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Schwangerschaftsdiabetes: Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Tritt die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus erstmalig im Rahmen einer Schwangerschaft auf, sprechen Ärzte von Gestationsdiabetes. Diese Erkrankung tritt durchschnittlich bei 2 bis 14 Prozent aller Schwangerschaften auf und verschwindet nach der Entbindung meist wieder. In 85 Prozent der Fälle ist es nicht notwendig, eine Behandlung mit Insulin durchzuführen. Hier genügt eine komplette Umstellung auf eine vollwertige und ausgewogene Ernährungsweise. Dennoch ist es sehr wichtig, dass die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes möglichst frühzeitig erfolgt.

Welche Symptome sind typisch für Schwangerschaftsdiabetes?

Während der Vorsorgeuntersuchungen durch Hebammen und Gynäkologen wird beispielsweise auch der Blutzuckerspiegel der Schwangeren bestimmt. Liegt dieser über einem durchschnittlichen Richtwert, ist die Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaftsdiabetes sehr hoch.

In einigen wenigen Fällen bemerken Schwangere einen ungewöhnlich hohen Durst und einen verstärkten Harndrang. Zudem verspüren sie eine stark ausgeprägte Müdigkeit und verlieren extrem an Körpergewicht. Diese Symptome sind ähnlich wie jene bei Diabetes mellitus Typ-1.

Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes

Wird ein Schwangerschaftsdiabetes nicht rechtzeitig erkannt, sind meist erst seine Folgeerscheinungen sichtbar. Beispielsweise bemerken Frauenärzte im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen eine starke Mengenzunahme des Fruchtwassers beziehungsweise ein nicht normales Größenwachstum des ungeborenen Kindes (fetale Makrosomie).

Typische Symptome für Gestationsdiabetes wie starker Durst oder Harndrang können auch mit oft beobachteten Begleiterscheinungen der Schwangerschaft verwechselt werden. Zur eigenen Sicherheit ist eine Konsultation des betreuenden Arztes empfehlenswert.

Wie erfolgt die Diagnose von Gestationsdiabetes?

Im Regelfall erfolgt die Diagnose mithilfe eines Zuckerbelastungstests (orale Glukosetoleranztest, oGTT). Im Mutter-Kind-Pass wird dieser Suchtest regulär zwischen der 23. und 27. Schwangerschaftswoche (SSW) empfohlen.

Vor dem oGTT ist es empfehlenswert, möglichst kohlenhydratreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Aufgrund dessen erfolgt eine Reizung der Bauchspeicheldrüse und die Ergebnisse sind signifikanter.

Liegen spezifische Risikofaktoren vor, erfolgt eine Durchführung dieses Tests bereits zu einem früheren Zeitpunkt. Hierfür erfolgt die Bestimmung des Nüchtern-Blutzuckerspiegels. Ab dem Abend vor der Untersuchung darf die Schwangere nichts mehr essen. Am folgenden Morgen wird der Nüchternblutzucker bestimmt.

Der Blutzuckerwert eines Schwangerschaftsdiabetes liegt zwischen 92 und 125 mg / dl. Bei höheren Werten handelt es sich um einen manifesten Diabetes mellitus. Der Normalwert liegt unter 92 mg / dl.

Welche Ursachen führen zu Diabetes während der Schwangerschaft?

Der erhöhte Blutzuckerspiegel bei Gestationsdiabetes entsteht dadurch, dass der Körper nicht mehr ausreichend Insulin produzieren kann.

Dieses Hormon der Bauchspeicheldrüse reguliert normalerweise die jeweilige Zuckermenge im Blut. Daraus gewinnt der Körper ausreichend Energie für lebenswichtige Vorgänge. Gleichzeitig wird überschüssiger Zucker deaktiviert. Hierbei handelt es sich um Glukose, welche vom Körper weder gespeichert noch benötigt wird.

Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt der Frau. Aufgrund dessen kann die Insulinproduktion gestört werden. Unmittelbar damit verbunden sind erhöhte Blutzuckerwerte.

Wie verläuft diese Zuckerkrankheit während der Schwangerschaft seitens der Mutter?

Schwangerschaftsdiabetes beeinflusst die Mutter in den verschiedenen Phasen unterschiedlich.

Schwangerschaft

Bleibt der Schwangerschaftsdiabetes unerkannt, besteht erhöhte Gefahr für Folgeerscheinungen des konstant erhöhten Blutzuckerwertes. Einerseits leiden Betroffene häufiger unter Infektionen wie beispielsweise Harnwegsentzündungen. Aber auch Scheidenpilze treten häufiger auf.

Gleichzeitig wird schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Hypertonie) beziehungsweise Präeklampsie oft beobachtet. Bei Letzterem handelt es sich um eine spezifische Schwangerschaftsvergiftung durch Hypertonie.

Darüber hinaus erhöht sich bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes das Risiko für eine Fehlgeburt vor der 37. SSW, welche in den meisten Fällen durch Infektionen mütterlicherseits verursacht wird.

