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Wirkstoffe in der Antibabypille: Ethinylestradiol & Norethisteron

Die die verschreibungspflichtige Wirkstoffkombination aus Ethinylestradiol und Norethisteron hat sich zur hormonellen Schwangerschaftsverhütung bei erwachsenen Frauen ab 18 Jahren bewährt.

Beide Wirkstoffe zählen zur Gruppe der Sexualhormone und werden oft als Antibabypillen eingenommen. Alternativ gibt es auch niedrig dosierte Hormonpflaster oder Spritzen.

Je nach Präparat sind die Wirkstoffe in unterschiedlichen Dosierungen enthalten. Bei täglicher Einnahme weist diese Kombination eine hohe Wirksamkeit (Pearl-Index: 0,1-0,9) auf. Dies basiert auf einer natürlichen Kombination des Östrogens Ethinylestradiol und dem Gestagen (Gelbkörperhormon) Norethisteron.

Definition von Ethinylestradiol und Norethisteron

Der kombinierte Wirkkomplex basiert auf zwei synthetisch hergestellten Sexualhormonen des weiblichen Körpers. Sie bieten eine Alternative, um sicher zu verhüten.

Durch die speziellen Eigenschaften des Östrogens und Gestagens profitieren erwachsene Frauen ab 18 Jahren von einem sicheren Dreifachschutz: Der Eisprung und die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut werden verhindert. Durch eine verdickte Schleimschicht am Eingang des Gebärmutterhalses wird das Eindringen von Spermien erschwert.

Rezeptpflichtige Präparate mit der Östrogen-Gestagen-Wrkstoffkombination sind in Apotheken erhältich. Im Vorfeld erfolgt eine fachärztliche Konsultation zur Abwägung möglicher Risiken, welche beispielsweise aufgrund bestimmter Vorerkrankungen die Wahl eines anderen Präparates zur Folge haben kann.

So existieren beispielsweise neben den Kombinationspräparaten aus zwei Wirkstoffen auch Einphasenpräparate zur hormonellen Empfängnisverhütung.

Welche Medikamente enthalten die Hormone?

Die Wirkstoffkombination ist in folgenden Antibabypillen enthalten:

  • TriNovum: Ethinylestradiol (35mcg); Norethisteron (500mcg/750mcg/1mg)
  • BiNovum: Ethinylestradiol (35mcg); Norethisteron (500mcg/1mg)
  • Brevinor: Ethinylestradiol (35mcg); Norethisteron (500mcg)
  • Eve 20: Ethinylestradiol (20mcg); Norethisteron (500mcg)
  • Conceplan M: Ethinylestradiol (30mcg), Norethisteron (500mcg)
  • Loestrin 30: Ethinylestradiol (30mcg); Norethisteron (1000mcg)
  • Loestrin 20: Ethinylestradiol (20mcg); Norethisteron (1000mcg)

Wie werden diese Hormone eingenommen?

Orale Präparate zur Schwangerschaftsverhütung werden in dieser Wirkstoffkombination jeweils 21 Tage hintereinander eingenommen. Danach folgt eine siebentägige Pause. Während dieser tritt nach circa zwei bis drei Tagen eine Abbruchsblutung auf.

Hormonelle Medikamente zur Empfängnisverhütung müssen täglich etwa zur gleichen Zeit mit etwas Wasser eingenommen werden. Dies kann unabhängig von Mahlzeiten geschehen. Alkohol beeinflusst hormonelle Kombinationspräparate nicht.

Wird eine Einnahme der Kombinationspille vergessen, ist der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft nicht mehr in ganzer Fülle gegeben. Je nach Präparat können versäumte Einnahmen innerhalb von 12 Stunden nachgeholt werden.

Bei einigen Antibabypillen wie beispielsweise Loestrin 20 oder 30 rät der Hersteller ab einer Stückzahl von drei Stück zusätzliche, nicht hormonelle Verhütungsmittel (Kondom) einzusetzen.

Im Gegensatz dazu werden kombinierte Hormonpflaster alle sieben Tage erneuert. Nach sieben Tagen folgt ebenso eine siebentägige Pause.

Wie wirken Ethinylestradiol und Norethisteron?

Die Östrogen-Gestagen-Kombination zur Schwangerschaftsverhütung begünstigt verschiedene Wirkmechanismen im weiblichen Körper.

Das Östrogen Ethinylestradiol ist mit dem körpereignen Sexualhormon Estradiol verwandt. Dies gilt auch für das Gelbkörperhormon Norethisteron. Es hat Ähnlichkeit mit Progesteron.

Strukturformel von Norethisteron und Ethinylestradiol

Eine Kombination beider Hormone hilft dem Körper bei der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft. Zudem werden der Eisprung und die Rückbildungsphase des monatlichen Zyklus bei Frauen günstig beeinflusst. Zu diesem Zweck schüttet der weibliche Körper beide Hormone in unterschiedlichen Konzentrationen aus. Je nach Zyklustag variieren diese.

Bei der Einnahme von Antibabypillen mit dem Wirkstoffkomplex Ethinylestradiol und Norethisteron stehen dem Organismus erhöhte Mengen beider Sexualhormone zur Verfügung. Auf diese Weise täuscht das jeweilige Medikament eine Schwangerschaft vor.

Dadurch erfolgt eine gezielte Hemmung des Eisprungs und die eigentliche Verdickung der Gebärmutterschleimhaut unterbleibt. Ursprünglich dient dieser Vorgang zur Einnistung einer befruchteten Eizelle.

