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Wirkstoffcheck Orlistat

Laut Statistik leben in Europa über 400 Millionen Menschen, welche an Fettleibigkeit (Adipositas) leiden. Zu viel Pfunde sind nicht nur ästhetisch unschön und störend, sie gefährden die Gesundheit. Sowohl die Sterblichkeitsrate als auch die Zahl der Krebserkrankungen liegt bei übergewichtigen Personen etwa fünf Mal so hoch wie bei Menschen mit Normalgewicht.

Überblick

Jeder, der Wert auf seine Gesundheit legt, sollte sein Körpergewicht im Auge behalten und versuchen ein Normalgewicht zu halten. Wirkstoffe wie Orlistat sollen dabei helfen. Dabei handelt es sich um ein Präparat, welches zur Behandlung von Personen mit Übergewicht eingesetzt wird. Indiziert ist er für Erwachsene mit einem BMI (Body Mass Index) von 28 Kilogramm/qm.

Orlistat verhindert die Fettaufnahme aus der Nahrung und gibt Unterstützung bei der Gewichtsabnahme. Medikamente, welche Orlistat enthalten, sollten lediglich in Verbindung mit einer Fett reduzierten bzw. fett armen Ernährung angewandt werden.

Wer sich nicht an die empfohlene Dosis, Dauer und Art der Anwendung hält, muss mit Nebenwirkungen wie Durchfall, fettigem Stuhlgang oder Bauchschmerzen rechnen.

Die Wirkungsweise von Orlistat

Orlistat ist ein bekannter Wirkstoff, er ist bereits seit 1998 in der Einzeldosierung auf dem Markt, allerdings in der Einzeldosierung von 120 Milligramm als verschreibungspflichtiges Medikament Xenical. Seit einigen Jahren ist er in der 60-Milligramm-Dosis EU-weit unter dem Handelsnamen Alli rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Strukturformel von Orlistat

Die Kapseln, welche den Wirkstoff enthalten dienen der Gewichtsreduktion beim erwachsenen Menschen. Drei Mal täglich erfolgt eine Einnahme, kombiniert mit einer fett reduzierten und Kalorien reduzierten Nahrung. Orlistat hemmt die Gastro-intestinalen Lipasen, welche die Fette aus der Nahrung in Monoglyceride und resobierbare Fettsäuren spalten.

Wird das Präparat von 60 Milligramm eingenommen, führt dies dazu, dass etwa ein Viertel der Nahrungsfette mit dem Stuhlgang ausgeschieden wird. Sie können vom Körper gar nicht erst aufgenommen werden. Wird die Dosis erhöht, steigt der Anteil auf ca. 30 Prozent. Bei Studien ergaben die Tests, dass die Fettausscheidung bei maximal 32 Prozent liegt.

Orlistat wirkt nur, wenn die aufgenommen Nahrungsmittel Fett enthalten. Ist zu viel Fett in den Speisen enthalten, schlägt die Wirkung schnell ins Gegenteil um. E ist ratsam, zuerst eine Diät zu beginnen, danach erst mit dem Medikament zu starten. Dabei sollten die Hauptmahlzeiten weniger als 15 Gramm Fett enthalten, wird fettarm gegessen, kann auf die Orlistat-Kapsel verzichtet werden.

Die Nebenwirkungen von Orlistat

Die Einnahme von Orlistat-haltigen Präparaten muss immer in Verbindung mit einer fettarmen Ernährung erfolgen. Ist der Fettanteil der Kost zu hoch, können Darmwinde, ölige Absonderungen, fettiger Stuhlgang und vermehrter Stuhldrang auftreten.

Bei einer sehr üppigen Mahlzeit sollte das Präparat, ebenso wie bei einer fettarmen, nicht eingenommen werden, da ansonsten vermehrte Nebenwirkungen drohen. Nach fettreichem Essen kann ebenfalls fettiger Stuhlgang oder Durchfall auftreten. Eine Einnahme von mehr als drei Kapseln täglich ist nicht empfehlenswert.

Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Stuhlinkontinenz können die Folgen davon sein. Um die Nebenwirkungen zu reduzieren, sollte die Ernährung fettarm gehalten werden, die Nebenwirkungen ergeben sich hauptsächlich durch die zunehmende Fettausscheidung auf Grund der Einnahme des Präparates.

Orlistat sollte nicht über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten eingenommen werden, es kann die Gewichtsabnahme lediglich in der Anfangsphase unterstützen. Die Einnahme des Wirkstoffs kann zu einem Mangel an Vitamin A, E, D und K führen, diese sind fettlöslich und können vom Körper nur in Verbindung mit Fett vom menschlichen Körper aufgenommen werden.

In seltenen Fällen kann es zu einem Gallenstau, Darmblutungen, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Erhöhung der Leberwerte sowie Dickdarm-Entzündungen kommen.

Die Wechselwirkungen von Orlistat

Bei gleichzeitiger Anwendung von Aspirin kann sich die Blut verdünnende Wirkung verlängern und sich die Wirkung des Wirkstoffs Prasugrel (gerinnungs hemmend) kann sich verkürzen. Medikamente, welche Phenprocomun (Marcumar) sowie Warfarin enthalten, dürfen nicht zusammen mit Orlistat eingenommen werden.

Desweiteren hemmt der Wirkstoff die Aufnahme von Ciclopsporin, Amiodaran und des Krebsmedikamentes Irinotecan. Bekannt sind Wechselwirkungen mit einzelnen Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie sowie verschiedenen Hormonpräparaten, die bei Schilddrüsenerkrankungen zur Anwendung kommen.

Frauen, welche die Antibabypille zur Verhütung einnehmen, sollten darauf achten ggfs. zusätzliche Mittel zur Empfängnisverhütung einzusetzen. Durch die starken Durchfälle, welche von Orlistat hervorgerufen werden können, kann die Wirkung der Pille vermindert sein.

Das Präparat sollte nicht länger als ein halbes Jahr eingenommen werden, zeigt sich nach zwölf Wochen keine oder eine nicht ausreichende Wirkung, sollte es, nach ärztlicher Absprache, abgesetzt werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Orlistat

Der Wirkstoff Orlistat darf nur von Erwachsenen angewendet werden, welche einen Body Mass Index von 28 und höher haben.

In der Schwangerschaft sowie der Stillzeit sollte Orlistat nicht angewandt werden, da mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen, die das Ungeborene beeinträchtigen sind nicht ausreichend erforscht.

Eingenommen werden darf es ebenfalls nicht, wenn ein Gallenstau vorliegt, die Aufnahme von Bestandteilen der Nahrung im Darm bereits gestört ist, bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff, bei Erkrankungen, bei denen Ciclosporin eingenommen wird (z.B. nach einer Organ-Transplantation, bei schwerer Arthritis und bestimmten Erkrankungen der Haut) sowie bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.

Patienten, welche unter Nierenerkrankung leiden, sollten Orlistat nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden. Das selbe gilt für Patienten, die unter Diabetes mellitus Typ 2 leiden, die Einnahme des Wirkstoffes sollte nur unter Überwachung des Arztes geschehen.

Untersuchungen zu Folge, scheint der Wirkstoff bei solchen Menschen weniger zu wirken, zudem kann er die Blutzuckerspiegel senkenden Mittel hemmen. Wer an einer Nierenerkrankung leidet, sollte vor der Einnahme des Wirkstoffs seinen Arzt befragen. Teilweise kann es zu einer vermehrten Ausscheidung von Oxalsäure kommen, welches die Niere schädigt.

Quellen:

Veröffentlicht am 04.05.2016

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