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Verhütungsmittel für die Frau im Vergleich

Wenn es um Verhütungsmittel geht, sind die ersten Assoziationen in der Regel die Antibabypille und Kondome. Das Spektrum der Methoden, um eine unerwünschte Schwangerschaft zu verhüten, geht über diese beiden Möglichkeiten jedoch weit hinaus. Welche Form der Verhütung persönlich optimal ist, hängt von vielen Faktoren ab. Neben persönlichen Präferenzen spielen dabei auch die aktuelle Lebenssituation, die Partnerschaft und die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen eine Rolle.

Auch wenn sie mit dem Partner abgestimmt wird - Verhütung ist auch heute weitgehend Frauensache. Männer, die aktiv verhüten möchten, haben lediglich die Wahl zwischen einem (extrem unsicheren) Coitus interruptus (unterbrochener Geschlechtsverkehr), der Verwendung von Kondomen oder einer Sterilisation durch die Durchtrennung der Samenleiter. Frauen steht dagegen eine deutlich größere Bandbreite an Verhütungsmitteln zur Verfügung.

Welche großen Gruppen von Verhütungsmitteln gibt es?

Die Verhütungsmittel für die Frau lassen sich in mehrere große Gruppen unterteilen, hierzu gehören:

Verhütungsgruppe Beispiel
Hormonelle Verhütungsmittel Antibabypille, Hormonspirale, Hormonpflaster, Vaginalring, Dreimonatespritze, Hormonimplantat
Barriere-Methoden Kupferspirale, Diaphragma, Portiokappe, Lea Contraceptivum, Femidom (Frauenkondom)
Chemische Verhütungsmittel (nur zusammen mit Barriere-Methoden) Creme, Gel, Schaumzäpfchen (Ovula), Salben
Natürliche Familienplanung Temperaturmethode, Verhütungscomputer (Zykluscomputer), Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode), Billingsmethode (Zervixschleim-Methode)
Operative Verhütung Sterilisation des Mannes (Vasektomie), Sterilisation der Frau (Tubenligatur)

Welche Verhütungsmethoden werden am häufigsten angewendet?

Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2011 gibt einen Überblick über die Verhütungspräferenzen der Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 49 Jahren.

Demnach liegt die Antibabypille mit einem Anteil von 53 Prozent unangefochten auf dem ersten Platz. Kondome (Präservative) belegen mit einem Anteil von 37 Prozent den zweiten Rang, verwendet werden sie on 45 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen.

Mit der Spirale verhüten zehn Prozent der Frauen, wobei dieses Verhütungsmittel seinen Fokus in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren hat. Zehn Prozent aller Frauen und Männer entscheiden sich irgendwann für eine Sterilisation. Alle anderen Verhütungsmittel und -Methoden spielen dagegen nur eine geringe Rolle.

Was ist der Pearl-Index?

Die Sicherheit einer Methode zur Schwangerschaftsverhütung wird nach dem sogenannten Pearl-Index bewertet. Er gibt an, wie viele von jeweils 100 Frauen trotz der korrekten Anwendung des jeweiligen Verhütungsmittels im Laufe eines Jahres schwanger werden.

Bei regelmäßigem ungeschütztem Sexualverkehr reflektiert der Pearl-Index die Fruchtbarkeit und nimmt mit zunehmendem Lebensalter allmählich ab. Beispielsweise liegt der Pearl-Index bei 20-jährigen Frauen bei etwa 85, bei 40-jährigen Frauen jedoch nur noch bei 30.

Pearl-Index der einzelnen Verhütungsmethoden in tabellarischer Form:

Verhütungsmethode Pearl-Index
Antibabypille 0,1-0,9
Hormonspirale 0,16
Hormonpflaster 0,72 – 0,9
Vaginalring 0,4 - 0,64
Dreimonatespritze 0,3 - 0,88
Hormonimplantat 0,8
Kupferspirale 0,3 – 0,8
Portiokappe 6-18
Diaphragma 6-20
Lea Contraceptivum 2,2 - 2,9
Femidom (Frauenkondom) 5-25
Schaumzäpfchen (Ovula) 3-21
Creme, Gel, Salben 3-21
Temperaturmethode 0,8-3
Verhütungscomputer (Zykluscomputer) 0,3-6
Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode) 9-30
Billingsmethode (Zervixschleim-Methode) 5-35
Sterilisation des Mannes (Vasektomie) 0,1
Sterilisation der Frau (Tubenligatur) 0,5

Quelle: profamilia.de

Hormonelle Verhütungsmittel im Vergleich

Zu den hormonellen Verhütungsmitteln zählen nicht nur die Antibabypille, sondern auch Hormonringe (NuvaRing), Hormonpflaster (Evra), die Dreimonatsspritze und Hormonimplantate.

