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Folgeerkrankungen und Risiken von Diabetes mellitus

Diabetes mellitus lässt sich in zwei Gruppen aufteilen. Den jugendlichen Diabetes Typ 1 der angeboren ist oder bereits im Kindesalter beginnt und den Altersdiabetes Typ 2, welcher meist nach dem 40 Lebensjahr aufgrund des vorhergegangenen Lebensstils beginnt. Beide Diabetestypen bergen das Risiko von Spätfolgen, wenn der Zuckerstoffwechsel nicht richtig eingestellt werden kann.

Überblick

Viele Diabetiker nehmen ihre Erkrankung nicht ernst genug und sind sich der mitunter schlimmen Spätfolgen der Erkrankung nicht bewusst. Ein nicht ausreichend eingestellter Diabetes kann folgende Probleme nach sich ziehen:

  • Schlecht heilende Wunden
  • Durchblutungsstörungen der Arme und Beine bis hin zur Amputation
  • Nervenschädigungen (diabetische Neuropathie)
  • Offene Beine (diabetisches Gangrän)
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Nierenschädigung (mit Dialysepflicht)
  • Schädigung der Netzhaut und Erblindung (diabetische Retinopathie)

All diese bereits genannten Schädigungen sind auf eine veränderte Durchblutungssituation im Körper bzw. auf eine Veränderung der Blutgefäße zurück zu führen. Durch die Behandlung von Spätfolgen des Diabetes entstehen den Krankenkassen jährlich sehr hohe Kosten für Therapie und Behandlung.

Zuckerkrankheit Spätfolgen

Nierenschädigung durch Diabetes

Die Gefäße der Niere verändern sich dauerhaft und es kommt zu einer Verminderung der allgemeinen Durchblutung der Niere. Die Niere arbeitet somit nicht mehr richtig und es können sich weitere Symptome wie beispielsweise ein erhöhter Blutdruck einstellen.

Häufig kommt es wegen der schlecht arbeitenden Niere auch zu hohen Eiweißkonzentrationen im Urin. Erhöhtes Eiweiß und ein somit erhöhter Wert an Kreatinin sind ein erster Hinweis auf eine bestehende Niereninsuffizienz.

Der hohe Blutdruck kann sich außerdem weiter ungünstig auf den Körper auswirken und die ohnehin bereits geschädigte Niere zusätzlich schwer belasten. Vielen Diabetikern hilft daher häufig nur eine Dialysetherapie.

Auswirkungen von Diabetes auf Augen und die Netzhaut

Auch die kleinen Gefäße der Netzhaut können durch Diabetes enorm geschädigt werden. Die Durchblutung wird schlechter, das Sehvermögen nimmt ab und in nicht seltenen Fällen erblindet der Betroffene.

Die Makula, der Punkt des schärfsten Sehens der Netzhaut verändert sich. Es kommt zu Einblutungen in der Netzhaut, die sich auf das Sehvermögen auswirken. Alle Diabetiker sollten daher regelmäßige Kontrollen bei einem Augenarzt durchführen lassen.

Polyneuropathie (Nervenschädigung) aufgrund zu hohen Blutzucker

Die Schädigung der Nerven ist ein häufiges Begleitsymptom von Diabetes. Es kommt zu Schmerzen, Kribbelattacken und Empfindungsstörungen in Armen und Beinen. Auch das Schmerzempfinden kann somit reduziert sein.

Daher kann es vorkommen, dass Diabetiker kleine offene Wunden nicht sofort bemerken. Dies birgt ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Infektionen, die zu weiteren Komplikationen führen können. Im fortgeschrittenen Stadium kann Neuropathie in den Beinen auch zu Problemen beim Gehen führen und somit die Mobilität des Patienten dauerhaft einschränken.

Das Krankheitsbild des diabetischen Fußes

Diabetiker sollten stets auf das geeignete Schuhwerk achten und nach Möglichkeit eine professionelle Fußpflege in Anspruch nehmen um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Diabetiker bemerken, wie oben bereits erwähnt, Druckstellen an den Füssen oft nicht rechtzeitig.

Dies kann zu weiteren unerwünschten Durchblutungsstörungen führen und im Ernstfall sogar in offenen Wunden am Fuß resultieren. Eine schlechte Wundheilung erhöht das Risiko für dauerhafte Schäden am Fuß.

Bei einigen Patienten kommt es wegen Infektionen und reduzierter Durchblutung auch zu einem sogenannten diabetischen Gangrän, einer offenen Fußwunde, die schlecht oder gar nicht heilt. Daher kann es vorkommen, dass bei Diabetikern wegen der großen Schädigung Zehen, Fuß oder Bein amputiert werden müssen.

Diabetes erhöht das Schlaganfall und Herzinfarktrisiko

Die Veränderung der Blutgefäße und Ablagerungen von Kalk und Zucker an den Gefäß-Innenwänden führen dazu, dass sich das Risiko eines Schlaganfalles oder das eines Herzinfarktes bei Diabetikern um ein vielfaches erhöht. Einige Diabetiker haben außerdem eine gestörte Durchblutung des Gehirns, welche das Risiko einer Demenz erhöhen kann.

Weitere Risikofaktoren für Diabetiker

Andere Therapien können sich ebenfalls ungünstig auf den Diabetes auswirken. Eine Reihe von Medikamenten können Veränderungen des Stoffwechsels nach sich ziehen und den Blutzuckerspiegel nachhaltig beeinflussen.

Zu diesen Medikamenten gehört unter anderem das Cortison. Cortison gehört zu den Glukokortikoiden, welche eine Erhöhung des Blutzuckers verursachen können. Patienten, die beispielsweise wegen Rheuma, Multipler Sklerose oder anderen Erkrankungen mit Cortison behandelt werden, müssen daher sehr engmaschig ihre Werte kontrollieren lassen, um Spätfolgen und Folge-Erkrankungen zu vermeiden.

All diese Risiken lassen sich nur mit regelmäßigen Blutzucker-Kontrollen, medikamentöser Therapie und Diät in den Griff bekommen. Eine reduzierte Zufuhr an Kohlenhydraten ist bei der Ernährung entscheiden. Sport und Bewegung wirken sich darüber hinaus auf lange Sicht sehr positiv auf den Blutzucker aus.

Mit Hilfe des Langzeit-Blutzuckerwertes dem sogenannten HBA1C Blutwert, können der Hausarzt oder Internest am besten beurteilen, wie die durchschnittliche Blutzuckerentwicklung über mehrere Wochen hinweg gewesen ist und wie die Einstellung des Diabetes optimiert werden kann.

Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes mellitus

Diabetes lässt sich je nach Ausprägung und Schweregrad der Erkrankung auf dreierlei Weise behandeln. Bei manchen Patienten, insbesondere denen mit hohem Körpergewicht, kann es helfen das Gewicht zu reduzieren und die Ernährung umzustellen. So werden häufig bereits erste Erfolge bei den Blutzuckerwerten sichtbar.

Metformin gegen Diabetes

Die zweite Möglichkeit ist eine ergänzende Einnahme von Medikamenten, z.B. Metformin, welche die Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse fördern und somit den Abbau von Zucker im Blut vorantreiben.

Die letzte Möglichkeit zur Behandlung des Diabetes ist das Spritzen von Insulin in regelmäßigen Abständen. Zur Behandlung gehört auch eine tägliche Messung der Blutzuckerwerte. Hierbei helfen kleine Geräte mit Teststreifen. Jugendliche Diabetiker werden heute häufig mit einer Insulinpumpe ausgestattet, die selbständig die Abgabe von Insulin regelt.

Quellen:

Veröffentlicht am 23.05.2016

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