Live Chat Telefon
Patientenservice jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00 - 18:30
  • Privater & vertraulicher ServiceDiskrete Verpackung und Zahlung
  • Original MedikamenteWie aus Ihrer lokalen Apotheke
  • Transparenter Preisinkl. Rezept, Medikament & Lieferung
  • Schnelle LieferungFür Ihre Bestellung

Wartec (Warticon) Wirkung

Warticon (Wartec) enthält den Wirkstoff Podophyllotoxin, der mit PPT abgekürzt wird. Gewonnen wird er aus den Wurzeln der Podophyllumpflanze und gehört laut einer Liste der WHO zu den Arzneimitteln, die unentbehrlich sind. Podophyllotoxin ist befähigt, in die virusinfizierten Zellen einzudringen, ihre Zellteilung zu hemmen und ein Absterben der äußeren Kondylome (Genital- oder Feigwarzen) zu bewirken.

Welcher Wirkstoff befindet sich in Warticon (Wartec)?

Das Präparat beinhaltet den Wirkstoff Podophyllotoxin. Die Wirkstoffkonzentration beträgt bei Warticon (Wartec) 0,15 Prozent. Aus der Podophyllumpflanze (Fußblätter oder Maiapfel aus der Familie der Berberitzengewächse) wird zunächst das Harz Podophyllin gewonnen. Das reine Podophyllintoxin entsteht nach der Extraktion und dem Trocknen, indem es zu einem weißen Pulver verarbeitet wird.

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Asien (Podophyllum hexandrum) oder Nordamerika (Podophyllum peltatum). Ihr bevorzugter Wachstumsort sind schattige Wälder. Indianer verwenden PPT seit über hundert Jahren als Substanz gegen Würmer und als Brechmittel. Podophyllotoxin wird von der Pflanze selbst hergestellt, um sich gegen Schadstoffe und Schädlinge zu schützen. In Deutschland wurde der Wirkstoff bislang zur Behandlung von Feigwarzen zugelassen.

Wie wirkt Podophyllotoxin?

Der Wirkstoff gehört zur Klasse der Zytostatika. Er ist ein Spindelgift und Mitosehemmer. Seine Glykoside (an Alkohol gebundene Zucker) Teniposid und Etoposid kommen mittlerweile in der Krebstherapie zum Einsatz. Doch Podophyllintoxin wirkt nicht nur antiviral. Die Substanz richtet sich außerdem gegen Bakterien und Pilze.

Strukturformel von Podophyllotoxin

Das Podophyllintoxin ist befähigt, in die virusinfizierten Hautzellen einzudringen. Als starkes Spindelgift bindet es sich zunächst an das Tubulin, eine Eiweißverbindung im Zellkern. Dort verhindert es die Bildung sogenannter Mikrotubuli in der Kernteilungsspindel. Diese zelluläre Struktur besteht aus vielen Spindelfasern, die für die Zellteilungsvorgänge von Mitose und Meiose benötigt werden.

Mit Blockierung der Mikrotubuli im Spindelapparat wird die Zellteilung verhindert. Es kommt zu einem Absterben (Nekrose) und zu einer Auflösung der Feigwarzen. Wie der Wirkstoff Podophyllumtoxin von den virusinfizierten Zellen aufgenommen, verteilt und abgebaut wird, konnte bis heute nicht ausreichend geklärt werden. Die Halbwertszeit des Wirkstoffs beträgt 1 bis 4,5 Stunden.

Feigwarzen sind hochinfektiös. Sie entstehen durch eine stark vermehrte Zellteilung des Humanen Papillomvirus (HPV). Übertragen werden sie von Mensch zu Mensch durch Geschlechtsverkehr, kleine Hautverletzungen oder über infizierte Hautstellen. Der Virus veranlasst die Hautzelle, sich unentwegt zu teilen. In diesen Prozess greift der Wirkstoff Podophyllumtoxin ein.

Wie effektiv ist der Wirkstoff?

Die Erfolgsquote von Podophyllintoxin liegt zwischen 60 und 80 Prozent. Rückfälle (Rezidive) zeigten sich in 7 bis 38 Prozent aller Behandlungen. In Studien traten behandelte Feigwarzen innerhalb von einem bis zu zehn Monaten erneut auf. Auf 100 Probanden einer Studie mit Warticon (Wartec) kamen 2 bis 90 Personen, die von einem Rezidiv im benannten Zeitraum betroffen waren.

Bei einer erneuten Entstehung von Feigwarzen sollte unbedingt der behandelnde Arzt konsultiert werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass nicht alle Viren bei der vorausgegangenen Therapie beseitigt werden konnten. Ob die Behandlung wiederholt werden muss, um das Abwehrsystem der Haut anzuregen, wird der Arzt anhand der Hautveränderungen beurteilen.

Quellen:
  1. Wartec Crème 0.15%. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. URL: gesundheit.gsk.com
  2. An open, comparative, study of the efficacy of 0.5% podophyllotoxin lotion and 25% podophyllotoxin solution in the treatment of condylomata acuminata in males and females. Kinghorn GR et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  3. A single-blind study of podophyllotoxin cream 0.5% and podophyllotoxin solution 0.5% in male patients with genital warts. C S Petersen et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Aktualisiert am 12.10.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament