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Der Wirkstoff Eflornithin bei Hirsutismus

Der Wirkstoff Eflornithin wird in Form einer Creme zur Behandlung von Hirsutismus (übermäßiger Haarwuchs bei Frauen) und intravenös zur Behandlung der sogenannten Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) angewandt. Zur Verminderung des übermäßigen Haarwuchses bei der Frau wird das Eflornithin-haltige Präparat Vaniqa verwendet.

Wirkungsweise von Eflornithin

Eflornithin ist ein Wirkstoff aus der Reihe der Antiprotozoika. Diese werden vor allem zur Behandlung von Infektionskrankheiten, die durch Protozoen (einzellige Erreger) ausgelöst werden. Erkrankungen dieser Art sind beispielsweise Trypanosomiasis (Schlafkrankheit), Malaria oder Toxoplamose.

Eflornithin fungiert als Enzymhemmer und greift in die Pathogonese des Hirsutismus ein. Der Wirkstoff hemmt das Enzym Ornithin-Decarboxylase, welche die Umwandlung von Ornithin in Polyamine, beispielsweise Putrescin, katalysiert. Die Zellen der Haarfollikel benötigen diese für das Wachstum und die Ausreifung.

vaniqa wirkung

Eflornithin dockt an das Enzym an und macht es unbrauchbar, aufgrund dessen verlangsamt sich die Bildung neuer Haare erheblich. Im Gegensatz zu anderen Mitteln gegen Hirsutismus, greift Eflornithin nicht direkt in den Hormonhaushalt der Betroffenen ein.

Studien bewiesen eine Verbesserung des Krankheitsbildes innerhalb von 6 Monaten bei 73% der Frauen. Bei Betroffenen, die sich zusätzlich einer Lasertherapie unterzogen haben, konnte sogar eine Erfolgsquote von 96% erzielt werden.

Es gilt zu beachten, dass Eflornithin ein Wirkstoff zur Dauerbehandlung darstellt. Sobald die Therapie beendet wird, kann es innerhalb von zwei Monaten erneut zu übermäßiger Behaarung kommen. Da Hirsutismus durch zahlreiche Faktoren begünstigt bzw. Ausgelöst werden kann, sollte versucht werden diese zu Ermitteln und zu eliminieren, um eine dauerhafte Verminderung des Haarwuchses erzielen zu können.

Eflornithin - der Lebensretter bei der Schlafkrankheit

Wird Eflornithin intravenös zur Behandlung der Schlafkrankheit eingesetzt, kann dieser lebensrettend sein. Die Erreger der Krankheit, die durch die Tsetse-Fliege übertragen werden, lösen in West- und Zentralafrika die tödliche Krankheit aus. Wird Eflornithin in hoher Dosis injiziert, können Betroffene in 95% der Fälle vollständig geheilt werden. Laut der WHO (World Health Organisation) sind etwa eine halbe Million Menschen von der Krankheit betroffen und rund 60 Millionen gefährdet.

Anwendungsgebiete und Dosierung von Eflornithin

In Europa wird Eflornithin vornehmlich zur Behandlung von Hirsutismus eingesetzt. Es leiden in etwa 20 bis 30% der Frauen in Deutschland an zu ausgeprägtem, unerwünschten Haarwuchs. Dieser äußert sich vor allem in der Entstehung eines Damenbarts und an übermäßiger Behaarung an den Armen, Beinen, Rücken, Brust und Oberbauch. Zur medizinischen Einordnung der Symptome wird der Ferriman-Gallwey Index angewendet.

Ferriman-Gallway-Index

Prinzipiell muss Hirsutismus nicht behandelt werden, vorausgesetzt die betroffene Frau stört sich an dem Haarwuchs nicht. Viele Betroffenen empfinden diesen jedoch als ästhetisch störend und fühlen sich aufgrund dessen Unwohl in ihrem Körper. Dank der Therapie mit Vaniqa kann der Haarwuchs vermindert werden, wodurch ebenfalls die manuelle Haarentfernung einfacher und schmerzloser wird.