Abhängig von der Art des Verhütungsmittels und der darin enthaltenen hormonellen Wirkstoffe verhindern sie die Reifung der Eizelle und den Eisprung, verändern die Beschaffenheit des Schleims im Gebärmutterhals (Zervix) so, dass dieser für die Spermien unpassierbar wird und beeinflussen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass die Einnistung einer befruchteten Eizelle unmöglich wird. Bei korrekter Anwendung sind alle hormonellen Kontrazeptiva sehr sichere Methoden der Schwangerschaftsverhütung.

Die Antibabypille

Die Antibabypille gibt es in drei unterschiedlichen Varianten:

  • Kombinationspräparate

Kombinationspräparate (z.B. Yasmin, Cilest, Diane 35 (Dianette), Microgynon) enthalten eine jeweils spezifische Kombination aus synthetischen Östrogenen (weibliche Geschlechtshormone) und Gestagenen ("Schwangerschaftshormone"). Neben "klassischen", relativ hoch dosierten Pillensorten spielen niedrig dosierte Mikropillen eine immer größere Rolle.

Yasmin Pille

Während der Einnahme einer Kombinationspille (Mikropille) findet normalerweise kein Eisprung statt, die Gestagene in der Pille wirken außerdem auf die Schleimhaut der Gebärmutter und den Zervixschleim. Kombinationspillen werden als Einphasenpillen mit konstanter Hormonzusammensetzung oder als Sequenzpräparate (Zwei- oder Dreiphasenpillen) angeboten.

Letztere passen sich so weit wie möglich den Hormonschwankungen des natürlichen Monatszyklus an. Der Pearl-Index von Kombinationspillen liegt je nach Sorte bei zwischen 0,1/0,2 und 0,7. Der Nachteil von Kombinationspräparaten besteht in möglichen Östrogenunverträglichkeiten (insbesondere bei Vorerkrankungen) sowie einem erhöhten Thromboserisiko.

Die Antibabypille kann je nach Präparat unterschiedliche Nebenwirkungen aufweisen. Mögliche Nebenwirkungen von Antibabypille sind:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Kopfschmerzen Veränderte Blutfettwerte Schwerhörigkeit
Zyklusstörungen Libidoveränderung Flüssigkeitsabsonderungen

Die Antibabypille kann auch positive Nebenwirkungen hervorrufen. Sie kann Menstruationsbeschwerden lindern oder das Hautbild verbessern.

  • Minipille (Östrogenfreie Ovulationshemmer)

Die Minipille (z.B. Cerazette, Micronor) kommt ohne Östrogene aus. Sie wirkt ausschließlich auf der Basis von Gestagenen, deren Dosierung so niedrig ist, dass der Eisprung nicht verhindert wird. Ihre empfängnisverhütende Wirkung beruht darauf, dass die Spermienpassage in den Uterus sowie die Ei-Einnistung vermieden werden. Anders als Kombinationspräparate werden Minipillen ohne Pause eingenommen.

Milipille

Sie greifen nur sehr geringfügig in den natürlichen Hormonhaushalt des Körpers ein und werden oft auch von Frauen gut vertragen, für die eine Verhütung mit östrogenhaltigen Pillensorten nicht in Frage kommt. Für eine sichere Verhütung muss die Minipille sehr regelmäßig und möglichst immer zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden. Ihr Pearl-Index liegt zwischen 0,5 und 3 bis 4. Die höhen Werte kommen im Wesentlichen durch Einnahmefehler zustande.

Östrogenfreie Ovulationshemmer sind eine spezielle Variante einer reinen Gestagen-Pille, die durch eine höhere Hormonkonzentration auch in der Lage ist, den Eisprung zu verhindern. Ihr Pearl-Index liegt zwischen 0,14 bis 0,4.

Mögliche Nebenwirkungen von Minipille sind:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Zwischenblutungen Reizbarkeit Krampfadern (sehr selten)
Kopfschmerzen Akne Hautflecken
Zyklusstörungen Magenbeschwerden Wassereinlagerungen

Hormonimplantate

Auch Hormonimplantate (Hormonstäbchen, Verhütungsstäbchen) enthalten nur Gestagen, das in kleinen Mengen in den Körper abgegeben wird. Sie wirken, indem sie den Zervixschleim verdicken und größtenteils den Eisprung unterdrücken.

Hormonimplantate werden in einem kleinen Eingriff unter der Haut - beispielsweise am Oberarm - platziert, können dort drei Jahre bleiben und eigenen sich damit gut für Frauen, die mittelfristig keinen Kinderwunsch realisieren möchten. Ihr Pearl-Index liegt zwischen 0 und 0,08.

Depotspritze

Für die Verhütung mit einer Depotspritze (Dreimonatsspritze) wird alle zwölf Wochen ein Gestagen in den Oberarm- oder Gesäßmuskel injiziert. Dieses Verhütungsmittel eignet sich vor allem für Frauen, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben, da nach dem Absetzen der Spritzen der natürliche Menstruationszyklus oft nur schwer wieder in Gang kommt.

Der Pearl-Index der Dreimonatsspritze liegt zwischen 0,3 und 0,88. Verordnet wird sie in der Regel nur Frauen, für die andere Verhütungsmethoden nicht in Frage kommen, da sie unter Umständen einen negativen Einfluss auf die Knochendichte hat und sich hierdurch das Osteoporose-Risiko erhöhen kann.

Bei der Dreimonatsspritze können ähnliche Nebenwirkungen, wie bei den anderen hormonellen Verhütungsmitteln, auftreten:

  • Gewichtszunahme
  • Zwischenblutungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Kopfschmerzen

Hormonringe (NuvaRing)

Der NuvaRing ist ein biegsamer Kunststoffring, der in die Vagina eingeführt wird und dort 21 Tage lang verbleibt. Während der darauffolgenden ringfreien Tage erfolgt die Menstruationsblutung - wie bei der Antibabypille handelt es sich dabei um eine sogenannte Abbruchblutung. Danach beginnt mit dem Einsetzen eines neuen Rings ein weiterer Zyklus.

Nuvaring Hormonring

Die hormonellen Wirkstoffe des NuvaRings sind niedrig dosierte Östrogene und Gestagene, die über die Schleimhaut der Vagina gleichmäßig in die Blutbahn abgegeben werden. Die hormonelle Verhütung mit einem Hormonring erfolgt analog zur Antibabypille (Kombinationspille, Einphasenpräparat).

Vorteile ergeben sich insbesondere daraus, dass keine tägliche Einnahme eines Kontrazeptivums nötig ist und der Empfängnisschutz auch durch Erbrechen oder Durchfall nicht gemindert ist. Bei richtiger Anwendung ist der NuvaRing ein sehr sicheres Verhütungsmittel, sein Pearl-Index liegt zwischen 0,4 und 0,65.

Zu möglichen Nebenwirkungen vom NuvaRing zählen unter anderem:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Bauchschmerzen Harnwegsinfektionen Blutdruckveränderung
Kopfschmerzen Regelblutungsveränderungen Penisbeschwerden beim Partner (durch die Darreichungsform)
Brustspannen Rückenschmerzen Druckschmerz in den Glidern (sehr selten)

Hormonpflaster (Evra Pflaster)

Verhütungspflaster (Evra Pflaster) verhüten ebenfalls durch eine Kombination aus Östrogen und Gestagen, die transdermal (über die Haut) aufgenommen werden. Sie werden ebenfalls über 21 Tage angewendet und müssen wöchentlich - jeweils am gleichen Wochentag - gewechselt werden.

Evra Hormonpflaster

Duschen, Baden, Schwimmen oder Saunagänge sind mit einem Verhütungspflaster problemlos möglich, seine Haftungsfähigkeit und seine empfängnisverhütende Wirkung bleiben dabei in vollem Maß erhalten. Der Pearl-Index des Evra Pflasters liegt zwischen 0,72 und 0,9.

Wie bei jedem Medikament können auch bei der Anwendung des Evra-Pflasters unerwünschte Nebenwirkungen auftreten:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Spannungsgefühle in der Brust Hautreizungen Verstärkte Libido
Kopfschmerzen Zwischenblutungen Blutzucker-Überschuss
Übelkeit Akne Lebergeschwulste

Barriere-Methoden

Barriere-Methoden sind mechanische Verhütungsmethoden, bei denen zwischen Eizelle und Spermien eine Barriere aufgebaut wird, so dass keine Befruchtung erfolgen kann.

Kondome

Klassische Kondome (Präservative) haben einen Pearl-Index von 2 bis 12. Bisher weitaus weniger gebräuchlich sind Kondome für die Frau, die sowohl vor als auch nach dem Geschlechtsverkehr für einige Stunden in der Vagina verbleiben können, sie haben einen Pearl-Index von 5 bis 25. Die Sicherheit von Kondomen hängt sehr stark von ihrer korrekten Handhabung ab. Sie schützen nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten (sexuell übertragbare Infektionen).

Kondom

Das Kondom kann vor allem zur äußeren Nebenwirkungen führen. Besonders bei einer Latex-Allergie kann es zu Irritationen und Ähnlichem kommen. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Hautrötungen
  • Hautreizungen

Diaphragma und Portiokappe

  • Diaphragma

Ein Diaphragma (Pessar, Pearl-Index: 1 bis 20) besteht aus Silikon und wird wie eine Kappe auf den Muttermund gesetzt. Sein Durchmesser beträgt zwischen 60 und 90 Millimeter, die Verordnung der richtigen Größe sollte durch den Frauenarzt erfolgen. Nach einer Geburt oder Fehlgeburt, nach Unterleibsoperationen sowie nach Gewichtsveränderungen von mehr als fünf Kilogramm ist eine Überprüfung der Größe zu empfehlen.