Geburt

Bei Schwangeren mit Diabetes mellitus erhöht sich auch das Risiko für spezifische Geburtskomplikationen. Hierzu zählen beispielsweise ein schwerer Dammriss aufgrund der meist überdurchschnittlichen Größe des Neugeborenen und eine sogenannte Schulterdystokie des Säuglings.

Letzteres zählt zu einem der gefährlichsten Ursachen für einen Geburtsstillstand. Hierbei bleibt die Schulter des Kindes nach dem Ausgang des Kopfes im mütterlichen Becken stecken. Nicht zuletzt weisen Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes auch eine erhöhte Kaiserschnittrate auf.

Nach der Geburt

Darüber hinaus ist es möglich, dass sich nach der Geburt aus dem Schwangerschaftsdiabetes ein dauerhafter Diabetes mellitus entwickelt. Das Risiko hierfür besteht vor allem dann, wenn es während der Schwangerschaft bereits zu einem erhöhten Einsatz von Insulin kam. Gleichzeitig kann die Frau durch eine ausgeglichene Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und reichlich Bewegung diesem selber vorbeugen.

Wie wirkt sich Gestationsdiabetes auf das Ungeborene aus?

Das Ungeborene kann durch die Schwangerschaftsdiabetes in den verschiedenen Phasen beeinflusst werden.

Schwangerschaft

Ein Gestationsdiabetes hat nicht nur Auswirkungen auf den mütterlichen Organismus. Da das Ungeborene direkt mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden ist, können auch bei ihm unmittelbare Folgen von Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen sein.

Über die mütterliche Plazenta (Mutterkuchen) gelangt das Blut mit erhöhtem Blutzuckerspiegel in den Organismus des Fetus. Daraufhin wird dieser durch eine erhöhte Insulinproduktion versuchen, die erhöhten Blutzuckerwerte zu senken.

Auswirkungen von Schwangerschaftsdiabetes auf den Fötus

Infolge dessen kommt es zu einem extrem gesteigerten Stoffwechsel und einer vermehrten Fetteinlagerung. Der Fetus nimmt in puncto Größe und Gewicht stark zu. Tatsächlich gibt es jedoch noch weitere Risiken für den Fetus. So kann ein Gestationsdiabetes die Entwicklung der Plazenta führen. Im Anfangsstadium führt dies zu einer Mangelversorgung des Ungeborenen. Im Extremfall kommt es zum Absterben des ungeborenen Organismus.

Gleichzeitig kann es zu einer stark verlangsamten Ausreifung der kindlichen Lunge kommen. Nach der Geburt kann es hierdurch zu einem Atemnotsyndrom (respiratory distress symptom, RDS) kommen. Nicht zuletzt wird die gesamte Entwicklung des Ungeborenen in vielen Fällen bei unerkanntem Schwangerschaftsdiabetes gestört. Als Folge dessen treten zum Teil Anpassungsstörungen nach der Geburt auf.

Geburt

Ein stark erhöhtes Geburtsgewicht wird in Fachkreisen Makrosomie genannt. Meist führen diese Grundvoraussetzungen zu einem sehr ungünstigen Platzverhältniss. Diese kann für das Kind belastend sein. Bei den meisten Frauen empfehlen Gynäkologen hierbei einen Kaiserschnitt.

Nach der Entbindung

Neugeborene von Frauen mit Gestationsdiabetes leiden nach der Geburt häufig an Unterzuckerung. Mithilfe regulärer Kontrollen während der ersten 48 Stunden können diese mit adäquaten Maßnahmen erfolgreich behandelt werden. Auf diese Weise werden Langzeitschäden effizient vermieden.

Welche Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes sind bekannt?

Frauen, die bereits ein beziehungsweise mehrere, sehr große Säuglinge (über 4.000 Gramm) zur Welt brachten, haben bei weiteren Schwangerschaften ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung einer Schwangerschaftsdiabetes. Dies trifft auch dann zu, wenn bei früheren Schwangerschaften bereits dieses Krankheitsbild auftrat.

Des Weiteren haben Frauen mit extremem Übergewicht (BMI > 27) und ältere Schwangere (ab 30 Jahren) ein erhöhtes Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Dies gilt auch für Frauen, deren Schwester, Bruder oder mindestens ein Elternteil Diabetes mellitus hat.

Wie wird Gestationsdiabetes behandelt?

Ein Großteil der Betroffenen wird durch eine gezielte Ernährungsumstellung während der Schwangerschaft effektiv behandelt. Hierzu gehören mehrere, kleinere Mahlzeiten anstelle von üppigen. Bei übergewichtigen Frauen (BMI > 25) erfolgt eine leichte Reduzierung der täglichen Kalorienzufuhr.

Hinzu kommen leichte Sportarten, wie Schwimmen, Treppensteigen oder Gehen. Dadurch sprechen Körperzellen effizienter auf die körpereigene Insulinproduktion an. Bei 15 Prozent der Schwangeren ist jedoch eine ärztlich verordnete Insulingabe (Infusion) indiziert. Meist sind orale Antidiabetika jedoch nicht erlaubt.

Quellen:

Veröffentlicht am 30.06.2016

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