Live Chat Telefon
Patientenservice jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00 - 18:30
  • Privater & vertraulicher ServiceDiskrete Verpackung und Zahlung
  • Original MedikamenteWie aus Ihrer lokalen Apotheke
  • Transparenter Preisinkl. Rezept, Medikament & Lieferung
  • Schnelle LieferungFür Ihre Bestellung

Impotenz bei Männern über 50 Jahren

Impotenz (erektile Dysfunktion) tritt bei Männern mit zunehmendem Alter gehäuft auf. Laut Studien der University of Chicago ist jeder dritte Mann über 50 betroffen. Zum Vergleich: Zwischen 30 und 39 sind es lediglich 2,3%. Doch worin liegt diese Häufung begründet?

Wieso kommt es mit zunehmendem Alter häufiger zu Impotenz?

Zum Einem unterliegt auch das Glied des Mannes, wie jedes Gewebe des menschlichen Körpers, einem natürlichen Alterungsprozess, was vor allem dazu führt, dass die Durchblutung des Schwellkörpers abnimmt. Da eine Erektion jedoch nichts anderes ist, als eine pralle Füllung der Schwellkörpervenen, führt eine zu geringe Durchblutung ab einem bestimmten Grad zwingend zur Impotenz.

Zum Anderen stellt sich auch das hormonelle Regelsystem des Körpers mit zunehmendem Alter um. Es werden weniger männliche Sexualhormone ausgeschüttet, welche für Sexualtrieb, Erregung und somit auch die Erektion verantwortlich sind. Dies kann Potenzprobleme hervorrufen oder eine bereits vorhandene erektile Dysfunktion verstärken.

Unterstützt werden diese Aspekte durch im Alter zunehmend vorhandene Risikofaktoren wie Diabetes Mellitus (umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt), Hypertonie (Bluthochdruck), Übergewicht und langjähriges Rauchen.

Was sind Ursachen für Impotenz im Alter?

Im Gegensatz zu vorübergehenden erektilen Dysfunktionen, welche meist bei jüngeren Männern auftreten und für gewöhnlich psychisch bedingt sind, ist Impotenz bei Männern über 50 in aller Regel ein längerfristig bestehendes Problem, welches organische Ursachen hat.

Durchblutungsstörungen beeinflussen die Erektionsfähigkeit

Die Hauptursache für erektile Dysfunktion im Alter sind Durchblutungsstörungen des Penis. Über 80% der Erektionsprobleme lassen sich darauf zurückführen. In ungefähr einem Viertel dieser Fälle liegt das Problem bei den Venen, welche den Schwellkörper bilden. Da mit zunehmendem Alter die Muskelzellen der Gefäßwand Stück für Stück durch Bindegewebe ersetzt werden, nimmt die Kraft der Kontraktion stetig ab, was ab einem gewissen Punkt zu einer unzureichenden Abdichtung des Schwellkörpers führt. So fließt das Blut sofort wieder aus dem Penis ab und eine Erektion kann nicht zu Stande kommen.

Anatomie eines erigierten Penis

Außer dem natürlichen Alterungsprozess bewirken auch einige Bluthochdruckmedikamente, die sogenannten Beta-Blocker, diese Symptomatik. Diese Gruppe der Pharmaka wirkt, indem sie bestimmte Rezeptoren an den Gefäßmuskelzellen blockieren und dadurch zu einer verringerten Anspannung führen. So wird zwar sehr effektiv der Blutdruck gesenkt, jedoch auch die Erektion beeinträchtigt.

In den restlichen Fällen ist die Durchblutungsstörung durch eine mangelnde Blutzufuhr aus den Arterien des Penis bedingt. Die Ursache für diese Minderversorgung sind zumeist arteriosklerotische Veränderungen ("Verkalkung") der Gefäßwand. Hierbei lagern sich verschiedene Stoffe aus dem Blutkreislauf, vor allem Fett und Thromben, an der Innenseite von Arterien ab, was zu einer starken Verminderung des Gefäßdurchmessers und der Elastizität führt. Somit ist der Blutfluss zum Schwellkörper so stark verringert, dass keine effektive Füllung mehr möglich ist - es kommt zur Impotenz.

Risikofaktoren für Arteriosklerose sind vor allem Übergewicht, Diabetes Mellitus, Hypertonie, langjähriger Alkohol- und Nikotinkonsum und erbliche Veranlagung. Eine weiterer Auslöser ist die sogenannte Mikroangiopathie, welche meist eine Folge von Diabetes Mellitus oder Hypertonie ist. Bei dieser Erkrankung werden Arteriolen und Kapillaren (die mikroskopisch kleinen Endäste, welche Arterien und Venen verbinden) nachhaltig geschädigt.

Störungen des Nervensystems verhindern das Entstehen einer Erektion

Die Erektion wird über vegetative Nervenfasern aus dem sakralen Rückenmark (die sogenannten Nervi splanchnici pelvici) vermittelt. Eine Schädigung dieser Nerven, beziehungsweise ihre Endäste, welche an den Arterien und Venen des Penis enden, ist (nach Durchblutungsstörungen) die zweithäufigste Ursache für Impotenz bei Männern über 50.

