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Geschlechtskrankheiten: Symptome erkennen und richtig deuten

Geschlechtskrankheiten verursachen vielfältige und oft zunächst unspezifische Symptome. Unerkannt und unbehandelt können sie jedoch schwere Komplikationen nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko der unwissentlichen Weitergabe der Erkrankung.

Was sind allgemeine Symptome von Geschlechtskrankheiten?

Geschlechtskrankheiten (Sexuell übertragbare Krankheiten) können sich auf verschiedene Art und Weise äußern, einige von ihnen - beispielsweise Syphilis - verlaufen lange Zeit symptomlos. Grund für einen Arztbesuch sollten jedoch folgende Symptome sein:

  • Unterleibsschmerzen.
  • Jucken oder Brennen der Genitalien beim Urinieren und/oder beim Geschlechtsverkehr.
  • Ausfluss aus der Harnröhre bei Männern, veränderter Ausfluss bei der Frau.
  • Menstruationsstörungen.
  • Veränderungen von Haut oder Schleimhäuten, beispielsweise Warzen, Blasen oder Hautausschlag. Solche Symptome können sich nicht nur im Genitalbereich, sondern gegebenenfalls auch an anderen Körperstellen zeigen.

Für Frauen wird der erste Ansprechpartner bei solchen Krankheitszeichen in der Regel ihr Gynäkologe sein, Männer wenden sich an ihren Hausarzt, einen Urologen oder einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

Symptome der bakteriellen Vaginose

Die bakterielle Vaginose ist keine Geschlechtskrankheit im eigentlichen Sinne, ihr Entstehen kann durch Sexualkontakte jedoch begünstigt werden. Dabei gerät die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht, was eine verstärkte Besiedlung mit anaeroben (nicht auf Sauerstoff angewiesenen) Bakterien nach sich zieht.

Typische Symptome sind verstärkter Scheidenausfluss von dünnflüssiger oder schaumiger Konsistenz sowie ein charakteristischer ("fischiger") Geruch, der durch die Stoffwechselprodukte bestimmter Bakterien entsteht. Eher selten kommt es zu Rötungen und Juckreiz im Intimbereich oder Schmerzen.

Auch Entzündungssymptome sind mit einer bakteriellen Vaginose in der Regel nicht verbunden. Das Risiko für Komplikationen (aufsteigende Entzündungen des Urogenitaltrakts) ist außerhalb der Schwangerschaft gering. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika und/oder das Einbringen von Milchsäurebakterien in die Vagina.

Symptome einer Chlamydien-Infektion

Chlamydien des Serotyps D-K sind auf sexuellem Wege übertragbar. Es handelt sich dabei um sehr kleine, gramnegative Bakterien, die sich in den Schleimhautzellen des Urogenitaltrakts einnisten und vermehren. Eine Chlamydieninfektion (Chlamydiose) ist mit Antibiotika sehr gut therapierbar.

Ohne Behandlung steigen die die Bakterien in die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke auf und können dort schwere Entzündungen bewirken. Bei Männern können fortgeschrittene Infektionen zu Entzündungen der Hoden, der Prostata sowie der Harnwege zur Folge haben. Bei einer Infektion mit Chlamydien muss der Partner grundsätzlich mitbehandelt werden.

chlamydien verlauf

Symptome einer Chlamydiose bei Frauen

Das erste Zeichen einer Chlamydieninfektion bei Frauen ist oft eine Entzündung der Bartholin-Drüsen am Scheideneingang oder des Gebärmutterhalses (Zervizitis). Letztere äußert sich durch Schmier- und Zwischenblutungen, vermehrten Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Zum Teil kommt es zu Juckreiz und brennenden Schmerzen in der Scheide. Komplikationen (Gebärmutterentzündungen, Eileiter- und Eierstockentzündungen) äußern sich durch Unterbauchschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber.

Symptome einer Chlamydiose bei Männern

Bei Männern entwickeln sich durch eine Chlamydieninfektion eitrige Harnröhrenentzündungen, in seltenen Fällen sind auch die Nebenhoden mitbetroffen. Typische Beschwerden sind Jucken und Brennen in der Harnröhre, schleimig-eitriger Ausfluss sowie ziehende Schmerzen beim Wasserlassen.

Welche Symptome verursacht Herpes Genitalis (Genitalherpes)?

