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Was ist eine Mehr-Phasen-Pille?

Die Antibabypille hat mit ihrer Einführung in den 1960er Jahren das Thema Verhütung revolutioniert. Die "Pille", wie sie im Volksmund heißt, macht das Leben für Frauen seither leichter und ist zu einem Teil des Alltags geworden.

Was wissen Sie über die Antibabypille?

Trotz ihrer Popularität - heute bereichern Produkte der 4. Generation die Auswahl unter den Präparaten - wissen viele Anwenderinnen wenig über die Wirkung des hormonellen Kontrazeptivums und seine verschiedenen Produkt-Typen. Die Antibabypille gilt als eines der beliebtesten Verhütungsmethoden Deutschlands. Wo etwa die Unterschiede zwischen Ein-Phasen-Pillen und Mehr-Phasen-Präparaten liegen, ist den Anwenderinnen kaum bewusst. Dabei ist diese Frage besonders bei der Einnahme von Relevanz.

Der weibliche Zyklus und hormonelle Verhütung

Zwei Geschlechtshormone spielen bei der Steuerung des weibliches Zyklus die Hauptrolle: Östrogen und Gestagen (Gelbkörperhormon). Ergänzt werden sie von FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon), die insbesondere die Funktionen der Eierstöcke regeln. Alle Hormone werden in der Hirnanhangdrüse und in den Eierstöcken gebildet.

Menstruationszyklus

Sie machen die verschiedenen Phasen vom Eisprung bis hin zur Empfängnis, beziehungsweise bis zum Eintritt der Menstruationsblutung möglich. Die Pille als orales hormonelles Verhütungsmittel greift mit synthetischen Hormonen in den natürlichen Hormonhaushalt der Frau ein.

Dabei manipuliert sie den weiblichen Zyklus. Unter Umständen täuscht die Pille dem weiblichen Organismus etwa das Vorliegen einer Schwangerschaft vor.

Im Ergebnis wird je nach Art der Pille der Eisprung unterbunden, die Einnistung eines befruchtungsfähigen Eis in der Gebärmutter durch Veränderung der Gebärmutterschleimhaut unmöglich gemacht und gleichzeitig den Spermien die Wanderung in die Gebärmutter erschwert.

Der Zeitraum, der für eine potentielle Befruchtung zur Verfügung steht, wird verkürzt. Das Ei wird dazu wesentlich schneller als gewöhnlich durch die Eileiter geschleust.

Die drei Typen der Antibabypillen

Die Grundlage für die verhängnisverhütende Wirkung aller Antibabypillen bilden somit synthetische Hormone (z.B. Ethinylestradiol und Levonorgestrel). Die verschiedenen Produkte können sich dabei je nach Typ in drei wesentlichen Punkten unterscheiden:

östrogen und gestagen

Minipille oder Kombination

Minipillen enthalten nur ein synthetisches Gestagen. Regelmäßig unterbindet dieser Pillen-Typ den Eisprung nicht, sondern verhindert die Empfängnis über die Veränderung der Gebärmutterschleimhaut.

Die Minipille wird ohne eine Einnahmepause über 28 Tage eingenommen, während bei anderen Pillen in der Regel nach 21 Tagen die Einnahme für 7 Tage ausgesetzt wird. Pillen, die sowohl ein synthetisches Östrogen als auch ein Gestagen enthalten, bezeichnet man als Kombinationspräparate.

Milipille

Ein- Phasen- oder Mehr-Phasen Produkte

Bei den Kombinationsprodukten sind unterschiedliche Zusammensetzungen der Hormone an sich und der Hormonmengen möglich. Einige Pillen enthalten über dem gesamten Zyklus verteilt eine einzige feste Hormondosis, was die Einphasenpille kennzeichnet. Bei anderen Pillen verteilen sich die synthetischen Hormongaben nach Art und Dosierung über den Zyklus, charakteristisch für sogenannte Mehrphasen- oder Sequenzprodukte.