Die häufigste Ursache für eine permanente Schädigung sind chirurgische Eingriffe im Becken. Besonders Prostatektomien stellen ein hohes Risiko dar, da sämtliche, für die Erektion verantwortliche, Nervenbahnen durch die Prostata verlaufen.

Jedoch können nervale Schädigungen auch als Spätfolge eine schlecht eingestellten Diabetes Mellitus entstehen. Die sogenannte diabetische Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei welcher sich aufgrund eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels Stoffwechselprodukte in Nervenzellen ansammeln. Dies führt zu einem kontinuierlichen fortschreitenden Funktionsverlust.

Umstellung des Hormonhaushalts wirken sich auf die Potenz aus

Mit zunehmendem Alter nimmt beim Mann von Natur aus die Konzentration von Sexualhormonen (insbesondere Testosteron) ab. Da dieser Prozess für gewöhnlich sehr langsam stattfindet, bleiben Symptome meist aus. Jedoch können verschiedene Faktoren, vor allem starkes Übergewicht und chronische Nierenerkrankungen die Effekte der Umstellung verstärken und zu einem Testosteronmangel führen. Da Testosteron für die männliche Sexualität, insbesondere für Sexualtrieb und Erregung unabdinglich ist, führt eine starke Erniedrigung des Spiegels dieses Hormons im Blut zwangsläufig zur Impotenz.

Kann Impotenz im Alter vorgebeugt werden?

Da das Auftreten von erektilen Dysfunktion zwar durch höheres Alter stark begünstigt wird, aber fast immer durch Krankheiten hervorgerufen wird, kann man dem Auftreten von Impotenz im Alter sehr gut entgegenwirken. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, körperlicher Betätigung und wenig Alkohol und Nikotin beugt Erkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes Mellitus (Typ 2) und starkem Übergewicht sehr gut vor.

Da diese (beziehungsweise ihre Folgen) die Hauptrisikofaktoren für erektile Dysfunktion bei Männern über 50 sind, ist ihre Vermeidung die beste Präventionsmaßnahme. Zusätzlich ist erwiesen, dass regelmäßige sexuelle Aktivität das Risiko von sowohl Impotenz, als auch Prostataerkrankungen deutlich senkt.

Wie kann Impotenz im Alter behandelt werden?

Der erste Schritt zur Behandlung von Impotenz bei Männern über 50 ist die Beseitigung der Risikofaktoren. Führt das nicht zum gewünschten Erfolg bieten sich verschiedene weitere Möglichkeiten an.

Medikamentöse Therapie von erektiler Dysfunktion

Der einfachste Weg zur Behandlung von erektiler Dysfunktion ist die Gabe von Medikamenten. Sehr verbreitet sind in Naturwirkstoffe wie Yohimbin, welches die Durchblutung fördert indem es Rezeptoren blockiert, und sogenannte PDE-5 Hemmer wie Sildenafil. Die Phosphodiesterase-5-Hemmer wirken, indem Sie den Abbau eines Botenstoffes in den Gefäßmuskelzellen hemmen. Dadurch wird die Kontraktionsfähigkeit des Muskels geschwächt und der Blutfluss verstärkt. Zu den PDE-5-Hemmern gehören die bekannten Präparate Viagra, Cialis und Levitra.

Potenzmittel gegen Impotenz

Diese Medikamente lösen nicht von selbst eine Erektion aus, sondern erleichtern das Zustandekommen bei körperlicher Erregung. Vorsicht ist bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Leberschäden geboten. In solchen Fällen ist die Einnahme meist kontraindiziert. Alternativen stellen das sogenannte "Medikamentöse Urethrale System zur Erektion", bei welchem ein Wirkstoff direkt in die Harnröhre appliziert wird, und die "Schwellkörper-Autoinjektionstherapie", bei welcher das Medikament direkt in den Schwellkörper injiziert wird, dar. Beide Möglichkeiten führen zu einem lokal verstärkten Blutfluss und somit zur Erektion.

Chirurgische Eingriffe

Um Impotenz chirurgisch zu behandeln, können minimalinvasiv mit einem Katheter die Gefäße des Penis erweitert und verschlossene Bereiche revaskularisiert werden. Alternativ ist es mit einem größeren Eingriff auch möglich den Schwellkörper komplett durch ein Implantat zu ersetzen.

Vakuumtherapie

Bei dieser Methode, welche völlig ohne Eingriffe oder Medikamente auskommt, wird ein Gefäß auf den Penis gesetzt und mithilfe einer Pumpe ein Unterdruck erzeugt. So fließt Blut in den Schwellkörper und er füllt sich.

Quellen:
  1. Erektile Dysfunktion. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Sexualität im Alter. Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz). URL: impotenz-selbsthilfe.de
  3. Impotenz im Alter. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.. URL: internisten-im-netz.de

Veröffentlicht am 04.10.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament