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Arzneistoff Vareniclin zur Raucherentwöhnung

Der synthetische Arzneistoff Vareniclin wird zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Die Firma Pfizer vermarktet diesen Stoff in Europa in dem Produkt Champix.

Das Arzneimittel enthält im Gegensatz zu vielen Raucherentwöhnungsmitteln selbst kein Nikotin. Vareniclin besetzt verschiedene Rezeptoren, die normalerweise vom Nikotin angesteuert werden. Dieser Effekt kann es Rauchern erleichtern, die Raucherentwöhnung erfolgreich durchzuführen.

Welche Wirkung hat Vareniclin auf den menschlichen Körper?

Nikotin dockt an verschiedenen Stellen im menschlichen Organismus an, diese Stellen werden als Rezeptoren bezeichnet und befinden sich an den Enden von Nervenzellen. Wenn Nikotin über das Blut diese Rezeptoren erreicht, werden bestimmte Botenstoffe ausgesandt, die beim Raucher eine Art von körperlicher und psychischer Belohnung spürbar werden lassen.

vareniclin wirkung

Diese Rezeptoren erzeugen damit unter anderem den Suchtdruck beim Rauchen, der es einem Raucher physisch und psychisch so schwer macht, mit dem Rauchen aufzuhören. Wer raucht, möchte immer wieder diese Belohnung spüren, Lust- und Entspannungsgefühle, welche Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin auslösen.

Wenn Raucher behaupten, dass das Rauchen sie entspanne, ist dieser Eindruck keine Einbildung, sondern eine Folge der genannten Ausschüttung von entsprechenden Botenstoffen. Hier sind auch die Ursachen für typische Begleiterscheinungen eines Nikotinentzugs angesiedelt, die den Raucher bei der Raucherentwöhnung quälen: Neben einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Verlangen nach Zigaretten, treten diverse psychische Reaktionen wie verstärkte Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, Aggressivität bis hin zu depressiven Verstimmungen auf. Physisch sind unter Umständen Kreislaufsymptome wie niedriger Blutdruck oder ein verlangsamter Puls festzustellen.

Vareniclin ist eine Substanz, die mit dem Nikotin an den Rezeptorstellen konkurriert. Setzt sich statt Nikotin Vareniclin auf den entsprechenden Rezeptoren fest, treten insbesondere zwei Effekte auf:

  1. Der Suchteffekt - die Gier nach Nikotin - wird unterdrückt.
  2. Von außen zugeführtes Nikotin verfehlt seine Wirkung, so dass der Betroffene keine Lust auf Zigaretten mehr verspürt. Der Drang zu Rauchen vermindert sich zügig und nachhaltig, weil Nikotinrezeptoren dauerhaft blockiert werden.

Personen in der Raucherentwöhnung verspüren mit Vareniclin kaum Entzugserscheinungen und verlieren die Freude am Rauchen, da ihr Suchtbelohnungszentrum im Gehirn auch bei der äußeren Zufuhr von Nikotin nicht mehr den gewohnten Belohnungseffekt aussendet.

Wer mit dem Rauchen aufhören will, hat normalerweise etwa 10 Wochen lang mit dem sogenannten Craving - dem Verlangen nach Zigaretten und nach Nikotin - zu kämpfen. Wird Vareniclin mindestens 12 Wochen lang zugeführt, kann diesem Verlangen erfolgreich entgegengewirkt werden.

Kann Vareniclin Nebenwirkungen hervorrufen?

Obwohl der Wirkstoff in wichtige Stoffwechselprozesse auch des Gehirns eingreift, vertragen die meisten Anwender Vareniclin gut. Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Herz- und Nierenerkrankungen, Depressionen und Epilepsie ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Anwendung bedarf in diesem Fall einer zeitlich engmaschigen ärztlichen Überwachung und einer strengen Nutzen-Risiko-Abwägung.

