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Ethinylestradiol & Drospirenon zur Empfängnisverhütung

Die Kombination der beiden Hormone Ethinylestradiol und Drospirenon wird zur hormonellen Empfängnisverhütung in kombinierten Antibabypillen (Mikropillen) eingesetzt. Die Hormonkombination wird auch zur Regulierung des Menstruationszyklus verwendet.

Überblick

Ethinylestradiol ist ein chemisch hergestelltes Hormon, das dem natürlichen Östrogen (Estradiol) sehr nahe ist. Östrogene sind weibliche Sexualhormone und gehören der Klasse der Steroidhormone an. Ethinylestradiol verhindert die Heranreifung der Eizelle, wodurch diese auch nicht befruchtet werden kann. Zudem wird eine vollständige Ausbildung der Gebärmutterschleimhaut verhindert, so dass sich eine möglicherweise befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Drospirenon ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Reihe der Gestagene. Gestagene werden während der Schwangerschaft im weiblichen Körper gebildet und verhindern während dieser Zeit den Eisprung. Naben der Verhinderung der Eizellenreifung, verfestigt das Hormon den Schleim am Eingang des Muttermunds und in der Scheide, sodass es für Spermien schwieriger wird zur Eizelle zu gelangen.

Welche Medikamente enthalten die Hormonkombination?

Ethinylestradiol und Drospirenon sind in folgenden Antibabypillen enthalten:

Wirkungsweise von Ethinylestradiol und Drospirenon

Östrogen und Gestagen bereitet den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Die beiden Sexualhormone sind zudem für den Eisprung und auch die Rückbildungsphase im Zyklus verantwortlich. Um diese Prozesse auszulösen, wird das jeweilige Hormon zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Mengen ausgeschüttet.

strukturformel von ethinylestradiol und drospirenon

Wird zusätzlich die Hormonkombination bestehend aus Ethinylestradiol und Drospirenon zugeführt, wird dem Körper eine Schwangerschaft vorgetäuscht, und eine solche kann somit nicht erneut entstehen. Infolgedessen wird:

  • der Eisprung gehemmt.
  • die Gebärmutterschleimhaut verdickt, so dass sich das Ei nicht einnisten kann.
  • der Schleim am Eingang der Gebärmutter verfestigt, damit Spermien nicht eindringen können.

Ethinylestradiol und Drospirenon bewirken dank ihrer Kombination einen doppelten Schutz und eine 99 Prozentige Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft. Die beiden Hormone können außerdem zur Regulierung von Zyklusstörungen eingesetzt werden, sollten diese auf unregelmäßigen Blutungen beruhen.

Anwendung und Dosierung von Ethinylestradiol und Drospirenon

Antibabypillen, die auf der Wirkung von Ethinylestradiol und Drospirenon basieren, zählen zu den sogenannten Mikropillen. Um eine optimale empfängnisverhütende Wirkung zu erzielen, ist bereits eine niedrige Dosierung der Hormonkombination ausreichend. Die geringe Gabe an Hormonen schont den Körper und es kommt zu weniger schwerwiegenden Erkrankungen als bei der Einnahm von hochdosierten Präparaten.

Um die Wirkung zu garantieren, muss das Einnahmeschema genau beachtet werden. In jeder Blister sind 21 Filmtabletten enthalten. Am ersten Tag der Blutung sollte mit der Einnahme der Pille begonnen werden. Das Präparat sollte jeden Tag zeitgleich unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Es ist ratsam einen festen Zeitpunkt für die Anwendung in den Tagesablauf einzuplanen, da damit die Gefahr, die Pille zu vergessen, sinkt.

Nachdem die Kombination 21 Tage lang eingenommen wurde, findet eine Einnahmepause von sieben Tage statt. Während dieser Zeit tritt die Blutung auf, die jedoch nur wenige Tage anhält. Am achten Tag wird die Einnahme fortgesetzt. Wird die Pille vergessen, kann sie innerhalb der ersten 12 Stunden nach dem geplanten Einnahmezeitpunkt problemlos nach genommen werden. Sind jedoch mehr als 12 Stunden verstrichen, ist der Schutz nicht mehr in dem gleichen Maße gewährleistet und es ist empfehlenswert zusätzlich mit Barrieremethoden zu verhüten.

