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Salbumatol, ein Wirkstoff zur Asthma-Behandlung

Salbutamol ist ein bronchienerweiternder Arzneistoff aus der Wirkstoffgruppe der Beta-2-Sympathomimetika (Beta-2-Adrenozeptor-Agonisten, Betamimetika, Bronchodilatoren). Betamimetika imitieren die Wirkungsweise der körpereigenen Stresshormone und Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin, indem sie durch eine selektive Bindung deren Rezeptoren im Sympathikus aktivieren.

Entwickelt wurde Salbutamol durch den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline bereits Ende der 1960er Jahre. Neben Markenprodukten mit jeweils länderspezifischen Handelsnamen (beispielsweise Ventolin) befinden sich zahlreiche Generika auf dem Markt.

Inhalative Anwendung, schnelle Wirkung

Salbutamol wird vor allem zur symptomatischen Behandlung von Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis sowie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt und in der Regel inhalativ verwendet. Er gehört zu den sogenannten kurz wirkenden Betamimetika.

Die bronchienerweiternde Wirkung tritt Sekunden bis wenige Minuten nach der Verwendung ein, so dass sich Salbutamol zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls eignet. Das Wirkungsmaximum erreicht es nach etwa 15 Minuten. Insgesamt beläuft sich die Wirkungsdauer von Salbutamol je nach Anwendungsform und Präparat auf vier bis maximal sechs Stunden.

Beta-2-Sympathomimetika

Aktivierung des Sympathikus

Das vegetative Nervensystem sorgt dafür, dass sich Organe und Vitalfunktionen schnell und effektiv an äußere Bedingungen anpassen - Willensentscheidungen spielen dabei keine Rolle. Es wird durch den Sympathikus, den Parasympathikus sowie das Nervensystem des Darms (enterisches Nervensystem) gebildet. Die meisten organischen Funktionen werden über Sympathikus und Parasymphatikus gesteuert, die dabei als Gegenspieler wirken. Beide befinden an keiner bestimmten Körperstelle, sondern agieren im gesamten Organismus.

Der Parasympathikus übernimmt die Regie, wenn der Körper in den Ruhezustand gelangen soll. Beispielsweise sinken dann Herzfrequenz und Blutdruck, Verdauung und Harnausscheidung werden dagegen angekurbelt. Die Bronchien kontrahieren, da im Ruhezustand kein großes Atemvolumen nötig ist.

Der Sympathikus wird aktiviert, wenn der Körper als Reaktion auf eine tatsächliche oder gefühlte Belastung auf Leistung vorbereitet werden soll - sowohl der Körper als auch die Psyche werden in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Alarmbereitschaft versetzt. Unter anderem wird die Kontraktion der Atemwege aufgehoben, die Bronchien weiten und entspannen sich.

Durch die Aktivierung des Sympathikus werden die sogenannten Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet und zu den jeweiligen Zielorganen geschickt. Sie docken dort an bestimmten Rezeptoren an und stimulieren so die Tätigkeit der Organe.

Lungenspezifische Wirkung

Salbutamol imitiert die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin in Organen mit glatter Muskulatur. Der Fokus liegt dabei auf den Bronchien und der Lunge, daneben beeinflusst der Wirkstoff beispielsweise auch den Uterus und die Blutgefäße.

Durch die Erweiterung der Bronchien verbessert der Salbutamol die Aufnahme von Sauerstoff sowie die Abgabe von Kohlendioxid und lindert damit Atemnotsymptome. Außerdem wirkt es schleimlösend und entzündungshemmend. Bei einem akuten Asthma-Anfall ist es in der Lage, die Verkrampfung der Bronchien zu lösen und damit auch Panikattacken abzumildern, die oft eine Begleiterscheinung eines solchen Anfalls sind.

Bedarfsmedikation oder Notallmedikament

Bei leichten, nur sporadisch auftretenden asthmatischen Beschwerden wird Salbutamol als Bedarfsmedikation zur alleinigen Anwendung verordnet.

Voraussetzung für diese Verwendungsform ist, dass sich die Asthma-Symptome nicht öfter als zwei Mal wöchentlich bemerkbar machen. Bei häufiger auftretenden Beschwerden oder einer Verschlechterung des Krankheitsbildes wird die Behandlung mit einer entzündungshemmenden Therapie verbunden.

Asthma bronchiale Symptome

Die Basismedikation besteht dann aus Kortikosteroiden (Corticosteroide, Steroidhormone), die als Entzündungshemmer wirken, das Abschwellen der Bronchialschleimhaut fördern und allergische Reaktionen mildern.

Eventuell werden sie zusammen mit lang wirkenden Betamimetika verordnet. In diesem Fall wird Salbutamol als schnell wirkendes Notfallmedikament verwendet. Gegebenenfalls wird Salbutamol eingesetzt, um situationsbedingten Anfällen von allergischem Asthma und Belastungsasthma vorzubeugen.

Eignung zur langfristigen Verwendung

Kurz wirkende Betamimetika waren im Hinblick auf einen Dauergebrauch, wie er bei Asthma-Patienten nötig ist, zeitweise in die Kritik geraten, da sie die Kontrolle der Erkrankung verschlechtern können.

Die britische TRUST-Studie mit knapp 1.000 Patienten legt jedoch nahe, dass es hier substanzspezifische Unterschiede gibt. Im Gegensatz zu anderen Vertretern dieser Wirkstoffgruppe konnten für die bedarfsorientierte Inhalation von Salbutamol als Notfallmedikament während der einjährigen Studiendauer keine negativen Effekte nachgewiesen werden.