Rund 80 bis 90 Prozent aller Fälle von Herpes genitalis werden durch HSV-2-Viren verursacht, die fast ausschließlich durch Sexualkontakte übertragen werden. Die Erstinfektion verläuft oft symptomlos, danach verbleiben die Viren lebenslang im Körper - in Zeiten, in denen das Immunsystem geschwächt ist, können neue Krankheitsschübe folgen. Eine Infektion mit HSV-1-Viren - den Erregern des Lippenherpes (Herpes labialis) - im Genitalbereich führt zu identischen Symptomen.

genitalherpes infektion

Ein Herpes genitalis äußert sich anfangs durch Kribbeln, Juckreiz sowie ein unangenehmes Spannen der betroffenen Hautpartien. Danach zeigen sich Rötungen, Schwellungen und schließlich juckende, entzündete Herpesbläschen, die mit infektiöser Flüssigkeit gefüllt sind, sich nach ein bis zwei Tagen öffnen und anschließend verkrusten. Weitere Symptome eines Herpes genitalis sind Wasseransammlungen (Ödeme) im Gewebe, Lymphknotenschwellungen in der Leistengegend, glasiger vaginaler Ausfluss und in einigen Fällen auch allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Nach zwei bis drei Wochen ist die akute Erkrankung ausgestanden, die Viren begeben sich in ihre latente Phase.

Herpesviren können den gesamten Genitalbereich - Vulva, Penis, das Gesäß und die Analregion, die Oberschenkel sowie die Schleimhäute der Genitalien befallen. In der Regel heilt ein Herpes genitalis komplikationslos aus. Eine Erstinfektion mit Herpesviren in der Schwangerschaft kann jedoch Gefahren für das Baby nach sich ziehen. Die Behandlung erfolgt mit virenhemmenden Medikamenten (Virustatika), z.B. Famvir, Valtrex und Aciclovir.

Symptome der Feigwarzen (Genitalwarzen)

Feigwarzen (Condylomata acuminata, Kondylome, Genitalwarzen) gehören zusammen mit Chlamydieninfektionen und Herpes genitalis zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Sie entstehen durch eine Infektion mit HPV-Viren. Normalerweise gehören die Erreger zu den Typen HPV-Typen 6 und 11, sind also sogenannte Low-Risk-Viren.

Die High-Risk-Typen 16 und 18 gelten als maßgeblicher Auslöser des Gebärmutterhalskrebses, die dagegen entwickelte HPV-Schutzimpfung ist jedoch auch als Präventionsmaßnahme gegen Kondylome wirksam.

Feigwarzen können im gesamten Genitalbereich sowie in der Afterregion entstehen. Falls die Erreger an andere Körperstellen gelangen, können sich auch dort Kondylome bilden. Bei Frauen wachsen sie vor allem an den Schamlippen, am Scheideneingang sowie im Gebärmutterhals, in selteneren Fällen ist die Harnröhrenmündung von der Infektion betroffen.

Bei Männern bilden sich Feigwarzen vor allem an der Eichel, der Vorhaut und dem Harnröhreneingang. Die Infektion kann mit Juckreiz verbunden sein, verursacht jedoch normalerweise keine Schmerzen. Sichtbare Hautveränderungen bewirkt sie nur in einem Teil der Fälle. Oft sind die Feigwarzen so kein, dass sie mit bloßen Auge auch während einer ärztlichen Untersuchung nicht erkennbar sind.

Voll ausgebildete Kondylome sind rötlich, grau-weiß, bräunlich und von spitzer Form. Häufig treten sie dicht beieinander liegend und in größerer Anzahl auf - Ärzte sprechen in diesem Fall von sogenannten Warzenbeeten. Feigwarzen lassen sich durch verschiedene Medikamente, Kryotherapie (Vereisung) oder operative Entfernung gut behandeln, weisen jedoch eine starke Rückfallneigung auf. Äußerliche Feigwarzen eignen sich für eine ärztlich begleitete Selbstbehandlung.

Die typischen Symptome von Gonorrhoe (Tripper)

Die Gonorrhoe ist eine Infektion durch Bakterien (Gonokokken), die weltweit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten gehört. Der Erreger befällt die Schleimhäute des Urogenitaltrakts sowie - bei entsprechenden Sexualpraktiken - des Enddarms oder von Mund und Rachen.