Nebenwirkungen von Ethinylestradiol und Drospirenon

Jede Frau reagiert unterschiedlich auf die Einnahme von Hormone, weshalb gegebenenfalls Nebenwirkungen auftreten können. Werden Nebenwirkungen fest gestellt, sollte dies mit einem Arzt besprochen werden, um sicher zu gehen, dass die Einnahme der Hormonkombination keine weiteren Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Häufig können Zyklusstörungen, Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brustschmerzen, vaginaler Ausfluss und Pilzinfektionen auftreten.

Gelegentlich berichten Frauen von Bluthochdruck (Hypertonie), Akne, Gewichtsveränderungen, Überempfindlichkeitsreaktionen und einer Veränderten Libido.

Selten kommt es zu Asthma, Flüssigkeitsabsonderungen der Brustdrüsen und Gefäßverschlüssen (Thrombosen).

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Wassereinlagerungen Blutdruckveränderung Krampfadern (sehr selten)
Kopfschmerzen Veränderte Blutfettwerte Schwerhörigkeit
Zyklusstörungen Libidoveränderung Flüssigkeitsabsonderungen

Starke Schmerzen in den Beinen oder Schwellungen, die mit einer Erwärmung oder Veränderung der Hautfarbe einhergehen, starke Brustschmerzen und plötzliche unerklärliche Atemnot können Anzeichen einer Verstopfung einer Vene oder Arterie (Thrombose) sein. Werden diese Symptome festgestellt, sollte die Antibabypille sofort abgesetzt werden und schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Wechselwirkungen der Hormonkombination mit anderen Substanzen

Die Einnahmevon Ethinylestradiol erhöht die Konzentration von Hormonen der Schilddrüse. Dies gilt bei entsprechenden Untersuchungen zu beachten. Der Arzt sollte vorhergehend von der Einnahme der Antibabypille informiert werden.

Eine Anpassung der Gabe ist möglicherweise bei gleichzeitiger Einnahme der Hormonkombination und Antidiabetika bzw. Insulin erforderlich, da die Hormone den Blutzuckerspiegel verändern können.

Um eine optimale Verträglichkeit zu versichern, sollte bei Frauen, die an chronischen Herz- oder Nierenerkrankungen leiden, in regelmäßigen Abständen der Mineralstoffspiegel im Blut bestimmt werden.

Folgende Wirkstoffe beschleunigen den Abbau der beiden Hormone und vermindern somit die empfängnisverhütende Wirkung:

  • Johanniskraut
  • Aktivkohle
  • Antibiotika (Ampicillin, Griseofulvin, Rifampicin und Tetracycline)
  • Ritonavir und Nelfinavir
  • Barbiturate (Schlafmittel)
  • Antiepileptika

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Ethinylestradiol und Drospirenon

Bei bekannten Allergien gegen eines der beiden Hormone ist von einer Einnahme selbstverständlich abzusehen. Mit einem Arzt kann über mögliche Alternativen zur Verhütung gesprochen werden.

Liegen folgende Krankheiten vor ist von der Verwendung der hormonhaltigen Arzneimitteln abzusehen:

  • Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut
  • nicht abgeklärte Vaginalblutungen
  • Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht, Gallenstau, Leberentzündungen)
  • Blutgefäßerkrankungen, die zu Thrombosen führen können oder in der Vergangenheit schon dazu geführt haben.
  • schwer behandelbarer Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Adipositas
  • Lupus erythematodes
  • Migräne

Bei folgenden Erkrankungen ist die Einnahme der Kombination zwar nicht kontraindiziert, jedoch verändern die Hormone die Laborergebnisse:

  • Herz- und Nierenfunktionsstörungen
  • Epilepsie
  • Asthma bronchiale
  • Multiple Sklerose
  • Endrometriose

Darf die Hormonkombination während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?

Schwangere Frauen wird dringend davon abgeraten, weiterhin die Antibabypille einzunehmen, da nicht vollständig geklärt ist, welchen Einfluss diese auf das Kind haben können.

Durch das Stillen können die Hormone des empfängnisverhütenden Präparats über die Muttermilch an das Kind weiter gegeben werden. Außerdem kann die Kombination von Ethinylestradiol und Drospirenon die Milchproduktion beeinflussen bzw. sogar reduzieren.

Die Einnahme der Hormone durch Kinder ist selbstverständlich kontraindiziert.

Quellen:

Veröffentlicht am 31.05.2016

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