Live Chat +44 20 3319 5191
+49 30 5683 73042
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 9:00 - 18:30
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Kondom (Präservativ) gerissen – was tun?

Wie sicher ist das Kondom (Präservativ) und was kann man tun, wenn es doch mal versagt? Wir haben die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt.

Kondom als zweitliebste Verhütungsmethode

Kondome sind eine populäre Methode zur Schwangerschaftsverhütung - in Deutschland belegen sie bei den Verhütungsmitteln den zweiten Platz nach der Antibabypille. Außerdem bieten sie gegen sexuell übertragbare Erkrankungen einen recht guten Infektionsschutz.

Kondom

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Kondom intakt ist und auf möglichst perfekte Weise angewendet wird. Wenn ein Kondom doch einmal reißt, gibt es jedoch trotzdem Möglichkeiten, eine unerwünschte Schwangerschaft und gegebenenfalls sogar eine befürchtete HIV-Infektion noch zu verhindern.

Wie wird es angewendet?

Das Kondom (Präservativ) ist das mechanische Verhütungsmittel (Barrieremethode), das vom Mann angewendet wird. Kondome bestehen aus einer sehr dünnen Latex- oder Polyurethanhülle - im Handel werden sie in verschiedenen Stärken angeboten. Während des Intimverkehrs wird es kurz vor dem ersten Kontakt zwischen Penis und Vagina auf das bereits erigierte Glied gezogen. Damit genügend Platz für den Samen bleibt, muss zuvor die Luft aus dem Reservoir an der Spitze des Kondoms herausgedrückt werden.

Sicher entfernt wird ein Kondom nach dem vollständigen Rückzug aus der Scheide, solange die Erektion noch nicht abgeklungen ist. Während des Herausziehens sollte das Kondom an der Penisbasis - also auf der Körperseite - festgehalten werden.

Pannen bei der Kondomverwendung

Selbstverständlich werden Kondome während der Produktion auf ihre Festigkeit geprüft, Trotzdem kann es bei ihrer Verwendung zu Pannen kommen, so dass sie während des Sexualverkehrs verrutschen, einreißen oder platzen. Hierfür gibt es verschiedene Gründe: Kondome sind maximal vier bis fünf Jahre haltbar, danach beginnt ihr Material zu erodieren.

Den gleichen Effekt können Lagerungsfehler - beispielsweise zu große Wärmeeinwirkung oder direkte Sonnenstrahlung - haben. Latex-Kondome werden durch Gleitcremes oder vaginal angewendete Medikamente auf Fettbasis angegriffen.

Als Gleitmittel dürfen hier nur Präparate auf Wasserbasis Verwendung finden. Spitze Gegenstände oder scharfe Fingernägel können beim Öffnen der Packung das Kondom verletzten. Zu kleine oder zu enge Kondome sind ebenfalls ein großes Risiko für Pannen.

Sofortmaßnahmen, wenn das Kondom verrutscht oder gerissen ist

Wichtig ist bei einem verrutschten oder gerissenen Kondom, dass so wenig Samenflüssigkeit wie möglich austritt. Der Geschlechtsakt muss in einem solchen Fall sofort abgebrochen werden. Die Gefahr einer unerwünschten Schwangerschaft oder einer Infektion ist bereits vor dem eigentlichen Samenerguss gegeben.

Das sogenannte Präejakulat ("Lusttropfen") kann bereits Spermien - und gegebenenfalls auch Krankheitserreger - enthalten. Einige Sofortmaßnahmen helfen, bestehende Risiken zu begrenzen:

  • Frauen ebenso wie Männer sollten versuchen, möglichst zeitnah zu urinieren - dies trägt dazu bei, bereits eingedrungene Spermien und Keime zu entfernen.
  • Frauen und Männer brausen danach die äußeren Genitalien unter fließendem Wasser und mit Seife ab, Männer reinigen auch die Innenseite ihrer Vorhaut. Auf Scheidenspülungen oder - bei entsprechenden Sexualpraktiken - Darmspülungen sollte jedoch auf jeden Fall verzichtet werden, da durch kleine Schleimhautverletzungen Krankheitserreger in den Körper gelangen können.
  • Falls das Kondom beim Oralverkehr gerissen ist, gilt sinngemäß das Gleiche: Der Mund wird gründlich mit Wasser ausgespült. Das Zähneputzen sollte jedoch vorerst unterlassen werden, um möglicherweise vorhandene Keime nicht ins Zahnfleisch einzureiben.

Die

Die Pille danach (Notfallverhütung) ist in der Lage, eine unerwünschte Schwangerschaft zuverlässig zu verhindern. Seit März 2015 ist sie in Deutschland auch ohne Rezept erhältlich, trotzdem empfiehlt sich vor der Einnahme eine ärztliche Beratung. Der Arzt entscheidet, ob die Notfallverhütung erforderlich oder noch möglich ist und welches der verfügbaren Präparate eingenommen werden soll.

Wie wirkt die Pille danach?