Diaphragma zur Verhütung
  • Portiokappen

Portiokappen (Okklusivpessare, Pearl-Index: 6) sind halbkugelförmige, elastische Kappen aus Latex oder Silikon. Sie werden auf das äußere Ende des Gebärmutterhalses - die Portio - und damit vor den Muttermund geschoben. Die Ermittlung der passenden Größe erfolgt ebenfalls durch den Frauenarzt.

Diaphragmen und Portiokappen sind in einem Zeitraum von einem bis zwei Jahren wiederverwendbar. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt und an ihren Platz gebracht, anfangs erfordert dieses Prozedere etwas Übung. Nach einem Sexualkontakt verbleiben sie für mindestens acht Stunden in der Scheide, jedoch sind auch Liegezeiten von 24 Stunden problemlos möglich.

Sie werden zusammen mit einem Spermizid verwendet - diese Cremes oder Gels sind in der Lage, Spermien abzutöten. Ohne die Kombination mit einer solchen chemischen Verhütung sinkt die Sicherheit von Diaphragmen und Portiokappen beträchtlich. Neuartige Diaphragmen (FemCap, LeaContrazeptivum) kombinieren die Eigenschaften der beiden Verhütungsmittel, zusammen mit einem Spermizid erreichen sie einen Pearl-Index zwischen 2,2 und 2,9.

Spirale

Die Spirale (Intrauterinpessar) gibt es als Kupferspirale, Kupferkette sowie als Hormonspirale. Spiralen sind sehr sichere Verhütungsmittel, sie werden durch einen Gynäkologen eingesetzt:

Spirale zur Verhütung
  • Kupferspirale

Die Kupferspirale besteht aus Kunststoff, ihr Schaft ist mit Kupferdraht umwickelt. Die Kupfer-Ionen verändern den Schleim im Gebärmutterhals und am Muttermund, so dass die Spermien nicht in den Uterus gelangen können. Außerdem wird die Einnistung einer eventuell doch befruchteten Eizelle verhindert. Die Kupferkette ist eine Weiterentwicklung der Kupferspirale.

Sie besteht aus bis zu fünf Kupferkugeln, die auf einen Nylonfaden aufgezogen werden. Durch ihre flexible Struktur passt sie sich dem Uterus auf optimale Weise an. Die empfängnisverhütende Wirkung einer Kupferspirale oder Kupferkette hält drei bis fünf Jahre an, ihr Pearl-Index liegt zwischen 0,3 und 0,8.

  • Hormonspirale

Hormonspiralen kombinieren die Wirkungsweise einer herkömmlichen Spirale mit der empfängnisverhütenden Wirkung von Gestagenen, die analog zu einer Minipille wirken. Je nach Dosierung des Hormons ist für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren ein sehr sicherer Empfängnisschutz gegeben. Der Pearl-Index der Hormonspirale liegt bei 0,16.

Natürliche Familienplanung

Methoden der natürlichen Familienplanung für die Frau sind die Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode), die Messung der Basaltemperatur zur Feststellung des Eisprungs sowie die Billings-Methode, bei der die Beschaffenheit des Zervixschleims zur Bestimmung der fruchtbaren Tage herangezogen wird. Ihr Pearl-Index bei isolierter Anwendung liegt bei 9, 3 und 15.

Bei korrekter Anwendung deutlich sicherer ist die sogenannte symptothermale Methode als Kombination aus Basaltemperaturmessung und Billings-Methode - sie erreicht einen Pearl-Index zwischen 0,8 und 10.

Operative Verhütungsmethode

Eine operative Verhütung durch Tubensterilisation ist nur Frauen zu empfehlen, deren Familienplanung sicher abgeschlossen ist. Dabei werden die Eileiter (Tuben) durchtrennt, mit einem Clip abgeklemmt oder verschweißt (Thermokoagulation). Die Sterilisation wird in der Regel durch einen minimal-invasiven Eingriff mittels Laparoskopie (Bauchspiegelung) vorgenommen.

Der Pearl-Index einer Sterilisation der Frau liegt bei 0,1. Bei einem späteren Kinderwunsch kann der Versuch einer Refertilisierung unternommen werden, die Erfolgsaussichten sind jedoch ungewiss. Zudem erhöht sich durch eine Tubensterilisation das Risiko für eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft. Während der Operation kann es zu Verletzungen und daraus resultierenden Funktionseinschränkungen der Eierstöcke kommen, was im ungünstigsten Fall einen vorzeitigen Eintritt der Wechseljahre nach sich zieht.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2015

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