Dosierung und Anwendung der Eflornithin-haltigen Crème

Vaniqa wird zwei Mal täglich auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen. Es wird empfohlen eine dünne Schicht aufzutragen und die Creme gut einzumassieren. Zwischen jeder Anwendung sollte ein Zeitabstand von etwa 8 Stunden eingehaten werden, um die Haut nicht zusätzlich zu irritieren. Um einen optimalen Behandlungserfolg zu garantieren, sollten außerdem die betroffenen Körperstellen etwa 4 Stunden nach der Behandlung nicht gewaschen werden.

Die meisten Betroffenen stellen innerhalb der ersten 8 Wochen bereits eine erhebliche Verminderung des Haarwuchses fest. Sollten jedoch innerhalb von vier Monaten keine Fortschritte erzielt werden können, ist es ratsam die Behandlung vorerst zu unterbrechen und einen Arzt zu konsultieren. Möglicherweise wird der Hirsutismus durch eine Grunderkrankung ausgelöst, die behandelt werden muss, damit sich der Haarwuchs normalisiert.

Ist eine Überdosierung mit Eflornithin möglich?

Prinzipiell wird 30 Gramm der Substanz als monatliche Maximaldosis angegeben. Da der Wirkstoff bei der Behandlung von Hirsutismus jedoch über die Haut aufgenommen wird, ist dies äußerst unwahrscheinlich. Wird die Creme jedoch häufiger als empfohlen angewandt, kann es zu Hautirritationen kommen.

Eine Überdosierung ist möglich, wenn Eflornithin oral oder intravenös verabreicht wird, wie es z.b. bei der Schlafkrankheit der Fall ist. Schwellungen des Gesichts, Kopfschmerzen und gastrointestinale Störungen sind hierbei Anzeichen für eine zu hohe Gabe der Substanz. Die Behandlung ist in Folge einer dieser Reaktionen sofort abzubrechen.

Neben- und Wechselwirkungen von Eflornithin

Nebenwirkungen sind aufgrund der Aufnahme des Wirkstoffs durch die Haut eher selten und treten zumeist in Form von Hautirritationen auf. Häufig sind diese jedoch nur von schwacher Ausprägung und die Behandlung kann fortgesetzt werden.

Häufig haben Betroffene von dem Auftreten einer leichten Form von Akne berichtet. Hautrötungen, -reizungen und -ausschlag wurden ebenfalls beschrieben. Vor allem nach einer Rasur können betroffene Hautstellen kribbeln, stechen, oder brennen.

Gelegentlich treten Gesichtsödeme, Furukulose, Herpes simplex, eingewachsene Haare oder eine Empfindlichkeit der Haut auf.

Selten konnten Hautneoplasien, Rosacea, vesikulobullöse Ausschläge und ein Spannen der Haut mit der Anwendung von Eflornithin in Verbindung gebracht werden.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Selten (1 von 1000)
Trockene oder gereizte Haut Hautblutung Hautzysten
Hautkribbeln Taubheitgefühl in den Lippen Hautspannungen
Hautkribbeln Hautrötung seborrhoische Dermatitis

Wechselwirkungen mit anderen Substanzen

Derzeit sind keine unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Da Eflornithin nicht durch den Stoffwechsel abgebaut, sondern unverändert über die Niere ausgescheiden wird, sollten sich keine gegenseitige Verstärkung oder Verminderung mit anderen Substanzen einstellen. Treten nichtsdestotrotz unangenehme Reaktionen auf, sollte die Behandlung abgebrochen werden und ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Eflornithin

Besteht eine Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber Eflornithin, sollten Präparate, die die Substanz enthalten nicht verwendet werden. Ein Arzt kann in diesem Fall über mögliche Behandlungsalternativen aufklären.

Es gibt derzeit keine zuverlässige Datenlage, ob der Wirkstoff bei Patienten mit verminderter Leber- oder Nierenfunktion unbedenklich ist. Hierbei ist besonders bei einer eingeschränkten Nierenfunktion Vorsicht geboten.

Es wird davon abgeraten Eflornithin während der Schwangerschaft oder Stillzeit anzuwenden, da nicht eindeutig geklärt ist, ob der Wirkstoff über die Muttermilch an das Kind weiter gegeben werden kann und welche Auswirkungen dies hat. Tierversuche haben gezeigt, dass sich die Substanz negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken, jedoch gibt es diesbezüglich keine Studien im Bezug auf Menschen.

Quellen:

Veröffentlicht am 23.05.2016

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