Darreichungsformen und Dosierung

Erhältlich ist Salbutamol als Dosieraerosol, Pulverinhalation und Inhalationslösung sowie als oral einzunehmende Kapsel. Am häufigsten verwendet werden Aerosolsprays und Pulverinhalationen. Die Inhalation des Wirkstoffs kann bis zu acht Mal pro Tag erfolgen.

Nebenwirkungen, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen mit anderen Substanzen

Salbutamol ist im Allgemeinen gut verträglich. Trotzdem kann es wie bei jedem anderen Medikament auch bei diesem Wirkstoff zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Generell gilt, dass Salbutamol-Inhalationen nebenwirkungsärmer sind als die Einnahme von Tabletten.

Strukturformel von Salbutamol

Gelegentliche Nebenwirkungen bei inhalativer Verwendung sind Kopfschmerzen, Unruhegefühle sowie Zittern der Hände und Finger (Tremor). Als seltene Nebenwirkung treten Muskelkrämpfe auf.

Bei der Verwendung von Salbutamol in Tablettenform kann es gelegentlich bis selten zu Änderungen des Geschmacksempfindens, Beschwerden im Mund- und Rachenbereich, Stoffwechselstörungen (erhöhter Blutzucker, reduzierter Kaliumwert im Blut) sowie zu Herz-Kreislaufsymptomen kommen.

Mögliche Nebenwirkungen von Salbutamol in tabellarischer Übersicht:

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 10) Selten (1 von 100)
Zittern Muskelkrämpfe Verringerung der Kaliumwerte im Blut
Kopfschmerzen Paliptationen (Unregelmäßiger Herzrythmus) Erweiterung der Blutgefäße
Beschleunigung des Herzrhythmus Reizung von Mund und Rachen -

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Salbutamol-Tabletten dürfen bei schweren Schilddrüsenüberfunktionen, Tumoren des Nebennierenmarks sowie schweren Herz-Kreislauf- und Gefäßkrankheiten nicht verwendet werden.

Sofern der Wirkstoff inhaliert wird, sind bei Herz-Kreislauf- und Gefäßkrankheiten, Kaliummangel, unbehandeltem oder schlecht eingestelltem Bluthochdurch sowie einem instabilen Diabetes mellitus besondere Vorsicht und eine engmaschige ärztliche Kontrolle nötig.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Verwendung von Salbutamol und Beta-Blockern (gegen Bluthochdruck (Hypertonie) und verschiedene Herzkrankheiten) schwächt die Wirkung beider Medikamente ab. Bei Asthma-Patienten kann sie schwere Bronchialkrämpfe nach sich ziehen. Zudem verstärken Beta-Blocker die asthmatischen Beschwerden und können zum Auslöser neuer Krankheitsschübe werden.

Eine parallele Anwendung von Salbutamol, Theophyllin (einem weiteren bronchienerweiternden Wirkstoff) oder anderen (kurz oder lang wirkenden) Betamimetika kann zu gegenseitigen Wirkungsverstärkungen und ausgeprägteren Nebenwirkungen führen.

Die gleichzeitige Verwendung von Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen, bestimmten Antidepressiva und hormonellen Wirkstoffen (L-Thyroxin, Ocytocin), Migränemitteln mit Mutterkorn-Alkaloiden sowie der Konsum von Alkohol können unerwünschte Herz-Kreislauf-Symptome zur Folge haben.

Verwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Salbutamol ist in der Lage, die Plazenta-Schranke zu überwinden, vor allem während des ersten Schwangerschaftsdrittels sollte diese Therapie daher nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Das Gleiche gilt für die Anwendung in der Stillzeit. Inhalationen sind einer oralen Einnahme während der Schwangerschaft grundsätzlich vorzuziehen. Unmittelbar vor der Geburt sollte die Verwendung unterbleiben, da Salbutamol wehenhemmende Eigenschaften besitzt.

Verwendung von Salbutamol - nicht ohne ärztliche Verordnung

Salbutamol ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff. Seine Anwendung bedarf immer einer ärztlichen Überwachung und Begleitung. Die Verordnung von Salbutamol kann gegebenenfalls auch im Rahmen einer Meds4all-Online-Konsultation vorgenommen werden, der Ansprechpartner der Patienten ist in diesem Fall ein in der EU zugelassener Internist oder Lungenfacharzt.

Als kurz wirkendes Betamimetikum mit dem Wirkstoff Salbutamol hat Meds4all das Präparat Ventolin - ein Originalmedikament von GlaxoSmithKline - im Programm. Erhältlich ist Ventolin als EvoHaler (Asthmaspray auf Aerosolbasis) oder AccuHaler (Inhalation auf Basis eines Trockenpulvers).

Ventolin Salbutamol

Besonderheiten von Ventolin

Im Vergleich zu anderen Salbutamol-Präparaten weist Ventolin einige Besonderheiten auf. Zusätzlich zu den vorgenannten Wechselwirkungen mit anderen Arzneien sollte es nicht zusammen mit entwässernden/harntreibenden oder entzündungshemmenden Medikamenten angewendet werden. Während der Schwangerschaft sind Ventolin-Inhalationen unbedenklich, über die optimale Dosierung sollte jedoch ein Arzt entscheiden.

Letzte Aktualisierung: 12.01.2016

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