Die Notfallverhütung mit der Pille danach verhindert den Eisprung sowie das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Für einen wirksamen Schutz vor einer Schwangerschaft müssen die Medikamente nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr so schnell wie möglich eingenommen werden. Am sichersten wirkt die Pille danach, wenn die Einnahme innerhalb von zwölf Stunden nach dem Sexualkontakt erfolgt.

Hormonelle Wirkstoffe: Levonorgestrel oder Ulipristalacetat

Als Pille danach können Präparate mit den Wirkstoffen Levonorgestrel oder Ulipristalacetat verwendet werden:

Levonorgestrol

Das synthetische Gestagen Levonorgestrol ist in Verbindung mit Östrogenen auch Bestandteil regulärer Antibabypillen. In isolierter Form verhindert es den Eisprung. Zur Notfallverhütung wird Levonorgestrel in einer Einzeldosis von 1,5 mg eingenommen. Individuelle Dosisanpassungen auf ärztlichen Rat sind möglich, Überdosierungen können jedoch starke Nebenwirkungen zur Folge haben.

Pille danach Levogynon

Die Präparate (Handelsnamen: Levogynon (Levonelle) und andere) können bis zu 72 Stunden (drei Tage) nach dem Geschlechtsverkehr angewendet werden. Bei einer Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis nur etwa 0,6 Prozent.

Ulipristalacetat

Der Wirkstoff Ulipristalacetat (Handelsname: ellaOne) ist in der Lage, an die Progesteron-Rezeptoren im weiblichen Körper anzudocken und hierdurch die Bindung von natürlichem Progesteron zu hemmen. Das Schwangerschaftshormon Progesteron hat unter anderem Einfluss auf den Eisprung, den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sowie die Einnistung der befruchteten Eizelle im Uterus.

Pille danach ellaOne

Das Medikament kann bis zu 120 Stunden (fünf Tage) nach dem sexuellen Kontakt angewendet werden, bei frühzeitiger Einnahme verhindert es in 77 Prozent aller Fälle eine unerwünschte Schwangerschaft. Die Einzeldosis beträgt 30 mg, Erhöhungen dieser Dosis sind im Normalfall ausgeschlossen. Ulipristalacetat wird in der Gynäkologie inzwischen nicht nur als Pille danach, sondern auch zur symptomatischen Therapie von Myomen (gutartigen, Progesteron-abhängigen Uterusgeschwülsten) angewendet.

Ist die Notfallverhütung ein Schwangerschaftsabbruch?

Eine solche Notfallverhütung ist nicht mit einem Schwangerschaftsabbruch gleichzusetzen. Sobald die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut erfolgt ist, verlieren beide Medikamente ihre Wirksamkeit.

Welche Nebenwirkungen hat die Pille danach?

Beide Wirkstoffe sind im Allgemeinen gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit und Spannungsgefühle in der Brust, bei ellaOne kann es außerdem zu Kopf- und Muskelschmerzen kommen.

Gelegentlich bis selten treten Menstruationsstörungen (nur bei Levonorgestrel), Erbrechen oder Hautausschläge auf. Ebenfalls gelegentlich bis selten kann die Einnahme von ellaOne auch zu Fieber und Hitzewallungen, Veränderungen von Appetit, Geschmackssinn und Libido, Schwindel sowie Beeinträchtigungen der Augen führen. Die Pille danach ist ausdrücklich nur als strikt dosierte Notfallmedikation und nicht zur Dauereinnahme geeignet.

Zusätzliche Verhütung bis zum Zyklusende

Frauen, die normalerweise mit der Antibabypille verhüten und wegen eines Einnahmefehlers auf Kondome zurückgegriffen haben, können die Pille nach einer Notfallverhütung weiter nehmen. Bis zum Zyklusende ist jedoch eine zusätzliche Verhütung mit Kondomen nötig.

Sexuell übertragbare Krankheiten bei einem gerissenen Kondom

Bei einem neuen, noch relativ unbekannten Partner spielt bei einem gerissenen Kondom auch das Ansteckungsrisiko mit sexuell übertragbaren Erkrankungen (Geschlechtskrankheiten) eine wesentliche Rolle.

Falls sich einige Tage oder Wochen nach einem ungeschützten Sexualkontakt Symptome zeigen, die auf eine Geschlechtskrankheit verweisen könnten, ist eine ärztliche Untersuchung dringend nötig. So gut wie alle sexuell übertragbaren Krankheiten sind heute sehr gut und wirkungsvoll therapierbar.

HIV-Prophylaxe durch antivirale Medikamente

Falls sicher ist, dass der Partner mit unbekannter oder nachweisbarer Viruslast HIV-positiv ist, kann eine HIV-Post-Expositionsprophylaxe (HIV-EPF) eine Infektion verhindert. Dabei handelt es sich um eine präventive Notfalltherapie mit virenhemmenden Medikamenten, die mindestens vier Wochen dauert und so früh wie möglich nach dem ungeschützten Sexualverkehr beginnen sollte - optimal ist ein Beginn der Prophylaxe innerhalb der ersten 24 Stunden.

Letzte Aktualisierung: 16.12.2015

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament