Live Chat Telefon
Patientenservice jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00 - 18:30
  • Privater & vertraulicher ServiceDiskrete Verpackung und Zahlung
  • Original MedikamenteWie aus Ihrer lokalen Apotheke
  • Transparenter Preisinkl. Rezept, Medikament & Lieferung
  • Schnelle LieferungFür Ihre Bestellung

Famvir: Wirkung

Was ist Famvir und bei welchen Erkrankungen wird es eingesetzt?

Das Arzneimittel Famvir enthält den Wirkstoff Famciclovir. Famvir gehört zur Arzneimittelgruppe der Virostatika. Ein Virostatikum ist gegen Viren wirksam, nicht gegen alle, sondern jedes Virostatikum hat einen spezifischen Einsatzbereich.

Famvir bekämpft Herpes Viren. Famciclovir gehört zu den modernen Anti-Herpes -Wirkstoffen wie auch Valaciclovir und Aciclovir, es ist mit letzteren biochemisch verwandt. Außerdem ist es eine Vorstufe von Penciclovir, das in der Reinform äußerlich gegen den Lippenherpes eingesetzt wird.

Oral eingenommen ist die Bioverfügbarkeit - das ist die Aufnahmefähigkeit des Organismus in Bezug auf eine Substanz - von Penciclovir zu gering. Famciclovir in Famvir schafft hier Abhilfe und macht Penciclovir oral verfügbar, weil sich Penciclovir nach dem Schlucken von Famciclovir als Stoffwechselprodukt daraus bildet. Famvir gilt als besonders gut verträglich und nebenwirkungsarm.

Wie wirkt Famvir?

Famvir beseitigt Herpes Viren nicht, es heilt nicht. Das Arzneimittel kann Krankheitsverläufe aber erheblich abmildern und verkürzen sowie unter günstigen Umständen Rezidive noch vor dem Ausbruch aufhalten. Mit der Substanz Aciclovir begann ein neues Stadium im Kampf gegen Herpes, dem Famvir mit Famciclovir nun nachfolgt.

Viren sind vereinfacht erklärt Erbinformationen (DNA-Stränge), wobei ihre Natur noch umstritten ist. Die DNA der Viren infiziert Körperzellen, um neue Virenstränge auszubilden und sich zu vermehren. Famciclovir wird anstelle eines Bausteines der DNA in dieser verbaut, da es mit dem Guanin - einer Base der DNA - eine große Ähnlichkeit aufweist. Ohne das Guanin kann sich der DNA Strang nicht replizieren, es entstehen keine weiteren Viren.

Der Kampf gegen Herpes

Mit dem Begriff Herpes verbinden die meisten Menschen die typischen Lippenbläschen, die sich stets zu unpassenden Zeitpunkten zu realisieren scheinen. Man nimmt an, dass die Durchseuchungsrate für diesen Herpes Typ - Herpes-simplex Typ I oder HSVI - gut 80 % in der Bevölkerung beträgt.

Weniger bekannt ist, dass die Familie der Herpes Viren noch für eine Anzahl anderer Infektionen verantwortlich ist. Aus Virenperspektive sind Herpes Viren sehr erfolgreich, widerstandsfähig wie sie sind, war ihnen lange Zeit über medikamentös kaum beizukommen.

Auch heute noch ist der Kampf gegen diese Viren nicht zu 100 % gewonnen. Die heimtückischen Viren verbleiben nach der Erstinfektion im Körper. Dabei besiedeln sie Ganglien, das sind Nervenknoten. Dort verharren sie in einer Art Ruhezustand bis eine Schwäche des körperlichen Immunsystems sie wieder aktiviert. Man spricht in diesem Fall von einem Rezidiv.

Oft reichen bereits kleine Schwächen des Immunsystems aus, wie sie etwa durch Stress und seelische Belastungen, grippale Infekte sowie starke Sonneneinstrahlung ausgelöst werden können. Viele Menschen stellen bei sich ganz persönliche "Trigger" fest, die eine Reaktivierung der Viren hervorrufen. Mit dem Rezidiv erscheinen die charakteristischen Bläschen auf Haut und Schleimhäuten, die mit infektiöser Flüssigkeit gefüllt ansteckend bleiben, bis sie nach einer Verkrustung vollständig abgeheilt sind.

Neben HSVI sind viele Menschen von Herpes-simplex-Typ II HSVII betroffen, der bevorzugt den Genitalbereich befällt. HSVII steht für eine erhebliche schwerere Erstinfektion und häufige Rezidive, die sich auf eine monatliche Frequenz steigern können. Verlaufen die Herpes-simplex Infektionen schwer, kann sich die Abheilung einige Woche hinziehen. So wird die Lebensqualität der Infizierten oft eingeschränkt, in körperlich sichtbaren Bereichen empfinden viele die Bläschen als unästhetisch. Auch wenn sie nicht sichtbar sind, bleibt die drohende Ansteckungsgefahr für anderen bei den durch Schmierinfektion übertragbaren Erregern. Dies gilt besonders für die Übertragung im Genitalbereich. Geschlechtsverkehr ist während eines akuten Krankheitsschubs ausgeschlossen. Schmerzen, Juckreiz und ein allgemeines Krankheitsgefühl kommen hinzu.

Auswirkungen des Virus auf das Alltagsleben

Insgesamt sind Herpes Infektionen keine Bagatell-Erkrankung. Herpes kann die Lebensqualität stark einschränken. Das gilt in noch stärkerem Maße für die weiteren Vertreter der Herpes Familie. Auch der Erreger der Gürtelrose - Herpes Zoster - gehört dazu, ebenso wie Windpocken - Varizellen - und das Epstein-Barr-Virus als Auslöser des Pfeifferschen Drüsenfiebers.

Bei Herpes Zoster und nach einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus drohen Spätfolgen: Im Anschluss an die Gürtelrose leiden Betroffene vielfach unter Schmerzen im Nervenbereich (Neuropathien) und nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber folgt oft eine Phase großer Erschöpfung. Insoweit sollten auch Rezidive konsequent und so schnell wie möglich mit den modernen Arzneimitteln wie Famvir bekämpft werden.

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament