt, auch dann, wenn die Blutung noch anhält. Wichtig ist, dass immer nur ein Pflaster aufgeklebt wird.

Empfohlene Körperstellen zum Aufkleben sind der gesamte Oberkörper ohne die Brust, die Außenseiten beider Oberarme, das Gesäß, wie auch der Bauch. Das Verhütungspflaster soll auf die saubere und trockene Haut geklebt werden. Die gleiche Stelle sollte bei einem Wechsel des Pflasters nicht hintereinander genutzt werden.

Pflaster zur Verhütung werden als eine sichere Verhütungsmethode mit dem Pearl Index von 0,9 eingestuft. Bei Frauen von mehr als 90 Kilogramm Gewicht kann die Wirksamkeit geringer ausfallen. Bestens geeignet ist das Verhütungspflaster für alle Frauen, die nicht täglich an Verhütung denken wollen. Selbst bei Nebenwirkungen wie Übelsein und Erbrechen wirkt es.

Nachteilig können Nebenwirkungen wie Überreaktion an der Klebestelle, Kopfschmerzen und Übelkeit sein. Das Pflaster kann nicht während der Stillzeit angewandt werden. Es ist nicht für Frauen mit hohem Blutdruck oder einer Neigung zu Thrombosen geeignet. Raucherinnen über 35 und Lebererkrankte sollten eine andere Methode wählen.

Der Verhütungsring

Die Dosierung der Hormone Östrogen und Gestagen sind im Vaginalring geringer als in der Pille. Der Verhütungsring ist flexibel und wird in die Scheide eingeführt. Hier werden die Hormone gleichmäßig ins Blut abgegeben. Der Schleim im Gebärmutterhalskanal wird verändert und die Spermien daran gehindert bis zur Gebärmutter vorzudringen.

Nuvaring Hormonring

Stattgefundene Studien zeigen einen hohen Pearl Index Wert von 0,65-0,9 für den Verhütungsring auf. Die Vorteile des Vaginalrings liegen im einmaligen Einsetzen in die Scheide für einen ganzen Monatszeitraum. Die Wirkung wird durch Durchfall oder Erbrechen nicht behindert. Durch Anwendung des Verhütungsrings nimmt die Blutungsstärke und -dauer oft ab.

Zum Nachteil können Nebenwirkungen wie Ausfluss aus der Scheide, Scheidenentzündungen, Kopfschmerzen, Akne , Übelkeit und Brustspannen eintreten. Während der Stillzeit kann diese Methode nicht angewandt werden.

Das Hormonimplantat

Mit dem Hormonimplantat werden geringe Mengen des Hormons Gestagen an den Körper abgegeben. Das Implantat selber ist ein weiches Kunststoffstäbchen. Es wird in die Unterseite des Oberarms durch einen Facharzt eingesetzt. Der Eisprung wird durch eine Schleimveränderung im Gebärmutterhalskanal bis zu drei Jahren verhindert.

Diese Methode ist einer der sichersten Verhütungsmethoden mit einem Pearl Index von 0,05. Sie kann jederzeit durch Entfernen des Verhütungsstäbchens unterbrochen werden.

Die Vorzüge liegen mit der Langzeitverhütung und der Sicherheit der Verhütung auf der Hand. Zudem ist die Methode auch während der Stillzeit geeignet. Das Hormonimplantat ist sehr gut für Frauen geeignet, die Östrogen nicht vertragen. Menstruationsbeschwerden können verbessert werden.

Zu den Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Hautunreinheiten, Spannungsgefühl der Brust und eine Gewichtszunahme gehören. Länger anhaltende Blutungen oder Zwischenblutungen können eintreten. Eventuell bleiben die Monatsblutungen nach einigen Monaten ganz aus.

Die Hormonspirale

Nach dem Einsetzen der Spirale durch den Frauenarzt oder die Frauenärztin gibt diese regelmäßig kleine Mengen des Hormons Gestagen in die Gebärmutter ab. Die empfängnisverhütende Wirkung wird durch eine Verdickung des Schleims im Gebärmutterhalskanal erzeugt. Den Spermien wird der Zugang zur Gebärmutter verweigert.

hormonspirale

Geeignet ist die Hormonspirale für alle Frauen, die langfristig verhüten wollen. Die Wirkung hält fünf Jahre lang zuverlässig an. Diese Spirale weist einen sehr hohen Pearl Index von 0,16 auf.

Die Vorteile liegen eindeutig in der Langzeitwirkung. Blutungsstärke und -dauer werden reduziert und Regelschmerzen lassen nach. Geringere Nebenwirkungen durch eine verminderte Hormonzuführung. Die Hormonspirale kann während der Stillzeit benutzt werden. Zum Nachteil können sich Zwischen- und Schmierblutungen auswirken. Die Spirale ist dicker und bei Frauen, die noch keine Kinder zur Welt gebracht haben, kann eine Dehnung des Gebärmutterhalses nötig sein.

Die Dreimonatsspritze

Die Wirkung der Dreimonatsspritze wird durch eine hohe und lang wirkende Gabe des Hormons Gestagen erreicht. Der Eisprung wird verhindert und zusätzlich eine Gebärmutterschleimhautveränderung hervorgerufen. Das Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter wird verhindert. Die Spritze wird durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt injiziert.

Die Dreimonatsspritze ist sehr zuverlässig und kann bis zu eine Woche später verabreicht werden. Als Verhütungsmethode besitzt die Spritze einen Pearl Index von 0,3 und ist damit sehr sicher.

Ein großer Vorteil der Dreimonatsspritze ist die nur vierteljährliche Vorstellung beim Arzt für die Injektion. Sie ist zu dem während der Stillzeit geeignet. Nachteilig kann sich eine unregelmäßige Regel auswirken. Gar nicht geeignet ist die Dreimonatsspritze für Frauen mit einem Risiko zur Osteoporose.

Durch den hohen Gehalt an Gestagen kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Hautunreinheiten und zu Depressionen kommen. Eine verstärkte Gewichtszunahme ist nicht auszuschließen.

Es dauert eine lange Zeit, bis nach der Absetzung der Dreimonatsspritze die Fruchtbarkeit zurückgewonnen wird. Alle genannten hormonellen Verhütungsmethoden schützen nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Quellen:
  1. Prinzipien der Verhütung. Berufsverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  2. Hormonelle Verhütung. Bundesministerium für Gesundheit. URL: gesundheit.gv.at

Veröffentlicht am 17.05.2016

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