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Die Wirkungsweise von Tamiflu

Bei Tamiflu handelt es sich um ein virenhemmendes Medikament (Virostatikum) mit dem aktiven Wirkstoff Oseltamivir. Dieser gehört zur Gruppe der Neuraminidase-Hemmer und wirkt virostatisch, hemmt also die Vermehrung von Viren im Körper.

Tamiflu wird hauptsächlich zur Bekämpfung von Erregern der echten Grippe (Influenza) eingesetzt. Darüber hinaus wird der Wirkstoff von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch für die Behandlung von Vogelgrippe empfohlen.

Entwicklung von Tamiflu

Virusinfekte gibt es sehr viele. Die in der kalten Jahreszeit häufig auftretenden Infekte dieser Art sind meist relativ harmlos und betreffen die oberen Atemwege. Die sogenannte echte Grippe hingegen, welche von Erregern der Influenza-Gruppe ausgelöst wird, ist durch häufig schwere, fieberhafte Krankheitsverläufe gekennzeichnet und kommt in verschiedenen Ausprägungen vor. Sie befällt nicht nur die oberen Atemwege, sondern kann auch in hämorrhagischen Formen den ganzen Organismus angreifen. Besonders für gesundheitlich vorbelastete Patienten kann eine solche Infektion auch tödlich verlaufen.

Influenza-Viren bringen ständig neue Formen hervor, wodurch eine permanente Impfung unmöglich wird und jährlich eine neue Grippeschutzimpfung zur Bekämpfung der aktuellen Virenmutation notwendig ist. Diese Wandlungsfähigkeit der Influenza-Viren erschwert auch die medikamentöse Behandlung nach Ausbruch der Grippe.

Erst in den frühen 1990er Jahren wurden die Entwicklung eines Medikaments gegen Grippe begonnen. Der Wirkstoff Oseltamivir wurde erstmals 1999 in der Schweiz für die medizinische Anwendung zugelassen, als erster oral anzuwendender Neuraminidase-Hemmer überhaupt. Nach der amtlichen Arzneizulassung in den USA und Japan im Jahr 2000 folgte schließlich auch die EU im Juni 2002.

Tamiflu Oseltamivir Prävention Grippe Influenza Vogelgrippe Wirkung

War der Wirkstoff ursprünglich nur für Patienten ab 13 Jahren zugelassen, darf Oseltamivir inzwischen auch bei Kindern bis zu 12 Jahren als präventives Arzneimittel verschrieben werden. Klinischen Studien zufolge gibt es keinen Unterschied der Wirkung zwischen den Altersgruppen.

Der Wirkstoff Oseltamivir

Tamiflu wird nach oraler Einnahme im Magen-Darm-Trakt zersetzt und Oseltamivir an den Blutkreislauf abgegeben. Das Medikament hat eine sehr hohe orale Bioverfügbarkeit, da mehr als 75 Prozent des enthaltenen Wirkstoffs vom Blut aufgenommen wird. Anschließend wandeln Enzyme in der Leber Oseltamivir in das aktive Stoffwechselprodukt (Metabolit) Oseltamivircarboxylat um.

Dieser Metabolit hemmt bestimmte Enzyme der Influenza-Viren, welche als Neuraminidasen bezeichnet werden. Dadurch wird die Teilung der infizierten Zellen gemindert, wodurch sich der Virus nicht weiter im Körper ausbreiten kann. Obwohl Viren ihre genetische Sequenz mit jeder neuen Generation leicht verändert, bleibt ein Spalt dieser Neuraiminidasen unverändert. An diesem Punkt setzt Oseltamivir an.

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Zwar werden auf diese Weise die bereits im Körper vorhandenen Viren nicht bekämpft, aber der Krankheitsverlauf kann deutlich gemildert und verkürzt werden. Die individuelle Ausprägung und die Dauer einer Influenza-Erkrankung sind unter anderem abhängig von der sogenannten Viruslast, also der Anzahl der vorhandenen Viren. Da Tamiflu hauptsächlich die Viruslast senkt, ist eine rechtzeitige Anwendung wichtig. Daraus erklärt sich auch eine besondere Wirksamkeit als Teil einer präventiven Behandlung.

Allgemeine Hinweise zur Antivirus-Mitteln

Die Einnahme von Tamiflu wird nur im Falle eines akuten Grippe-Ausbruchs sowie unter ärztlicher Kontrolle empfohlen. Antivirus-Mittel sind stark wirksame Arzneimittel, welche das Risiko für potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen tragen. Die Anwendung sollte daher dem Ernstfall vorbehalten sein. Normale Atemwegsinfekte und Erkältungen sind nicht für die Behandlung mit Tamiflu geeignet. Im Zweifelsfall ist vor dem Einsatz von Tamiflu immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Quellen:

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