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Übergewicht in den Wechseljahren (Klimakterium)

In den Wechseljahren, auch als Menopause bekannt, haben viele Frauen mit einer deutlichen Gewichtszunahme zu kämpfen, auch wenn sich die Ernährungsweise kaum geändert hat. Die Zunahme an Gewicht kann eine Reihe von Ursachen haben, die nicht zwangsläufig mit den Wechseljahren in Verbindung stehen. Das Übergewicht muss von Frauen jedoch nicht hingenommen werden. Bevor klar ist, was gegen die Gewichtszunahme getan werden kann, sollten die Ursachen genauer beleuchtet werden.

Wieso kommt es in den Wechseljahren zu verstärkter Gewichtszunahme?

Die Wechseljahre sind ein wichtiger, natürlicher Bestandteil im Leben der Frau. In manchen Fällen können sie mit Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen einhergehen, manchmal laufen sie allerdings auch ganz ohne Probleme ab. Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) können allerdings einen erheblichen Einfluss auf die Wechseljahre haben, es lohnt sich daher in jedem Fall, sich über die Hintergründe zu informieren.

Studien haben ergeben, dass der durchschnittliche BMI (Body Mass Index) bei Frauen während der Wechseljahre deutlich ansteigt.

Body-Mass-Index

So haben Frauen zwischen 50 und 55 im Durchschnitt einen BMI von 25,4, bei den 70-75 jährigen sind es allerdings schon 26,8. Experten sprechen grundsätzlich ab einem BMI von 25 von Übergewicht. Zudem sinkt auch die Muskelmasse – Ärzte schätzen, dass wir ab unserem 30. Lebensjahr etwa 1% an Muskelmasse verlieren, wenn wir nicht aktiv etwas dagegen tun. Da mehr Muskelmasse auch deutlich mehr Kalorien verbrennt, ist dies natürlich ein weiterer wichtiger Faktor.

Die Gewichtszunahme bei Frauen in der Menopause hat mehrere Ursachen:

Geringere Produktion von Somatotropin

In der Hirnanhangdrüse wird das Wachstumshormon Somatotropin (Wachstumshormon) gebildet, das unter anderem beim Abbau von Körperfett hilft. Da das Hormon im Erwachsenenalter nicht mehr für das Längenwachstum des Körpers benötigt wird, wird mit zunehmendem Alter weniger und ab 40 Jahren nur noch sehr wenig Somatotropin produziert.

Das ist einer der Gründe, warum immer weniger Nahrung benötigt wird, um das Gewicht zu halten oder schneller übergewichtig wird. Dieser Grund für die Gewichtszunahme hat nichts mit den Wechseljahren zu tun, sorgt jedoch dafür, dass es in den Wechseljahren schwieriger ist, das Gewicht zu halten.

Struktur von Somatotropin (Wachstumshormon) Somatotropin

Somatotropin ist ein körpereigenes Eiweiß (Polypeptid) und wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Das Wachstumshormon besteht aus 191 Aminosäuren.

Weniger Kalorienverbrauch durch fehlenden Eisprung

Ein weiterer Faktor für eine schnellere Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist der fehlende Eisprung. In den fruchtbaren Jahren verbraucht der Körper einer Frau jeden Tag rund 300 Kcal um ein Ei pro Monat heranreifen zu lassen, und einen Eisprung auszulösen. Fällt der Eisprung weg, sind 300 Kcal pro Tag überschüssig und bei gleicher Ernährungsweise wird an Gewicht zugenommen.

Hormonumstellung und Gewicht

Zur Auswirkung der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren auf das Gewicht gibt es bisher nur spärliche Informationen. Eines ist jedoch gesichert: Durch einen Östrogenüberschuss steigt das Gewicht. Aus diesem Grund sollten östrogenreiche Nahrungsmittel und Getränke erst in der Phase des Östrogenmangels eingenommen werden.

Schilddrüsen-Unterfunktion

Relativ häufig kommt es in den Wechseljahren auch aufgrund einer mehr oder weniger ausgeprägten Schulddrüsenunterfunktion zu einer Gewichtszunahme, selbst bei gesunder Schilddrüse. Die fehlenden Schilddrüsenhormone senken die Stoffwechselaktivität, wodurch es leichter zu einer Gewichtszunahme kommt und das Abnehmen schwerer fällt.