Ovranette Pille

Mikropillen

Mikropillen sind besonders gering dosierte Kombinationspräparate, es kann sich um Ein-Phasen- oder Mehr-Phasen-Produkte handeln.

Die Charakteristika der Mehr-Phasen-Pillen

Mehr-Phasen-Pillen wurden vor dem Hintergrund entwickelt, dass sie den Verlauf des natürlichen weiblichen Zyklus genauer nachahmen als Ein-Phasen-Produkte. Ihre Hormonzusammensetzungen- und -mengen sind exakt abgestimmt. Tatsächlich werden im natürlichen Zyklus Östrogen und Gestagen nicht von Beginn an gleichzeitig aktiv.

In der ersten Zyklusphase bis zum Eisprung herrscht Östrogen vor. Erst danach kommt das Gestagen dazu. Der Hormonspiegel beider Hormone macht während des Zyklus Schwankungen durch. Mehr-Phasen-Pillen geben diese Schwankungen teilweise wider. Bei Mehr-Phasen-Pillen werden diese Unterarten unterschieden:

Zwei-Phasen-Pillen

Regelmäßig enthalten sie für die erste Zykluswoche nur ein synthetisches Östrogen. Ab der 2. Woche kommt ein synthetisches Gestagen hinzu.

Drei-Phasen-Pillen

Sie kombinieren von Beginn an ein Östrogen mit einem Gestagen. Jedoch verändert sich die Dosis beider Hormone. Ab der zweiten Einnahmewoche erhöht sich die Dosis und wird in der dritten Einnahmewoche gesenkt.

Drei-Phasen-Pillen

Vier-Phasen-Pillen

Moderne Produkte wie Qlaira arbeiten mit bis zu 4 verschiedenen Dosierungen und überbrücken die Einnahmepause mit Placebos, um die Einnahmedisziplin zu vereinfachen.

Qlaira Pille

Verschiedene Farben der Dragees in der Packung

In der Pillenpackung weisen Mehr-Phasen-Pillen zwei- bis vier verschiedene Pillenfarben auf. Die korrekte Einnahme der Dragees in der richtigen Reihenfolge ist bei diesen Produkten entscheidend.

Vor- und Nachteile von Mehr-Phasen-Pillen

Es lässt sich keine allgemeine Aussage dazu machen, welcher Pillentyp für die einzelne Anwenderin besser geeignet ist. Bestimmen kann dies nur der verschreibende Arzt und häufig auch eine Anwendungserfahrung.

In puncto Sicherheit erreichen alle modernen Pillentypen annährend gleiche niedrige Werte im sogenannten Pearl-Index. Diese Aussage steht allerdings unter einer Voraussetzung: Die Dragees müssen wie in der Packungsbeilage vorgesehen eingenommen werden.

Besonders bei den Mehr-Phasen-Pillen spielt die richtige Reihenfolge bei der Einnahme eine wichtige Rolle, da hier die verschiedenfarbigen Dragees unterschiedlich dosiert sind. Amerikanische Studien zeigen, dass bis zu 86 % Prozent aller Pillen-Anwenderinnen bei der Einnahme Fehler machen.

Was die Verträglichkeit angeht, gibt es keine allgemeinen Empfehlungen, die für jede Frau gleichermaßen gelten. So vertragen manche Frauen synthetisches Östrogen weniger gut, so dass für sie die Kombinationspräparate und Mehr-Phasen-Produkte nicht geeignet sind.

Sie sind mit einer Mikropille besser bedient. Andere Frauen sprechen auf die Nachahmung des weiblichen Zyklus sehr gut an. Oft erreichen Mehr-Phasen-Präparate eine höhere Blutungsstabilität, was Frauen mit vorher instabilen Zyklen sehr entgegenkommt. Zyklusstörungen lassen sich durch Mehr-Phasen-Präparate wie Novastep (Logynon) und Qlaira unter Umständen leicht beheben.

Lezte Aktualisierung: 03.12.2015

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