Treten bei einzelnen Anwendern unangenehme Begleiterscheinungen auf, kann der Arzt diese häufig durch eine Änderung der Dosis von Champix ausgleichen. In seltenen Fällen wird in der US-amerikanischen, medizinischen Fachliteratur von folgenden schweren Nebenwirkungen unter Vareniclin berichtet:

  • Herzinfarkt.
  • ernstzunehmende Hautreaktionen.
  • plötzlich auftretender Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • extreme psychische Symptome wie psychotische Schübe.

Diese Beobachtungen haben sich in Europa so bisher nicht bestätigt. Schwangerschaft und Stillzeit kontraindizieren die Einnahme von Vareniclin. Zu weiteren möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Bronchienentzündung Erhöhte Entzündungsanfälligkeit Sehstörungen und erweiterte Pupillen
Appetitverlust Muskelkrämpfe und Hitzewallungen Kältegefühl
Schläfrigkeit Erhöhter Blutdruck Unregelmäßiger Herzschlag oder Herzrhythmusstörungen
Hautausschlag Unruhegefühl oder Depressionen Schlaganfälle

Wechselwirkungen von Vareniclin mit anderen Arzneisubstanzen

Das Magenmittel Cimetidin hemmt die Ausscheidung von Vareniclin über die Nieren. Die Konzentration des Wirkstoffs im Körper erhöht sich um ein Drittel. Folgende Arzneimittel müssen unter Vareniclin in der Dosis angepasst werden:

  • Insulinpflicht.
  • Medikamente gegen Asthma bronchiale.
  • Blutverdünner.

Die Blutkonzentration gängiger Psychopharmaka erhöht sich während der Gabe von Vareniclin. Das gilt auch für Koffein und Paracetamol. Vareniclin sollte nicht mit Nikotinpflastern oder oralen Mitteln kombiniert werden, die Nikotin enthalten. Es drohen bei der kombinierten Gabe Blutdruckabfall und Übelkeit. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel sowie Magen-Darm-Beschwerden wurden in diesem Zusammenhang beschrieben.

Vorteile vom Arzneistoff Vareniclin

Im Vergleich zu anderen Raucherentwöhnungsmitteln muss mit Vareniclin während des Prozesses der Entwöhnung kein weiteres Nikotin zugeführt werden, wie dies etwa bei den klassischen Nikotinpflastern der Fall ist.

Die Nikotinabstinenz kann so schneller und konsequenter eingeleitet werden. Potentielle gesundheitsgefährdende Folgen der Nikotinsucht können schneller zurückgeführt werden. Vareniclin kann in der Dosis an die Stärke der Nikotinsucht gut angepasst werden. Individuellen Bedürfnissen und Verträglichkeiten kann so entsprochen werden.

Strukturformel von Vareniclin

Wissenschaftliche Daten zu Vareniclin

Eine wissenschaftliche Meta-Studie der englischen Universität Oxford - Meta-Studie fassen die Ergebnisse anderer Studien zusammen und werten diese aus - haben Vareniclin eine hohe Erfolgsquote bescheinigt: Die rund 2500 Anwender aus 6 verschiedenen Studien waren unter Vareniclin dreimal so erfolgreich, das Rauchen dauerhaft einzustellen (mindestens ein Jahr lang) als die Kontrollgruppen ohne Vareniclin. Vareniclin wird daher als probates und erfolgreiches Hilfsmittel im Kampf gegen die körperliche Nikotinsucht angesehen.

Vareniclin und Psychotherapie - ein gutes Team

Einige Studien weisen darauf hin, dass die Kombination von Vareniclin mit psychotherapeutischen Methoden die Erfolgsrate in der Raucherentwöhnung noch steigern kann. Während Vareniclin vor allem die körperliche Entwöhnung erleichtert, lässt sich mit einer Verhaltenstherapie der psychische Suchtdruck positiv beeinflussen und nachhaltig lösen.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2015

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