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Ursachen für krankhaftes Übergewicht (Adipositas)

Laut einer Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vom September 2010 wird Fettleibigkeit (Adipositas) immer mehr zur weltweiten Volkskrankheit. Allein in Deutschland haben fast fünfzig Prozent der Erwachsenen zu viele Kilos auf den Hüften.

Jeder fünfte Bundesbürger ist sogar stark adipös. Tendenz steigend. Um Adipositas therapieren zu können beziehungsweise gar nicht erst entstehen zu lassen. ist es notwendig etwas über die Gründe der Erkrankung in Erfahrung zu bringen.

Fehlernährung und Bewegungsmangel

Was die Ursache für krankhaftes Übergewicht lässt sich im Prinzip leicht ermitteln. Wird dem Körper durch Nahrung zu viel Energie zugeführt und wird diese nicht durch entsprechende Bewegung verbraucht, entsteht ein Fettüberschuss in den Fettzellen. Es kommt zu einer Verschiebung der Energiebilanz. Dies liegt unter anderem an mangelnder körperlicher Aktivität. Dahingehen sind sich Mediziner und Wissenschaftler weitgehend einig.

Thermogenese als Ursache für Übergewicht

Kontrovers diskutiert wird hingegen, ob und wie weit eine verminderte nahrungsindizierte Wärmebildung (sogenannte Thermogenese) bei der Entstehung der Adipositas eine Rolle spielt. Sicher ist indess, dass es neben Fehlernährung und Bewegungsmangel noch andere genetische, biologische, neurobiologische, psychologische sowie soziale Gründe für die Entstehung von Adipositas gibt.

Ursachen von Adipositas

Erbliche Faktoren beeinflussen das Körpergewicht

Über Erbanlagen, die das Körpergewicht beeinflussen, ist bis heute nicht sonderlich viel bekannt. Faktum ist, mehrere Genvarianten besitzen die Fähigkeit auf den Fettstoffwechsel einzuwirken. Dabei können sie vor allem Nahrungsaufnahme, Stoffwechsel als auch körperliche Aktivitäten beeinflussen.

Sind die Eltern dick, wird auch das Kind dick werden. So lapidar sich diese Aussage auch anhört, es ist durchaus etwas wahres dran. Zahlreiche Familienstudien haben gezeigt, dass die Kinder übergewichtiger Eltern meist auch zur Fettleibigkeit tendieren. Mittlerweile gilt als als erwiesen, Eltern können durch ihre Lebens-und Essgewohnheiten das Gewicht ihres Kindes beeinflussen.

Ebenso konnte nachgewiesen werden, dass das Gewicht der Adoptiveltern keinen Einfluss auf das Gewicht des Adoptivkindes hat. Natürlich genügt diese wissenschaftliche Erkenntnis nicht, um daraus eine genetische Kausalität für die Entstehung von Adipositas herleiten zu können.

Dick aufgrund genetischer Veranlagung?

Allerdings konnte mittlerweile an Hand von anderen Adoptionsstudien, Familienuntersuchungen und Zwillingsforschungen hinsichtlich der Äthiologie der Adipositas ein kausaler Zusammenhang zu Erbanlagen eruiert werden. Laut Schätzungen von Experten liegt der Einfluss der Gene bei 40 bis 70 Prozent.

Bei den Untersuchungen waren nicht nur Körpergewicht, Body-Mass-Index (BMI) und Körpermasse von entscheidender Bedeutung. Auch die Fettverteilung (abdominale = Fettablagerung an den Organen und periphere Adipositas ), das unter der Haut liegende (subkutane) Fett als auch das im Bauchraum befindliche (intra-abdominale ) Fettgewebe rutsche dabei in den Fokus der experimentellen Genetik.

Fettverteilung wird vererbt

Noch vor wenigen Jahren wurde die Bedeutung der abdominalen Adipositas verkannt. Heute ist wissenschaftlich erwiesen: Übermäßiges inneres Bauchfett (abdominal) kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verursachen. Hingegen treten bei Fettablagerungen im Bereich von Hüfte, Oberschenkel und Gesäß (pheripher) Gefäßerkrankungen beziehungsweise Stoffwechselstörungen etwas häufiger auf als bei Personen mit Normalgewicht. Zudem konnte festgestellt werden, dass subkutanes Fett weniger oft vererbt wird als intra-abdominales Fett beziehungsweise Ganzkörperfett.

Was wird am häufigsten vererbt?

Uneinigkeit besteht bezüglich des Grades der Vererblichkeit der unterschiedlichen Fettmassen. Experten gehen heute davon aus, dass viszerales Fett zu 50 Prozent und subkutanes Fett zu 10 Prozent vererbt wird. Feststeht, ist auch nur ein Elternteil fettleibig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind im Erwachsenenalter fettleibig ist um 50 Prozent.

Genfehler verursacht Adipositas

Obwohl das Erbgut für dick oder dünn schon seit Jahrhunderten vorhanden ist, haben Forscher erst Mitte der 90er Jahren bei sehr fetten und gefräßigen Mäusen die sehr komplizierten Zusammenhänge zwischen Gewichtsregulation und Fettstoffwechsel entdeckt. Den Tieren fehlte das Hormon Leptin.

Das Hormon wird in den Fettzellen hergestellt und gelangt dann über die Blutbahn in das Appetit-und Gewichtsregulationszentrum (Hypothalamus) des Gehirns. Hier verbindet sich das Leptin mit dem sogenannten Leptinrezeptor. Ist der Leptinspiegel im Blut sehr hoch, bedeutet das, im Körper ist viel Fett und Energie vorhanden. Im Normalfall würde das Gehirn jetzt das Signal " satt" senden und so dem Hungergefühl entgegenwirken.

Fehlt jedoch das Leptin-Hormon, so kommt es zu Heißhunger, der durch Essen gestillt werden muss. Der unstillbare Hunger führt dazu, dass die betroffene Person alles in sich hinein schlingt. Irgendwann sprengt dann das Gewicht die Gewichtskurve . Da es sich dabei um einen angeborenen Genfehler handelt ,können schon Säuglinge extrem übergewichtig sein.

Gene sind nicht allein verantwortlich

Allerdings ist hier zu beachten, dass Erbfaktoren in der Regel nicht alleine verantwortlich für das Entstehen von Adipositas sind. Häufig führen mehrere Faktoren zusammen zum Übergewicht. Dabei spielt vor allem falsche Ernährung eine explizite Rolle.

Damit ist aber nicht nur eine übermäßige Nahrungsaufnahme gemeint, sondern auch die ungesunde Zusammensetzung der Nahrung. So wird zum Beispiel das allseits beliebte "Fast Food" aufgrund seiner kurzkettigen Kohlehydrate extrem leicht vom Körper verdaut , was zu einer schnellen Einlagerung von Fetten führen kann.

Weitere Faktoren die Adipositas verursachen

Auch pränatale Faktoren können der Grund für Fettleibigkeit sein . Damit sind Vorgänge gemeint, die bereits den Fötus im Mutterleib beeinflussen. Dies ist der Fall, wenn die Mutter zum Beispiel an Diabetes mellitus erkrankt ist oder während der Schwangerschaft bestimmte Medikamente zu sich nimmt.

Adipositas ist mit heutigen Mitteln verhältnismäßig gut therapierbar. Dabei gilt, je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, um so größer ist die Chance mit dem Arzt die richtige Therapie zu finden. Adipositas kann aber in manchen Fällen sogar verhindert werden. Voraussetzung dafür ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung und viel Bewegung.

Quellen:

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