Muskelschwund

Der Körper baut, sofern nicht aktiv dagegen angekämpft wird, bereits mit 30 Jahren jedes Jahr rund 1 Prozent der Muskeln ab. Dies ist eine Alterserscheinung und hat nichts mit den Wechseljahren zu tun, allerdings sorgt dieser Muskelschwund zu einem geringeren Grundumsatz un in der Folge zu einer Gewichtszunahme.

Bestandteile einer gesunden Ernährung Healthy Diet

Muss Übergewicht in den Wechseljahren akzeptiert werden?

Manchmal wird empfohlen, die Gewichtszunahme in den Wechseljahren zu erlauben. Solange es sich dabei um leichtes Übergewicht handelt, können die zusätzlichen Pfunde sogar der Gesundheit förderlich sein, das konnte in den letzten Jahren durch medizinische Studien belegt werden.

Das zusätzliche Gewicht kann zudem die Wechseljahrbeschwerden deutlich abschwächen, da die Fettzellen Östrogen produzieren und speichern und die hormonelle Umstellung weniger drastisch erfolgt.

Wird in den Wechseljahren der BMI von 30 überschritten oder die Beweglichkeit stark eingeschränkt, sind die zusätzlichen Pfunde nicht mehr gesundheitsfördernd, sondern können zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Stärkeres Übergewicht (Adipositas) sollte somit auch in den Wechseljahren nach Möglichkeit reduziert werden.

Langsames Abnehmen zu bevorzugen

Auch in den Wechseljahren empfiehlt es sich, die überflüssigen Pfunde langsam abzunehmen, damit sich nach der Diät kein Jojo-Effekt einstellt. Wenn das Gewicht pro Monat um ein bis zwei Kilo reduziert wird, kann die Haut mitschrumpfen und der Körper wird straff. Bei einem BMI von mehr als 30 kann Xenical bei einer langsamen Gewichtsabnahme unterstützend wirken.

Wie gelingt der Gewichtsverlust?

Je nachdem welche Ursache für die Gewichtszunahme in den Wechseljahren vorliegt, können verschiedene Behandlungen helfen. Um den Östrogen-Überschuss zu mindern, sollte auf Sojaprodukte und Bier verzichtet werden. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, kann eine medikamentöse Behandlung helfen. Gegen Muskelschwund sollte regelmäßig Sport, besonders Krafttraining, betrieben werden.

1) Ernährung umstellen:

Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist es unerlässlich, die Ernährung langfristig umzustellen. Besonders geschätzte Leckereien dürfen auch bei der Ernährungsumstellung in geringen Mengen eingeplant werden. Wer strengen Verzicht übt, wird eine gesunde Ernährung nicht lange durchhalten. Östrogenreiche Lebensmittel wie Bier und Sojaprodukte sollten bei Gewichtsproblemen in den Wechseljahren weitestgehend gemieden werden.

Außerdem ist es sinnvoll:

  • möglichst fett- und kohlenhydratarm zu essen
  • eiweißhaltige Lebensmittel zu bevorzugen
  • viel Obst und Gemüse in den Speiseplan aufzunehmen

2) Viel trinken:

Mindestens zwei Liter Wasser, ungesüßten Tee oder ungesüßte Saftschorlen sollten pro Tag getrunken werden. Durch die Flüssigkeit können zudem Hitzewallungen gelindert werden.

3) Regelmäßig Bewegung einplanen:

Noch wichtiger als eine Umstellung der Ernährung ist körperliche Bewegung. Durch die regelmäßige Bewegung werden zusätzliche Kalorien verbrannt und Muskeln aufgebaut. Darüber hinaus fördert sie die Beweglichkeit und die typischen Beschwerden in den Wechseljahren können gelindert werden. Damit sich die sportliche Betätigung auf das Gewicht auswirkt, sollten sich Betroffene drei bis vier Mal pro Woche für 45 Minuten bis zum Schwitzen bewegen.

Quellen:

Zuletzt aktualisiert am 09.12.2015

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