Durch Antibiotika lässt sich die Erkrankung schnell und wirksam therapieren. Der Partner bzw. alle Sexualpartner der vergangenen 60 Tage vor dem Ausbruch/der Diagnose der Erkrankung) müssen mitbehandelt werden. Etwa einem Viertel der betroffenen Männer und bis zur Hälfte aller infizierten Frauen entwickeln nur leichte, unspezifische Symptome.

tripper bakterium

Symptome einer Gonorrhoe bei Frauen

Bei Frauen verläuft eine Gonorrhoe in der Anfangsphase oft sehr mild und äußert sich lediglich durch leichten vaginalen Ausfluss, so dass die Infektion zunächst übersehen wird. Klassische Symptome bestehen in einer Harnröhrenentzündung mit Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, vor allem jedoch in einer Gebärmutterhalsentzündung (Zervizitis).

Falls die Gonokokken die Eileiter erreichen, stellen sich in der Regel starke Unterbauchschmerzen, Fieber und allgemeine Krankheitszeichen ein. Eine Infektion der Bartholin-Drüsen führt vor allem im Sitzen zu Schmerzen im Vaginalbereich. Scheidenentzündungen sind mit einer Gonorrhoe normalerweise nicht verbunden, da das saure Scheidenmilieu die Ansiedlung der Bakterien verhindert.

Symptome einer Gonorrhoe bei Männern

Das erste Zeichen einer Gonorrhoe bei Männern ist meist eine akute Harnröhrenentzündung, die sich durch eitrigen, gelb-grünlichen Ausfluss äußert. Typisch für die Erkrankung ist das sogenannte "Bonjour"-Tröpfchen - ein Sekret-Tröpfchen, das morgens vor dem ersten Urinieren auftritt. Das Wasserlassen kann äußerst schmerzhaft werden - manche Männer beschreiben, dass es sich anfühle, als ob sie Glassplitter in ihren Harnwegen hätten.

Eine unbehandelte Gonorrhoe steigt allmählich in den gesamten Urogenitaltrakt auf und kann dann zu Hodenschwellungen, Hodenschmerzen sowie Unterbauchschmerzen führen. Dumpfe Schmerzen am Damm und in der Blasengegend weisen auf eine Infektion der Prostata mit Gonokokken hin. Infektiöse Entzündungen der Hoden, der Nebenhoden oder der Prostata zählen bereits zu den Komplikationen der Erkrankung, meist sind sie mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden.

Weitere Symptome einer Gonorrhoe

Eine Gonorrhoe kann sich außerdem durch Entzündungen in Mund und Rachen oder eine Enddarmentzündung äußern. Bei hartnäckigen eitrigen Bindehautentzündungen sollte auch die Möglichkeit einer sogenannten Gonokokken-Konjunktivitis in Betracht gezogen werden, die sich nach einer Schmierinfektion entwickeln kann.

Symptome von Syphilis, Hepatitis C und HIV

Syphilis, Hepatitis C und HIV sind sexuell übertragbare Erkrankungen, die der ärztlichen Meldepflicht unterliegen. Hepatitis C und HIV können sich einige Wochen nach der Infektion durch unspezifische Symptome bemerkbar machen, die von den Betroffenen als eine akute Erkrankung - beispielsweise als grippaler Infekt - wahrgenommen werden.

Symptome einer akuten HIV-Infektion

Bei etwa 70 Prozent aller mit HIV Infizierten treten im ersten Monat nach der Ansteckung neben Fieber auch Rachenentzündungen sowie ein Hautausschlag auf, der sich an Gesicht und Rumpf in Form rötlicher, fleckiger Knötchen zeigt, der meist nicht länger als 48 Stunden anhält.

Syphilis-Symptome

Syphilis ist eine bakterielle Infektion, die sich etwa drei Wochen nach der Infektion durch schmerzlose kleine Geschwülste von braun-roter Farbe im Genital- oder Mundbereich sowie durch Lymphknotenschwellungen und -Entzündungen bemerkbar macht. Einige Wochen später - wenn sich der Erreger im gesamten Körper ausgebreitet hat - treten allgemeine Krankheitszeichen (Fieber, Abgeschlagenheit, Gewichtsabnahme, Gelenkschmerzen) sowie großflächige Hautsymptome auf.

Nach dem Abklingen der Beschwerden tritt die Krankheit in ihre latente Phase ein. Eine unbehandelte Syphilis führt langfristig zu schweren Schädigungen des Nervensystems und verschiedener Organe.

Syphilis lässt sich in den ersten beiden Stadien sowie in der Latenzphase durch Antibiotikagaben sehr gut behandeln. Hepatitis C und HIV sind chronische Erkrankungen, die durch antivirale Medikamente heute jedoch über lange Zeit in Schach gehalten werden können. Für Hepatitis C gibt es inzwischen auch wirksame kurative Präparate, durch die immer mehr Patienten gute Heilungschancen haben.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2015

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