Gleichzeitig verdickt das Gestagen Norethisteron den Schleim, welcher sich im Bereich des Gebärmuttereingangs befinde. Entsprechend hindert dieser Spermien vor dem Eindringen in den Gebärmutterhals. Sollte dies doch geschehen, sorgen oben genannte Rahmenbedingungen für zwei zusätzliche Schutzmechanismen.

Mögliche Nebenwirkungen auf einen Blick

Im Rahmen klinischer Studien wurden bis dato folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung der Wirkstoffkombination beobachtet. Diese müssen nicht auftreten. Grundsätzlich beeinflusst diese Wirkstoffkombination die Laborwerte von Niere, Schilddrüse und Leber.

Sehr häufige verursachen Ethinylestradiol und Norethisteron Kopfschmerzen (Migräne seltener), Schmier- oder Durchbruchsblutungen.

Häufige treten folgende Nebenwirkungen auf: Akne, Bauchschmerzen, Vergrößerung der Brust, Brustschmerzen oder -empfindlichkeit, Brustdrüsen sondern Flüssigkeit ab, Depressionen, Dysmenorrhö (Regelblutungsschmerzen), Erbrechen, Gewichtsveränderungen, veränderter Libido, Nervosität, Ödeme (Wassereinlagerungen), Scheidenentzündung, Schwindelgefühl, Stimmungsschwankungen, Übelkeit, vaginaler Ausfluss.

Gelegentliche Nebenwirkungen: veränderter Appetit, Bauchkrämpfe, Blähungen, Blutdruckanstieg, Änderungen von Blutfettwerten, Flecken im Gesicht (teilweise bleibend), Haarausfall, Hautausschlag, Hirsutismus (Körperbehaarungszunahme), Pigmentierungsstörungen.

Nur selten kommt es zu veränderten Blutzuckerwerten oder zur Bildung schmerzhafter Knoten direkt in der Haut (Knotenrose).

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Akne Bauchkrämpfe Kontaktlinsenprobleme
Kopfschmerzen Blutdruckanstieg Knotenrose
veränderte Libido Hautausschlag Sehnerventzündung

Darüber hinaus wurden in Kombination mit der gleichzeitigen Einnahme beider Wirkstoffe Zystenbildung an den Eierstöcken und vaginale Pilzinfektionen beobachtet.

Welche Wechselwirkungen gibt es bei Ethinylestradiol und Norethisteron?

Die Wirkung von Kombinationspillen kann durch einen der folgenden Stoffe vermindert oder komplett verhindert werden: Barbiturate, Aktivkohle, Antibiotika (Ampicillin, Griseofulvin, Rifampicin, Tetracycline), Antiepileptika (Barbexaclon, Carbamazepin, Felbamat, Hydantoin, Oxcarbazepin Phenytoin, Topiramat, Primidon), Johanniskraut, Phenylbutazon (Gichtmittel).

Im Gegensatz dazu verstärken virenhemmende Medikament (beispielsweise Indinavir) die Wirkung des hormonellen Kombinationskomplexes.

Ethinylestradiol und Norethisteron erhöhen den Blutzuckerspiegel. In Absprache mit dem Arzt ist entsprechend die Dosis von oralen Antidiabetika oder Insulin anzupassen.

Wann ist auf diese Kombination zu verzichten?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist auf die Einnahme von Kombinationspräparaten mit Ethinylestradiol und Norethisteron zu verzichten.

Zudem darf die Wirkstoffkombination bei folgenden Diagnosen nicht eingenommen werden: eine bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, frühere oder bestehende Tumore (bösartig), welche durch die Gabe von Ethinylestradiol erneut weiterwachsen könnten. Dies ist bei Brustkrebs der Fall.

Herpes gestationis während einer vorherigen Schwangerschaft, gutartige Gebärmuttertumore, Endometriose, unbehandelte Wucherungen im Bereich der Gebärmutterschleimhaut oder noch nicht geklärte vaginale Blutungen zählen zu weiteren Ausschlusskriterien.

Bei folgenden Erkrankungen sollte ebenso auf diese Wirkstoffe verzichtet werden: schwere Leberkrankungen, beispielsweise Gallenstau, Dubin-Johnson-Syndrom, Gelbsucht, Rotor-Syndrom, Lebertumore und -entzündungen. Dies gilt solange, bis sich die Transaminasen (bestimmte Leberwerte) wieder reguliert haben.

Beide Wirkstoffe sind bei Blutgefäßerkrankungen (akut oder früher), die Thrombose (Gefäßverschlüsse von Venen oder Arterien) verursachen, nicht anzuwenden. Zu diesen Beschwerden gehören Angina Pectoris, Blutgerinnungsstörungen, Herzinfarkt, Herzklappenfehler, Lungenembolie, Schlaganfall, Thrombophlebitis (Venenentzündungen) Venenthrombosen oder weitere schwere Venenerkrankungen.

Sollten im familiären Umfeld beispielsweise eine oder mehrere Beschwerden auftreten, kann können Kombinationspräparate mit Ethinylestradiol und Norethisteron angewendet werden, wenn eine stete Kontrolle seitens des Arztes gewährleistet ist: Asthma, Blutdruckanstieg, Brustkrebs bei Verwandtschaft des ersten Grades, Epilepsie, Depressionen, Diabetes mellitus, Einsatz von Kontaktlinsen, Mastopathie (Brustdrüsenerkrankung) oder multiple Sklerose.

Quellen:

Veröffentlicht am 10.05.2016

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